Yoga Vidya Kirtanhefts Beiträge (380)

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Om Tare Tuttare - Lyrics, Video, mp3 - 550

Om Tare Tuttare Liedertext zum Mitsingen, deutsche Übersetzung, Videos und Audios zum Genießen, auch zum mp3 Download, Erläuterungen zu Bedeutung und Herkunft. Om Tare Tuttare ist ein Buddhistisches Mantra. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Om Tare Tuttare, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 550, selbst zu singen, anzuleiten, auf einem Musikinstrument zu begleiten.

Om Tare Tuttare Ture Soha


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Videos zum Hören und Mitsingen
Erläuterungen und Übersetzungen
Noten und Akkorde
Audio mp3, auch zum Download



Om Tare Tuttare Ture Soha ist ein Mantra aus dem tibetischen Buddhismus. Es richtet sich insbesondere an die Grüne Tara, die Tara des Mitgefühls. So gilt Om Tare Tuttare Ture Soha als Heilmantra, als Schutz-Mantra, als Trost-Mantra und auch als Mantra, um selbst anderen besser helfen zu können

Om Tare Tuttare Videos

Übersetzungen und Erläuterungen zum Om Tare Tuttare

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Om Tare Tuttare übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe.

Spirituelle Übersetzung Om Tare Tuttare

Om Tara, du große Überwinderin, ich verehre dich.

Om Tare Tuttare Bedeutung und Herkunft

„Om Tare Tuttare“ ist eine Anrufung der Tara, insbesondere der Grünen Tara. Die Grüne Tara verkörpert das aktive Mitgefühl aller Buddhas und aller Wesen. Sie erfüllt alle weltlichen Wünsche, aber vor allen Dingen will die Grüne Tara die Praktizierenden zur Erleuchtung führen. Und so wird gesagt, dass die Grüne Tara eben auch dem Lakshmi-Prinzip entspricht. Tara ist im Tibetischen der Hauptname für die göttliche Mutter und da gibt es verschiedene Taras. Die verschiedenen Taras werden auch mit verschiedenen Farben identifiziert. Und das „Tare Tuttara“ ist eben ein Mantra, um die göttliche Mutter des Mitgefühls anzurufen. Die Bedeutung dieser Worte, das ist jetzt kein Sanskrit, sondern das ist tibetisch, es sind Abwandlungen der Sanskrit-Worte: „Om Tare“ ist also „Oh Tara, ich rufe dich an“ oder „Om Tara“. Und Tara heißt auch „der Stern“, Tara ist im Hinduismus auch eine der Mahavidyas, eine der zehn Weisheitsgöttinnen. In Tibet hat sie übergeordnete Bedeutung. „Tuttare“, das wird von zwei verschiedenen Wörtern abgeleitet. Das kann man von „Tu“ ableiten, denn in Hindi heißt das auch „du“, aber gerade der Ani Choying Drolma hat gesagt, „Tuttare“ heißt: „Sie, die alle Ängste beseitigt, die, die uns von allen Leiden befreit.“ Das ist so etwas, Krishna wird auch als Abhayamkara bezeichnet. „Tuttare, sie, die alle Ängste beseitigt.“ Und „Ture“ heißt auch „die höchst Schreckliche, die alle Negativitäten, wie Stolz, Verblendung, Zorn, Eifersucht, Geiz, Begierde, Zweifel, irrige Ansichten überwindet.“ „Soha“, als tibetisch, ist eigentlich „Svaha“ und Svaha ist der Opferruf, man könnte auch sagen, „dir sei meine Ehrerbietung, ich bringe es dir dar“. Also: „Om Tara, Oh du große Tara, Oh großes Licht, Oh große leuchtende Retterin, du beseitigst alle Ängste, du befreist uns von allem Leiden, du gibst uns Kraft. Und auch durch scheinbar schwierige Umstände hilfst du uns, zu wachsen. Dir sei Ehrerbietung, ich bringe dir alles dar.“

Om Tare Tuttare Noten und Akkorde

Om Tare Tuttare Harmonium Lern-Video

Sukadev spielt auf dem Harmonium Om Tare Tuttare, damit du es selbst lernen kannst, mitspielen bzw. auf Harmonium oder anderem Musikinstrument begleiten kannst

Audio mp3s - auch zum Download

Hier findest du einige Audio mp3s, auch zum Download, des Om Tare Tuttare:




Übrigens: Viele Mantra und Kirtan mp3s zum Download findest du auf der Mantra mp3 Seite.

Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Om Tare Tuttare

Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Om Tare Tuttare ist ein Buddhistisches Mantra. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

Links zu Mantras und Kirtans

Youtube Playlist Om Tare Tuttare

Hier findest du alle Youtube Videos zum Om Tare Tuttare

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He Ma Durga Kirtan - Lyrics, Video, mp3

He Ma Durga

He Ma Durga ist ein Kirtan, der sich an Durga, die göttliche Mutter, richtet.

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  • He ist ein Laut der Anrufung
  • Ma bedeutet Mutter
  • Durga ist die göttliche Mutter in ihrer Urform. Durga ist der weibliche Aspekt von Shiva. Durga wird dargestellt reitend auf einem Tiger als Symbol ihrer Kraft. Sie trägt ein rotes Gewand - auch ein Symbol ihrer besonderen Energie.

He Ma Durga kann man auch schreiben Hey Ma Durga. Der He Ma Durga Kirtan ist ein sehr meditativer Kirtan, ein ruhiger getragener Kirtan, der sehr zu Herzen geht.


Hier ein Video mit dem He Ma Durga Kirtan, gesungen von Gopi und Atmaram:

Weitere Infos zum He Ma Durga - Hey Ma Durga

auf der Seite Jaya Ma Durga Kirtan - Lyrics, Video, mp3 - 328

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Maha Mantra - Lyrics, Video, mp3 - 699i

Maha Mantra Erläuterungen, Sanskrit Text, deutsche Übersetzung, Videos und Audios, auch zum mp3 Download. Maha Mantra ist ein Dhyana Moksha Mantra. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Maha Mantra, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 699i, selbst zu singen, anzuleiten, auf einem Musikinstrument zu begleiten.

Hare Rama Hare Rama
Rama Rama Hare Hare /
Hare Krishna Hare Krishna
Krishna Krishna Hare Hare //


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Videos zum Hören und Mitsingen
Erläuterungen und Übersetzungen
Noten und Akkorde
Audio mp3, auch zum Download



Das Hare Rama Hare Krishna Mantra gilt als Maha Mantra, das großartige Mantra. Das Maha Mantra ist das großartige Mantra, um das Göttliche erfahrbar zu machen. Es öffnet das Herz, führt zur Erfahrung von Liebe und Freude.

Maha Mantra Videos

Übersetzungen und Erläuterungen zum Maha Mantra

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Maha Mantra übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe. 

Spirituelle Übersetzung Maha Mantra

Om Ehrerbietung dem Göttlichen in seinen Manifestationen als Vishnu, Krishna und Rama.

Maha Mantra Bedeutung und Herkunft

Maha Mantra ist das großartige Mantra. Es gibt eigentlich mehrere Maha Mantras, z.B. „Om Namah Shivaya“ gilt als das Maha Mantra der Shiva-Tradition. Aber bei Yoga Vidya und in der Sivananda Yoga Tradition folgen wir so ein bisschen den Vaishnavas, die eben das „Hare Rama Hara Krishna“ als Maha Mantra bezeichnen. Und es gibt eben auch eine Upanishade, die Kalisantarana Upanishad, die sagt, dass das Maha Mantra eben das „Hare Rama Hare Krishna“-Mantra ist. Es gibt aber auch eine Shiva Purana und die sagt, dass „Om Namah Shivaya“ das Maha Mantra ist. Aber wenn wir bei Yoga Vidya vom Maha Mantra sprechen, dann ist das „Hare Rama Hare Krishna“-Mantra gemeint.
Dieses Mantra hat sechzehn verschiedene Wörter, es gilt deshalb auch als das Sechzehn-Mantra, Shodashi Mantra, also das Mantra der Sechzehnheiten. Es ist das Mantra auch, das sich an Hari, an Rama und an Krishna wendet. Hari ist natürlich Vishnu, Hari heißt „gelb“, Hari heißt auch „strahlend“, Hari heißt auch „der die Herzen aller an sich zieht“. Rama heißt „derjenige, der voller Freude ist“, Krishna heißt „der Schwarze“, „der Dunkle“ und damit „der Geheimnisvolle“. Und so ist „Hare Rama Hare Krishna“ der Aspekt, der alle drei Vishnu-Aspekte verbindet, Rama, Krishna und Hari. In der Gaudiya Vaishnava Tradition wird Rama auch als Geliebter von Krishna angesehen. Und manchmal wird auch Hari als Shakti bezeichnet, als Shakti von Krishna.
Also, es gibt unterschiedliche Interpretationen dieser drei Namen. Bei Yoga Vidya gehen wir davon aus, dass Hari Vishnu ist, Rama die siebte Inkarnation von Vishnu und Krishna die achte Inkarnation von Vishnu. Ursprünglich wird auch das Mantra tatsächlich so begonnen, dass dort Rama beginnt, „Hare Rama Hare Rama, Rama Rama Hare Hare“, dann erst „Hare Krishna Hare Krishna, Krishna Krishna Hare Hare”. Und es gab im 16. Jahrhundert den Shri Krishna Chaitanya Maha Prabhu, auch Gauranga genannt oder einfach nur Chaitanya und dieser Chaitanya war ein so großer Verehrer von Krishna, er wollte unbedingt Krishna zuerst sagen. Und so hat er das Mantra umgedreht und hat aus dem klassischen Mantra, „Hare Rama Hare Rama, Rama Rama Hare Hare, Hare Krishna Hare Krishna, Krishna Krishna Hare Hare”, das Mantra gemacht, „Hare Krishna Hare Krishna, Krishna Krishna Hare Hare, Hare Rama Hare Rama, Rama Rama Hare Hare“. Aber die klassische Reihenfolge ist erst Rama, Rama wurde ja auch geboren vor Krishna und deshalb sollte Rama zuvor gesungen werden.
Aber natürlich, wenn Rama entweder als Bala Rama interpretiert oder auch als Radha, oder wenn man Rama als Bala Rama, als Bruder von Krishna interpretiert und Hari als Radha interpretiert, dann will man natürlich zuerst Krishna wiederholen. Aber wenn man in der Yoga Vidya Tradition eine Einweihung bekommt, dann sollte man das auch so wiederholen, dass zuerst „Hare Rama“ kommt. Wenn man es singt, dann kann man natürlich singen, wie man es will und da gerade im deutschsprachigen Raum die Hare Krishna Bewegung besonders wichtig ist und auch dieses Maha Mantra besonders singt, wird sehr häufig auch bei Yoga Vidya das Maha Mantra so gesungen, dass erst „Hare Krishna“ gesungen wird und erst danach „Hare Rama“. - Maha Mantra, großartiges Mantra, das besonders darauf ausgerichtet ist, Lebensfreude zu erfahren, Freude zu erfahren, sein Herz zu spüren, Liebe zu spüren, Liebe geben zu können, sich zu verbinden mit dem Göttlichen.

Erläuterungen II zum Mantra Nr. 699i im Yoga Vidya Kirtan-Heft.
Ich wollte noch ergänzen, Maha Mantra ist auch ein Dhyana Moksha Mantra, also ein Mantra, das man für die Meditation verwenden kann, Dhyana, ein Mantra, das zur Befreiung führen kann, Moksha. Und es ist ein Diksha Mantra, also ein Mantra, in das man eine Einweihung bekommen kann. Also, bei Yoga Vidya kannst du auch eine Einweihung in das Mantra bekommen. Das Maha Mantra kann also dein Haupt-Mantra sein, das du jeden Tag mindestens zwanzig Minuten lang in der Meditation wiederholst und auch ansonsten am Tag immer wieder wiederholst, ein Mantra, das du so lange wiederholst, bis du die Erleuchtung erlangst. Zusätzlich kannst du das Mantra auch singen und du kannst es als Ergänzungs-Mantra zu anderen Mantras wiederholen.
Es ist auch ein Siddhi Mantra, es ist ein Mantra, das du für einen bestimmten Zweck wiederholen kannst. Wenn du z.B. neue Freude in deinem Herzen spüren willst, wenn du mehr Liebe spüren willst, also z.B., wenn dein Herz irgendwie trocken geworden ist, wenn du dich irgendwie verlassen und einsam fühlst, dann kannst du das Maha Mantra geistig wiederholen, laut wiederholen, du kannst es singen und du wirst sehr schnell neue Freude spüren, neue Liebe spüren, Gottes Gegenwart spüren.

Text des Maha Mantra mit diakritischen Zeichen:

Hier der Text des Maha Mantra in der IAST Transkription, also mit diakritischen Zeichen, auch wissenschaftliche Umschrift genannt. Wenn du dich mit der IAST Umschrift auskennst, weißt du genau, wie die Wörter genau ausgesprochen werden.

hare rāma hare rāma ' rāma rāma hare hare /
hare kṛṣṇa hare kṛṣṇa ' kṛṣṇa kṛṣṇa hare hare //

Wort-für-Wort-Übersetzung

Hier die Wort-für-Wort-Übersetzung des Maha Mantra:

hari gelb (in unterschiedlichen Schattierungen von grünlich bis bräunlich), m. Name Viṣṇus bzw. Kṛṣṇas; rāma angenehm, schön, m. Name des Helden des Rāmāyaṇa, 7. Inkarnation Viṣṇus; kṛṣṇa schwarz, m. Name der 8. Inkarnation Viṣṇus. Die Vokative sind aneinander gereiht: Oh Hari, Rāma etc.

Wörtliche Übersetzung

Oh Hari, Rāma etc.

Maha Mantra in Devanagari Schrift

Hier der Maha Mantra in der Schrift, in der in Indien Sanskrit geschrieben wird, also in der Devanagari Schrift: 

हरे राम हरे राम राम राम हरे हरे /
हरे कृष्ण हरे कृष्ण कृष्ण कृष्ण हरे हरे //

Maha Mantra Noten und Akkorde

Maha Mantra Harmonium Lern-Video

Sukadev spielt auf dem Harmonium Maha Mantra, damit du es selbst lernen kannst, mitspielen bzw. auf Harmonium oder anderem Musikinstrument begleiten kannst

Audio mp3s - auch zum Download

Hier findest du einige Audio mp3s, auch zum Download, des Maha Mantra:

Übrigens: Viele Mantra und Kirtan mp3s zum Download findest du auf der Mantra mp3 Seite.

Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Maha Mantra

Rezitation des Maha Mantra

Hare Rama Hare Krishna Mahamantra mit einigen Erläuterungen


Hare Rama Hare Krishna Mahamantra mittelschnelles Japa

Hare Rama Hare Krishna Mahamantra schnelles Japa

Hare Rama Hare Krishna Mahamantra

Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Maha Mantra ist ein Dhyana Moksha Mantra. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

Links zu Mantras und Kirtans

Youtube Playlist Maha Mantra

Hier findest du alle Youtube Videos zum Maha Mantra

Alternative Schreibweise vom Maha Mantra

Es gibt verschiedene Weisen, wie man die Sanskritschrift transkribieren kann. In Indien findest du Mantras ganz unterschiedlich geschrieben. Hier eine in Indien durchaus übliche alternative Schreibweise, in der man z.B. statt sh s, statt v w, statt langem u oo und statt langem i ee schreibt.

Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare /
Hare Krisna Hare Krisna Krisna Krisna Hare Hare //


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Om Gange Cha Yamune Sapta Sindhu Mantra Text, Video, Audio mp3 download, Übersetzung und Erläuterungen, Noten für Harmonium. Om Gange Cha Yamune Sapta Sindhu Mantra ist ein Yoga Vidya Satsang Mantra. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Om Gange Cha Yamune Sapta Sindhu Mantra, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 804 d, selbst zu singen, anzuleiten, auf einem Musikinstrument zu begleiten.

Om
Gange Cha Yamune Chaiva
Godavari Sarasvati /
Narmade Sindhu Kaveri
Namas Tubhyam Namo Namah //


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Videos zum Hören und Mitsingen
Erläuterungen und Übersetzungen
Noten und Akkorde
Audio mp3, auch zum Download



Om Gange Cha Yamune Chaiva Godavari Saraswati ist ein Reinigungsmantra. Es ist die Anrufung der Sieben Heiligen Reinigungsenergien, symbolisiert durch die Sieben Heiligen Flüsse (Sapta Sindhava).

Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra Videos

Übersetzungen und Erläuterungen zum Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe. 

Spirituelle Übersetzung Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra

Ehrerbietung den sieben Kosmischen Reinigungsenergien, die sich manifestieren als die sieben Heiligen Flüsse Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri.

Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra Bedeutung und Herkunft

Dieses „Om Gange Cha Yamune“-Mantra, das Sapta Sindhu Mantra, ist ein Mantra, das die sieben heiligen Flüsse Indiens anruft, es ist auch das Mantra, welches die sieben heiligen Reinigungsenergien anruft, es ist ein Mantra, mit welchem man sich verbinden kann mit Reinigungsenergien. Wir wiederholen dieses Mantra manchmal als Teil des Arati, insbesondere wenn man das Arati mit Veda Mantras macht, also mit „Rajadhi Rajaya“ und dem „Om Na Tatra Suryo“, dann singt man nachher auch das „Om Gange Cha Yamune“. Das ist insbesondere auch Anrufung der weiblichen Energie, denn in Indien sind die Flüsse alle weiblich, deshalb sagt man auch nicht „der Ganges“, sondern „die Ganga“, „die Yamuna“. Nur Sindhu ist der männliche Fluss, der einzige der Flüsse, der männlich ist, ist Sindhu, die anderen sind alle weiblich.
„Om Gange Cha Yamune Chaiva Godavari Saraswati“ ruft also an, Ganga, Fluss in Nordindien, Yamuna, auch in Nordindien, auch im Himalaya beginnend und mündet im Ganges, eben in Allahabad, Triveni. Dann gibt es Godavari, Godavari ist ein wichtiger Fluss in Mittel- und Südindien. Saraswati ist ein mystischer Fluss in Nordwestindien, der parallel zum Sindhu, zum Indus verläuft. Narmada ist der Fluss, der Nord- von Südindien trennt. Und Kaveri ist ein Fluss ganz in Südindien. Und so kann man all diese verschiedenen Flüsse anrufen und sie stehen symbolisch für sieben heilige Reinigungsenergien.
Deshalb verwenden wir dieses Mantra auch zum Achmanyam, zur rituellen Reinigung, auch vor Einweihungen, auch zu Beginn der Puja, auch zu Beginn von Yajnas und Homas. Also ein Mantra, mit dem wir die sieben heiligen Reinigungsenergien anrufen und damit uns verbinden, öffnen, so dass göttlicher Segen fließen kann. Man kann auch das Arati machen, während man noch dieses Mantra rezitiert. Wenn du über einen Fluss fährst, z.B. zu Fuß gehst oder mit dem Fahrrad, mit dem Auto, mit der Bahn fährst, kannst du auch dieses Mantra wiederholen. Und dann könntest du auch noch den Namen des Flusses, über den du gehst oder fährst auch noch mit einschließen. Also, z.B.: „Om Gange Cha Yamune Chaiva Godavari Saraswati Narmade Sindhu Kaveri Weser Namastubhyam Namo Namah.“
Es heißt auch, wann immer man dieses Mantra rezitiert, vor egal welchem Wasser, dann wird dieses Wasser heiliges Wasser, auch in diesem Wasser werden die sieben heiligen Reinigungsenergien aktiv werden und göttlicher Segen fließt durch dieses Wasser.

Text des Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra mit diakritischen Zeichen:

Hier der Text des Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra in der IAST Transkription, also mit diakritischen Zeichen, auch wissenschaftliche Umschrift genannt. Wenn du dich mit der IAST Umschrift auskennst, weißt du genau, wie die Wörter genau ausgesprochen werden.

om
gaṅge ca yamune caiva ' godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri ' namas tubhyaṃ namo namaḥ //

Wort-für-Wort-Übersetzung

Hier die Wort-für-Wort-Übersetzung des Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra:

om
gaṃge ca yamune caiva ' godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri ' namas tubhyaṃ namo namaḥ //

gaṃgā f. Ganges, größter Fluß Nordindiens; ca und; yamunā f. zweitgrößter Fluß Nordindiens, an dessen Ufer Vṛndāvan liegt; eva betont vorhergehendes Wort, wird aber (wie ca und andere kleine Wörtchen) in Gedichten oft als Lückenfüller eingesetzt; godāvarī f. wichtiger Fluß in Mittel-/Südindien; sarasvatī f. Fluß in Nordwest-Indien; narmadā f. Fluß, der Nord- und Südindien trennt; sindhu m. Indus, seit 1947: größter Fluß Pakistans (Ursprung des Wortes 'hindu'); kāverī f. Fluß in Südindien; namas n. Verneigung; tubhyam dir.


Wörtliche Übersetzung

Gaṃgā und Yamunā, Godāvarī, Sarasvatī, Narmadā, Sindhu, Kāverī! Verneigung Dir, Verneigung, Verneigung.

Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra in Devanagari Schrift

Hier der Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra in der Schrift, in der in Indien Sanskrit geschrieben wird, also in der Devanagari Schrift: 

ओम्
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति /
नर्मदे सिन्धु कावेरि नमस् तुभ्यं नमो नमः //

Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra Noten und Akkorde

Hier findest du die Noten und die Akkorde des Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra. Wenn du Harmonium, Klavier, Gitarre oder ein anderes Melodieinstrument beherrschst oder nach Noten singen kannst, wird dir das sehr hilfreich sein.

