Sukadev Bretzs Beiträge (5617)

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Über Psychohygiene

Om Namah Shivaya. Herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute noch einmal mit der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 32. Vers: Samyama auf Kurma Nadi, Konzentration auf die Wirbelsäule, bringt
Festigkeit.


Psychohygiene ist etwas, das du täglich machen solltest. So wie du täglich Zähne putzt, vielleicht täglich gurgelst oder den Mund spülst, dich täglich rasierst, wäscht
oder was auch immer. Es ist gut, sich täglich auf die Wirbelsäule zu
konzentrieren. Indem du das tust, bekommst du eine gewisse innere Festigkeit
und innere Beständigkeit.


Am einfachsten ist das, wenn du täglich Asanas, Pranayama übst oder meditierst und dabei bei der einen oder anderen Asana die Wirbelsäule spürst. Vielleicht bei
der Wechselatmung oder bei Kapalabhati. Vielleicht konzentrierst du dich
insbesondere bei der Vorwärtsbeuge und beim Drehsitz auf die Wirbelsäule. Du kannst diese Wirbelsäulenkonzentration
entweder einfach als Samyama üben, sie
also einfach nur erspüren, oder du kannst das mit einer Affirmation verbinden.


Während du dich auf die Wirbelsäule konzentrierst, kannst du wiederholen: „Ich bin beständig. Ich bin ausdauernd. Ich habe Festigkeit. Ich bleibe ruhig, was auch
immer geschieht.“ Natürlich widersprechen Affirmationen im engeren Sinne dem
Konzept von Samyama. Samyama ist ja das alleinige Hineinspüren, tiefe
Konzentration, Absorption und Versenkung, letztlich Verschmelzung.


Aber du kannst diese Dinge auch ganz praktisch miteinander verknüpfen. Im NLP würde man sagen, das ist wie das Ankern. Eine bestimmte Konzentration auf einen
Körperteil wird verbunden mit einer bestimmten Affirmation und damit auch mit
einem bestimmten Gefühl. Diese Erfahrungen kannst du dann im Alltag verwenden.
Wenn du merkst, du verlierst deine innere Ruhe oder du lässt dich von anderen
beirren oder beunruhigen, dann
konzentriere dich auf deine Wirbelsäule. Wenn du das regelmäßig gemacht hast,
dann entsteht sofort ein Gefühl der Festigkeit
in dir.


Und wenn du jemand bist, dem Affirmationen besonders gut tun, dann kannst du das eben auch mit einer Affirmation verbinden. Du konzentrierst dich auf die
Wirbelsäule und sagst: „Ich habe innere Festigkeit. Ich habe Beständigkeit. Ich
habe Ausdauer.“

Hari Om Tat Sat

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Sphinx: Bei manchen Rückenproblemen ist es am besten, statt der normalen Kobre die Sphinx zu üben. Bei der Sphinx sind die Unterarme am Boden. Ziehe dabei bewusst die Schulterblätter stark nach hinten. Nutze die oberen Rückenmuskeln. Du kannst dir sogar vorstellen, dass du mit den Armen den Körper nach vorne schiebst.


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Eine weitere Kobra-Variation: Falte die Hände hinter dem Gesäß. Hebe Brust und Kopf allein durch die Kraft der Rückenmuskeln. Das kann nicht nur für Menschen mit Rückenproblemen Wunder bewirken - auch Fortgeschrittene sollten das mindestens ein Mal pro Woche so üben. Dein Rücken wird es dir danken.

Hier klicken für große Seite mit vielen Infos zu Bhujangasana, Kobra Asana

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Om Namah Shivaya. Herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Patanjali schreibt in der Yoga:Yoga Sutra, 3. Kapitel, 32. Vers: Durch Samyama, Konzentration, Versenkung, auf Kurma Nadi, den feinstofflichen Rückenmarkskanal, wird Festigkeit erlangt.

