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Allumfassendes Gebet Text, Video, Audio mp3 download und Erläuterungen. Allumfassendes Gebet ist ein Gebet. Erfahre mehr über seine Bedeutung - im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 802

Oh anbetungswürdiger Gott
voll Barmherzigkeit und Liebe,
Gruß Dir, in Demut gebeugt.
Sein ist Dein Wesen, Wissen und Seligkeit.
Allgegenwärtig bist Du,
allmächtig, allwissend.
Im Innern aller Wesen wohnst Du.
Gib uns ein verstehendes Herz,
die rechte Einsicht,
ausgeglichenes Gemüt,
Vertrauen, Hingebung und Weisheit.
Lege in uns geistige Kraft,
Versuchungen zu widerstehen,
und Denken und Wollen zu
beherrschen.
Befreie uns von Selbstsucht,
Gier, Zorn und Hass.
Erfülle unser Herz mit göttlichen Tugenden.
Lass uns Dich erschauen
in all den Namen und Gestalten.
Lass uns Dir dienen
in all den Namen und Gestalten.
Lass uns allezeit Deiner
gedenken.
Lass uns stets Deine Herrlichkeit singen.
Lass Deinen Namen
stets auf unseren Lippen sein.
Lass uns in Dir bleiben allezeit.



Videos zum Hören und Mitsingen
Erläuterungen und Übersetzungen
Audio mp3


Dieses Gebet ist geschrieben von Swami Sivananda, wurde ins Deutsche übersetzt und wird jeden Tag in den Yoga Vidya Ashrams im Rahmen des Satsang gesprochen.