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Om Gange Cha Yamune Sapta Sindhu Harmonium Lern-Video

Sukadev spielt auf dem Harmonium Om Gange Cha Yamune Sapta Sindhu, damit du es selbst lernen kannst, mitspielen bzw. auf Harmonium oder anderem Musikinstrument begleiten kannst


Audio mp3s - auch zum Download

Hier findest du einige Audio mp3s, auch zum Download, des Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra:



Übrigens: Viele Mantra und Kirtan mp3s zum Download findest du auf der Mantra mp3 Seite.

Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra



Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra ist ein Yoga Vidya Satsang Mantra,. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

Links zu Mantras und Kirtans

Youtube Playlist Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra

Hier findest du alle Youtube Videos zum Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra

Alternative Schreibweise vom Om Gange Cha Yamune - Sapta Sindhava Mantra

Es gibt verschiedene Weisen, wie man die Sanskritschrift transkribieren kann. In Indien findest du Mantras ganz unterschiedlich geschrieben. Hier eine in Indien durchaus übliche alternative Schreibweise, in der man z.B. statt sh s, statt v w, statt langem u oo und statt langem i ee schreibt.

Om
Gange Cha Yamune Chaiva Godavari Saraswati /
Narmade Sindhu Kaveri Namas Tubhyam Namo Namah //

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OM

Om Om Om

 

Om - 10maliges Singen von Om - mit Harmoniumbegleitung

Sukadev rezitiert 10x das OM in einer gleichbleibenden Tonlage mit Mantra-Begleitung. Erst drei Mal langsames OM. Dann das Om etwas zügiger - eben so, wie du es in der Meditation rezitieren kannst. Das Om Mantra wird auch Pranava Mantra, Ekakshara Mantra und Omkara genannt. Erfahre mehr über die Bedeutung von Om auf yoga-vidya.de/Yoga--Artikel/art_om.html. Im Yoga Vidya Kirtanheft findest du diese Dhyana Moksha Mantras unter der Nummer 699.

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Gebet des Heiligen Franziskus Text, Video, Audio mp3 download und Erläuterungen zu Herkunft und Bedeutung dieses christlichen Gebets. Gebet des Heiligen Franziskus ist ein Gebet. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne das Gebet des Heiligen Franziskus, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 809.

Oh Gott,
Bitte mache mich zum Werkzeug Deines Friedens:
Dass ich Liebe bringe, wo man sich streitet,
Dass ich Versöhnung bringe, wo man sich kränkt,
Dass ich Einigkeit bringe, wo Zwietracht ist,
Dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel quält,
Dass ich die Hoffnung bringe, wo Verzweiflung droht,
Dass ich die Freude bringe, wo Traurigkeit ist,
Dass ich das Licht bringe, wo Finsternis waltet.

O Meister,
Hilf mir, dass ich nicht nur danach verlange
Getröstet zu werden, sondern zu trösten,
Verstanden zu werden, sondern zu verstehen,
Geliebt zu werden, sondern zu lieben.

Denn:
Wer gibt, der empfängt,
Wer verzeiht, dem wird verziehen,
Wer stirbt, der wird zum ewigen Leben geboren.

Amen


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Videos zum Hören und Mitsingen
Erläuterungen
Audio mp3, auch zum Download

Das Friedensgebet des Heiligen Franziskus ist ein dem Heiligen Franziskus zugeschriebener Gebetstext, welcher zum Thema die Entwicklung von Liebe, Friedenskraft, Mitgefühl und die aktive Arbeit für Versöhnung, Trost und Ausgleich ist. Vermutlich ist der Heilige Franziskus nicht der Autor dieses Friedensgebetes - aber ganz sicher ist dieses Friedensgebet in seinem Geiste.

Gebet des Heiligen Franziskus Videos

Erläuterungen zum Gebet des Heiligen Franziskus

Gebet des Heiligen Franziskus Bedeutung und Herkunft

Gebet des Heiligen Franziskus beginnt mit: „Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens.“ Es ist ein Gebet, das dem Heiligen Franziskus zugeschrieben wir und es ist sicherlich ein Gebet, das er so gebetet haben könnte. Ob er es tatsächlich so gesprochen hat, wissen wir nicht. Jedenfalls ist dieses Friedensgebet des Heiligen Franziskus von Assisi erstmals erschienen, schriftlich erschienen 1912 in einer Zeitschrift namens La Clochette und dort gab es eben einen französischen Priester namens Esther Bouquerel und dieser hat dort die Zeitschrift herausgegeben und hat dieses Gebet auch dort mit aufgenommen. Es ist jetzt nicht sicher, ob Bouquerel selbst der Autor ist oder ob er dieses Gebet von anderer Quelle hat. Vielleicht ist es auch eine lange Tradition, eben aus Franziskaner-Kreisen. Dieses Gebet wurde dann irgendwann ins Deutsche übersetzt und wir haben es nochmals leicht abgewandelt und vielleicht wandeln wir es auch nochmal etwas weiter ab.
Es wird als Gebet des Heiligen Franziskus von Assisi bezeichnet, weil es zum einen ein Franziskaner-Gebet ist, was also in Franziskaner-Kreisen gerne gebetet wird und auch weil es so gut zu diesem Heiligen Franz von Assisi passt. Es ist eine Bitte, dass wir Gutes bewirken mögen: „Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens.“ Was heißen soll: „Nicht ich stelle mir vor, ich kann alles, sondern Gott macht alles. Ich möchte dein Werkzeug werden, Oh Gott. Dass ich Liebe bringe, wo man sich hasst.“
Es gibt leider immer noch so viel Hass auf dieser Welt. Und selbst kleiner Groll, wir mögen Liebe bringen. „Dass ich Versöhnung bringe, wo man sich kränkt.“ An so vielen Stellen kränken sich Menschen, „möge ich dort nicht auch noch Kränkungen bewirken, sondern möge ich Versöhnung bringen“. „Dass ich Einigkeit bringe, wo Zwietracht ist.“ „Möge ich Einigkeit bringen, möge ich Menschen versöhnen.“ „Möge ich Glauben bringen, wo Zweifel quält, und ich möchte Hoffnung bringen, wo Verzweiflung droht. Möge ich Freude bringen, wo Traurigkeit ist. Möge ich Licht bringen, wo Finsternis waltet.“
Das ist ein Gebet und das ist auch ein Vorsatz. Wenn wir das morgens wiederholen, können wir uns vornehmen: „Genauso möchte ich heute handeln. Oh Gott, bitte gib mir die Kraft, dass ich heute so handeln kann. Und ich möchte auch aus der Opferrolle herausgehen. Also, ich möchte nicht danach verlangen, getröstet zu werden, verstanden zu werden, geliebt zu werden. Es ist schön, wenn das passiert und ich kann auch darum bitten. Aber ich möchte nicht verzweifeln, weil ich nicht genügend getröstet, verstanden, geliebt werde. Ich möchte stattdessen selbst andere trösten, andere verstehen, andere lieben, anderen meine Liebe schenken. Natürlich freue ich mich, wenn andere mich trösten, wenn andere mich verstehen, wenn andere mich lieben. Aber ich möchte nicht selbst nur dabei hängenbleiben, nur weil ich nicht genügend Liebe erfahre.“ Denn, und so geht es weiter: „Wer gibt, der empfängt, wer verzeiht, dem wird verziehen, wer stirbt, der wird zum ewigen Leben geboren.“
In dem Moment, wo wir geben, empfangen wir so viel. Wir müssen es nicht karmisch interpretieren, wenn wir geben, dann kriegen wir es schon zurück. Nachher kriegen wir vielleicht nicht genügend zurück. Sondern allein dadurch, dass wir geben, empfangen wir auch. In dem Moment, wo wir anderen verzeihen, kommen auch wir selbst zum Frieden, haben das Gefühl, dass auch uns verziehen wird. Und wenn wir bereit sind, zu sterben, dann werden wir zum ewigen Leben geboren. Zum Abschluss möchte ich dieses Gebet noch einmal wiederholen, ohne anschließend weiter auf anderes hinzuweisen.
Ich möchte an dieser Stelle noch sagen, ich habe eine umfangreiche Podcast-Serie zum Thema „Liebe“ gemacht, die gibt es auf www.liebe-podhost.de und dort habe ich auch etwa, ich glaube, zwanzig Hörsendungen gemacht zum Gebet des Heiligen Franziskus, mit vielen Tipps, wie du diese Empfehlungen aus dem Gebet des Heiligen Franziskus, diese Empfehlungen aus diesem Friedensgebet im Alltag umsetzen kannst. Du findest das also unter www.liebe-podhost.de.
Jetzt bin ich mir gar nicht mehr so sicher, also jedenfalls, du findest es, wenn du auf unsere Internetseite gehst und „Liebe“ eingibst, dann kommst du auf einen umfangreichen Artikel zum Thema „Liebe“ und in diesem Artikel „Liebe“ findest du eben auch den Liebes-Podcast verlinkt und dort findest du auch die mehrteilige Serie über das Friedensgebet, über das Gebet des Franz von Assisi. Alles zu finden auf www.yoga-vidya.de. Dies ist jetzt auch die letzte Aufnahme über die Texte des Yoga Vidya Kirtan-Heftes, damit schließe ich auch eine große Reihe ab mit mehreren hundert Vorträgen zu den verschiedenen Mantras und Gebeten und Shlokas und Stotras und Liedern des Yoga Vidya Kirtan-Heftes. Und ich glaube, es ist ganz angemessen, dass ich zum Abschluss dieser Video-Reihe das Gebet des Heiligen Franziskus spreche, welches auch besonders gerne von Swami Chidananda rezitiert wurde. Letztlich habe ich dieses Gebet auch kennen und schätzen gelernt in Seminaren von Swami Chidananda, einem Schüler von Swami Sivananda.

„Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens, dass ich Liebe übe, wo man sich hasst, dass ich Versöhnung bringe, wo man sich kränkt, dass ich Einigkeit bringe, wo Zwietracht ist, dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel quält, dass ich die Hoffnung bringe, wo Verzweiflung droht, dass ich die Freude bringe, wo Traurigkeit ist, dass ich das Licht bringe, wo Finsternis waltet. Oh Meister, hilf mir, dass ich nicht so sehr danach verlange, getröstet zu werden, sondern zu trösten, nicht nur danach verlange, verstanden zu werden, sondern zu verstehen, nicht nur danach verlange, geliebt zu werden, sondern zu lieben. Denn wer gibt, der empfängt, wer verzeiht, dem wird verziehen, wer stirbt, der wird zum ewigen Leben geboren. Amen.“

Om Shanti
Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki Jaya.
Om Bolo Shri Vishnudevananda Maharaj Ji Ki Jaya.

Audio mp3s - auch zum Download

Viele Mantra und Kirtan mp3s zum Download findest du auf der Mantra mp3 Seite.

Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Gebet des Heiligen Franziskus

Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Gebet des Heiligen Franziskus ist ein Gebet, Yoga Vidya Satsang Mantra. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

Links zu Mantras und Kirtans

Youtube Playlist Gebet des Heiligen Franziskus

Hier findest du alle Youtube Videos zum Gebet des Heiligen Franziskus

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Universal Prayer Text, Video, Audio mp3 download und Erläuterungen. Universal Prayer ist ein Gebet. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Universal Prayer - Text von Swami Sivananda - im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 808.

O Adorable Lord of Mercy and Love,
Salutations and prostrations unto Thee.
Thou art Omnipresent, Omnipotent and Omniscient.
Thou art Satchidānanda.
Thou art Existence, Knowledge and Bliss Absolute.
Thou art the Indweller of all beings.
Grant us an understanding heart,
equal vision,
Balanced mind, faith, devotion and wisdom.
Grant us inner spiritual strength
to resist temptation
and to control the mind.
Free us from egoism, lust, anger,
greed, hatred and jealousy.
Fill our hearts with Divine virtues.
Let us behold Thee in all these names and forms.
Let us serve Thee in all these names and forms.
Let us ever remember Thee.
Let us ever sing Thy glories.
Let Thy name be ever on our lips.
Let us abide in Thee for Ever and Ever.
Om Bolo Satguru Sivānanda Mahārāj Ji Ki - Jaya!



250px-Vijaya_Dashami_Puja2.jpg?width=200Videos zum Hören und Mitsingen
Erläuterungen und Übersetzungen
Audio mp3, auch zum Download


In der deutschen Übersetzung wird es bei Yoga Vidya als Allumfassendes Gebet bezeichnet, bei anderen Schülern von Swami Sivananda wird es als Universelles Gebet bezeichnet.

Universal Prayer Videos

Übersetzungen und Erläuterungen zum Universal Prayer

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Universal Prayer übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe. 

Universal Prayer Bedeutung und Herkunft

Anmerkungen zum Universal Prayer von Swami Sivananda, dem Gebet, das Swami Sivananda selbst geschrieben hat und das er in den Satsang eingeführt hat, so dass es im Sivananda Ashram Rishikesh jeden Morgen und Abend gesungen wird. Bei Yoga Vidya rezitieren wir dieses Gebet in deutscher Übersetzung jeden Morgen und Abend im Rahmen des Arati. Und auch die anderen Yoga Vidya Zentren wiederholen das Allumfassende Gebet in der deutschen Übersetzung beim Satsang. Nr. 808 im Yoga Vidya Kirtan-Heft.
Universal Prayer verbindet verschiedene Aspekte des Göttlichen. Es richtet sich an Gott und hat durchaus Ähnlichkeiten mit dem „Vater unser“, manche Wörter sind daraus gebraucht, der Rhythmus und letztlich auch das Versmaß lehnt sich so ein bisschen an die englische Version des „Vater unser“ an. Swami Sivananda hat ja auch in einer englischen Missionsschule gelernt, er hat dort gelernt und hat so auch christliche Religion und christliche Praxis schätzen gelernt. Unter seinen Schülern waren ja auch viele Christen, es waren Moslems, Sikhs, Jains, Parsis und so hat er auch bewusst ein Gebet schreiben wollen, das für Menschen verschiedenster Kulturen und Religionen akzeptabel wäre und ihnen etwas sagt, sie im Herzen berührt. Natürlich auch noch Buddhisten und Juden und schamanistische Kulturen, all diese können dieses Universal Prayer wiederholen. Deshalb heißt es auch Universal Prayer, es ist ein universelles Gebet, das Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und auch ohne konkrete Glaubensrichtung wiederholen können. Natürlich, es ist auch etwas aus Vedanta dabei, wo gesagt wird: „Oh Gott, du bist Satchidananda, Sein, Wissen und Glückseligkeit.“
Kurz die Übersetzung der einzelnen Worte: „Adorable, anbetungswürdig, Lord heißt Herr oder Gott, Mercy, das heißt Barmherzigkeit, Love, Liebe. Salutations, das heißt „Ehrerbietung an“, prostrations, das heißt Verneigungen, unto Thee, seien dir.“ Thou art, du bist. Thou und Thee ist so ein alter englischer Ausdruck, drückt sowohl Respekt als auch Nähe aus. „Thou art omnipresent, du bist allgegenwärtig, omnipotent, allmächtig, omniscient, allwissend. Thou art Satchidananda, du bist Satchidananda.” Das ist jetzt ein Sanskrit-Begriff, Sat – Sein, Chid – Wissen, Ananda – Glückseligkeit. „Thou art existence, das heißt, du bist reines Sein, du bist Wahrheit, du bist Existenz. Knowledge, Wissen und Bewusstheit, and bliss absolute, absolute Wonne. Thou art, du bist, the indweller, der Bewohner, of all beings, aller Wesen. Grant us, bitte gewähre uns, an understanding, ein verstehendes, heart, Herz. Equal, das heißt gleichmäßige, vision, Sichtweise. Balanced mind, ausgeglichenen Geist, faith, Vertrauen, devotion, Hingabe, and wisdom, Weisheit. Grant us, bitte gib uns, inner spiritual strength, innere spirituelle Stärke, to resist temptation, damit wir allen Versuchungen widerstehen können, and to control the mind, und damit wir den Geist beherrschen können. Free us, befreie uns, from egoism, vom Ego, lust, Gier, anger, Zorn, greed, das heißt auch wieder Gier, hatred, Hass, and jealousy, und Neid. Fill our hearts, fülle unser Herz, with Divine virtues, mit göttlichen Tugenden. Let us behold Thee, lasse uns dich sehen, in all these names and forms, in all diesen Namen und Formen. Let us serve Thee, lasse uns dir dienen, in all these names and forms, in all diesen Namen und Formen.“ Was heißen soll: „Du offenbarst dich uns in so vielen Namen und Formen, alle Gottes-Namen und alle Gottes-Formen sind letztlich deine Formen. Und du manifestierst dich auch als alle Wesen überall. Lasse mich dich überall sehen.“ “Let us ever remember Thee, lasse uns immer an dich erinnern. Let us ever sing Thy glories, lasse uns immer deinen Ruhm singen. Let Thy name be ever on our lips, Lasse deinen Namen immer auf unseren Lippen sein. Let us abide in Thee for Ever and Ever, lasse uns in dir bleiben alle Zeit.”
Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki Jaya.
Dies ist also ein wunderbares Gebet und manchmal sprechen wir es auch auf Englisch, denn die englische Version enthält noch die Kraft von Swami Sivananda selbst. Die deutsche Version ist eine Übersetzung von einem Herbert Franke vom Sivananda Yoga-Zentrum Köln, das in den 1950er, 1960er und 1970er Jahren recht aktiv war. Und wir haben es an einigen Stellen in der Übersetzung leicht abgewandelt, aber die meisten Worte sind noch so wie aus den 1950er Jahren. Dieses Gebet kannst du auch allein wiederholen, auf Englisch oder auf Deutsch. Mehr Informationen zu diesem Gebet findest du auch auf den Yoga Vidya Internetseiten, www.yoga-vidya.de.

Übersetzung

Oh anbetungswürdiger Gott
voll Barmherzigkeit und Liebe,
Gruß Dir, in Demut gebeugt.
Sein ist Dein Wesen, Wissen und Seligkeit.
Allgegenwärtig bist Du,
allmächtig, allwissend.
Im Innern aller Wesen wohnst Du.
Gib uns ein verstehendes Herz,
die rechte Einsicht,
ausgeglichenes Gemüt,
Vertrauen, Hingebung und Weisheit.
Lege in uns geistige Kraft,
Versuchungen zu widerstehen,
und Denken und Wollen zu
beherrschen.
Befreie uns von Selbstsucht,
Gier, Zorn und Hass.
Erfülle unser Herz mit göttlichen Tugenden.
Lass uns Dich erschauen
in all den Namen und Gestalten.
Lass uns Dir dienen
in all den Namen und Gestalten.
Lass uns allezeit Deiner
gedenken.
Lass uns stets Deine Herrlichkeit singen.
Lass Deinen Namen
stets auf unseren Lippen sein.
Lass uns in Dir bleiben allezeit.

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Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Universal Prayer

Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Universal Prayer ist ein Gebet, Yoga Vidya Satsang Mantra. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

Links zu Mantras und Kirtans

Youtube Playlist Universal Prayer

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Om - Wir verehren den Dreiäugigen Shiva, der wohlriechend ist und alle Wesen ernährt. Möge er uns vom Tod befreien und uns dazu reif machen, zur Unsterblichkeit zu gelangen, genau wie eine reife Gurke von der Pflanze abfällt.
Dreiäugig: Symbolisiert, dass Gott sowohl in der Dualität (zwei Augen) wie auch in der spirituellen Welt (drittes Auge) manifest ist.
Wohlriechend: Symbolisiert, dass die Liebe Gottes uns zu ihm hinzieht.
Gurke: Nur eine reife Frucht fällt von selbst von der Pflanze ab. Genauso bitten wir darum, die spirituelle Reife zu erlangen, um durch die Gnade Gottes zur Unsterblichkeit zu gelangen.

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Symbolik des Ārati - Arati

Licht wird vor dem Altar geschwenkt. Dies symbolisiert, dass Gott Jyoti Swarupa ist, also der, dessen eigentli-che Form Licht ist.
Der Betende sagt: Oh Herr! Du bist das Licht in Sonne, im Mond und im Feuer. Nimm die Dunkelheit von mir fort, indem Du mir von Deinem göttlichen Licht gibst. Möge mein Verstand erleuchtet werden.
Das Verbrennen von Kampfer bedeutet, dass das Verhaftetsein im Ich schmelzen soll wie der Kampfer und die individuelle Seele eins werden soll mit dem höchsten Licht der Lichter.
Prasad ist die Opfergabe an Gott. Man opfert süßen Reis, Früchte, Milch und ähnliches. Nachdem sie Gott dargebracht wurden, werden sie unter den Anwesenden verteilt. Besonders wichtig ist dabei die geistige Einstellung (Bhava).
Äussere Symbole sollten auf dem spirituellen Weg nicht vernachlässigt werden, da sie sehr hilfreich sind. Richtig betrachtet, spielen sie sowohl im materiellen wie im spirituellen Leben eine wichtige Rolle.

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Mangalacharana - Lyrics, Video, mp3 - 806

Mangalacharana Texte auf Sanskrit, in Umschrift, Video, Audio mp3 download, Wort-für-Wort-Übersetzung und Erläuterungen, Noten für Harmonium. Mangalacharana ist ein Mangala Mantra. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Mangalacharana, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 806, selbst zu singen, anzuleiten, auf einem Musikinstrument zu begleiten.