Wenn du Yoga übst, kennst du die Konzentration auf die Wirbelsäule. Dort ist der feinstoffliche Energiekanal, den wir im Hatha und Kundalini Yoga als Sushumna Nadi bezeichnen. Patanjali nennt sie hier Kurma Nadi, den Schildkrötenenergiekanal. Im Kundalini Yoga wird viel von den verschiedenen Chakras gesprochen und dass diese Chakras in der Sushumna sind. Normalerweise, insbesondere beim Pranayama, bei der Vorwärtsbeuge und beim Drehsitz konzentrierst du dich auf dieses feinstoffliche Energiezentrum, um die Energie in der Sushumna zu verstärken, um die Chakras zu öffnen, um die Kundalini zu erwecken und so Zugang zu neuen Energien zu finden. Auch deine Fähigkeit zu Samadhi kannst du damit stärken.

Swatmarama schreibt in der Hatha Yoga Pradipika im zweiten Kapitel, dass Samadhi erst möglich ist, wenn die Sushumna geöffnet ist und das Prana durch diese Sushumna, die feinstoffliche Wirbelsäule fließt.Tiefe Meditation, Versenkung, Samadhi, Überbewusstsein geschieht von selbst, wenn Prana in die Sushumna fließt. Und wie fließt das Prana in die Sushumna? Indem durch Asanas und Pranayama die Unreinheiten in der Sushumna geöffnet werden. Also durch Yoga Übungen, Atemübungen, Asanas, aber auch durch Mudras und Bandhas. All das hilft, um die Sushumna zu öffnen.

Patanjali gibt hier noch einen weiteren Tipp. Er sagt: „Konzentration auf die feinstoffliche Wirbelsäule führt auch zu Festigkeit.“ Über diese Bedeutung will ich bei den nächsten Malen etwas mehr sprechen.
Bis dahin wünsche ich dir einen gesegneten Tag!

Hari Om Tat Sat

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Tipps für eine gute Diät

Om Namah Shivaya und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! In der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 31. Vers, heißt es: Durch Samyama auf die Kehlhöhle verschwinden Hunger und Durst.

Gestern hatte ich schon darüber gesprochen, dass regelmäßige Konzentration auf die Kehlgegend hilft, einen natürlichen Appetit und ein natürliches Durstgefühl zu entwickeln.Diese Konzentration auf die Kehlgegend ist auch eine große für Menschen, die fasten oder eine Diät einhalten, die gerade abnehmen wollen oder gerade nichts zu Essen haben. Wann immer du ein übermäßiges Hungergefühl verspürst, konzentriere dich auf deine Kehlgegend, auf die Höhle der Kehle, wie Patanjali sagt.

Das ist gar nicht so schwer. Spüre einfach, wo du in deiner Hals- oder Kehlgegend etwas spüren kannst, wo dein Spürbewusstsein besonders stark ist. Konzentriere dich auf diesen Punkt. Du kannst auch mit dem Daumen oder dem Ringfinger sanft über den Bereich der Kehlhöhle streichen. Damit lenkst du deine Empfindung dorthin, und die Heißhungerattacken verschwinden. Gerade wenn du unter Heißhunger leidest oder abnehmen willst, kann es helfen, ganz bewusst einige Momente lang mit dem Finger über die Kehlhöhle zu reiben. Wenn du das gleichzeitig noch mit tiefer Bauchatmung verbindest, dann verwandelt sich die Heißhungerattacke in ein Gefühl von Ruhe, Gleichmut und Festigkeit.

Diese Technik kannst du auch anwenden, wenn du bei einem Büffet bist und überlegst, was von dem, was es dort gibt, du wirklich essen willst. Oder wenn du im Naturkostladen bist und überlegst, was du einkaufen willst. Wenn du jemand anderem helfen willst, der sich vorgenommen hat, abzunehmen oder eine Essstörung anzugehen, kannst du dich mit deiner eigenen Kehlkonzentration auf die Kehle deines Gegenübers ausrichten. Das geht sogar, wenn der Betreffende nicht da ist. Immer dann, wenn du überlegst: „Wie könnte ich diesem Menschen helfen?“, dann spüre von deiner Kehle aus die Kehle des anderen. Du stützt dort seine Fähigkeit, seinen Appetit zu normalisieren und Heißhungerattacken zu überwinden.

