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Rajadhi Rajaya Arati Sanskrit Text, Übersetzung, Videos, Audio mp3 download, Noten für das Harmonium, Erläuterungen zu Bedeutung und Wirkung. Rajadhi Rajaya Arati ist ein Yoga Vidya Satsang Mantra. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Rajadhi Rajaya Arati, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 804 b, selbst zu singen, anzuleiten, auf einem Musikinstrument zu begleiten.

804b Rajadhirajaya Ar(a)ti


Om
Rajadhirajaya Prasahya-sahine
Namo Vayam Vaishravanaya Kurmahe /
Sa Me Kaman Kama-kamaya Mahyam
Kameshvaro Vaishravano Dadatu /
Kuberaya Vaishravanaya Maharajaya Namah //

Om
Na Tatra Suryo Bhati Na Chandra-tarakam Nema Vidyuto Bhanti Kuto 'yam Agnih /
Tam Eva Bhantam Anubhati Sarvam
Tasya Bhasa Sarvam Idam Vibhati //

Om
Gange Cha Yamune Chaiva
Godavari Sarasvati /
Narmade Sindhu Kaveri
Namas Tubhyam Namo Namah //



Videos zum Hören und Mitsingen
Erläuterungen und Übersetzungen
Noten und Akkorde
Audio mp3, auch zum Download



Om Rajadhi Rajaya ist ein Vers aus den Veden und ruft Kubera, den Gott des Reichtums, symbolisierend Fülle und Wohltätigkeit.

Rajadhi Rajaya Arati Videos

Übersetzungen und Erläuterungen zum Rajadhi Rajaya Arati

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Rajadhi Rajaya Arati übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe. 

Spirituelle Übersetzung Rajadhi Rajaya Arati

Om. Ehrerbietung dem Göttlichen, dem Herrscher der Welt, von überwältigender Kraft. Ich wende mich an dich, gib mir das, was ich brauche. Oh göttliche Kraft, du manifestierst dich als Schönheit, als Energie, als Liebe und Freude.
Om. Im Absoluten leuchten weder Sonne noch Mond noch Sterne, weder Blitze noch Feuer. Das Absolute ist das erste Leuchtende, alles Leuchtende erstrahlt nur duch Seinen Glanz.
Ehrerbietung den sieben Kosmischen Reinigungsenergien, die sich manifestieren als die sieben Heiligen Flüsse Ganga, Yamuna, Godavari, Saraswati, Narmada, Sindhu und Kaveri.