806. Mangalacharana

Om
Svasti Prajabhyah Paripalayantam
Nyayyena Margena Mahim Mahishah /
Go-brahmanebhyah Shubham Astu Nityam
Lokah Samastah Sukhino Bhavantu // 1 //

Kale Varshatu Parjanyaha
Prithivi Sasya-shalini /
Desho'yam Ksobha-rahito
Brahmanas Santu Nirbhayah // 2 //

Ashubhani Nirachashte
Tanoti Shubha-santatim /
Snriti-matrena Yat Punsam
Brahma Tan Mangalam Param // 3 //

Ati-kalyana-rupatvan
Nitya-kalyana-sanshrayat /
Smartrinam Varadatvach Cha
Brahma Tan Mangalam Viduh // 4 //

Om-karash Chatha Shabdash Cha
Dvav Etau Brahmanah Pura /
Kantham Bhitva Viniryatau
Tasman Mangalikav Ubhau // 5 //

Om Atha Om Atha Om Atha // 6 //

Mangalam Asmad-gurunam
Mangalam Me [a]stu
Sarvesham Mangalam Bhavatu // 7 //

Om Shantih Om Shantih Om Shantih Om // 8 //


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Erläuterungen und Übersetzungen
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Mangala Charana Mantra, auch geschrieben Mangalacharan Mantra, ist ein Mantra des Wohlwollens.

Übersetzungen und Erläuterungen zum Mangalacharana

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Mangalacharana übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe. 

Spirituelle Übersetzung Mangalacharana

Mögen alle Wesen Frieden und Wohl-ergehen erfahren. Mögen die Könige und Regierenden auf rechtschaffene Art und Weise regieren. Mögen alle glücklich sein, Kühe und Brahmanen. Möge in allen Welten Glück herrschen.

Lass Regen zur rechten Zeit und in richtigem Maße fallen, so dass die Erde fruchtbar werde und reiche Ernte bringe. Verschone das Land von Schwierigkeiten jeder Art. Mögen die Priester und Heiligen in Frieden leben, frei von jeder Furcht vor Verfolgung.

Möge keinerlei Unglück irgendwo sein. Möge Brahman, das Höchste Wesen, die Menschheit mit wohlerzogenen Kindern segnen und uns alle Glücksgüter verleihen.

Erkenne jenes Brahman als höchste umfassende Glücksverheissung, als all das, was als Glück erscheint, das die ewige Quelle allen Glückes ist, das die Wünsche all jener erfüllt, die über Es meditieren.

Es heisst, am Anfang sprach Brahman die beiden Klänge Om und Atha (jetzt); deshalb sind sie glücksverheissend und segensreich.

Möge Segen auf unseren Meistern ruhen
Möge auch ich gesegnet sein
Mögen alle gesegnet sein.

Mangalacharana Bedeutung und Herkunft

Mangala Charana Mantras, auch Swasti Vacha Mantras, sind Mantras des Wohlergehens, sind Segens-Mantras, Mantras für das Wohl aller. Wann immer wir im Yoga etwas machen, wird auch Mangala Charana gesungen. Und dort gibt es Mangala Charana im weiteren Sinne und im engeren Sinne. Im engeren Sinne bezieht sich Mangala Charana auf bestimmte Strophen, größtenteils aus den Veden, aber auch aus anderen Versen, wo der Segen Gottes und der Segen der göttlichen Mutter und der Segen des höchsten Bewusstseins angerufen wird für alle Wesen überall. In einem weiteren Sinne sind alle Mantras des Wohlwollens Mangala Charana Mantras. Also, „Lokah Samastah“ oder „Sarvesham Svasti Bhavatu“ oder auch einfach „Om Shanti Shanti“ oder „Om Sarva Mangala Mangalye“, all das sind Mangala Charana Mantras.
Jetzt, das große Mangala Charana Mantra, das im Sivananda Ashram Rishikesh gesungen wird am Ende des Arati und das wir bei Yoga Vidya auch am Ende der großen Puja rezitieren, das besteht aus verschiedenen Quellen und ruft das Göttliche überall an. Und dort heißt es: „Mögen sich alle Regierenden um das Wohlergehen ihrer Bürger kümmern. Möge die Welt auf einen guten Weg kommen. Mögen alle Tiere und auch alle Menschen glücklich sein, Glück haben und auch alle spirituellen Lehrer. Möge es zur rechten Zeit Regen geben, möge die Erde fruchtbar sein. Möge die Erde ohne Unruhe sein, mögen alle in Frieden spirituell praktizieren können. Möge Brahman, wenn man sich nur an es erinnert, das höchste Glück geben. Mögen sich alle an das höchste Brahman erinnern und mögen Menschen so Glück erfahren und Wohlergehen bekommen, indem sie Brahman verwirklichen. Mögen alle dieses Wohlergehen erfahren, indem sie Brahman verwirklichen. Mögen alle aus Brahman höchstes Wohlergehen erfahren. Mögen alle Glück erfahren, indem sie Brahman verwirklichen.
Der Laut „Om“ und das Wort „Atha“ sind beide aus Brahmas Kehle gekommen, daher sind beide glückverheißend. Mögen wir daher „Om“ und „Atha“ wiederholen, „Om, Atha, Om, Atha, Om Atha, Om“. Atha heißt „jetzt“ und Om ist der kosmische Klang. „Das Wohlergehen unserer Gurus möge sein. Möge ich selbst Wohlergehen erfahren und mögen alle Mitmenschen Wohlergehen erfahren. Om Shanti Shanti Shanti, Om Frieden Frieden Frieden.“ Wenn man jetzt vor diesen Mantras noch nicht das „Sarvesham Svasti Bhavatu“ gesungen hat, dann würde man an dieser Stelle noch das „Sarvesham Svasti Bhavatu“ singen.
Im Rahmen der Puja folgt jetzt das „Sarvesham Svasti Bhavatu“, bei der großen Puja, oder im Rahmen des Arati, wenn man dieses Mantra am Ende des „Twameva“ gesungen hat, verneigt man sich jetzt und das Prasad wird ausgeteilt. Soweit zum Mangala Charana Mantra, den Segens-Mantras, den guten Wünschen, den Friedensgebeten und den Glückswünschen, Glücks-Mantras für alle Wesen überall.
Du findest dieses Mangala Charana Mantra auf unseren Internetseiten, www.yoga-vidya.de. Dort findest du auch das Kirtan-Heft, du kommst auch direkt hin über www.y-v.de/kirtanheft , du kommst dort auch hin, indem in eine Suchmaschine eingibst, „Mangala Charana Yoga Vidya“ und dann findest du Kirtan-Lehr-Videos, du findest die wörtliche Übersetzung, du findest den Text auch auf Devanagari, auch in der Umschrift, sowohl mit als auch ohne diakritische Zeichen. Und besonders wichtig, du findest Rezitationen, denn du kannst auch für dich selbst und für andere gute Energie schicken, indem du diesen Mantras lauscht und dabei deine eigenen persönlichen guten Wünsche hineingibst.
Om Shanti Shanti Shanti Om

Text des Mangalacharana mit diakritischen Zeichen:

Hier der Text des Mangalacharana in der IAST Transkription, also mit diakritischen Zeichen, auch wissenschaftliche Umschrift genannt. Wenn du dich mit der IAST Umschrift auskennst, weißt du genau, wie die Wörter genau ausgesprochen werden.

806. maṅgalācaraṇa

om
svasti prajābhyaḥ paripālayantāṃ ' nyāyyena mārgeṇa mahīṃ mahīśāḥ /
go-brāhmaṇebhyaḥ śubham astu nityaṃ ' lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu // 1 //
kāle varṣatu parjanyaḥ ' pṛthivī sasya-śālinī /
deśo'yaṃ kṣobha-rahito ' brāhmaṇās santu nirbhayāḥ // 2 //
aśubhāni nirācaṣṭe ' tanoti śubha-santatim /
smṛti-mātreṇa yat puṃsāṃ ' brahma tan maṅgalaṃ param // 3 //
ati-kalyāṇa-rūpatvān ' nitya-kalyāṇa-saṃśrayāt /
smartṝṇāṃ varadatvāc ca ' brahma tan maṅgalaṃ viduḥ // 4 //
oṃ-kāraś cātha śabdaś ca ' dvāv etau brahmaṇaḥ purā /
kaṇṭhaṃ bhitvā viniryātau ' tasmān māṅgalikāv ubhau // 5 //
om atha om atha om atha // 6 //
maṅgalam asmad-gurūṇām
maṅgalaṃ me [a]stu
sarveṣāṃ maṅgalaṃ bhavatu // 7 //
oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ om // 8 //

Wort-für-Wort-Übersetzung

Hier die Wort-für-Wort-Übersetzung des Mangalacharana:

806. maṃgalācaraṇa

maṃgala glückhaft, n./m. Glückhaftigkeit, Glück, Wohlergehen, Segen, etc., m. Bezeichnung des Planeten Mars; ācaraṇa n. das Praktizieren, Tun, Einhalten, Verhaltensregel, Eintreffen; maṃgalācaraṇa n. glückverheißender Vers (auch mehrere Verse) zu Beginn von Texten oder Unternehmungen.

Metrum:
Strophe 1 Indravajrā (4x11 Silben, gaṇas ta, ta, ja, ga, ga, - - ⏑/- - ⏑/⏑ - ⏑/- -), allerdings mit kurzer Silbe am Ende von d.
Strophen 2-5 Śloka (4x8 Silben), 6-8 Prosa

om
svasti prajābhyaḥ paripālayantāṃ ' nyāyyena mārgeṇa mahīṃ mahīśāḥ /
go-brāhmaṇebhyaḥ śubham astu nityaṃ ' lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu // 1 //

om heilige Silbe, s. Nr. 1; svasti n./f. Wohlergehen, Glück, Erfolg; prajā f. Nachkommenschaft, Volk, Menschen, Untertanen etc.; pari-pālayantām (pā) sie sollen schützen, bewahren; nyāyya m. gerecht, richtig; mārga m. Weg, Pfad, Straße; mahī f. die Erde, Land, Königreich; īśa m. Herr, Meister, etc.; mahīśa m. 'Herr der Erde': König; go m./f. Rind, f. Kuh; brāhmaṇa m. Angehöriger des obersten Standes, Brahmane, Priester; śubha hell, schön, glückhaft, n. Wohlergehen, Glück, Wohlstand; astu (as) soll sein; nitya ewig, stets; adv. nityam ewig, immer; loka m. Welt, Leute; sam-asta 'zusammengeworfen,' kombiniert, all-; sukhin glücklich; bhavantu (bhū) sollen werden/sein.

Die Könige sollen das Wohlergehen für die Untertanen bewahren, [und] die Welt auf dem rechten Weg. Für Kühe und Brahmanen soll immerdar Glück bestehen, alle Menschen sollen glücklich sein.

kāle varṣatu parjanyaḥ ' pṛthivī sasya-śālinī /
deśo'yaṃ kṣobha-rahito ' brāhmaṇās santu nirbhayāḥ // 2 //

kāla m. Zeit; varṣatu (vṛṣ) soll regnen; parjanya m. Regen, Regenwolke, Gott des Regens; pṛthivī f. die Erde; sasya n. Getreide, Korn, Frucht jeglicher Pflanze; śālin normalerweise am Ende von Komposita: ausgestattet mit, besitzend; deśa m. Ort, Region, Land; ayam dieser; ksobha m. Schütteln, Aufregung, Unruhe, Angst; rahita verlassen, ohne (mit Instrumental oder am Ende von Komposita); brāhmaṇa m. Angehöriger des obersten Standes, Brahmane, Priester; santu (as) sollen sein; nir-bhaya ohne Furcht, Angst.

Zur (richtigen) Zeit soll der Regen regnen, die Erde [soll] fruchtbar sein, dieses Land ohne Unruhe, die Brahmanen sollen angstlos sein.

aśubhāni nirācaṣṭe ' tanoti śubha-santatim /
smṛti-mātreṇa yat puṃsāṃ ' brahma tan maṃgalaṃ param // 3 //

a-śubha unglücksvoll, unrein, n. Unglück, Sünde, Kalamität; nir-ā-caṣṭe (cakṣ) weist zurück; tanoti (tan) breitet aus, gibt, verleiht; śubha hell, schön, glückhaft, n. Wohlergehen, Glück, Wohlstand; san-tati f. Ausdehnung, Kontinuität, ununterbrochene Reihenfolge, Familie, Nachkommenschaft; smṛti f. Erinnerung; mātra am Ende von Nomen: so viel messend, nur; yad was; puṃs m. Mann, Mensch; brahman n. das Höchste, Absolute; tad das; maṃgala glückhaft, n. Glückhaftigkeit, Glück, Wohlergehen; para hier höchst-, n. das Höchste. Die Strophe wird in Śaṃkarācāryas Kommentar zu Viṣṇusahasranāmastotra 20 (nach Vani Vilas Press Ausgabe 5, S. 54) zitiert, mit viduḥ statt param im letzten Viertel ('das haben [die Weisen] als das Glück erkannt'). Diese Lesung ist die häufigere. Param ist wohl aus Viṣṇusahasranāmastotra 20 hineingeraten, wo der Schluß lautet: pavitraṃ maṃgalaṃ param. Die vorliegende Strophe soll nach Śaṃkara aus dem Viṣṇupurāṇa stammen, ist aber in der mir im Moment zugänglichen Ausgabe der Gītāpress nicht vorhanden.

Welches Brahman, wenn man sich nur [an es] erinnert, der Menschen Unglück zurückweist [und] eine Ausdehnung von Wohlergehen verleiht, das [ist das] höchste Glück.

ati-kalyāṇa-rūpatvān ' nitya-kalyāṇa-saṃśrayāt /
smartṝṇāṃ varadatvāc ca ' brahma tan maṃgalaṃ viduḥ // 4 //

ati Präfix: sehr, überaus, zu; kalyāṇa n. Wohlergehen, Glück; rūpatva n. das Form-sein; nitya ewig, stets; saṃ-śraya m. Wohnstätte, Zuflucht, Schutz (man würde vom Sinn her saṃśrayatvāt erwarten, 'weil es die Wohnstätte von ewigem Wohlergehen ist,' was vielleicht wegen des Versmaßes nicht dasteht); smartṛ m. einer, der erinnert, Lehrer; varadatva n. Das 'Wunscherfüllungstum'; ca und; brahman n. das Höchste, Absolute; tad das; maṃgala glückhaft, n. Glückhaftigkeit, Glück, Wohlergehen; viduḥ (vid) sie haben gewußt, verstanden.

Weil es von der Form höchsten Wohlergehens ist, weil es die Wohnstätte ewigen Wohlergehens ist, weil es demjenigen, der sich [an es] erinnert, Wünsche gewährt, das Brahman haben [die Weisen] als Glückhaftigkeit verstanden.

oṃ-kāraś cātha śabdaś ca ' dvāv etau brahmaṇaḥ purā /
kaṇṭhaṃ bhitvā viniryātau ' tasmān māṃgalikāv ubhau // 5 //
om atha om atha om atha // 6 //

om heilige Silbe (s. Nr. 1); -kāra am Ende von Komposita: machend, m. Macher, wird oft angefügt an nicht flektierte Laute zur Bezeichnung desselben: a-kāra 'der Laut a;' ca und; atha nun, wird häufig am Beginn von Texten gebraucht; śabda m. Ton, Geräusch, Wort, Klang; dvau zwei; etad dieses; brahman/brahmā m. Schöpfergott; purā in früheren Zeiten, einstmals; kaṇṭha m./n. Kehle, Hals; bhitvā (bhid) gespalten habend; vi-nir-yāta herausgekommen; tasmāt (Ablativ von tad) daher, deshalb (tena, 'dadurch,' Instrumental, statt tasmāt bei Apṭe unter atha, wo der Vers zitiert wird); māṃgalika glückverheißend; ubhau beide.

Der Laut om und das Wort atha sind einstmals, indem sie Brahmās Kehle spalteten, hervorgekommen, daher sind beide glückverheißend: om atha om atha om atha.

maṃgalam asmad-gurūṇām
maṃgalaṃ me [a]stu
sarveṣāṃ maṃgalaṃ bhavatu // 7 //

maṃgala glückhaft, n. Glückhaftigkeit, Glück, Wohlergehen; asmad wir; guru schwer, wichtig, verehrungswürdig, m. (oft spiritueller) Lehrer; me mir, mein; astu (as) soll sein; sarva all-; bhavatu (bhū) soll sein/werden.

Das Wohlergehen unserer Gurus, mein Wohlergehen soll sein, aller Wohlergehen soll sein.

oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ oṃ śāntiḥ om // 8 //

om heilige Silbe (s. Nr. 1); śānti f. u.a. Befriedung, Ende (auch Tod), (u.a. innere) Stille, Frieden.

Om, Frieden, om, Frieden, om, Frieden, om.


Wörtliche Übersetzung

Die Könige sollen das Wohlergehen für die Untertanen bewahren, [und] die Welt auf dem rechten Weg. Für Kühe und Brahmanen soll immerdar Glück bestehen, alle Menschen sollen glücklich sein.

Zur (richtigen) Zeit soll der Regen regnen, die Erde [soll] fruchtbar sein, dieses Land ohne Unruhe, die Brahmanen sollen angstlos sein.

Welches Brahman, wenn man sich nur [an es] erinnert, der Menschen Unglück zurückweist [und] eine Ausdehnung von Wohlergehen verleiht, das [ist das] höchste Glück.

Weil es von der Form höchsten Wohlergehens ist, weil es die Wohnstätte ewigen Wohlergehens ist, weil es demjenigen, der sich [an es] erinnert, Wünsche gewährt, das Brahman haben [die Weisen] als Glückhaftigkeit verstanden.

Der Laut om und das Wort atha sind einstmals, indem sie Brahmās Kehle spalteten, hervorgekommen, daher sind beide glückverheißend: om atha om atha om atha.

Das Wohlergehen unserer Gurus, mein Wohlergehen soll sein, aller Wohlergehen soll sein.


Mangalacharana in Devanagari Schrift

Hier der Mangalacharana in der Schrift, in der in Indien Sanskrit geschrieben wird, also in der Devanagari Schrift: 

806. maṅgalācaraṇa

ओम्
स्वस्ति प्रजाभ्यः परिपालयन्तां न्याय्येन मार्गेण महीं महीशाः /
गोब्राह्मणेभ्यः शुभम् अस्तु नित्यं लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु // १ //
काले वर्षतु पर्जन्यः पृथिवी सस्यशालिनी /
देशोऽयं क्षोभरहितो ब्राह्मणास् सन्तु निर्भयाः // २ //
अशुभानि निराचष्टे तनोति शुभसन्ततिम् /
स्मृतिमात्रेण यत् पुंसां ब्रह्म तन् मङ्गलं परम् // ३ //
अतिकल्याणरूपत्वान् नित्यकल्याणसंश्रयात् /
स्मर्तॄणां वरदत्वाच् च ब्रह्म तन् मङ्गलं विदुः // ४ //
ॐकारश् चाथ शब्दश् च द्वाव् एतौ ब्रह्मणः पुरा /
कण्ठं भित्वा विनिर्यातौ तस्मान् माङ्गलिकाव् उभौ // ५ //
ओम् अथ ओम् अथ ओम् अथ // ६ //
मङ्गलम् अस्मद्गुरूणाम्
मङ्गलं मे अस्तु
सर्वेषां मङ्गलं भवतु // ७ //
ॐ शान्तिः ॐ शान्तिः ॐ शान्तिः ओम् // ८ //

Audio mp3s - auch zum Download

Hier findest du einige Audio mp3s, auch zum Download, des Mangalacharana:

Übrigens: Viele Mantra und Kirtan mp3s zum Download findest du auf der Mantra mp3 Seite.

Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Mangalacharana


Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Mangalacharana ist ein Mangala Mantra, Yoga Vidya Satsang Mantra. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

Links zu Mantras und Kirtans

Youtube Playlist Mangalacharana

Hier findest du alle Youtube Videos zum Mangalacharana

Alternative Schreibweise vom Mangalacharana

Es gibt verschiedene Weisen, wie man die Sanskritschrift transkribieren kann. In Indien findest du Mantras ganz unterschiedlich geschrieben. Hier eine in Indien durchaus übliche alternative Schreibweise, in der man z.B. statt sh s, statt v w, statt langem u oo und statt langem i ee schreibt.

806. Mangalacharana

Om
Swasti Prajabhyah Paripalayantam Nyayyena Margena Maheem Maheesah /
Go Brahmanebhyah Subham Astu Nityam Lokah Samastah Sukhino Bhavantu // 1 //
Kale Varsatu Parjanyah Prithivee Sasya Salinee /
Desoyam Ksobha Rahito Brahmanas Santu Nirbhayah // 2 //
Asubhani Nirachaste Tanoti Subha Santatim /
Smriti Matrena Yat Pumsam Brahma Tan Mangalam Param // 3 //
Ati Kalyana Roopatvan Nitya Kalyana Samsrayat /
Smartrinam Varadatvach Cha Brahma Tan Mangalam Viduh // 4 //
Om Karas Chatha Sabdas Cha Dvav Etau Brahmanah Pura /
Kantham Bhitva Viniryatau Tasman Mangalikav Ubhau // 5 //
Om Atha Om Atha Om Atha // 6 //
Mangalam Asmad Guroonam
Mangalam Me [a]stu
Sarvesam Mangalam Bhavatu // 7 //
Om Santih Om Santih Om Santih Om // 8 //

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Tvameva Mata Sanskrit Text, Übersetzung, Videos, Audio mp3 download, Noten für das Harmonium, Erläuterungen zu Bedeutung und Wirkung. Tvameva Mata ist ein Yoga Vidya Satsang Mantra. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Tvameva Mata, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 805, selbst zu singen, anzuleiten, auf einem Musikinstrument zu begleiten.