Allumfassendes Gebet Videos

Erläuterungen zum Allumfassendes Gebet

Allumfassendes Gebet Bedeutung und Herkunft

Das Allumfassende Gebet ist eine Übersetzung eines Gebetes, das Swami Sivananda selbst geschrieben hat, nämlich Universal Prayer. Dieses Allumfassende Gebet, wir nennen es eben „allumfassend“ und nicht „universelles Gebet“, denn „allumfassend“ klingt etwas neutraler im Deutschen. Dieses Allumfassende Gebet beschreibt Gott in seinen verschiedenen Aspekten. Es ist ein wunderbares Gebet, weil es die verschiedenen Aspekte des Yogas in einem Gebet zusammenfasst. In dem Gebet wird ausgedrückt: „Aus eigener Kraft ist es schwierig, das Höchste zu erreichen. Ich will mich bemühen, aber Oh Gott, bitte gib mir die Kraft dafür.“
Wir haben in der Yoga Vidya Version bewusst statt „Herr“ „Gott“ gesagt, weil das in spirituellen Yogakreisen der Name Gottes ist, der beliebter ist und nicht irgendwo zu sehr mit dem christlichen „Herr“ verbunden ist. Deshalb wundere dich nicht, wenn du mal in andere Ashrams oder Zentren anderer Schüler von Swami Sivananda gehst, da wird dann gesagt, „Oh anbetungswürdiger Herr“. Wir sprechen von, „Oh anbetungswürdiger Gott“.
Es ist ja einfach eine Übersetzung aus dem Englischen und dann wählt man eben eine Übersetzung, die einem besonders viel sagt. Die Übersetzung stammt übrigens ursprünglich von einem Herbert Franke, der ein Sivananda Yoga Zentrum in Köln hatte und der auch viele Jahre eine Zeitschrift herausgegeben hatte, „Göttliches Licht“, in der er verschiedene Artikel von Swami Sivananda, Swami Chidananda und anderen großen Yoga-Meistern veröffentlicht hatte.
„Oh anbetungswürdiger Gott, voll Barmherzigkeit und Liebe.“ Wir machen uns bewusst, Gott ist voller Barmherzigkeit, er ist voller Liebe und es ist gut, ihn anzubeten. Und dann: „Gruß Dir, in Demut gebeugt.“ Wir wollen uns vor Gott verneigen, ihm Ehrerbietung erweisen. Das ist erstmal ein Bhakti-Teil. Jetzt geht es weiter zum Jnana Yoga Teil: „Sein ist Dein Wesen.“ Das heißt: „Du bist überall.“ „Wissen und Seligkeit. Du bist allgegenwärtig, allmächtig, allwissend. Im Innern aller Wesen wohnst Du.“ Das heißt also: „Im Innern aller Wesen wohnst Du, Du bist also überall.“ Dieses Göttliche ist nicht nur irgendwo außerhalb von uns, es ist in unserem eigenen Herzen, es ist in dem Herzen von jedem. „Mögen wir das erfahren.“ „Gib uns ein verstehendes Herz, die rechte Einsicht, ausgeglichenes Gemüt, Vertrauen, Hingebung und Weisheit.“
Dies ist eine Verbindung von Raja Yoga und Karma Yoga. Karma Yoga, das ist unter anderem der Yoga der Tat, es ist aber auch der Yoga des uneigennützigen Dienens, es ist auch der Yoga, mit anderen Menschen mitfühlend und freundlich umzugehen. Wir bitten darum: „Mögen wir ein verstehendes Herz haben. Mögen wir voller Liebe sein. Mögen wir die rechte Einsicht haben und andere respektieren. Mögen wir ein ausgeglichenes Gemüt haben.“ Dann geht es in Richtung Raja Yoga: „Vertrauen haben. Mögen wir auch Hingabe haben und mögen wir vor allem Weisheit haben.“ Eigentlich, hier ist Raja, Bhakti und Jnana Yoga verbunden. Jetzt geht es um Raja Yoga, dort geht es ja darum, positive Eigenschaften zu entwickeln: „Lege in uns geistige Kraft, Versuchungen zu widerstehen und Denken und Wollen zu beherrschen.“
Es gibt immer wieder Menschen, die mögen diesen Vers nicht: „Warum sollte ich Versuchungen widerstehen?“ Auf dem spirituellen Weg muss man manchmal auch Entscheidungen treffen, man muss manchmal sagen: „So komme ich voran und so komme nicht voran.“ Und so gilt es, bewusst zu sagen: „Ich bitte darum, dass ich die richtigen Entscheidungen treffe und dass ich nicht jede Gelegenheit ergreife, es könnte eine Versuchung sein.“ Natürlich geht es darum im Yoga, wir wollen auch Denken und Wollen steuern, wir wollen nicht hilflos Emotionen und Gefühlen und Gedanken ausgeliefert sein, wir möchten Unterscheidungskraft haben. Wir bitten im besonderen Maße darum, von Selbstsucht, Gier, Zorn und Hass befreit zu werden.
Manche Menschen mögen diesen Vers nicht, denn vielleicht denken sie, sie sind schon über diese Dinge hinausgewachsen oder haben Angst davor, wenn man diese Worte ausspricht, dass sie wieder von Selbstsucht, Gier, Zorn und Hass befallen werden. Aber das ist natürlich auf der einen Seite verständlich diese Vorstellung, auf der anderen Seite gilt es auch, anzuerkennen, es gibt in dieser Welt Selbstsucht, Gier, Zorn und Hass und in jedem Menschen sind diese auch angelegt. Wir wollen auch als Gesellschaft, wir wollen auch als spirituelle Gemeinschaft uns davon befreien. Und wollen auch als Individuum uns davon befreien. Es ist gut, sich um sich selbst auch zu kümmern, aber Selbstsucht ist nicht gut. Es ist gut, seine Wünsche zu kennen und seine Bedürfnisse zu befriedigen bis zu einem gewissen Grad, Gier ist nicht gut. Gerechter Zorn kann auch mal beflügelnd sein und einem dazu helfen, Dinge zu bewirken, aber einfach Zorn zu haben und einfach sich über andere ärgern, ist nicht so gut. Es ist gut, nicht gute Dinge nicht zu mögen, aber Hass ist nicht so gut. Wir wollen von Hass frei werden und leider gibt es auch heute immer noch so viel Hass und auch in Deutschland gibt es immer wieder Ablehnung von Menschen anderer Kulturen, anderer Hautfarben, anderer Glaubensrichtungen, wir sind dort sehr häufig immer noch darin gefangen.
„Mögen wir uns davon befreien, als Individuum, als spirituelle Gemeinschaft, als Kultur, als Zivilisation.“ „Erfülle unser Herz mit göttlichen Tugenden.“ Jetzt geht es weiter, eben auch Bhakti mit Jnana Yoga verbunden: „Lass uns Dich erschauen in all den Namen und Gestalten.“ Das heißt zum einen, Gott ist in allen Namen, egal, ob wir ihn Allah nennen, Gott oder Shiva oder Krishna oder Manitu, großer Geist, Gott ist in allen Namen und Gestalten. Aber Gott ist auch in jedem Geschöpf. So wie Jesus gesagt hat: „Was du getan hast dem Geringsten unter deinen Brüdern und Schwestern, das hast du mir getan.“
Und so taucht Gott auf in jeder Gestalt, in deinem Chef, in deinem Kunden, in deinem Kind, in deinem Nachbarn, im Hausbesitzer, im Steuerbeamten, all das sind Namen und Gestalten Gottes. „Lass uns Gott sehen in all diesen Namen und Gestalten.“ Es geht weiter: „Lass uns allezeit Deiner gedenken.“ Wir wollen Gottes gedenken. „Lass uns stets Deine Herrlichkeit singen. Lass uns stets die Herrlichkeit Gottes besingen. Lass Deinen Namen stets auf unseren Lippen sein. Lass uns in Dir bleiben allezeit.“ So wollen wir darum bitten, dass wir immer erkennen, überall ist Gott. Mögen wir immer wieder über Gott singen. Das ist so schön, Mantras zu singen, spirituelle Lieder zu singen. Das hilft, das Herz zu öffnen, Liebe zu spüren, Gott zu spüren, Freude zu spüren. Und so wollen wir immer wieder uns bewusst machen, wir sind in Gottes Gegenwart.
Dieses Allumfassende Gebet ist der einzige deutsche Teil eines Yoga Vidya Satsangs, der notwendigerweise dabei ist, plus vielleicht noch die Lesung, ansonsten sind die meisten Teile auf Sanskrit und so ist es aber auch gut, auch in seiner Muttersprache sich an Gott zu wenden. Und genau das macht man mit dem Allumfassenden Gebet. Das Allumfassende Gebet wird typischerweise gesprochen nach den Friedensgebeten, diese wiederum kommen nach dem „Om Tryambakam“ und direkt danach folgt dann der Gruß an das Göttliche und die Meister: „Om Bolo Sadguru Sivananda Maharaj Ji Ki – Jaya, Om Bolo Shri Vishnudevananda Maharaj Ji Ki – Jaya.“