Rajadhi Rajaya Arati Bedeutung und Herkunft

„Om Rajadhi Rajaya“ ist ein Text, den man verwenden kann für Arati, also zur Lichtzeremonie. Man kann ihn wiederholen nach dem „Jaya Jaya Arati“, man kann ihn auch eigenständig rezitieren und danach folgt „Om Na Tatra Suryo Bhati“ und „Om Gange Cha Yamune“. Das sind also drei Strophen aus unterschiedlichen Quellen. „Rajadhi Rajaya“ gehört zum so genannten Mantra Pushpam, es gehört auch zum Taittiriya-Aranyakam des Yajur Veda. Es ist ein Mantra, das man manchmal vollständig am Ende einer Puja rezitiert, bei Yoga Vidya verwenden wir dieses „Rajadhi Rajaya“, so wie es im Sivananda Ashram Rishikesh üblich ist, als Text für das Arati. Oft bei der so genannten großen Puja, wo wir Veda Mantras rezitieren, da verwenden wir dann eben auch für die Ausführung des Arati auch Veda Texte und damit insgesamt „Rajadhi Rajaya“.
Das „Rajadhi Rajaya“ ist also ein besonders machtvolles Mantra aus den Veden. Es hat auch eine schöne Bedeutung, das soll heißen: „Ich mache jetzt dieses Arati für Gott, dem Höchsten. Und dieser Gott ist letztlich der Oberkönig aller König, er ist versehen mit überwältigender Kraft. Wir verneigen uns vor diesem großartigen Göttlichen. Und dieses großartige Göttliche ist auch Kubera und Kubera ist derjenige, der alle Wünsche erfüllt. Dieser Gott manifestiert sich als die Schönheit des Universums und gibt mir alles, was ich brauche. Oh großer Gott, ich verneige mich vor dir.“
Man kann diese Strophe eben auch wiederholen als Ehrerbietung an Kubera, den Gott des Reichtums, den Gott des Wohlstandes. Und man kann diesen Vers rezitieren oder singen als Bitte, dass man genügend Wohlstand hat. Man kann es auch wiederholen als Dankbarkeit und kann sagen: „Oh Gott, du bist transzendent immanent, du bist in mir selbst und du bist jenseits von allem, aber du manifestierst dich auch in der Schönheit des Universums. Und ich möchte Gutes bewirken. Bitte gibt mir das, was ich brauche, um Gutes zu bewirken und lasse mich erfahren, was meine Aufgabe ist.“
Das ist also einer der drei Shlokas, die man in dem Veda Mantra Arati verwenden kann, also ein Mantra, das auch Veda Mantras berücksichtigt. Man kann es nach dem „Jaya Jaya Arati“ singen und man kann es auch als eigenständiges Arati Mantra singen. Swami Vishnudevananda hat manchmal das „Rajadhi Rajaya“ am Ende des großen Aratis, also das „Jaya Jaya Arati“, gesungen, manchmal hat er es aber auch nicht gesungen, und bei den großen Pujas hat er diese Mantra für die Pujas verwendet, was wir eben jetzt auch so machen und wie es Swami Vishnu natürlich von Swami Sivananda gelernt hat.

Text des Rajadhi Rajaya Arati mit diakritischen Zeichen:

Hier der Text des Rajadhi Rajaya Arati in der IAST Transkription, also mit diakritischen Zeichen, auch wissenschaftliche Umschrift genannt. Wenn du dich mit der IAST Umschrift auskennst, weißt du genau, wie die Wörter genau ausgesprochen werden.

804b rājādhirājāya ār(a)tī


om
rājādhirājāya prasahya-sāhine ' namo vayaṃ vaiśravaṇāya kurmahe /
sa me kāmān kāma-kāmāya mahyaṃ ' kāmeśvaro vaiśravaṇo dadātu /
kuberāya vaiśravaṇāya mahā-rājāya namaḥ //

om
na tatra sūryo bhāti na candra-tārakaṃ nemā vidyuto bhānti kuto 'yam agniḥ /
tam eva bhāntam anubhāti sarvaṃ ' tasya bhāsā sarvam idaṃ vibhāti //

om
gaṅge ca yamune caiva ' godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri ' namas tubhyaṃ namo namaḥ //

Wort-für-Wort-Übersetzung

Hier die Wort-für-Wort-Übersetzung des Rajadhi Rajaya Arati:

804b rājādhirājāya ār(a)tī

ār(a)tī f. Hindī, von Sanskrit ārātrika n.: abendliches Schwingen eines Lichts vor dem Bild eines Gottes oder Gurus, Lichtzeremonie nach der pūjā.

om
rājādhirājāya prasahya-sāhine ' namo vayaṃ vaiśravaṇāya kurmahe /
sa me kāmān kāma-kāmāya mahyaṃ ' kāmeśvaro vaiśravaṇo dadātu /
kuberāya vaiśravaṇāya mahā-rājāya namaḥ //