Als Yogalehrer kannst du das auch während einer Yogastunde machen. Du kannst dich, während deine Teilnehmer sich im Schulterstand, Pflug oder Fisch auf ihre Kehle konzentrieren, von deiner Kehle aus auf die Kehle deiner Teilnehmer ausrichten. So stützt du zum einen das Spürbewusstsein der anderen. Zum anderen bekommst du aber auch eine stärkere Intuition für das, was bei deinen Teilnehmern In Bezug auf Essen und Trinken gerade besonders wichtig ist.


Hari Om Tat Sat

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Wie man Hunger und Durst mildern kann

Om Namah Shivaya und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Patanjali sagt in der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 31.Vers: Durch Samyama auf die Kehlhöhle hören Hunger und Durst auf.

Das heißt: Durch Konzentration auf die Kehlhöhle verschwinden Ksudha und Pipasa, Hunger und Durst.
Dieser Vers hat verschiedene Bedeutungen. Auf der körperlichen Ebene ist es gut, wenn du dich regelmäßig auf die Kehle konzentrierst, die Kehle zu spüren. Auf diese Weise normalisieren sich Hunger, also dein Appetit, wie auch dein Durst. Das heißt nicht unbedingt, dass Hunger und Durst vollständig aufhören. Das wäre ja auch nicht unbedingt gut. Vor allem, viel Durst zu haben, ist sehr wicht, denn Wasser ist etwas Wichtiges und auf diese Weise trinkst du genug.

Vielleicht sollte man besser sagen: Durch Konzentration auf die Kehlgegend normalisiert sich das Hunger- und Durstempfinden. Wenn du einen übermäßigen Appetit hast und eine Neigung, zuviel zu essen, dann ist es gut, dich regelmäßig auf die Kehlgegend zu konzentrieren. Darum konzentrieren wir uns in den Yoga Vidya Yogastunden beim Schulterstand, beim Pflug und beim Fisch typischerweise auf die Kehlgegend. Und wenn man den normalen Schulterstand, den normalen Pflug und Fisch nicht machen kann, macht man eben Varianten davon und konzentriert sich dabei auf die Kehlgegend.

Ich halte es für unbedingt wichtig, dass du dich jeden Tag auf deine Kehlgegend konzentrierst. Das hilft dir, einen natürlichen und guten Appetit zu bekommen. Das ist wichtig, auch bei Anorexie und Bulimie oder bei Menschen, die zuviel wiegen und gerne abnehmen wollen. Eigentlich ist die Konzentration auf die Kehlgegend bei allen Menschen wichtig, denn jeder isst, und über die Konzentration auf die Kehle entwickeln wir ein Gespür für das was wir mögen und was gut für uns ist. Das gleiche gilt für den Durst. Regelmäßige Konzentration auf die Kehlgegend ist wichtig, damit dein Hunger- und dein Durstempfinden wieder natürlich werden.

Hari Om Tat Sat

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Om Namah Shivaya. Herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen!
Der aktuelle Vers aus der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 30. Vers, Fortsetzung, heißt: Durch Samyama auf das Nabelzentrum kommt Wissen um Aufbau, Struktur und Bedürfnisse des Körpers.

Die einfachste Anwendung dieses Verses ist die: Konzentriere dich regelmäßig auf den Bauch, während du gleichmäßig mit dem Bauch ein- und ausatmest. Du brauchst dir dazu keine zusätzlichen Gedanken zu machen. Jeden Tag während deiner Yogaübungen, während dem Pranayama oder bei den Asanas, zum Anfang oder zum Ende der Meditation oder immer wieder zwischendurch: atme tief mit dem Bauch ein und aus, spüre die Bewegung des Bauches. Die tiefe Bauchatmung hat auch harmonisierende Wirkung auf deine Emotionen. Die beste Weise, Lampenfieber in positive Energie umzuwandeln, ist die tiefe Bauchatmung. Beim Einatmen geht der Bauch hinaus, beim Ausatmen geht er hinein. Du atmest drei bis vier Sekunden lang ein, du atmest drei bis vier Sekunden lang aus. Wenn du dies ein paar Mal machst, wird dein Lampenfieber in positive Energie umgewandelt.