Tvam Eva Mata Cha Pita Tvam Eva
Tvam Eva Bandhush Cha Sakha Tvam Eva
Tvam Eva Vidya Dravinam Tvam Eva
Tvam Eva Sarvam Mama Deva Deva // 1 //

Kayena Vacha Manasendriyair Va
Buddhyatmana Va Prakriteh Svabhavat
Karomi Yad Yat Sakalam Parasmai
Narayanayeti Samarpayami // 2 //

Sarva-dharman Pari-tyajya
Mam Ekam Sharanam Vraja /
Aham Tva Sarva-papebhyo
Mokshayishyami Ma Shuchah // 3 //


250px-Vijaya_Dashami_Puja.jpg?width=200


Videos zum Hören und Mitsingen
Erläuterungen und Übersetzungen
Noten und Akkorde
Audio mp3, auch zum Download


Tvameva Mata Cha Pita Tvameva ist ein Mantra der Hingabe, des Vertrauens. Man kann diese Strophen am Ende des Arati singen oder auch wann immer man alles Gott darbringen will.

Tvameva Mata Videos

Übersetzungen und Erläuterungen zum Tvameva Mata

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Tvameva Mata übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe. 

Spirituelle Übersetzung Tvameva Mata

Oh Gott der Götter! Du allein bist Mutter, Vater, Verwandter, Freund, Wissen, Reichtum und alles.

Was auch immer ich an Handlungen mit Körper, Sprache, Geist, Sinnen, Intellekt, Natur oder Emotionen ausführe, alle diese opfere ich dem Höchsten Gott.

Gib Dharmas auf, nimm Zuflucht zu Gott allein. Er wird dich von allen Unvollkommenheiten befreien, sorge dich nicht. (Bhagavad Gita XVIII, 66)

Tvameva Mata Bedeutung und Herkunft

„Twameva Mata“, die Widmung am Ende des Arati, sagt man, um sich selbst ganz Gott darzubringen. Am Ende verbinden wir uns nochmals mit Gott. Wir haben vorher Arati aufgeführt, Arati, eine Lichtzeremonie, wir haben so unser Herz geöffnet, wir haben Gott verehrt, wir haben alle guten Wünsche in alle Richtungen geschickt. Und jetzt bringen wir unser Leben ganz Gott dar.
Es sind daher auch Strophen, die auch als Naivedyam Shlokas bezeichnet werden, Samarpanam Shlokas, also Shlokas, wo man sich selbst darbringt. Sie sind auch Kshama Shlokas, also Shlokas, wo man um Vergebung bittet, insbesondere der letzte Vers, wo man sagt: „Ich kann sowieso nicht alles Hundertprozent richtig machen, aber Gott, du kannst alles wieder gerade richten. Ich bringe dir alles dar und indem ich dir alles darbringe, vertraue ich darauf, dass du schon alles wieder richten wirst.“
Das sind auch Mantras des Vertrauens und des Loslassens, Mantras, wo wir unsere eigenen Lasten auf die Schultern Gottes bringen können. So ähnlich wie auch in der evangelischen Kirche, insbesondere z.B. in Lippe, dort gibt es diesen Anbetungsvers der Gemeinde und der geht dann so: „Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm sei unserem Gott im Heiligtum.“ Dann geht es weiter: „Dem Gott, der Lasten auf uns lädt, doch uns mit unseren Lasten trägt.“ So in diesem Sinne, Gott gibt uns viele Aufgaben, aber wir können alles Gott darbringen, dann wird Gott sich um alles kümmern.
Und so, die erste dieser drei Strophen, „Twameva Mata“, das heißt: „Twam, du, Eva, allein, bist Mata, Mutter. Cha, und, du bist allein Vater, Pita. Du bist Bandhu, Verwandter, du bist Sakha, Sakha heißt „mein Freund“. Du bist Vidya, all mein Wissen, du bist Dravina, das heißt, all mein Reichtum und Wohlstand. Twameva Sarvam, du bist wirklich alles. Mama Deva Deva, mein Gott, Oh Gott.“ Die nächste Strophe, „Kayena Vacha“, dort bringen wir uns vollständig dar. Wir sagen, „Samarpayami“, deshalb auch Samarpana Shloka: „Ich bringe alles dar, ich gebe alles ganz hin, und zwar Kaya, meinen Körper. Ich gebe Vak, meine Sprache hin, Manas, mein Denken und mein Wünschen, mein Herz, Indriya, meine Sinne, Buddhi, meinen Intellekt, Atma, mein Selbst, Prakriti, meine ganze Natur, Swabhava, all meine Gefühle, mein ganzes Sein. Karomi Yad Yad, was auch immer es sein mag, ich bringe alles dar. Sakalam Parasmai, bringe ich dar dem Höchsten und zwar dem höchsten Narayana, das heißt, dem Gott, der in allen Wesen ist, Samarpayami.“
Man kann es jetzt auch sagen: „Was auch immer ich tue, durch meinen Körper, durch mein Sprechen, durch mein Denken und Fühlen, durch die Sinnesorgane, durch meinen Intellekt, durch mein Selbst, durch all meine Eigenarten, Emotionen und meine Natur, all das gebe ich dem Höchsten, dem Gott aller Wesen hin.“ Wenn man das morgens sagt, dann sagt man: „Was auch immer ich heute tun werde, ich bringe es dir dar.“ Wenn man es abends sagt, sagt man: „Was auch immer ich heute getan habe, ich bringe es dir dar.“
Dann folgt die letzte Strophe, „Sarva Dharman Parityajya“, das ist ein Bhagavad Gita Vers, eben aus dem 18. Kapitel, 66. Vers. Es ist ein Versprechen von Krishna und Krishna sagt: „Was auch immer du tust, bringe es ganz mir dar. Gib die Vorstellung auf, dass du weißt, was richtig ist, bringe es alles Gott dar. Wenn du alles Gott darbringst, dann wird Gott dich von allem befreien. Sorge dich nicht, du wirst zur höchsten Moksha, zur höchsten Befreiung kommen.“ Das ist das Versprechen, das Krishna in der Bhagavad Gita macht. Und so können wir morgens sagen: „Ich werde mich bemühen, das Richtige zu tun. Ich weiß, hinter allem steckt die göttliche Gegenwart. Ich will alles Gott darbringen und dann weiß ich, Gott wird dafür sorgen, dass das Richtige geschieht.“ Und Gott hat das Versprechen gegeben, wenn du alles Gott darbringst, dann wirst du kein Übel bekommen, dann wirst du nichts Falsches machen.
Das ist der Abschluss des Arati, einige Anmerkungen zur Nr. 805. Wort für Wort Übersetzung findest du auch auf den Yoga Vidya Internetseiten, dort findest du auch Rezitationen, Lehr-Videos mit Noten, du findest auch Live-Aufnahmen von unserem Satsang. Nach dem „Twameva“ verneigt man sich normalerweise, dann wird das Prasad ausgeteilt. Du bekommst auch noch weitere Informationen über die drei Strophen allein, da gibt es noch Videos über 305a, 305b und 305c, und es gibt noch einige Zusatzinformationen, also es hört hier noch nicht auf.

Text des Tvameva Mata mit diakritischen Zeichen:

Hier der Text des Tvameva Mata in der IAST Transkription, also mit diakritischen Zeichen, auch wissenschaftliche Umschrift genannt. Wenn du dich mit der IAST Umschrift auskennst, weißt du genau, wie die Wörter genau ausgesprochen werden.

805. tvam eva mātā
tvam eva mātā ca pitā tvam eva ' tvam eva bandhuś ca sakhā tvam eva
tvam eva vidyā draviṇaṃ tvam eva ' tvam eva sarvaṃ mama deva-deva // 1 //

kāyena vācā manasendriyair vā ' buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt
karomi yad yat sakalaṃ parasmai ' nārāyaṇāyeti samarpayāmi // 2 //

sarva-dharmān pari-tyajya ' mām ekaṃ śaraṇaṃ vraja /
ahaṃ tvā sarva-pāpebhyo ' mokṣayiṣyāmi mā śucaḥ // 3 //

Wort-für-Wort-Übersetzung

Hier die Wort-für-Wort-Übersetzung des Tvameva Mata:

805. tvam eva mātā

Metrum:
Strophe 1 sieht aus wie Upendravajrā (4x11 Silben, gaṇas ja, ta, ja, ga, ga, ⏑ - ⏑/- - ⏑/⏑ - ⏑/- -),
hat aber jeweils eine kurze Silbe am Ende der Versviertel.
Strophe 2 wäre Upajāti, zusammengesetzt aus Indravajrā
(in abd 4x11 Silben, gaṇas ta, ta, ja, ga, ga, - - ⏑/- - ⏑/⏑ - ⏑/- -) und Upendravajrā in c,
wenn die letzte Silbe in d nicht kurz wäre.
Strophe 3 Śloka (Anuṣṭubh, 4x8 Silben pro Versviertel).

tvam eva mātā ca pitā tvam eva ' tvam eva bandhuś ca sakhā tvam eva
tvam eva vidyā draviṇaṃ tvam eva ' tvam eva sarvaṃ mama deva-deva // 1 //

tvam du; eva eben, allein (das vorhergehende Wort betonend); mātṛ f. Mutter; ca und; pitṛ m. Vater; bandhu m. Verwandter, Bruder, Freund; sakhi m. Freund, Gefährte; vidyā m. Wissen; draviṇa n. Reichtum; sarva all-; mama mein; deva m. Gott.

Du allein [bist] Mutter und Vater Du allein; Du allein Verwandter und Freund Du allein;
Du allein Wissen und Reichtum Du allein, Du allein alles, mein Gott der Götter.

kāyena vācā manasendriyair vā ' buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt
karomi yad yat sakalaṃ parasmai ' nārāyaṇāyeti samarpayāmi // 2 //

kāya m./n. Körper; vāk f. Sprache, Rede; manas n. Denken, Herz, Wille; indriya n. Sinnesorgan; oder; buddhi f. Wahrnehmung, Intellekt, Unterscheidungskraft; ātman m. Selbst; prakṛti f. Natur; sva eigen; bhāva m. u.a. Sein, Existenz, Zustand, Natur; sva-bhāva m. eigener Zustand, Eigenart; karomi (kṛ) ich mache; yad was, welches; yad yad was auch immer; sa-kala mit den Teilen, ganz, all-; para fern, ander-, höchst; nārāyaṇa m. Bezeichnung Viṣṇus (s. Nr. 693); sam-arpayāmi ich gebe ganz hin.

Was immer ich durch Körper, Sprache, Denken, oder Sinnesorgane, Intellekt, Selbst oder Eigenart [meiner] Natur tue, das gebe ich alles dem Höchsten, Nārāyaṇa, hin.

sarva-dharmān pari-tyajya ' mām ekaṃ śaraṇaṃ vraja /
ahaṃ tvā sarva-pāpebhyo ' mokṣayiṣyāmi mā śucaḥ // 3 // (Bhagavadgītā 18.66)

sarva all-; dharma m. Gesetz, Religion, Pflicht, Recht, Gerechtigkeit, frommer Brauch; pari Präfix rund herum; pari-tyaj ganz aufgeben; mām mich, zu mir; eka eins, allein; śaraṇa n. Schutz; vraja (vraj) gehe; aham ich; tvā dich; pāpa n. Übel, Sünde etc.; mokṣayiṣyāmi (muc) ich werde befreien; nicht; śucaḥ (śuc) bedaure, traure.

Gib alle frommen Bräuche auf und begib Dich in meinen (Kṛṣṇas) alleinigen Schutz; ich werde Dich von allem Übel befreien, traure nicht.

Wörtliche Übersetzung

Du allein [bist] Mutter und Vater Du allein; Du allein Verwandter und Freund Du allein;
Du allein Wissen und Reichtum Du allein, Du allein alles, mein Gott der Götter.

Was immer ich durch Körper, Sprache, Denken, oder Sinnesorgane, Intellekt, Selbst oder Eigenart [meiner] Natur tue, das gebe ich alles dem Höchsten, Nārāyaṇa, hin.

Gib alle frommen Bräuche auf und begib Dich in meinen (Kṛṣṇas) alleinigen Schutz; ich werde Dich von allem Übel befreien, traure nicht.

Tvameva Mata in Devanagari Schrift

Hier der Tvameva Mata in der Schrift, in der in Indien Sanskrit geschrieben wird, also in der Devanagari Schrift: 

त्वम् एव माता च पिता त्वम् एव त्वम् एव बन्धुश् च सखा त्वम् एव
त्वम् एव विद्या द्रविणं त्वम् एव त्वम् एव सर्वं मम देवदेव // १ //

कायेन वाचा मनसेन्द्रियैर् वा बुद्ध्यात्मना वा प्रकृतेः स्वभावात्
करोमि यद् यत् सकलं परस्मै नारायणायेति समर्पयामि // २ //

सर्वधर्मान् परित्यज्य माम् एकं शरणं व्रज /
अहं त्वा सर्वपापेभ्यो मोक्षयिष्यामि मा शुचः // ३ //

Tvameva Mata Noten und Akkorde

Hier findest du die Noten und die Akkorde des Tvameva Mata. Wenn du Harmonium, Klavier, Gitarre oder ein anderes Melodieinstrument beherrschst oder nach Noten singen kannst, wird dir das sehr hilfreich sein.

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Tvameva Mata Harmonium Lern-Video

Sukadev spielt auf dem Harmonium Tvameva Mata, damit du es selbst lernen kannst, mitspielen bzw. auf Harmonium oder anderem Musikinstrument begleiten kannst

Audio mp3s - auch zum Download

Viele Mantra und Kirtan mp3s zum Download findest du auf der Mantra mp3 Seite.

Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Tvameva Mata

Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Tvameva Mata ist ein Yoga Vidya Satsang Mantra. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

Links zu Mantras und Kirtans

Youtube Playlist Tvameva Mata

Hier findest du alle Youtube Videos zum Tvameva Mata

Alternative Schreibweise vom Tvameva Mata

Es gibt verschiedene Weisen, wie man die Sanskritschrift transkribieren kann. In Indien findest du Mantras ganz unterschiedlich geschrieben. Hier eine in Indien durchaus übliche alternative Schreibweise, in der man z.B. statt sh s, statt v w, statt langem u oo und statt langem i ee schreibt.

805. Tvam Eva Mata
Tvam Eva Mata Cha Pita Tvam Eva Tvam Eva Bandhus Cha Sakha Tvam Eva
Tvam Eva Vidya Dravinam Tvam Eva Tvam Eva Sarvam Mama Deva Deva // 1 //

Kayena Vacha Manasendriyer Va Buddhyatmana Va Prakriteh Swabhavat
Karomi Yad Yat Sakalam Parasmai Narayanayeti Samarpayami // 2 //

Sarva Dharman Pari Tyajya Mam Ekam Saranam Vraja /
Aham Tva Sarva Papebhyo Moksayisyami Ma Suchah // 3 //

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Rajadhi Rajaya Arati Sanskrit Text, Übersetzung, Videos, Audio mp3 download, Noten für das Harmonium, Erläuterungen zu Bedeutung und Wirkung. Rajadhi Rajaya Arati ist ein Yoga Vidya Satsang Mantra. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Rajadhi Rajaya Arati, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 804 b, selbst zu singen, anzuleiten, auf einem Musikinstrument zu begleiten.

804b Rajadhirajaya Ar(a)ti


Om
Rajadhirajaya Prasahya-sahine
Namo Vayam Vaishravanaya Kurmahe /
Sa Me Kaman Kama-kamaya Mahyam
Kameshvaro Vaishravano Dadatu /
Kuberaya Vaishravanaya Maharajaya Namah //

Om
Na Tatra Suryo Bhati Na Chandra-tarakam Nema Vidyuto Bhanti Kuto 'yam Agnih /
Tam Eva Bhantam Anubhati Sarvam
Tasya Bhasa Sarvam Idam Vibhati //

Om
Gange Cha Yamune Chaiva
Godavari Sarasvati /
Narmade Sindhu Kaveri
Namas Tubhyam Namo Namah //


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Videos zum Hören und Mitsingen
Erläuterungen und Übersetzungen
Noten und Akkorde
Audio mp3, auch zum Download



Om Rajadhi Rajaya ist ein Vers aus den Veden und ruft Kubera, den Gott des Reichtums, symbolisierend Fülle und Wohltätigkeit.

Rajadhi Rajaya Arati Videos

Übersetzungen und Erläuterungen zum Rajadhi Rajaya Arati

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Rajadhi Rajaya Arati übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe. 

Spirituelle Übersetzung Rajadhi Rajaya Arati

Om. Ehrerbietung dem Göttlichen, dem Herrscher der Welt, von überwältigender Kraft. Ich wende mich an dich, gib mir das, was ich brauche. Oh göttliche Kraft, du manifestierst dich als Schönheit, als Energie, als Liebe und Freude.
Om. Im Absoluten leuchten weder Sonne noch Mond noch Sterne, weder Blitze noch Feuer. Das Absolute ist das erste Leuchtende, alles Leuchtende erstrahlt nur duch Seinen Glanz.
Ehrerbietung den sieben Kosmischen Reinigungsenergien, die sich manifestieren als die sieben Heiligen Flüsse Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri.

Rajadhi Rajaya Arati Bedeutung und Herkunft

„Om Rajadhi Rajaya“ ist ein Text, den man verwenden kann für Arati, also zur Lichtzeremonie. Man kann ihn wiederholen nach dem „Jaya Jaya Arati“, man kann ihn auch eigenständig rezitieren und danach folgt „Om Na Tatra Suryo Bhati“ und „Om Gange Cha Yamune“. Das sind also drei Strophen aus unterschiedlichen Quellen. „Rajadhi Rajaya“ gehört zum so genannten Mantra Pushpam, es gehört auch zum Taittiriya-Aranyakam des Yajur Veda. Es ist ein Mantra, das man manchmal vollständig am Ende einer Puja rezitiert, bei Yoga Vidya verwenden wir dieses „Rajadhi Rajaya“, so wie es im Sivananda Ashram Rishikesh üblich ist, als Text für das Arati. Oft bei der so genannten großen Puja, wo wir Veda Mantras rezitieren, da verwenden wir dann eben auch für die Ausführung des Arati auch Veda Texte und damit insgesamt „Rajadhi Rajaya“.
Das „Rajadhi Rajaya“ ist also ein besonders machtvolles Mantra aus den Veden. Es hat auch eine schöne Bedeutung, das soll heißen: „Ich mache jetzt dieses Arati für Gott, dem Höchsten. Und dieser Gott ist letztlich der Oberkönig aller König, er ist versehen mit überwältigender Kraft. Wir verneigen uns vor diesem großartigen Göttlichen. Und dieses großartige Göttliche ist auch Kubera und Kubera ist derjenige, der alle Wünsche erfüllt. Dieser Gott manifestiert sich als die Schönheit des Universums und gibt mir alles, was ich brauche. Oh großer Gott, ich verneige mich vor dir.“
Man kann diese Strophe eben auch wiederholen als Ehrerbietung an Kubera, den Gott des Reichtums, den Gott des Wohlstandes. Und man kann diesen Vers rezitieren oder singen als Bitte, dass man genügend Wohlstand hat. Man kann es auch wiederholen als Dankbarkeit und kann sagen: „Oh Gott, du bist transzendent immanent, du bist in mir selbst und du bist jenseits von allem, aber du manifestierst dich auch in der Schönheit des Universums. Und ich möchte Gutes bewirken. Bitte gibt mir das, was ich brauche, um Gutes zu bewirken und lasse mich erfahren, was meine Aufgabe ist.“
Das ist also einer der drei Shlokas, die man in dem Veda Mantra Arati verwenden kann, also ein Mantra, das auch Veda Mantras berücksichtigt. Man kann es nach dem „Jaya Jaya Arati“ singen und man kann es auch als eigenständiges Arati Mantra singen. Swami Vishnudevananda hat manchmal das „Rajadhi Rajaya“ am Ende des großen Aratis, also das „Jaya Jaya Arati“, gesungen, manchmal hat er es aber auch nicht gesungen, und bei den großen Pujas hat er diese Mantra für die Pujas verwendet, was wir eben jetzt auch so machen und wie es Swami Vishnu natürlich von Swami Sivananda gelernt hat.

Text des Rajadhi Rajaya Arati mit diakritischen Zeichen:

Hier der Text des Rajadhi Rajaya Arati in der IAST Transkription, also mit diakritischen Zeichen, auch wissenschaftliche Umschrift genannt. Wenn du dich mit der IAST Umschrift auskennst, weißt du genau, wie die Wörter genau ausgesprochen werden.