rājan/rāja m. König, Herrscher; adhi Präfix über; adhi-rāja m. Oberkönig; pra-sahya erobert habend, kraftvoll, heftig, sehr, sofort u.ä.; sāha machtvoll, siegreich; sāhin m. mit Gewalt, Macht versehen (sāha als Nomen ist in den mir vorliegenden Wörterbüchern nicht belegt, aber aus prasāha m. das Überwältigen, Kraft, Gewalt, kann man schließen, daß eine solche Bildung möglich war - auch bei Whitney ist klassisch sāhin erwähnt); namas n. Verneigung; vayam wir; vaiśravaṇa m. Sohn des Viśravas, Bezeichnung Kuberas (Gott des Reichtums); kurmahe (kṛ) wir machen; saḥ er; me mein, mir; kāma m. Wunsch, (sinnliches) Verlangen/Vergnügen, Liebe, Gott der Liebe; mahyam mir; īśvara m. Herr; dadātu (dā) er soll geben (so auch Mantrapuṣpa, Rāmkṛṣṇa Maṭh, Khār, Mumbaī 2000, S.447 und Satsaṃga-bhajana-mālā S. 286), oder dadhātu (dhā) er soll setzen, stellen, legen, zuteilen; kubera m. Gott des Reichtums, Herr der nördlichen Region, Bewohner des Kailāsa; mahat/mahā groß. Metrum: ab Jagatī, cd Triṣṭubh, Zeile 3 wohl Prosa.

om
Für den Oberkönig der Könige, der versehen ist mit überwältigender Kraft, machen wir eine Verneigung, für Vaiśravaṇa. Er soll mir, dem Wünsche wünschenden, meine Wünsche erfüllen, der Herr der Wünsche, Vaiśravaṇa. Dem Kubera, dem Vaiśravaṇa, dem großen König, Verneigung.

om
na tatra sūryo bhāti na candra-tārakaṃ nemā vidyuto bhānti kuto 'yam agniḥ /
tam eva bhāntam anubhāti sarvaṃ ' tasya bhāsā sarvam idaṃ vibhāti //
(Kaṭha Upaniṣad 5.15)

na nicht; tatra dort; sūrya n. Sonne; bhāti (bhā) scheint, glänzt; candra m. Mond; tārakā f. Stern; candra-tāraka n. Mond und Sterne zusammengenommen; idam (f. pl. imāḥ) dies; vidyut f. Blitz; kutaḥ von wo, woher, hier im Sinn von: schon garnicht, geschweige denn; ayam dieser; agni m. Feuer; tad das; eva betont das vorhergehende Wort; anu Präfix nach, entlang; anu-bhāti (bhā) leuchtet nach, hier zeitlich: leuchtet danach; sarva all-; bhās f. Glanz; vi Präfix weg, auseinander; vi-bhāti (bhā) strahlt auseinander, erstrahlt, kommt ans Licht, wird sichtbar. Metrum gemischt: a 13 Silben, b Jagatī (12 Silben), cd Triṣṭubh (11 Silben).

Om
Nicht leuchtet dort die Sonne, nicht Mond und Sterne, nicht leuchten diese Blitze - geschweige denn das Feuer. Alles leuchtet erst ihm nach, dem Leuchtenden, durch seinen Glanz erstrahlt all dies.

om
gaṃge ca yamune caiva ' godāvari sarasvati /
narmade sindhu kāveri ' namas tubhyaṃ namo namaḥ //

gaṃgā f. Ganges, größter Fluß Nordindiens; ca und; yamunā f. zweitgrößter Fluß Nordindiens, an dessen Ufer Vṛndāvan liegt; eva betont vorhergehendes Wort, wird aber (wie ca und andere kleine Wörtchen) in Gedichten oft als Lückenfüller eingesetzt; godāvarī f. wichtiger Fluß in Mittel-/Südindien; sarasvatī f. Fluß in Nordwest-Indien; narmadā f. Fluß, der Nord- und Südindien trennt; sindhu m. Indus, seit 1947: größter Fluß Pakistans (Ursprung des Wortes 'hindu'); kāverī f. Fluß in Südindien; namas n. Verneigung; tubhyam dir.


Gaṃgā und Yamunā, Godāvarī, Sarasvatī, Narmadā, Sindhu, Kāverī! Verneigung Dir, Verneigung, Verneigung.


Wörtliche Übersetzung

Om
Für den Oberkönig der Könige, der versehen ist mit überwältigender Kraft, machen wir eine Verneigung, für Vaiśravaṇa. Er soll mir, dem Wünsche wünschenden, meine Wünsche erfüllen, der Herr der Wünsche, Vaiśravaṇa. Dem Kubera, dem Vaiśravaṇa, dem großen König, Verneigung.