Oder angenommen, du ärgerst dich über etwas. Dann ist auch wieder die tiefe, gleichmäßige Bauchatmung sehr hilfreich. Beim Ärger empfehle ich dir sogar, doppelt solange auszuatmen wie einzuatmen, sehr langsam und vollständig. Dies ist wie eine Art emotioneller Hygiene. Wann immer du emotional ein bisschen beansprucht worden bist und die Emotionen sich nicht von selbst wieder harmonisieren, dann übe die tiefe, gleichmäßige Bauchatmung. Auch wenn du neue Energie brauchst, wenn du merkst, du brauchst jetzt neue Kraft, dann atme tief mit dem Bauch ein und aus. Stelle dir dabei vor, dass beim Einatmen Licht in dich hineinströmt und beim Ausatmen durch dich hindurch fließt. Beim Einatmen spürst du Licht, Kraft, Energie, beim Ausatmen schickst du es zu deiner nächsten Aufgabe. Wenn du dies tust, dann hilft es dir, ein intuitive Gespür für deinen eigenen Körper zu entwickeln, selbst wenn du dir das gar nicht so bewusst machst. Das klappt selbst dann, wenn du gar nicht daran denkst, wofür es gut ist. Für Yogalehrende heißt das auch: Achte darauf, dass deine Teilnehmer mit dem Bauch atmen. Richte immer wieder die Achtsamkeit deiner Teilnehmer auf den Bauch und die Bauchatmung. So entwickelt sich das intuitive Gespür deiner Teilnehmer für die Bedürfnisse ihres Körpers. Es entwickelt ihre natürlichen Instinkte.

Beim nächsten Mal spreche ich über die Samyamas auf die anderen Körperteile.

Hari Om Tat Sat

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Wie du hilfreiche Ratschläge geben kannst

Om Namah Shivaya. Herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute noch einmal mit der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 30. Vers, Fortsetzung: Entwicklung des intuitiven Wahrnehmungsgespürs durch Konzentration auf die Nabelgegend.

Dieser Vers wendet sich auch an alle, die in heilenden Berufen tätig sind. Angenommen, dein Patient oder dein Klient sitzt vor dir, dann kannst du auch mit deinem Nabel den Nabel des Gegenübers erspüren und erfühlen. Indem du von deinem Bauch her den Bauch des anderen erspürst, erspürst du Aufbau, Struktur und Bedürfnisse deines Gegenübers. Diese Grundwahrnehmungsfähigkeit ist wichtig für alle, die in heilenden Berufen tätig sind. Natürlich gibt dir das kein vollständiges Wissen über alles, was du wissen musst, um zu heilen. Aber diese Intuition ist ein zusätzliches Mittel der Erkenntnis. Wenn du mit jemanden zu tun hast, dem du medizinische Ratschläge oder allgemein Gesundheitsratschläge geben sollst, erspüre von deiner Nabelgegend aus die Nabelgegend des anderen. Das ist auch für Yogalehrer wichtig. So kannst du spüren, was die Teilnehmer brauchen und wie du deine Yogastunde aufbaust. Wenn dich ein Teilnehmer um etwas bittet oder dir eine Frage stellt, dann kannst du ihm eine gute Antwort geben.

Du wirst manchmal selbst erstaunt sein, was du dem Teilnehmer gerade rätst. Und du wirst erstaunt sein, wie gut es wirkt. Also entwickle dein feinstoffliches Wahrnehmungsvermögen, indem du regelmäßig mit deinem Bauch den Bauch deiner Teilnehmer, deiner Klienten, deiner Patienten erspürst. Und, falls du Kinder hast oder Eltern oder Partner, die dich öfters um Rat fragen, erspüre auch ihre Bedürfnisse auf diese Weise. Erspüre mit deinem Bauch den Bauch deiner Lieben. So kannst du ihnen wirklich gute Ratschläge geben oder sie intuitiv besser verstehen. Du wirst auch feststellen, dass deine Ratschläge besser angenommen werden, wenn sie mit diesem intuitiven Gespür verbunden sind. Wenn sie nur aus dem Intellekt heraus kommen oder weil du mehr Wissen hast, dann nimmt dein Gegenüber oft deine Ratschläge nicht so gut an. Wenn aber deine Ratschläge verbunden sind mit Feingespür, mit Einfühlungsvermögen, dann werden diese Ratschläge auch viel stärker angenommen. Denn Menschen spüren es, wenn deine Ratschläge nicht nur aus deiner Weltanschauung stammen, sondern aus deinem intuitiven Gespür.