804b rājādhirājāya ār(a)tī


om
rājādhirājāya prasahya-sāhine ' namo vayaṃ vaiśravaṇāya kurmahe /
sa me kāmān kāma-kāmāya mahyaṃ ' kāmeśvaro vaiśravaṇo dadātu /
kuberāya vaiśravaṇāya mahā-rājāya namaḥ //

om
na tatra sūryo bhāti na candra-tārakaṃ nemā vidyuto bhānti kuto 'yam agniḥ /
tam eva bhāntam anubhāti sarvaṃ ' tasya bhāsā sarvam idaṃ vibhāti //

om
gaṅge ca yamune caiva ' godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri ' namas tubhyaṃ namo namaḥ //

Wort-für-Wort-Übersetzung

Hier die Wort-für-Wort-Übersetzung des Rajadhi Rajaya Arati:

804b rājādhirājāya ār(a)tī

ār(a)tī f. Hindī, von Sanskrit ārātrika n.: abendliches Schwingen eines Lichts vor dem Bild eines Gottes oder Gurus, Lichtzeremonie nach der pūjā.

om
rājādhirājāya prasahya-sāhine ' namo vayaṃ vaiśravaṇāya kurmahe /
sa me kāmān kāma-kāmāya mahyaṃ ' kāmeśvaro vaiśravaṇo dadātu /
kuberāya vaiśravaṇāya mahā-rājāya namaḥ //

rājan/rāja m. König, Herrscher; adhi Präfix über; adhi-rāja m. Oberkönig; pra-sahya erobert habend, kraftvoll, heftig, sehr, sofort u.ä.; sāha machtvoll, siegreich; sāhin m. mit Gewalt, Macht versehen (sāha als Nomen ist in den mir vorliegenden Wörterbüchern nicht belegt, aber aus prasāha m. das Überwältigen, Kraft, Gewalt, kann man schließen, daß eine solche Bildung möglich war - auch bei Whitney ist klassisch sāhin erwähnt); namas n. Verneigung; vayam wir; vaiśravaṇa m. Sohn des Viśravas, Bezeichnung Kuberas (Gott des Reichtums); kurmahe (kṛ) wir machen; saḥ er; me mein, mir; kāma m. Wunsch, (sinnliches) Verlangen/Vergnügen, Liebe, Gott der Liebe; mahyam mir; īśvara m. Herr; dadātu (dā) er soll geben (so auch Mantrapuṣpa, Rāmkṛṣṇa Maṭh, Khār, Mumbaī 2000, S.447 und Satsaṃga-bhajana-mālā S. 286), oder dadhātu (dhā) er soll setzen, stellen, legen, zuteilen; kubera m. Gott des Reichtums, Herr der nördlichen Region, Bewohner des Kailāsa; mahat/mahā groß. Metrum: ab Jagatī, cd Triṣṭubh, Zeile 3 wohl Prosa.

om
Für den Oberkönig der Könige, der versehen ist mit überwältigender Kraft, machen wir eine Verneigung, für Vaiśravaṇa. Er soll mir, dem Wünsche wünschenden, meine Wünsche erfüllen, der Herr der Wünsche, Vaiśravaṇa. Dem Kubera, dem Vaiśravaṇa, dem großen König, Verneigung.

om
na tatra sūryo bhāti na candra-tārakaṃ nemā vidyuto bhānti kuto 'yam agniḥ /
tam eva bhāntam anubhāti sarvaṃ ' tasya bhāsā sarvam idaṃ vibhāti //
(Kaṭha Upaniṣad 5.15)

na nicht; tatra dort; sūrya n. Sonne; bhāti (bhā) scheint, glänzt; candra m. Mond; tārakā f. Stern; candra-tāraka n. Mond und Sterne zusammengenommen; idam (f. pl. imāḥ) dies; vidyut f. Blitz; kutaḥ von wo, woher, hier im Sinn von: schon garnicht, geschweige denn; ayam dieser; agni m. Feuer; tad das; eva betont das vorhergehende Wort; anu Präfix nach, entlang; anu-bhāti (bhā) leuchtet nach, hier zeitlich: leuchtet danach; sarva all-; bhās f. Glanz; vi Präfix weg, auseinander; vi-bhāti (bhā) strahlt auseinander, erstrahlt, kommt ans Licht, wird sichtbar. Metrum gemischt: a 13 Silben, b Jagatī (12 Silben), cd Triṣṭubh (11 Silben).

Om
Nicht leuchtet dort die Sonne, nicht Mond und Sterne, nicht leuchten diese Blitze - geschweige denn das Feuer. Alles leuchtet erst ihm nach, dem Leuchtenden, durch seinen Glanz erstrahlt all dies.

om
gaṃge ca yamune caiva ' godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri ' namas tubhyaṃ namo namaḥ //

gaṃgā f. Ganges, größter Fluß Nordindiens; ca und; yamunā f. zweitgrößter Fluß Nordindiens, an dessen Ufer Vṛndāvan liegt; eva betont vorhergehendes Wort, wird aber (wie ca und andere kleine Wörtchen) in Gedichten oft als Lückenfüller eingesetzt; godāvarī f. wichtiger Fluß in Mittel-/Südindien; sarasvatī f. Fluß in Nordwest-Indien; narmadā f. Fluß, der Nord- und Südindien trennt; sindhu m. Indus, seit 1947: größter Fluß Pakistans (Ursprung des Wortes 'hindu'); kāverī f. Fluß in Südindien; namas n. Verneigung; tubhyam dir.


Gaṃgā und Yamunā, Godāvarī, Sarasvatī, Narmadā, Sindhu, Kāverī! Verneigung Dir, Verneigung, Verneigung.


Wörtliche Übersetzung

Om
Für den Oberkönig der Könige, der versehen ist mit überwältigender Kraft, machen wir eine Verneigung, für Vaiśravaṇa. Er soll mir, dem Wünsche wünschenden, meine Wünsche erfüllen, der Herr der Wünsche, Vaiśravaṇa. Dem Kubera, dem Vaiśravaṇa, dem großen König, Verneigung.


Om
Nicht leuchtet dort die Sonne, nicht Mond und Sterne, nicht leuchten diese Blitze - geschweige denn das Feuer. Alles leuchtet erst ihm nach, dem Leuchtenden, durch seinen Glanz erstrahlt all dies.


Gaṃgā und Yamunā, Godāvarī, Sarasvatī, Narmadā, Sindhu, Kāverī! Verneigung Dir, Verneigung, Verneigung.



Rajadhi Rajaya Arati in Devanagari Schrift

Hier der Rajadhi Rajaya Arati in der Schrift, in der in Indien Sanskrit geschrieben wird, also in der Devanagari Schrift: 

ओम्
राजाधिराजाय प्रसह्यसाहिने नमो वयं वैश्रवणाय कुर्महे /
स मे कामान् कामकामाय मह्यं कामेश्वरो वैश्रवणो ददातु /
कुबेराय वैश्रवणाय महाराजाय नमः //

ओम्
न तत्र सूर्यो भाति न चन्द्रतारकं नेमा विद्युतो भान्ति कुतो ऽयम् अग्निः /
तम् एव भान्तम् अनुभाति सर्वं तस्य भासा सर्वम् इदं विभाति //

ओम्
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति /
नर्मदे सिन्धु कावेरि नमस् तुभ्यं नमो नमः //

Rajadhi Rajaya Arati Noten und Akkorde

Hier findest du die Noten und die Akkorde des Rajadhi Rajaya Arati. Wenn du Harmonium, Klavier, Gitarre oder ein anderes Melodieinstrument beherrschst oder nach Noten singen kannst, wird dir das sehr hilfreich sein.

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Rajadhi Rajaya Arati Harmonium Lern-Video

Sukadev spielt auf dem Harmonium Arati, damit du es selbst lernen kannst, mitspielen bzw. auf Harmonium oder anderem Musikinstrument begleiten kannst.

Audio mp3s - auch zum Download

Hier findest du einige Audio mp3s, auch zum Download, des Rajadhi Rajaya Arati:


Übrigens: Viele Mantra und Kirtan mp3s zum Download findest du auf der Mantra mp3 Seite.

Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Rajadhi Rajaya Arati

Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Rajadhi Rajaya Arati ist ein Yoga Vidya Satsang Mantra,. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

Links zu Mantras und Kirtans

Youtube Playlist Rajadhi Rajaya Arati

Hier findest du alle Youtube Videos zum Rajadhi Rajaya Arati

Alternative Schreibweise vom Rajadhi Rajaya Arati

Es gibt verschiedene Weisen, wie man die Sanskritschrift transkribieren kann. In Indien findest du Mantras ganz unterschiedlich geschrieben. Hier eine in Indien durchaus übliche alternative Schreibweise, in der man z.B. statt sh s, statt v w, statt langem u oo und statt langem i ee schreibt.

804b Rajadhirajaya Aratee


Om
Rajadhirajaya Prasahya Sahine Namo Vayam Vaisravanaya Kurmahe /
Sa Me Kaman Kama Kamaya Mahyam Kameswaro Vaisravano Dadatu /
Kuberaya Vaisravanaya Maha Rajaya Namah //

Om
Na Tatra Sooryo Bhati Na Chandra Tarakam Nema Vidyuto Bhanti Kuto yam Agnih /
Tam Eva Bhantam Anubhati Sarvam Tasya Bhasa Sarvam Idam Vibhati //

Om
Gange Cha Yamune Chaiva Godavari Saraswati /
Narmade Sindhu Kaveri Namas Tubhyam Namo Namah //

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Arati - Lyrics, Video, mp3 - 804

Arati Text, Video, Audio mp3 download, Übersetzung und Erläuterungen, Noten für Harmonium. Arati ist ein Yoga Vidya Satsang Mantra. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Arati, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 804, selbst zu singen, anzuleiten, auf einem Musikinstrument zu begleiten.

804. Ar(a)ti
Jaya Jaya Arati Vighna-vinayaka
Vighna-vinayaka Shri-ganesha // 1 //

Jaya Jaya Arati Subrahmanya
Subrahmanya Karttikeya // 2 //

Jaya Jaya Arati Venu-gopala
Venu-gopala Venu-lola
Papa-vidura Navanita-chora // 3 //

Jaya Jaya Arati Venkata Ramana
Venkata Ramana Sankata-harana
Sita Rama Radhe Shyama // 4 //

Jaya Jaya Arati Gauri-mano-hara
Gauri-mano-hara Bhavani-shankara
Samba Sadashiva Uma-maheshvara // 5 //

Jaya Jaya Arati Raja-rajeshvari
Raja-rajeshvari Tri-pura-sundari
Maha-lakshmi Maha-sarasvati
Maha-kali Maha-shakti // 6 //

Jaya Jaya Arati Anjaneya
Anjaneya Hanumanta // 7 //

Jaya Jaya Arati Dattatreya
Dattatreya Tri-murty-avatara // 8 //

Jaya Jaya Arati Adityaya
Adityaya Bhaskaraya

Jaya Jaya Arati Shanishvaraya
Shanishvaraya Bhaskaraya // 10 //

Jaya Jaya Arati Shankaracharya
Shankaracharya Advaita-gurave // 10a //

Jaya Jaya Arati Sadgurunatha
Sadgurunatha Shivananda // 11 //

Jaya Jaya Arati Jesus-gurave Moses-gurave Buddha-gurave // 11a //

Jaya Jaya Arati Muhammad-gurave Lao Tse-gurave // 11b //

Samasta-gurubhyo Namah // 11ch //

Jaya Jaya Arati Venu-gopala // 12 //


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Videos zum Hören und Mitsingen
Erläuterungen und Übersetzungen
Noten und Akkorde
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Arati Rezitation reinigt die Atmosphäre. Arati lädt die Energie eines Raumes sowie den Astralkörper der Anwesenden mit Lichtkraft auf. Arati ist auch ein Ritual für Frieden und Verständnis in der Welt.

Arati Videos

Übersetzungen und Erläuterungen zum Arati

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Arati übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe. 

Spirituelle Übersetzung Arati

Ehrerbietung dem Göttlichen Licht in all seinen Namen und Gestalten. Möge Lichtkraft überall sein. Möge Friede überall sein. Mögen wir alle göttliche Führung und Eingebung haben. Mögen wir überall das Göttliche erkennen. Mögen wir durch Licht und Inspiration erfüllt sein. Möge die Kraft der Liebe alle Fasern unseres Wesens erfüllen. Mögen wir Gutes bewirken. Mögen wir das Höchste verwirklichen.

Arati Bedeutung und Herkunft

Arati ist die Lichtzeremonie, Arati heißt das Schwenken von Licht und man schwenkt das Licht vor einem Altar und so ist das Darbringen von Licht ein Darbringen von unserer Hingabe und unserem Herzen für Gott. Wir schwenken aber das Licht in alle Richtungen, was ein Symbol dafür ist: „Mögen wir Licht in alle Richtungen schicken. Möge Wohlwollen, Licht und Güte und Freude überall herrschen.“
Gerade am Ende eines Satsangs üben wir Arati. Wenn man also in der Meditation tiefen Frieden gefunden hat, sich aufgeladen hat mit Energie, wenn man danach mit Mantrasingen sein Herz geöffnet hat und die göttliche Wirklichkeit erfährt, wenn man dann durch einen Vortrag sich inspiriert hat, wenn man dann über Friedensgebete sein Herz weit geöffnet hat und Gedanken des Wohlwollens überall hingeschickt hat, dann steht man auf, man bringt das Licht dar und spürt so diese Weite, diese Ausdehnung, diese Verbundenheit und bittet darum: „Möge Licht überall sein, möge göttliche Gegenwart überall erfahren werden, mögen alle sich dieses Licht bewusst machen.“
Es gibt verschiedene Texte für Arati. Bei Yoga Vidya verwenden wir das Arati, das zu Lebzeiten von Swami Sivananda besonders populär war, „Jaya Jaya Arati Vighnavinayaka“. Es ist ein Mantra, das aus verschiedenen Strophen besteht und jede Strophe richtet sich an einen bestimmten Aspekt Gottes. Die erste Strophe, „Jaya Jaya Arati Vighnavinayaka“ richtet sich an Ganesha. Es ist eine Strophe, wo Ganesha angerufen wird und in unserer Tradition beginnen wir alles, indem man erst Ganesha anruft. So also Ganesha, der Vighnavinayaka ist, der alle Hindernisse aus dem Weg räumt und der Ganesha ist, der Herr über alle Engelswesen. „Jaya Jaya Arati“ – Arati, wir bringen das Licht dar und wünschen „Jaya“, das heißt „Sieg, Triumph für den großartigen Ganesha. Zweite Strophe, „Jaya Jaya Arati Subramanya Kartikeya“, hier wird Subramanya, Kartikeya angerufen, der auch Sharavanabhava ist, Skanda, Shanmuga und auch Shadanana und Muruga.
Dieser ist eben der Aspekt der jugendlichen Kraft, soll auch heißen: „Mögen wir Kraft bekommen, Energie bekommen, mögen wir auch bei schwierigen Situationen göttlichen Segen spüren und viel Positives bewirken.“ Dritte Strophe richtet sich an Krishna: „Jaya Jaya Arati Venugopala.“ Venu heißt Flöte, Gopala heißt Hirte und Schützer. Und so verehren wir Krishna, der die Flöte hat, der ein guter Hirte ist, der der Beschützer ist der ganzen Welt und er ist ein Flötenspieler, Venulola. Er ist Papavidura, das heißt, er nimmt alle Negativitäten weg und er ist Navanita Chora, er liebt auch alles Gute und Schöne, wörtlich „er liebt die Butter, frische Butter“, aber das steht insbesondere dafür, er genießt auch das Leben. So ist auch Krishna ein Aspekt der Lebensfreude, des Genießens, aber auch jemand, der alle Fehler und Negativitäten beseitigt. Die vierte Strophe richtet sich an Vishnu: „Vishnu Jaya Jaya Arati. Ehrerbietung mit diesem Arati an Venkataramana.“ Venkataramana ist eben derjenige, der Vishnu ist. Ramana heißt „der Geliebte“ oder „der, der voller Freude ist“. Und Venkata ist eben auch ein bestimmter Tempel zur Ehrerbietung von Vishnu, steht auch einfach für Venkataramana, der großartige Vishnu, voller Liebe. Er ist Shankataharana, das heißt, er nimmt alle Schwierigkeiten weg, oder: „Möge er alle Schwierigkeiten wegnehmen.“
Also: „Venkataramana, möge er mir Liebe und Freude bringen. Shankataharana, er nimmt alle Schwierigkeiten weg.“ Und Vishnu manifestiert sich als Sita Rama, als das göttliche Paar, Sita Rama, und auch als Radheshyama, als das göttliche Paar, Radha und Shyama. Shyama ist Krishna. Nächste Strophe, „Jaya Jaya Arati Gauri Manohara“, das richtet sich jetzt an Shiva. Shiva ist Gauri Manohara. Gauri ist ein Beiname von Durga, von Parvati, es heißt „die Helle“, „die Weiße“, „die Strahlende“, manchmal auch übersetzt als „die Goldene“. Und Manohara heißt „faszinierend“ und auch „betörend“. Also: „Jaya Jaya Arati, Ehrerbietung an Shiva, welcher die Freude ist von Gauri, er ist die Freude der göttlichen Mutter.“ Er ist Bhavanishankara, er ist zum einen Bhavani, das heißt, er ist voller Liebe, voller Mitgefühl, die göttliche Mutter, und er ist Shankara, er ist großer Wohltäter. Er ist Sambasadashiva, er ist Sada, ewig, Shiva, und immer mit, Sa, mit Amba, mit der göttlichen Mutter. Uma Maheshwara, also er ist auch der großartige Gott mit Uma. Man könnte jetzt sagen, das richtet sich an Shiva, aber es richtet sich auch an die Einheit der Polaritäten, denn Gauri ist eben Durga, Manohara ist Shiva, Bhavani ist wieder Durga, Shankara ist Shiva, Samba ist also wieder Durga, Sadashiva – Shiva, Uma ist Durga, Mahadeva ist Shiva. So wird also hier angerufen Durga und Shiva, aber normalerweise sagt man, dies ist eine Shiva Shloka.
Dann geht es weiter, jetzt wird nämlich die göttliche Mutter verehrt. Und die göttliche Mutter ist Raja Rajeshwari, das heißt, sie ist die Göttin der Könige der Könige. Man könnte auch sagen, sie ist die königliche Göttin, die großartige Herrscherin. Sie ist Tripura Sundari, sie ist die Schöne der drei Welten. Tripura Sundari ist auch ein Göttinnenname, den wir jetzt bei Yoga Vidya normalerweise nicht ganz so häufig verwenden, aber Tripura Sundari ist auch die wichtigste der zehn Mahavidyas. In der tantrischen Tradition ist Tripura Sundari die Göttin an sich und es gibt sogar wundschöne Bilder von Tripura Sundari, wo gezeigt wird, dass alle anderen Götter und Göttinnen letztlich aus Tripura Sundari entstammen. Also, Tripura Sundari, die großartige Göttin. Sie ist auch Raja Rajeshwari. Raja Rajeshwari ist ein Beiname für Tripura Sundari. Und diese Tripura Sundari manifestiert sich in verschiedenen Gestalten, als Maha Lakshmi - also, Lakshmi, weiblicher Aspekt von Vishnu - Maha Saraswati, weiblicher Aspekt von Brahma, also die Göttin der Weisheit. So wie Lakshmi die Göttin der Schönheit, der Fülle und auch des uneigennützigen Dienens ist, ist Saraswati die Göttin der Weisheit, des Wissens, der Wissenschaften, der Künste und der Kreativität. Sie ist Maha Kali - Kali, die dunkle Göttin, die Göttin, die alle Negativitäten beseitigt. Und sie ist Maha Shakti, die großartige Kraft des Universums und damit auch Durga. Die nächste Strophe richtet sich an Anjaneya, der auch Hanuman ist. Anjaneya heißt „der Sohn von Anjani“ und der ist Hanuman, er hat einen betonten Kiefer. Er hat nämlich einen besonders großen Kiefer gehabt, was auch heißt, mit großem Mund singt er den Lob Gottes. Achte Strophe: „Jaya Jaya Arati Dattatreya.“ Dort wird Dattatreya angerufen, der als Inkarnation gilt von allen drei Murtis, also von Brahma, Vishnu und Shiva. Er ist Avatara, das heißt, er ist die Inkarnation, die Herabkunft von Trimurti, aller drei Murtis, also Brahma, Vishnu und Shiva. Er ist Dattatreya - Tri heißt drei, Treya – Dreiheit, also die Dreiheit der Güte. Dann wird angerufen Surya, der Sonnengott, als Adityaya, ursprüngliches Strahlen, wird angerufen als Bhaskara, als der Strahlende. Dann wird Shani angerufen, also die Gottheit des Saturns. Gott Saturn steht auch für Einschränkung, steht auch für Askese, steht für Loslassen, Entsagung, steht aber auch für Wachstum durch Krankheit, Unfälle, Schwierigkeiten, Widerstände.
Also: „Jaya Jaya Arati Sanishwaraya.“ Ishwara – Gott, Shanishwara, der Gott des Saturns. Auch er ist Bhaskaraya, er strahlt und leuchtet, bringt Glanz, bringt uns Licht. Dann wird Shankaracharya angerufen. Shankaracharya: „Ehrerbietung dem Shankara, dem großen Guru des Adwaita.“ Shankara heißt auch Wohltäter, Acharya heißt großer Meister. Und Shankaracharya ist eben dieser große Meister Shankara. Er ist Adwaitagurave, der Lehrer des Adwaita, der Nicht-Dualität, der absoluten Einheit. Der nächste Vers ruft dann Swami Sivananda an: „Jaya Jaya Arati Sadguru Natha Sadguru Natha Sivananda. Ehrerbietung an Swami Sivananda.“ Jetzt könnte man noch beifügen, „Jaya Jaya Arati Shri Guru Natha Shri Guru Natha Vishnudevananda“ oder „Jaya Jaya Arati Vishnudevananda Vishnudevananda“. Und in manchen Yoga Vidya Zentren wird dieser Vers auch gesungen, aber meistens machen wir es nicht, schon deshalb, weil es im Sivananda Ashram Rishikesh auch nicht gemacht wird und weil zu Lebzeiten von Swami Vishnu natürlich auch das nicht mit gesungen wurde.
Dann gibt es eine Strophe, die von Swami Vishnu hinzugefügt wurde, auf Bitte von einer Aspirantin namens Ganga, die gemeint hat, man könnte doch im Arati auch andere Meister und Aspekte Gottes anrufen. Und so fügen wir dazu: „Jaya Jaya Arati Jesus Gurave. Also, der Lehrer Jesus sei angerufen. Moses Gurave, der Lehrer Moses. Buddha Gurave, Jaya Jaya Arati Mohammed Gurave und Laotse Gurave.“ Und so erweisen wir unsere Ehrerbietung auch den anderen Lehrern der verschiedenen Traditionen und weil man nicht alle aufzählen kann, kommt dann der allgemeine Vers: “Samasta Guru Bhyo Namah. Allen Lehrern sei unsere Ehrerbietung.“ Und das Arati schließt mit „Jaya Jaya Arati Venugopala“. Venugopala heißt also: „Ehrerbietung dem göttlichen Hirten, der sich um alle Wesen kümmert.“ Go kann Kuh heißen, Go steht aber auch für Erde und Go steht für alle Wesen. Und so kann man sagen: „Ehrerbietung und Licht und Triumph sei dem guten Hirten, der sich um die ganze Welt kümmert und der die Flöte hat als Symbol für Schönheit und Freude, die er mir geben wird.“ Soweit zu dem Haupt-Mantra des Arati, das wir bei Yoga Vidya im Morgen- und Abend-Satsang in den Ashrams verwenden, das wir auch in den Yoga Vidya Zentren verwenden, insbesondere dann, wenn öffentlicher Satsang ist und auch im kleinen Satsang. Es gibt noch weitere Arati-Texte, die man nach diesem „Jaya Jaya Arati“-Text rezitieren kann, man kann auch die anderen Texte rezitieren statt dem „Jaya Jaya Arati“. Normalerweise aber wird direkt nach dem Arati die Nr. 805 gesungen, nämlich „Twameva Mata“, „Kayane Vacha“ und „Sarva Dharman Parityajya“.