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Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Allumfassendes Gebet

Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Allumfassendes Gebet ist ein Gebet, Yoga Vidya Satsang Mantra. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

Links zu Mantras und Kirtans

Youtube Playlist Allumfassendes Gebet

Hier findest du alle Youtube Videos zum Allumfassendes Gebet

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Kommentar von Yoga Vidya Kirtanheft am 10. Oktober 2009 um 11:55am

Hier das “Allumfassende Gebet” von Swami Sivananda:


Oh anbetungswürdiger Gott
voll Barmherzigkeit und Liebe,
Gruß Dir, in Demut gebeugt.
Sein ist Dein Wesen, Wissen und Seligkeit.
Allgegenwärtig bist Du,
allmächtig, allwissend.
Im Innern aller Wesen wohnst Du.
Gib uns ein verstehendes Herz,
die rechte Einsicht,
ausgeglichenes Gemüt,
Vertrauen, Hingebung und Weisheit.
Lege in uns geistige Kraft,
Versuchungen zu widerstehen,
und Denken und Wollen zu
beherrschen.
Befreie uns von Selbstsucht,
Gier, Zorn und Hass.
Erfülle unser Herz mit göttlichen Tugenden.
Lass uns Dich erschauen
in all den Namen und Gestalten.
Lass uns Dir dienen
in all den Namen und Gestalten.
Lass uns allezeit Deiner
gedenken.
Lass uns stets Deine Herrlichkeit singen.
Lass Deinen Namen
stets auf unseren Lippen sein.
Lass uns in Dir bleiben allezeit.

Er hat es in dem Versuch geschrieben, dass Menschen aller Glaubensrichtungen es sprechen können. Du kannst es in unserem Kirtanheft unter der Nummer 802 nachlesen. Bestellen kannst du das Kirtanheft auch in unserem Yoga Vidya Shop.

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