Om
Nicht leuchtet dort die Sonne, nicht Mond und Sterne, nicht leuchten diese Blitze - geschweige denn das Feuer. Alles leuchtet erst ihm nach, dem Leuchtenden, durch seinen Glanz erstrahlt all dies.


Gaṃgā und Yamunā, Godāvarī, Sarasvatī, Narmadā, Sindhu, Kāverī! Verneigung Dir, Verneigung, Verneigung.



Rajadhi Rajaya Arati in Devanagari Schrift

Hier der Rajadhi Rajaya Arati in der Schrift, in der in Indien Sanskrit geschrieben wird, also in der Devanagari Schrift: 

ओम्
राजाधिराजाय प्रसह्यसाहिने नमो वयं वैश्रवणाय कुर्महे /
स मे कामान् कामकामाय मह्यं कामेश्वरो वैश्रवणो ददातु /
कुबेराय वैश्रवणाय महाराजाय नमः //

ओम्
न तत्र सूर्यो भाति न चन्द्रतारकं नेमा विद्युतो भान्ति कुतो ऽयम् अग्निः /
तम् एव भान्तम् अनुभाति सर्वं तस्य भासा सर्वम् इदं विभाति //

ओम्
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति /
नर्मदे सिन्धु कावेरि नमस् तुभ्यं नमो नमः //

Rajadhi Rajaya Arati Noten und Akkorde

Hier findest du die Noten und die Akkorde des Rajadhi Rajaya Arati. Wenn du Harmonium, Klavier, Gitarre oder ein anderes Melodieinstrument beherrschst oder nach Noten singen kannst, wird dir das sehr hilfreich sein.

804b Om Raajaadhi Raajaaya

Rajadhi Rajaya Arati Harmonium Lern-Video

Sukadev spielt auf dem Harmonium Arati, damit du es selbst lernen kannst, mitspielen bzw. auf Harmonium oder anderem Musikinstrument begleiten kannst.

Audio mp3s - auch zum Download

Hier findest du einige Audio mp3s, auch zum Download, des Rajadhi Rajaya Arati:


Übrigens: Viele Mantra und Kirtan mp3s zum Download findest du auf der Mantra mp3 Seite.

Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Rajadhi Rajaya Arati

Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Rajadhi Rajaya Arati ist ein Yoga Vidya Satsang Mantra,. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

Links zu Mantras und Kirtans

Youtube Playlist Rajadhi Rajaya Arati

Hier findest du alle Youtube Videos zum Rajadhi Rajaya Arati

Alternative Schreibweise vom Rajadhi Rajaya Arati

Es gibt verschiedene Weisen, wie man die Sanskritschrift transkribieren kann. In Indien findest du Mantras ganz unterschiedlich geschrieben. Hier eine in Indien durchaus übliche alternative Schreibweise, in der man z.B. statt sh s, statt v w, statt langem u oo und statt langem i ee schreibt.

804b Rajadhirajaya Aratee


Om
Rajadhirajaya Prasahya Sahine Namo Vayam Vaisravanaya Kurmahe /
Sa Me Kaman Kama Kamaya Mahyam Kameswaro Vaisravano Dadatu /
Kuberaya Vaisravanaya Maha Rajaya Namah //

Om
Na Tatra Sooryo Bhati Na Chandra Tarakam Nema Vidyuto Bhanti Kuto yam Agnih /
Tam Eva Bhantam Anubhati Sarvam Tasya Bhasa Sarvam Idam Vibhati //

Om
Gange Cha Yamune Chaiva Godavari Saraswati /
Narmade Sindhu Kaveri Namas Tubhyam Namo Namah //

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 1780 X ANGESCHAUT

Tags: Kirtan, Mantra, Rajadhi Rajaya Arati, Rajadhi-Rajaya-Arati, Spirituelle-Lieder, Yoga-Vidya-Kirtanheft, Yoga-Vidya-Satsang-Mantra, vidya-mantra

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