Text des Arati mit diakritischen Zeichen:

Hier der Text des Arati in der IAST Transkription, also mit diakritischen Zeichen, auch wissenschaftliche Umschrift genannt. Wenn du dich mit der IAST Umschrift auskennst, weißt du genau, wie die Wörter genau ausgesprochen werden.

804. ār(a)tī
jaya jaya āratī vighna-vināyaka
vighna-vināyaka śrī-gaṇeśa // 1 //

jaya jaya āratī subrahmaṇya
subrahmaṇya kārttikeya // 2 //

jaya jaya āratī veṇu-gopāla
veṇu-gopāla veṇu-lola
pāpa-vidūra navanīta-cora // 3 //

jaya jaya āratī veṅkaṭa-ramaṇa
veṅkaṭa-ramaṇa saṅkaṭa-haraṇa
sītā-rāma rādhe-śyāma // 4 //

jaya jaya āratī gaurī-mano-hara
gaurī-mano-hara bhavānī-śaṅkara
sāmba-sadāśiva umā-maheśvara // 5 //

jaya jaya āratī rāja-rājeśvarī
rāja-rājeśvarī tri-pura-sundarī
mahā-lakṣmī mahā-sarasvatī
mahā-kālī mahā-śakti // 6 //

jaya jaya āratī āñjaneya
āñjaneya hanumanta // 7 //

jaya jaya āratī dattātreya
dattātreya tri-mūrty-avatāra // 8 //

jaya jaya āratī ādityāya
ādityāya bhāskarāya

jaya jaya āratī śanīśvarāya
śanīśvarāya bhāskarāya // 10 //

jaya jaya āratī śaṅkarācārya
śaṅkarācārya advaita-gurave // 10a //
jaya jaya āratī sad-guru-nātha
sad-guru-nātha śivānanda // 11 //

jaya jaya āratī jesus-gurave moses-gurave buddha-gurave // 11a //

jaya jaya āratī muhammad-gurave lao tse-gurave // 11b //

samasta-gurubhyo namaḥ // 11c //

jaya jaya āratī veṇu-gopāla // 12 //

Wort-für-Wort-Übersetzung

Hier die Wort-für-Wort-Übersetzung des Arati (804. ār(a)tī):

Die (von mir) nummerierten Strophen finden sich in Śivānandāśrama Bhajanāvalī S. 185 und teilweise (die mit Zahlen in Fettdruck) in Satsaṃga-bhajana-mālā Nr. 136. Diejenigen mit a, b, c usw. sind Neuerungen, u.a. von Svāmī Viṣṇudevānanda.

jaya jaya āratī vighna-vināyaka
vighna-vināyaka śrī-gaṇeśa // 1 //

jaya siege/sei siegreich, m./f. (Hindi) Sieg, 'es lebe xxx' (s. Vorwort f); ār(a)tī f. Hindi, von Sanskrit ārātrika (n.): abendliches Schwingen eines Lichts vor dem Bild eines Gottes oder Gurus, Lichtzeremonie am Ende der pūjā; vighna m. Hindernis; vi-nāyaka m. einer, der wegführt, Beseitiger, Name Gaṇeśas; śrī f. Glück, Wohlstand, Göttin des Glücks, als Anrede: glückhaft, Ausdruck von Respekt; gaṇa m. Menge, Gruppe, Schar, besonders der halb-göttlichen Wesen, die Śiva zugehören; īśa m. Herr, Meister, höchster Gott, Bezeichnung Śivas; gaṇeśa m. Herr der Heerscharen (Śivas).

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Beseitiger der Hindernisse, Beseitiger der Hindernisse, glückhafter Gaṇeśa.

jaya jaya āratī subrahmaṇya
subrahmaṇya kārttikeya // 2 //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; su- Präfix gut; brahmaṇya zum brahman, oder zu Gott Brahmā, oder zu den Brahmanen gehörig; su-brahmaṇya freundlich zu den Brahmanen, den Brahmanen lieb (Monier-Williams), m. Bezeichnung eines bestimmten Opferpriesters, Name Kārttikeyas; kārttikeya m. Name von Śivas Sohn, auch genannt Skanda, Murugan, Śaravaṇabhava etc., wird besonders in Südindien verehrt.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Subrahmaṇya, Subrahmaṇya, Kārttikeya.

jaya jaya āratī veṇu-gopāla
veṇu-gopāla veṇu-lola
pāpa-vidūra navanīta-cora // 3 //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; veṇu m. Bambus, Röhricht, Flöte; go m./f. Rind, f. Kuh; pāla m. Beschützer, Hirte; go-pāla m. Kuhhirte, Name Kṛṣṇas; lola zitternd, unruhig, unstet, aufgeregt, (be)gierig; pāpa n. Übel, Sünde etc.; vi-dūra fern; nava-nīta n. frische Butter (die Kṛṣṇa als Kind gern stahl und verspeiste); cora m. Dieb.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Gopāla mit der Flöte, Gopāla mit der Flöte, begierig nach der Flöte, fern von Übel, Butterdieb.

jaya jaya āratī veṃkaṭa-ramaṇa
veṃkaṭa-ramaṇa saṃkaṭa-haraṇa
sītā-rāma rādhe-śyāma // 4 //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; veṃkaṭa m. Berg in Südindien (Tirupati), auf dem ein berühmter Viṣṇutempel steht; ramaṇa angenehm, entzückend, m. Freude, Geliebter; veṇkaṭa-ramaṇa: der Geliebte auf dem Veṃkaṭaberg, oder: die Freude des Veṃkaṭabergs, jedenfalls Viṣṇu oder Kṛṣṇa; saṃkaṭa eng, n. enge Passage, Schwierigkeit; haraṇa n. das Wegnehmen, Zerstören; sītā f. Name der Frau Rāmas; rām(a) angenehm, schön, m. Name des Helden des Rāmāyaṇa, 7. Inkarnation Viṣṇus; sītā-rāma m. Sītā und Rāma oder Rāma der Sītā; rādhā f. Name von Kṛṣṇas Lieblings-Kuhhirtin in Vṛndāvan; śyāma dunkel, schwarz, dunkelblau, m. Bezeichnung Kṛṣṇas; rādhe-śyāma m. Rādhā und Śyāma, oder Śyāma der Rādhā.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Geliebter auf dem Veṃkaṭa[berg], Geliebter auf dem Veṃkaṭa[berg], durch den Schwierigkeiten beseitigt werden, Sītā und Rāma, Rādhā und Śyāma.

jaya jaya āratī gaurī-mano-hara
gaurī-mano-hara bhavānī-śaṃkara
sāmba-sadāśiva umā-maheśvara // 5 //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; gaurī f. die Weiße, Schöne, Name von Pārvatī, Śivas Frau; manas n. Denken, Herz, Wille; hara nehmend, raubend; mano-hara das Denken raubend, faszinierend, attraktiv, m. der Betörende, oft Bezeichnung Kṛṣṇas, hier eventuell Śivas; gaurī-mano-hara m. der die Gaurī Betörende (Śiva), oder: Gaurī und der Betörende; bhavānī f. weibliches Gegenstück zu Bhava m. (Śiva), Bezeichnung Pārvatīs; śam n. Glück, Wohlergehen; -kara am Ende von Komposita: machend, m. Macher; śaṃ-kara Wohlergehen schaffend, m. Name Śivas; sa mit; ambā f. Mutter, Bezeichnung von Göttinnen, insbesondere Durgās; sāmba m. der mit Ambā, Bezeichnung Śivas; sadā immer; śiva glückverheißend, m. Name eines der Hauptgötter des Hinduismus; sadā-śiva m. Bezeichnung Śivas (etwa: der ewige Śiva); umā f. Name Pārvatīs, Śivas Frau; mahat/mahā groß; īśvara m. Herr; maheśvara m. großer Herr, Bezeichnung Gottes, insbes. Śivas.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Gaurī und der Betörende, Gaurī und der Betörende, Bhavānī und Śaṃkara, Sadāśiva mit Ambā, Umā und Maheśvara.

jaya jaya āratī rāja-rājeśvarī
rāja-rājeśvarī tri-pura-sundarī
mahā-lakṣmī mahā-sarasvatī
mahā-kālī mahā-śakti // 6 //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; rājan/rāja m. König, Herrscher; rāja-rāja m. König der Könige; īśvarī f. Herrin, Göttin; rāja-rājeśvarī f. Herrin der Könige der Könige, Bezeichnung Lakṣmīs; tri-pura n. Gruppe der drei Städte; sundarī f. die Schöne; tri-pura-sundarī f. die Schöne der drei Städte, Göttin des Śāktismus, die das Universum verkörpert, Lalitā (s. Nr. 310); mahat/mahā groß; lakṣmī f. Göttin von Reichtum und Wohlergehen, Frau Viṣṇus; mahā-lakṣmī f. große Lakṣmī, u.a. Bezeichnung der Göttin von Kolhāpūr, einer Form der Śakti; sarasvatī f. Göttin der Sprache, Gelehrsamkeit, Künste, Frau Brahmās; kālī f. die Schwarze, nach dem Devīmāhātmyam Bezeichnung einer Form von Pārvatī (Śivas Frau) bzw. Durgās; śakti f. Kraft, Fähigkeit, Energie (auch personifiziert als Gottheit). Die Reihenfolge der Göttinnen in Satsaṃga-bhajana-mālā ist: mahākālī mahālakṣmī, mahāsarasvatī, mahāśakti.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: die Göttin der Könige der Könige, die Göttin der Könige der Könige, Tripurasundarī, die große Lakṣmī, die große Sarasvatī, die große Kālī, die große Śakti.

jaya jaya āratī āñjaneya
āñjaneya hanumanta // 7 //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; āñjaneya m. Sohn der Añjanā, Bezeichnung Hanumāns (Affengeneral aus dem Epos Rāmāyaṇa); hanu/-ū m. Kinn, Kiefer; hanumanta (volkstümliche Form von hanumat) mit Kiefer versehen, m. hanumān m. Name des Affengenerals, der Rāma half, seine Frau zurückzugewinnen, nachdem sie vom Dämonen Rāvaṇa geraubt worden war.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Āñjaneya, Āñjaneya, Hanumān.

jaya jaya āratī dattātreya
dattātreya tri-mūrty-avatāra // 8 //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; dattātreya m. Inkarnation Viṣṇus, Śivas, Brahmās in einer Gestalt; tri drei; mūrti f. Gestalt, Statue; tri-mūrti f. die vereinigte Form von Brahmā, Viṣṇu und Maheśa (nach Slaje 'deren Gestalten drei sind,' d.h., die jeweils mit den anderen beiden identisch sind, in: Trimūrti. Zur Verwandlung eines inklusivistischen Dominanzbegriffs in eine monotheistische Trinitätslehre, Mainz 2012); avatāra m. Herabkommen, Manifestation, Inkarnation.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Dattātreya, Dattātreya, Inkarnation der drei Gestalten.

jaya jaya āratī ādityāya
ādityāya bhāskarāya // 9 //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; āditya m. Bezeichnung der Sonne bzw. des Sonnengottes (s. 660); bhās f. Licht, Glanz, Helligkeit; -kara am Ende von Komposita: machend, m. Macher; bhāskara m. 'Lichtmacher,' Sonne.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie für den Sonnengott, den Sonnengott, der Helligkeit bringt.

jaya jaya āratī śanīśvarāya
śanīśvarāya bhāskarāya // 10 //

Diese und die vorige Strophe stehen in umgekehrter Reihenfolge in Śivānandāśrama Bhajanāvalī. Zu
jaya, ār(a)tī s. 1 Str.; śani m. Saturn; īśvara m. Herr, Gott; śanīśvara n. Gott Śani (Śivānanda Bhajanāvalī: śanaiścarāya, ' für den langsam gehenden'); bhās f. Licht, Glanz, Helligkeit; -kara am Ende von Komposita: machend, m. Macher. bhāskara m. 'Lichtmacher,' Sonne: der schwarze Śani hat auf den ersten Blick nichts mit Licht und Glanz zu tun, der südindische Dichter und Komponist Muttusvāmī Dīkṣitar (1775-1835) nennt ihn jedoch in seinem Liederzyklus für die neun Planeten kālāñjana-kānti-yukta-deha 'dessen Körper ausgestattet ist mit dem Glanz von schwarzem Collyrium (H kājal).'

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie für den Gott Saturn, den Gott Saturn, der Glanz bringt.

jaya jaya āratī śaṃkarācārya
śaṃkarācārya advaita-gurave // 10a //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; śam n. Glück, Wohlergehen; -kara am Ende von Komposita: Macher; śaṃ-kara Wohlergehen schaffend, Name Śivas; ācārya m. traditioneller Sanskrit-Gelehrter, heute akademischer Titel M.A.; śaṃkarācārya m. 'Lehrer Śaṃkara': Gelehrter aus dem 7./8. Jh., Gründer der Tradition, der Svāmī Śivānanda angehört; advaita n. Nicht-dualität (zu dvaita s. Wackernagel/Debrunner, Altindische Grammatik II,2, S. 111 - Vetter, Studien zur Lehre und Entwicklung Śaṃkaras, Wien 1979, S. 31-34 plädiert für 'Vielheit'), Zweiheitlosigkeit, Einheitslehre Śaṃkarācāryas; guru schwer, wichtig, verehrungswürdig, m. (oft spiritueller) Lehrer.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Lehrer Śaṃkara, Lehrer Śaṃkara, für den Guru des Advaita.

jaya jaya āratī sad-guru-nātha
sad-guru-nātha śivānanda // 11 //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; sat seiend, gut, best-, wahr, n. das Seiende, Realität, Brahman, Sein; guru schwer, wichtig, verehrungswürdig, m. (oft spiritueller) Lehrer; sad-guru m. wahrer Guru; nātha m. Herr, Beschützer, Ehemann, Gott; śiva glückverheißend, m. Name eines der Hauptgötter des Hinduismus; ānanda m./n. Freude, Glückseligkeit, Teil des Namens von Asketen der Śaṃkara-Tradition; śivānanda m. dessen Glückseligkeit Śiva ist (s. Nr. 2): Name des Begründers der Divine Life Society (1887-1963).

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Herr, welcher der wahre Lehrer ist, Herr, welcher der wahre Lehrer ist, Śivānanda.

jaya jaya āratī jesus-gurave moses-gurave buddha-gurave // 11a //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; jesus (ca. 7–2 v. Chr. bis ca. 30–36 n.Chr.): religöser Lehrer, der im Zentrum des Christentums steht; guru schwer, wichtig, verehrungswürdig, m. (oft spiritueller) Lehrer; moses (nach rabbinischer Rechnung 1391-1271 v. Chr.) hebräischer religiöser Führer und Gesetzgeber; buddha erwacht, erleuchet, m. Bezeichnung des Begründers des Buddhismus, Gautama Buddha (ca. 5. Jh. v. Chr.), wird innerhalb des Viṣṇuismus als 9. Inkarnation Viṣṇus angesehen.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie für den Guru Jesus, den Guru Moses, den Guru Buddha.

jaya jaya āratī muhammad-gurave lao tse-gurave // 11b //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; muhammad m. (570-632), Begründer des Islam; guru schwer, wichtig, verehrungswürdig, m. (oft spiritueller) Lehrer; lao tse (Laozi, ca. 6. Jh. v. Chr.) chinesischer Philosoph, Verfasser des Tao Te Ching, gilt als Begründer des Taoismus.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie für den Guru Muhammad, den Guru Laotse.

samasta-gurubhyo namaḥ // 11c //

sam-asta ganz, vollständig; guru schwer, wichtig, verehrungswürdig, m. (oft spiritueller) Lehrer; namas n. Verneigung, Verehrung.

Allen Gurus Verneigung.

jaya jaya āratī veṇu-gopāla // 12 //

zu
jaya, ār(a)tī s. Str. 1; veṇu m. Bambus, Röhricht, Flöte; go m./f. Rind, f. Kuh; pāla m. Beschützer, Hirte; go-pāla m. Kuhhirte, Name Kṛṣṇas.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Gopāla mit der Flöte.

Wörtliche Übersetzung

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Beseitiger der Hindernisse, Beseitiger der Hindernisse, glückhafter Gaṇeśa.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Subrahmaṇya, Subrahmaṇya, Kārttikeya.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Gopāla mit der Flöte, Gopāla mit der Flöte, begierig nach der Flöte, fern von Übel, Butterdieb.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Geliebter auf dem Veṃkaṭa[berg], Geliebter auf dem Veṃkaṭa[berg], durch den Schwierigkeiten beseitigt werden, Sītā und Rāma, Rādhā und Śyāma.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Gaurī und der Betörende, Gaurī und der Betörende, Bhavānī und Śaṃkara, Sadāśiva mit Ambā, Umā und Maheśvara.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: die Göttin der Könige der Könige, die Göttin der Könige der Könige, Tripurasundarī, die große Lakṣmī, die große Sarasvatī, die große Kālī, die große Śakti.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Āñjaneya, Āñjaneya, Hanumān.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Dattātreya, Dattātreya, Inkarnation der drei Gestalten.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie für den Sonnengott, den Sonnengott, der Helligkeit bringt.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie für den Gott Saturn, den Gott Saturn, der Glanz bringt.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Lehrer Śaṃkara, Lehrer Śaṃkara, für den Guru des Advaita.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Herr, welcher der wahre Lehrer ist, Herr, welcher der wahre Lehrer ist, Śivānanda.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie für den Guru Jesus, den Guru Moses, den Guru Buddha.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie für den Guru Muhammad, den Guru Laotse.

Allen Gurus Verneigung.

Sieg, Sieg, Lichtzeremonie: Gopāla mit der Flöte.

Arati in Devanagari Schrift

Hier der Arati in der Schrift, in der in Indien Sanskrit geschrieben wird, also in der Devanagari Schrift: 

जय जय आरती विघ्नविनायक
विघ्नविनायक श्रीगणेश // १ //

जय जय आरती सुब्रह्मण्य
सुब्रह्मण्य कार्त्तिकेय // २ //

जय जय आरती वेणुगोपाल
वेणुगोपाल वेणुलोल
पापविदूर नवनीतचोर // ३ //

जय जय आरती वेङ्कटरमण
वेङ्कटरमण सङ्कटहरण
सीताराम राधेश्याम // ४ //

जय जय आरती गौरीमनोहर
गौरीमनोहर भवानीशङ्कर
साम्बसदाशिव उमामहेश्वर // ५ //

जय जय आरती राजराजेश्वरी
राजराजेश्वरी त्रिपुरसुन्दरी
महालक्ष्मी महासरस्वती
महाकाली महाशक्ति // ६ //

जय जय आरती आञ्जनेय
आञ्जनेय हनुमन्त // ७ //

जय जय आरती दत्तात्रेय
दत्तात्रेय त्रिमूर्त्यवतार // ८ //

जय जय आरती आदित्याय
आदित्याय भास्कराय

जय जय आरती शनीश्वराय
शनीश्वराय भास्कराय // १० //

जय जय आरती शङ्कराचार्य
शङ्कराचार्य अद्वैतगुरवे // १०अ //
जय जय आरती सद्गुरुनाथ
सद्गुरुनाथ शिवानन्द // ११ //

जय जय आरती जेसुस्गुरवे मोसेस्गुरवे बुद्धगुरवे // ११अ //

जय जय आरती मुहम्मद्गुरवे लओ त्सेगुरवे // ११ब् //

समस्तगुरुभ्यो नमः // ११च् //

जय जय आरती वेणुगोपाल // १२ //

Arati Noten und Akkorde

Hier findest du die Noten und die Akkorde des Arati. Wenn du Harmonium, Klavier, Gitarre oder ein anderes Melodieinstrument beherrschst oder nach Noten singen kannst, wird dir das sehr hilfreich sein.

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Arati Harmonium Lern-Video

Sukadev spielt auf dem Harmonium Arati, damit du es selbst lernen kannst, mitspielen bzw. auf Harmonium oder anderem Musikinstrument begleiten kannst

Audio mp3s - auch zum Download

Hier findest du einige Audio mp3s, auch zum Download, des Arati:


Übrigens: Viele Mantra und Kirtan mp3s zum Download findest du auf der Mantra mp3 Seite.

Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Arati

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Arati ist ein Yoga Vidya Satsang Mantra. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

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Alternative Schreibweise vom Arati

Es gibt verschiedene Weisen, wie man die Sanskritschrift transkribieren kann. In Indien findest du Mantras ganz unterschiedlich geschrieben. Hier eine in Indien durchaus übliche alternative Schreibweise, in der man z.B. statt sh s, statt v w, statt langem u oo und statt langem i ee schreibt.

804. Aratee
Jaya Jaya Aratee Vighna Vinayaka
Vighna Vinayaka Sree Ganesa // 1 //

Jaya Jaya Aratee Subrahmanya
Subrahmanya Karttikeya // 2 //

Jaya Jaya Aratee Venu Gopala
Venu Gopala Venu Lola
Papa Vidoora Navaneeta Chora // 3 //

Jaya Jaya Aratee Venkata Ramana
Venkata Ramana Sankata Harana
Seeta Rama Radhe Syama // 4 //

Jaya Jaya Aratee Gauree Mano Hara
Gauree Mano Hara Bhavanee Sankara
Samba Sadasiva Uma Maheswara // 5 //

Jaya Jaya Aratee Raja Rajeswaree
Raja Rajeswaree Tri Pura Sundaree
Maha Laksmee Maha Sarasvatee
Maha Kalee Maha Sakti // 6 //

Jaya Jaya Aratee Anjaneya
Anjaneya Hanumanta // 7 //

Jaya Jaya Aratee Dattatreya
Dattatreya Tri Moorty Avatara // 8 //

Jaya Jaya Aratee Adityaya
Adityaya Bhaskaraya

Jaya Jaya Aratee Saneeswaraya
Saneeswaraya Bhaskaraya // 10 //

Jaya Jaya Aratee Sankaracharya
Sankaracharya Adwaita Gurave // 10a //
Jaya Jaya Aratee Sad Guru Natha
Sad Guru Natha Sivananda // 11 //

Jaya Jaya Aratee Jesus Gurave Moses Gurave Buddha Gurave // 11a //

Jaya Jaya Aratee Muhammad Gurave Lao Tse Gurave // 11b //

Samasta Gurubhyo Namah // 11ch //

Jaya Jaya Aratee Venu Gopala // 12 //

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Gruß an das Göttliche und die Meister Text, Video, Audio mp3 download, Übersetzung und Erläuterungen. Gruß an das Göttliche und die Meister ist ein Yoga Vidya Satsang Mantra. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Gruß an das Göttliche und die Meister, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 803, selbst zu singen, anzuleiten, auf einem Musikinstrument zu begleiten.

Om Bolo Sadguru Shivanand(a) Maharaj(a Ji) Ki Jay // 1 //

Sachchidanand(a) Bhagavan(a) Ki Jay // 2 //

Vishvanath(a) Bhagavan(a) Ki Jay // 3 //

Shankaracharya Maharaja Ki Jay // 4 //

Sadguru Svami Shivanand(a) Maharaj (a) Ki Jay // 5 //

Sarva Santana Ki Jay // 6 //

Nama Bhagavan(a) Ki Jay // 7 //

Sanatana Dharma Ki Jay // 8 //

Sarva Dharmo Ki Jay // 9 //

Namah Parvati-pataye,
Hara Hara Mahadev // 10 //


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Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki - Jaya - so schließen wir bei Yoga Vidya gerne Vorträge Satsangs und Yogastunden.

Gruß an das Göttliche und die Meister Videos

Übersetzungen und Erläuterungen zum Gruß an das Göttliche und die Meister

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Gruß an das Göttliche und die Meister übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe. 

Spirituelle Übersetzung Gruß an das Göttliche und die Meister

Ehrerbietung den großen Meistern und den Manifestationen des Göttlichen. Mögen ihre Lehren, ihre Liebe, ihre Stärke, in mir triumphieren.

Gruß an das Göttliche und die Meister Bedeutung und Herkunft

803 ist der Gruß an das Göttliche und die Meister und dann kann man mehr oder weniger davon aufnehmen. Mindestens bei Yoga Vidya sprechen wir am Ende des Satsangs und am Ende von Vorträgen, am Ende von Yogastunden, von Besprechungen und auch von Versammlungen, dort sagen wir: „Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki Jaya!“ Om ist die heilige Silbe, Bolo heißt „sage“, „sprich“. „Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki Jaya“, das heißt: „Lobpreise den Sadguru, Swami Sivananda, Sadguru, den Weisheitslehrer, er ist Maharaja, ein großartiger Herrscher oder auch einfach ein Großartiger.“ Und dann, „Ki“. Ki heißt „diesem“, und Jaya heißt „sei Sieg, Triumph“. In diesem Sinne würde man sagen: „Lasst uns sagen, Sieg dem Weisheitslehrer, dem verehrten Swami Sivananda.“ Oder auch: „Möge der Segen und die Kraft von Swami Sivananda uns alle beflügeln, möge sie in uns triumphieren, möge sie durch uns wirken.“
Also, „Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki“ und das „Jaya“ sagen dann alle Anwesenden zusammen. Wenn man alleine ist, sagt man es natürlich allein, aber wenn man mit anderen ist, dann sagt einer vor, „Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki“ und alle sagen zusammen, „Jaya“. Jaya heißt Sieg, Jaya heißt Triumph, Jaya heißt Ehrerbietung oder einfach „möge seine Kraft durch uns wirken“. Man kann auch noch sagen, „Om Bolo Shri Guru Vishnudevananda Maharaj Ji Ki“ und so wird eben Swami Vishnu angerufen. Manche sagen: „Om Bolo Swami Vishnudevananda Maharaj Ji Ki.“ Wenn man eben ihn nicht als seinen persönlichen Guru anrufen will, aber ihn trotzdem ehren will, dann sagt man: „Om Bolo Swami Vishnudevananda Maharaj Ji Ki Jaya.“
Für mich ist das keine Frage, ich sage immer, „Om Bolo Shri Guru Vishnudevananda Maharaj Ji Ki Jaya“, denn Swami Vishnu ist mein Guru, mein Lehrer, von dem ich mich geführt fühle und von dem ich natürlich auch so viel gelernt habe. Man kann jetzt noch mehr Grüße sagen, im Sivananda Ashram Rishikesh wird auch noch gesagt: „Satchidananda Bhagavan Ki Jaya.“ Da wird das Unendliche, das Ewige angerufen. „Satchidananda, Sein, Wissen und Glückseligkeit, dieses ehrwürdige Sein, Wissen und Glückseligkeit sei verehrt.“ „Vishwanatha Bhagavan Ki Jaya“, das heißt: „Verehrung Gott, welcher der Herr des Universums ist.“ „Shankaracharya Maharaj Ji Ki Jaya. Ehrerbietung an den großen Shankaracharya.“ „Sarva Santana Ki Jaya.“ Das heißt: „Allen Heiligen, Sarva Santana, allen Heiligen Ehrerbietung.“ “Namah Bhagavan Ki Jaya. Ehrerbietung auch dem göttlichen Namen.“ „Sanatana Dharma Ki Jaya. Ehrerbietung der ewigen Spiritualität.“ „Sarva Dharmo Ki Jaya. Ehrerbietung allen Dharmas, allen Religionen, allen spirituellen Übungssystemen.“ Und: „Nama Parvati Pataye Hara Hara Mahadev. Ehrerbietung der Parvati, Ehrerbietung dem Shiva.“
Bei Yoga Vidya sagen wir nicht all das, obgleich das auch etwas Schönes ist. Wir sagen normalerweise entweder nur „Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki Jaya“ oder auch „Om Bolo Shri Guru Vishnudevananda Maharaj Ji Ki Jaya“. Und manchmal sagen wir auch noch, „Sarva Santana Ki Jaya“, um eben auszudrücken, wir wollen allen Heiligen auch Ehrerbietung erweisen und wünschen, dass ihre Kraft durchdringen möge und letztlich triumphieren möge, dass Licht in diese Welt hineinkommt.
Das ist also der Gruß an das Göttliche, das wir nach dem Allumfassenden Gebet im Rahmen des Yoga Vidya Satsangs sprechen, was wir auch am Ende eines Vortrages, einer Yogastunde, einer Versammlung, einer Besprechung auch sprechen. Ich will nochmal jetzt alle zusammenhängend rezitieren, die auch in Rishikesh rezitiert würden, da geht es nämlich so los: „Satchidananda Bhagavan Ki Jaya. Vishwanatha Bhagavan Ki Jaya. Shankaracharya Maharaj Ji Ki Jaya. Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki Jaya. Sadguru Swami Vishnudevananda Maharaj Ji Ki Jaya. Sadguru Swami Chidananda Maharaj Ji Ki Jaya. Sadguru Swami Krishnananda Maharaj Ji Ki Jaya. Sarva Santana Ki Jaya. Nama Bhagavan Ki Jaya. Sanatana Dharma Ki Jaya. Sarva Dharmo Ki Jaya. Nama Parvati Pataye Hara Hara Mahadev.“

Text des Gruß an das Göttliche und die Meister mit diakritischen Zeichen:

Hier der Text des Gruß an das Göttliche und die Meister in der IAST Transkription, also mit diakritischen Zeichen, auch wissenschaftliche Umschrift genannt. Wenn du dich mit der IAST Umschrift auskennst, weißt du genau, wie die Wörter genau ausgesprochen werden.


oṃ bolo sadguru śivānand(a) mahārāj(a jī) kī jay
oṃ bolo śrī guru viṣṇu-devānand(a) mahārāj(a jī) kī jay // 1 //
saccidānand(a) bhagavān(a) kī jay // 2 //
viśvanāth(a) bhagavān(a) kī jay // 3 //
śaṅkarācārya mahārāja kī jay // 4 //
sadguru svāmī śīvānand(a) mahārāj (a) kī jay // 5 //
sarva santana kī jay // 6 //
nāma bhagavān(a) kī jay // 7 //
sanātana dharma kī jay // 8 //
sarva dharmõ kī jay // 9 //
namaḥ pārvatī-pataye, hara hara mahādev // 10 //


Wort-für-Wort-Übersetzung

Hier die Wort-für-Wort-Übersetzung des Gruß an das Göttliche und die Meister:

oṃ bolo sadguru śivānand(a) mahārāj(a jī) kī jay
oṃ bolo śrī guru viṣṇu-devānand(a) mahārāj(a jī) kī jay // 1 //

om heilige Silbe; bolo (H bolnā) sagt, sprecht; sat seiend, gut, best-, wahr, n. das Seiende, Realität, brahman, Sein; guru schwer, wichtig, verehrungswürdig, m. (oft spiritueller) Lehrer; sad-guru m. wahrer Guru; śiva glückverheißend, m. Name eines der Hauptgötter des Hinduismus; ānanda m./n. Freude, Glückseligkeit, Teil des Namens von Asketen der Śaṃkara-Tradition; śivānanda m. dessen Glückseligkeit Śiva ist (s. Nr. 2): Name des Begründers der Divine Life Society (1887-1963); mahat/mahā groß; rāja (auch rājā, Sanskrit rājan) m. König, Herrscher; mahā-rāja m. großer König, indischer Fürst, respektvolle Anrede, wie z.B. für Gurus etc.; Ausdruck von Respekt und Freundschaftlichkeit, ja; Genitiv-Postposition; jaya f. (Hindi) Sieg, 'es lebe xxx' (s. Vorwort f); viṣṇu m. Name eines der Hauptgötter des Hinduismus; deva m. Gott; viṣṇu-devānanda m. dessen Glückseligkeit Gott Viṣṇu ist (s. Nr. 2).

Om, sagt: Sieg des wahren Gurus, des verehrten Śivānand(a) Mahārāj(a)!
Om, sagt: Sieg des glückhaften Guru, des verehrten Viṣṇudevānand(a) Mahārāj(a)!

saccidānand(a) bhagavān(a) kī jay // 2 //

sat seiend, gut, best-, wahr, n. das Seiende, Realität, brahman, Sein; cit f. Gedanke, Wahrnehmung, Bewußtsein, brahman; ānanda m./n. Freude, Glückseligkeit; sac-cidānanda m. Einheit von Sein, Wissen, Glückseligkeit: Bezeichnung des brahman/ātman; bhagavat verehrungs-, ehrwürdig, m. (bhagavān, H bhagavān[a]) Gott, Bezeichnung Viṣṇus, Śivas, Jinas, Buddhas, des Guru; Genitiv-Postposition; jaya f. (Hindi) Sieg, 'es lebe xxx' (s. Vorwort f).

Sieg des Ehrwürdigen, der Sein, Bewußtsein [und] Glückseligkeit [ist]!

viśvanāth(a) bhagavān(a) kī jay // 3 //

nātha m. Herr, Beschützer, Ehemann, Gott; viśva alles, ganz, n. das Ganze, Universum; viśva-nātha m. Herr des Universums, im wichtigsten Tempel von Benares besonders verehrte Form von Śiva; bhagavat verehrungs-, ehrwürdig, m. (bhagavān, H bhagavān[a]) Gott, Bezeichnung Viṣṇus, Śivas, Jinas, Buddhas, des Guru; Genitiv-Postposition; jaya f. (Hindi) Sieg, 'es lebe xxx' (s. Vorwort f).

Sieg des Gottes, welcher der Herr des Universums ist!

śaṃkarācārya mahārāja kī jay // 4 //

śam n. Glück, Wohlergehen; -kara am Ende von Komposita: Macher; śaṃ-kara Wohlergehen schaffend, Name Śivas; ācārya m. traditioneller Sanskrit-Gelehrter, heute akademischer Titel M.A.; śaṃkarācārya m. 'Lehrer Śaṃkara': Gelehrter aus dem 7./8. Jh., Gründer der Tradition, der Svāmī Śivānanda angehört; mahat/mahā groß; mahā-rāja m. großer König, indischer Fürst, respektvolle Anrede, wie z.B. für Gurus etc.; Genitiv-Postposition; jaya f. (Hindi) Sieg, 'es lebe xxx' (s. Vorwort f).

Sieg des Śaṃkarācārya Mahārāj(a)!

sadguru svāmī śīvānand(a) mahārāj (a) kī jay // 5 //

sat seiend, gut, best-, wahr, n. das Seiende, Realität, brahman, Sein; guru schwer, wichtig, verehrungswürdig, m. (oft spiritueller) Lehrer; sad-guru m. wahrer Guru; svāmin m. Eigentümer, Herr; gelehrter Brahmane, Asket, Anrede für einen solchen; śiva glückverheißend, m. Name eines der Hauptgötter des Hinduismus; ānanda m./n. Freude, Glückseligkeit, Teil des Namens von Asketen der Śaṃkara-Tradition; śivānanda m. dessen Glückseligkeit Śiva ist (s. Nr. 2): Name des Begründers der Divine Life Society (1887-1963); mahat/mahā groß; rāja (auch rājā, Sanskrit rājan) m. König, Herrscher; mahā-rāja m. großer König, indischer Fürst, respektvolle Anrede, wie z.B. für Gurus etc.; Genitiv-Postposition; jaya f. (Hindi) Sieg, 'es lebe xxx' (s. Vorwort f).

Sieg des wahren Guru, des Svāmī Śivānand(a) Mahārāj(a)!

sarva santana kī jay // 6 //

sarva all-, universell (oft hört man stattdessen auch saba, die Hindi-Form); santa (von Sanskrit sat) seiend, gut, m. Guter, Asket, Heiliger, Bezeichnung von Angehörigen bestimmter religiöser Gruppierungen Nord- und Mittelindiens (santana Brajbhāṣā Obliquus - Vorsicht bei der Aussprache, santāna bedeutet Ausdehnung, Nachkommenschaft); Genitiv-Postposition; jaya f. (Hindi) Sieg, 'es lebe xxx' (s. Vorwort f).

Sieg aller Heiligen!

nāma bhagavān(a) kī jay // 7 //

nām(a) m. (S nāman n.) Name (hier der Name Gottes, der mit ihm selbst identifiziert wird); bhagavat verehrungs-, ehrwürdig, m. (bhagavān, H bhagavān[a]) Gott, etc.; Genitiv-Postposition; jaya f. (Hindi) Sieg, 'es lebe xxx' (s. Vorwort f).

Sieg Gottes, welcher der Name ist!

sanātana dharma kī jay // 8 //

sanātana ewig, konstant; dharma m. Gesetz, Religion, Pflicht, Recht, Gerechtigkeit; sanātana dharma m. Bezeichnung der konservativen Varianten der hinduistischen Religionen, im Gegensatz z.B. zum Ārya Samāj, einer Reformbewegung des 19. Jh.; Genitiv-Postposition; jaya f. (Hindi) Sieg, 'es lebe xxx' (s. Vorwort f).

Sieg der ewigen Religion!

sarva dharmõ kī jay // 9 //

sarva all-, universell; dharma m. Gesetz, Religion, Pflicht, Recht, Gerechtigkeit (dharmõ Obliquus Plural vor kī, so auch unter http://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/gruss-an-das-goettliche-und, vom 26. September 2008 um 9:00 am; häufig liest man sarva dharma, was als Kompositum interpretiert und übersetzt werden könnte als 'die Religion aller' ); Genitiv-Postposition; jaya f. (Hindi) Sieg, 'es lebe xxx' (s. Vorwort f).

Sieg aller Religionen!

namaḥ pārvatī-pataye, hara hara mahādev // 10 //

namas n. Verneigung, Verehrung; pārvatī f. Tochter des Berges (parvata) Himālaya, Frau Śivas; pati m. Herr, Ehemann; hara nehmend, raubend, m. Bezeichnung Śivas; mahat/mahā groß; dev(a) m. Gott; mahā-deva m. großer Gott, Bezeichnung Śivas.

Verehrung dem Ehemann der Pārvatī! Hara, Hara, großer Gott!

Wörtliche Übersetzung

Om, sagt: Sieg des wahren Gurus, des verehrten Śivānand(a) Mahārāj(a)!
Om, sagt: Sieg des glückhaften Guru, des verehrten Viṣṇudevānand(a) Mahārāj(a)!

Sieg des Ehrwürdigen, der Sein, Bewußtsein [und] Glückseligkeit [ist]!

Sieg des Gottes, welcher der Herr des Universums ist!

Sieg des Śaṃkarācārya Mahārāj(a)!
br> Sieg des wahren Guru, des Svāmī Śivānand(a) Mahārāj(a)!

Sieg aller Heiligen!

Sieg Gottes, welcher der Name ist!

Sieg der ewigen Religion!

Sieg aller Religionen!

Verehrung dem Ehemann der Pārvatī! Hara, Hara, großer Gott!

Gruß an das Göttliche und die Meister in Devanagari Schrift

Hier der Gruß an das Göttliche und die Meister in der Schrift, in der in Indien Sanskrit geschrieben wird, also in der Devanagari Schrift: 

ॐ बोलो सद्गुरु शिवानन्द महाराज जी की जय्
ॐ बोलो श्री गुरु विष्णुदेवानन्द महाराज जी की जय् // १ //
सच्चिदानन्द भगवान की जय् // २ //
विश्वनाथ भगवान की जय् // ३ //
शङ्कराचार्य महाराज की जय् // ४ //
सद्गुरु स्वामी शीवानन्द महाराज् अ की जय् // ५ //
सर्व सन्तन की जय् // ६ //
नाम भगवान की जय् // ७ //
सनातन धर्म की जय् // ८ //
सर्व धर्म्õ की जय् // ९ //
नमः पार्वतीपतये/ हर हर महादेव् // १० //

Harmonium Lern-Video

Sukadev spielt auf dem Harmonium, damit du es selbst lernen kannst, mitspielen bzw. auf Harmonium oder anderem Musikinstrument begleiten kannst

Audio mp3s - auch zum Download

Viele Mantra und Kirtan mp3s zum Download findest du auf der Mantra mp3 Seite.

Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Gruß an das Göttliche und die Meister

Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Gruß an das Göttliche und die Meister ist ein Yoga Vidya Satsang Mantra,. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

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Youtube Playlist Gruß an das Göttliche und die Meister

Hier findest du alle Youtube Videos zum Gruß an das Göttliche und die Meister

Alternative Schreibweise vom Gruß an das Göttliche und die Meister

Es gibt verschiedene Weisen, wie man die Sanskritschrift transkribieren kann. In Indien findest du Mantras ganz unterschiedlich geschrieben. Hier eine in Indien durchaus übliche alternative Schreibweise, in der man z.B. statt sh s, statt v w, statt langem u oo und statt langem i ee schreibt.

803. Gruß an das Göttliche und die Meister

Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj(a Jee) Kee Jay
Om Bolo Sree Guru Visnu Devananda Maharaj(a Jee) Kee Jay // 1 //
Sachchidananda Bhagavana Kee Jay // 2 //
Viswanatha Bhagavana Kee Jay // 3 //
Sankaracharya Maharaja Kee Jay // 4 //
Sadguru Swamee Seevananda Maharaj a Kee Jay // 5 //
Sarva Santana Kee Jay // 6 //
Nama Bhagavana Kee Jay // 7 //
Sanatana Dharma Kee Jay // 8 //
Sarva Dharmo Kee Jay // 9 //
Namah Parvatee Pataye, Hara Hara Mahadev // 10 //

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Allumfassendes Gebet Text, Video, Audio mp3 download und Erläuterungen. Allumfassendes Gebet ist ein Gebet. Erfahre mehr über seine Bedeutung - im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 802

Oh anbetungswürdiger Gott
voll Barmherzigkeit und Liebe,
Gruß Dir, in Demut gebeugt.
Sein ist Dein Wesen, Wissen und Seligkeit.
Allgegenwärtig bist Du,
allmächtig, allwissend.
Im Innern aller Wesen wohnst Du.
Gib uns ein verstehendes Herz,
die rechte Einsicht,
ausgeglichenes Gemüt,
Vertrauen, Hingebung und Weisheit.
Lege in uns geistige Kraft,
Versuchungen zu widerstehen,
und Denken und Wollen zu
beherrschen.
Befreie uns von Selbstsucht,
Gier, Zorn und Hass.
Erfülle unser Herz mit göttlichen Tugenden.
Lass uns Dich erschauen
in all den Namen und Gestalten.
Lass uns Dir dienen
in all den Namen und Gestalten.
Lass uns allezeit Deiner
gedenken.
Lass uns stets Deine Herrlichkeit singen.
Lass Deinen Namen
stets auf unseren Lippen sein.
Lass uns in Dir bleiben allezeit.


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Dieses Gebet ist geschrieben von Swami Sivananda, wurde ins Deutsche übersetzt und wird jeden Tag in den Yoga Vidya Ashrams im Rahmen des Satsang gesprochen.

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Erläuterungen zum Allumfassendes Gebet

Allumfassendes Gebet Bedeutung und Herkunft

Das Allumfassende Gebet ist eine Übersetzung eines Gebetes, das Swami Sivananda selbst geschrieben hat, nämlich Universal Prayer. Dieses Allumfassende Gebet, wir nennen es eben „allumfassend“ und nicht „universelles Gebet“, denn „allumfassend“ klingt etwas neutraler im Deutschen. Dieses Allumfassende Gebet beschreibt Gott in seinen verschiedenen Aspekten. Es ist ein wunderbares Gebet, weil es die verschiedenen Aspekte des Yogas in einem Gebet zusammenfasst. In dem Gebet wird ausgedrückt: „Aus eigener Kraft ist es schwierig, das Höchste zu erreichen. Ich will mich bemühen, aber Oh Gott, bitte gib mir die Kraft dafür.“
Wir haben in der Yoga Vidya Version bewusst statt „Herr“ „Gott“ gesagt, weil das in spirituellen Yogakreisen der Name Gottes ist, der beliebter ist und nicht irgendwo zu sehr mit dem christlichen „Herr“ verbunden ist. Deshalb wundere dich nicht, wenn du mal in andere Ashrams oder Zentren anderer Schüler von Swami Sivananda gehst, da wird dann gesagt, „Oh anbetungswürdiger Herr“. Wir sprechen von, „Oh anbetungswürdiger Gott“.
Es ist ja einfach eine Übersetzung aus dem Englischen und dann wählt man eben eine Übersetzung, die einem besonders viel sagt. Die Übersetzung stammt übrigens ursprünglich von einem Herbert Franke, der ein Sivananda Yoga Zentrum in Köln hatte und der auch viele Jahre eine Zeitschrift herausgegeben hatte, „Göttliches Licht“, in der er verschiedene Artikel von Swami Sivananda, Swami Chidananda und anderen großen Yoga-Meistern veröffentlicht hatte.
„Oh anbetungswürdiger Gott, voll Barmherzigkeit und Liebe.“ Wir machen uns bewusst, Gott ist voller Barmherzigkeit, er ist voller Liebe und es ist gut, ihn anzubeten. Und dann: „Gruß Dir, in Demut gebeugt.“ Wir wollen uns vor Gott verneigen, ihm Ehrerbietung erweisen. Das ist erstmal ein Bhakti-Teil. Jetzt geht es weiter zum Jnana Yoga Teil: „Sein ist Dein Wesen.“ Das heißt: „Du bist überall.“ „Wissen und Seligkeit. Du bist allgegenwärtig, allmächtig, allwissend. Im Innern aller Wesen wohnst Du.“ Das heißt also: „Im Innern aller Wesen wohnst Du, Du bist also überall.“ Dieses Göttliche ist nicht nur irgendwo außerhalb von uns, es ist in unserem eigenen Herzen, es ist in dem Herzen von jedem. „Mögen wir das erfahren.“ „Gib uns ein verstehendes Herz, die rechte Einsicht, ausgeglichenes Gemüt, Vertrauen, Hingebung und Weisheit.“
Dies ist eine Verbindung von Raja Yoga und Karma Yoga. Karma Yoga, das ist unter anderem der Yoga der Tat, es ist aber auch der Yoga des uneigennützigen Dienens, es ist auch der Yoga, mit anderen Menschen mitfühlend und freundlich umzugehen. Wir bitten darum: „Mögen wir ein verstehendes Herz haben. Mögen wir voller Liebe sein. Mögen wir die rechte Einsicht haben und andere respektieren. Mögen wir ein ausgeglichenes Gemüt haben.“ Dann geht es in Richtung Raja Yoga: „Vertrauen haben. Mögen wir auch Hingabe haben und mögen wir vor allem Weisheit haben.“ Eigentlich, hier ist Raja, Bhakti und Jnana Yoga verbunden. Jetzt geht es um Raja Yoga, dort geht es ja darum, positive Eigenschaften zu entwickeln: „Lege in uns geistige Kraft, Versuchungen zu widerstehen und Denken und Wollen zu beherrschen.“
Es gibt immer wieder Menschen, die mögen diesen Vers nicht: „Warum sollte ich Versuchungen widerstehen?“ Auf dem spirituellen Weg muss man manchmal auch Entscheidungen treffen, man muss manchmal sagen: „So komme ich voran und so komme nicht voran.“ Und so gilt es, bewusst zu sagen: „Ich bitte darum, dass ich die richtigen Entscheidungen treffe und dass ich nicht jede Gelegenheit ergreife, es könnte eine Versuchung sein.“ Natürlich geht es darum im Yoga, wir wollen auch Denken und Wollen steuern, wir wollen nicht hilflos Emotionen und Gefühlen und Gedanken ausgeliefert sein, wir möchten Unterscheidungskraft haben. Wir bitten im besonderen Maße darum, von Selbstsucht, Gier, Zorn und Hass befreit zu werden.
Manche Menschen mögen diesen Vers nicht, denn vielleicht denken sie, sie sind schon über diese Dinge hinausgewachsen oder haben Angst davor, wenn man diese Worte ausspricht, dass sie wieder von Selbstsucht, Gier, Zorn und Hass befallen werden. Aber das ist natürlich auf der einen Seite verständlich diese Vorstellung, auf der anderen Seite gilt es auch, anzuerkennen, es gibt in dieser Welt Selbstsucht, Gier, Zorn und Hass und in jedem Menschen sind diese auch angelegt. Wir wollen auch als Gesellschaft, wir wollen auch als spirituelle Gemeinschaft uns davon befreien. Und wollen auch als Individuum uns davon befreien. Es ist gut, sich um sich selbst auch zu kümmern, aber Selbstsucht ist nicht gut. Es ist gut, seine Wünsche zu kennen und seine Bedürfnisse zu befriedigen bis zu einem gewissen Grad, Gier ist nicht gut. Gerechter Zorn kann auch mal beflügelnd sein und einem dazu helfen, Dinge zu bewirken, aber einfach Zorn zu haben und einfach sich über andere ärgern, ist nicht so gut. Es ist gut, nicht gute Dinge nicht zu mögen, aber Hass ist nicht so gut. Wir wollen von Hass frei werden und leider gibt es auch heute immer noch so viel Hass und auch in Deutschland gibt es immer wieder Ablehnung von Menschen anderer Kulturen, anderer Hautfarben, anderer Glaubensrichtungen, wir sind dort sehr häufig immer noch darin gefangen.
„Mögen wir uns davon befreien, als Individuum, als spirituelle Gemeinschaft, als Kultur, als Zivilisation.“ „Erfülle unser Herz mit göttlichen Tugenden.“ Jetzt geht es weiter, eben auch Bhakti mit Jnana Yoga verbunden: „Lass uns Dich erschauen in all den Namen und Gestalten.“ Das heißt zum einen, Gott ist in allen Namen, egal, ob wir ihn Allah nennen, Gott oder Shiva oder Krishna oder Manitu, großer Geist, Gott ist in allen Namen und Gestalten. Aber Gott ist auch in jedem Geschöpf. So wie Jesus gesagt hat: „Was du getan hast dem Geringsten unter deinen Brüdern und Schwestern, das hast du mir getan.“
Und so taucht Gott auf in jeder Gestalt, in deinem Chef, in deinem Kunden, in deinem Kind, in deinem Nachbarn, im Hausbesitzer, im Steuerbeamten, all das sind Namen und Gestalten Gottes. „Lass uns Gott sehen in all diesen Namen und Gestalten.“ Es geht weiter: „Lass uns allezeit Deiner gedenken.“ Wir wollen Gottes gedenken. „Lass uns stets Deine Herrlichkeit singen. Lass uns stets die Herrlichkeit Gottes besingen. Lass Deinen Namen stets auf unseren Lippen sein. Lass uns in Dir bleiben allezeit.“ So wollen wir darum bitten, dass wir immer erkennen, überall ist Gott. Mögen wir immer wieder über Gott singen. Das ist so schön, Mantras zu singen, spirituelle Lieder zu singen. Das hilft, das Herz zu öffnen, Liebe zu spüren, Gott zu spüren, Freude zu spüren. Und so wollen wir immer wieder uns bewusst machen, wir sind in Gottes Gegenwart.
Dieses Allumfassende Gebet ist der einzige deutsche Teil eines Yoga Vidya Satsangs, der notwendigerweise dabei ist, plus vielleicht noch die Lesung, ansonsten sind die meisten Teile auf Sanskrit und so ist es aber auch gut, auch in seiner Muttersprache sich an Gott zu wenden. Und genau das macht man mit dem Allumfassenden Gebet. Das Allumfassende Gebet wird typischerweise gesprochen nach den Friedensgebeten, diese wiederum kommen nach dem „Om Tryambakam“ und direkt danach folgt dann der Gruß an das Göttliche und die Meister: „Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki – Jaya, Om Bolo Shri Vishnudevananda Maharaj Ji Ki – Jaya.“

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Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Allumfassendes Gebet

Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Allumfassendes Gebet ist ein Gebet, Yoga Vidya Satsang Mantra. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

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Sarvesham Svasti BhavatuFriedensgebete Texte auf Sanskrit, in Umschrift, Video, Audio mp3 download, Wort-für-Wort-Übersetzung und Erläuterungen, Noten für Harmonium. Sarvesham Svasti BhavatuFriedensgebete ist ein Sanskrit Mantras Stotras und Shlokas für Rezitationen. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Sarvesham Svasti BhavatuFriedensgebete, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 801, selbst zu singen, anzuleiten, auf einem Musikinstrument zu begleiten.

801. Friedensgebete

Sarvesham Svasti Bhavatu
Sarvesham Shantir Bhavatu
Sarvesham Purnam Bhavatu
Sarvesham Mangalam Bhavatu // 1 //

Sarve Bhavantu Sukhinaha
Sarve Santu Niramayaha
Sarve Bhadrani Pashyantu
Ma Kaschid Duhkha-bhag Bhavet // 2 //

Asato Ma Sad Gamaya
Tamaso Ma Jyotir Gamaya
Nrityor Manritan Gamaya // 3 //

Om
Purnam Adah Purnam Idam
Purnat Purnam Udachyate /
Purnasya Purnam Adaya
Purnam Evavashishyate // 4 //

Om Shantih Shantih Shantih // 5 //


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Noten und Akkorde
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Sarvesham Svasti Bhavatu, mögen alle Wohlergehen erfahren, so beginnen die Mangala Mantras, die bei Yoga Vidya und in der Sivananda Tradition gegen Ende des Satsangs rezitiert werden. Mangala Mantras sind Mantras des Wohlergehens, Segensmantras, die man für die ganze Welt rezitiert.

Sarvesham Svasti Bhavatu - Friedensgebete Videos

Übersetzungen und Erläuterungen zum Sarvesham Svasti Bhavatu - Friedensgebete

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Sarvesham Svasti Bhavatu - Friedensgebete übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe. 

Spirituelle Übersetzung Sarvesham Svasti Bhavatu - Friedensgebete

Om - Wohlergehen sei mit allen.
Friede sei mit allen.
Fülle sei mit allen.
Reichtum sei mit allen.

Mögen alle glücklich sein.
Mögen alle frei von Krankheiten sein.
Mögen sich alle um das Wohlergehen anderer kümmern.
Möge niemand Sorgen haben.

Om - führe mich vom Unwirklichen zum Wirklichen,
von der Dunkelheit zum Licht,
von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit.

Om. Dieses ist unendlich. Jenes ist unendlich.
Aus dem Unendlichen wird das Unendliche manifest.
Wenn man das Unendliche vom Unendlichen wegnimmt, bleibt immer noch das Unendliche übrig.

Sarvesham Svasti Bhavatu - Friedensgebete Bedeutung und Herkunft

Am Ende eines Satsangs folgt das „Om Tryambakam“ und danach die so genannten Friedensgebete, die Wünsche des Wohlwollens, die aus verschiedenen Strophen bestehen, wird auch als Sarvesham Stotra bezeichnet bzw. auch als Mangala Charana Mantras. Mangala heißt Wohlwollen, und Charana heißt das, was Wohlwollen bewirken soll oder Wohlergehen bewirken will. Und diese Mangala Charana Mantras, die Friedensgebete von Yoga Vidya, stammen natürlich aus dem Sivananda Ashram Rishikesh, so hat sie schon Swami Sivananda gesungen. Er hat erst das „Om Tryambakam“ singen lassen und natürlich, das ist eine uralte Tradition.
Die Friedensgebete bestehen zunächst mal aus den Mangala Charana Mantras im engeren Sinn, „Sarvesham Svasti Bhavatu“, „Sarve Bhavantu Sukhinah“, das sind also zwei Strophen für Wohlergehen. Danach folgt „Asato Ma Sat Gamaya“, das ist der Wunsch, zum Höchsten zu kommen. Und dann ein Zitat aus den Upanishaden, ein Shanti Mantra, „Om Purnamadah Purnamidam“. Und dieses schließt dann mit „Om Shanti, Shanti, Shanti“. Danach folgt dann das Gebet, typischerweise das Allumfassende Gebet von Swami Sivananda und danach der Gruß an das Göttliche und die Meister.
Zu den einzelnen Strophen: Die erste Strophe von Nr. 801, Friedensgebete, ist „Bhavatu“, das heißt „möge letztlich sein“, „es möge sein“, „es möge werden“. Was möge sein? Svasti. Svasti heißt Wohlergehen. Und zwar Sarvesham – „für alle“. Es möge sein Shanti, Friede für Sarvesham, für alle. Bhavatu – „es möge sein“. Purna, das heißt Erfüllung, Sarvesham – „für alle“. Es möge sein Mangalam. Mangalam, es möge sein alles Wohlergehen, alles Glückhafte, aller Segen, möge sein mit allen. Das ist also die erste Strophe der Friedensgebete. Danach: „Sarva Bhavantu Sukhinah.“ Das heißt: „Bhavantu, möge sein, Sarve, für alle, Sukhinah, also Glück.“ Sukha heißt Freude und Glück. „Möge also sein für alle Glück.“ Und dann: „Sarve Santu Niramayah.“ Das heißt: „Mögen alle sein, Sarve Santu Niramayah.“ Niramayah heißt „ohne Krankheit“. „Mögen alle ohne Krankheit sein.“ Und dann heißt es: „Sarve Bhadrani Pasyantu.“ Das heißt: „Mögen alle Glück erfahren, mögen alle Glück sehen, mögen alle Glück erfahren.“ „Ma Kaschid-Dukha-Bhag-Bhavet. Möge niemand unglücklich sein. Möge niemand an Unglück leiden.“
So bitten wir also um Glück und Segen für alle in jeglicher Hinsicht. Dann folgt die dritte Strophe dieser Friedensgebete: „Asato Ma Sat Gamaya.“ Das heißt: „Oh göttliche Mutter, Oh göttlicher Vater, Oh großer Guru, Oh Unendlichkeit, bitte führe uns von Asat, vom Unwirklichen“ – Gamaya, das heißt „führe uns“ oder „lasse mich gehen von“ – „zu Sat, zur Wahrheit. Asato, von Unwahrheiten, vom nicht Seienden, Ma, mich, zum Seienden, Sat, Gamaya, führe mich oder lasse mich gehen. Tamaso Ma Jyotir Gamaya. Lasse mich gehen von Tamas, von der Dunkelheit, zu Jyoti, zum Licht. Gamaya, lasse mich gehen, von Mrityo, das heißt, vom Tod, zu Amrita, zur Unsterblichkeit, zum Nektar der Unsterblichkeit.“
Und die letzte Strophe ist ein Shanti Mantra, was sagen will: „Alles ist letztlich Fülle, alles ist Unendlichkeit, alles ist wahrhaftig Unendlichkeit. Auch dieses, diese physische Welt, ist Unendlichkeit. Auch das Jenseitige ist Unendlichkeit. Diese Welt ist Unendlichkeit, jene Welt, die ist jenseits, ist Unendlichkeit. Aus dem Unendlichen kommt das Unendliche. Und selbst wenn man das Unendliche vom Unendlichen wegnimmt, bleibt das Unendliche übrig. Alles ist letztlich Brahman und auch wenn aus Brahman diese Welt hervorgegangen ist, ist letztlich auch die Welt, die hervorgegangen ist, Brahman. Und jeder Teil dieser Welt ist auch wieder Brahman. Das mögen wir jeweils erkennen, mögen wir diese Unendlichkeit erfahren. Om Shanti Shanti Shanti.“ Purnamadah ist eben ein Shanti Mantra und so schließt das Shanti Mantra auch mit dreimal Shanti, das heißt Frieden, Frieden für die physische Welt, Frieden für die Astralwelt, Frieden für die Kausalwelt, Friede für mich, Friede für meine Mitgeschöpfe, Friede für die ganze Welt. Om Shanti Shanti Shanti. Om Frieden Frieden Frieden.

Text des Sarvesham Svasti Bhavatu - Friedensgebete mit diakritischen Zeichen:

Hier der Text des Sarvesham Svasti Bhavatu - Friedensgebete in der IAST Transkription, also mit diakritischen Zeichen, auch wissenschaftliche Umschrift genannt. Wenn du dich mit der IAST Umschrift auskennst, weißt du genau, wie die Wörter genau ausgesprochen werden.

sarveṣāṃ svasti bhavatu
sarveṣāṃ śāntir bhavatu
sarveṣāṃ pūrṇaṃ bhavatu
sarveṣāṃ maṅgalaṃ bhavatu // 1 //

sarve bhavantu sukhinaḥ
sarve santu nirāmayāḥ
sarve bhadrāṇi paśyantu
mā kaścid duḥkha-bhāg bhavet // 2 //

asato mā sad gamaya
tamaso mā jyotir gamaya
mṛtyor māmṛtaṅ gamaya // 3 //

om
pūrṇam adaḥ pūrṇam idaṃ ' pūrṇāt pūrṇam udacyate /
pūrṇasya pūrṇam ādāya ' pūrṇam evāvaśiṣyate // 4 //

oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ // 5 //

Wort-für-Wort-Übersetzung

Hier die Wort-für-Wort-Übersetzung des Sarvesham Svasti Bhavatu - Friedensgebete:

801. Friedensgebete

sarveṣāṃ svasti bhavatu
sarveṣāṃ śāntir bhavatu
sarveṣāṃ pūrṇaṃ bhavatu
sarveṣāṃ maṃgalaṃ bhavatu // 1 //

sarva all-; svasti Wohlergehen (hier Neutrum, daher nicht: svastir, welches beim Femininum richtig wäre, s. śāntir in der nächsten Zeile); bhavatu (bhū) soll sein/werden; śānti f. u.a. Beruhigung, Befriedung, Ende (auch Tod, u.a. innere) Stille, Frieden; pūrṇa gefüllt, voll, ganz, n. Fülle; maṃgala glückhaft, n., Glückhaftigkeit, Wohlergehen.

Aller Wohlergehen soll sein, aller Friede soll sein, aller Fülle soll sein, aller Glück soll sein.

sarve bhavantu sukhinaḥ
sarve santu nirāmayāḥ
sarve bhadrāṇi paśyantu
mā kaścid duḥkha-bhāg bhavet // 2 //