Ich wünsche dir alles Gute und eine gute Entwicklung deines Wahrnehmungsvermögens und deiner Intuition.


Hari Om Tat Sat

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Om Namah Shivaya. Herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen!
Ich spreche seit ein paar Tagen über die Yoga Sutra, 3. Kapitel, 30. Vers, Fortsetzung, über Samyama. Gestern habe ich erklärt, wie Konzentration auf das Nabelzentrum zu Wissen um Aufbau, Struktur und die Bedürfnisse des Körpers führt.

Du kannst das auch in konkreten Situationen anwenden, zum Beispiel wenn du einkaufst, dann spüre in deine Nabelgegend hinein. Indem du dich auf die Nabelgegend konzentrierst, spürst du selbst, welche Nahrungsmittel dir vielleicht besonders gut tun. Auch wenn du für andere einkaufst, kannst du dir kurz vorstellen, wie die Nabelgegend des anderen sich anfühlt. Du kannst die geistige Vorstellung des anderen Menschen in deinem geistigen Auge hervorrufen und seine Nabelgegend spüren. Spüre intuitiv, was ihr gerade braucht.

Das gleiche kannst du machen, wenn du wissen willst, was dein Körper zur Heilung braucht. Wenn du dir nicht sicher bist, ob dieses Naturheilmittel oder jener Kräutertee oder ein bestimmtes Ayurveda-Mittel für dich gut ist, dann erspüre dieses Mittel mit deiner Nabelgegend. Vielleicht spürst du dann intuitiv, welches Mittel dir besonders gut tut. Dieser Vers spricht auch diejenigen besonders an, die Medizin studieren oder sich auf die Heilpraktikerprüfung vorbereiten. Oder diejenigen, die gerade eine Yogalehrerausbildung machen oder sich aus anderen Gründen mit Anatomie beschäftigen. Spüre vor und nach dem Anatomiestudium in deine Nabelgegend hinein. Atme tief mit dem Bauch ein und aus und spüre deinen Nabel. So kannst du das Gelernte nicht nur mit dem Kopf, sondern auch intuitiv und körperlich verstehen. Beim nächsten Mal spreche ich noch einmal über weitere Anwendungsmöglichkeit dieses Verses.

Ich wünsche dir ein gutes, intuitives Gespür!

Hari Om Tat Sat

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Konzentriere dich auf die Nabelgegend

Om Namah Shivaya und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen!
Patanjali schreibt in der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 30. Vers: Durch Samyama auf das Nabelzentrum kommt das Wissen um den Aufbau des Körpers.

Durch Konzentration auf das Nabelzentrum entsteht Wissen um Kaya Vyuha oder Kaya Vyuha Jnana. (Jnana bedeutet Wissen, Vyuha bedeutet Anordnung, Aufbau, aber auch Bedürfnisse und Kaya bedeutet übersetzt Körper). Regelmäßige Konzentration auf die Nabelgegend hilft, dass du deine eigenen Bedürfnisse besser verstehst. Es ist wichtig, dass du täglich deine Nabelgegend spürst. Indem du deine Nabelgegend spürst, erwachen deine inneren Instinkte. Du verstehst die Bedürfnisse deines Körpers. Das geschieht dann fast automatisch. Es gehört zur Gesundheitshygiene dazu, dass du täglich gut isst, dass du täglich deine Körperübungen machst, täglich an die frische Luft gehst und dass du gesunde Schlafgewohnheiten entwickelst. Aber dazu gehört auch, dass du dich täglich in deine Nabelgegend versenkst, die berühmte Nabelschau der Meditierenden machst. Diese hilft nämlich, dass du erspürst, was gut für dich ist.

Das geht am einfachsten, indem du deine Yoga Asanas übst und dich dabei auf die Nabelgegend konzentrierst. Du kannst das aber auch zwischendurch am Tag machen, indem du tief in den Bauch atmest. Tiefe Bauchatmung hilft dir auch, um wieder zur Ruhe zu kommen und deine Emotionen ins Gleichgewicht zu bringen. Sie hilft dir, bewusst oder unbewusst, deine Fähigkeiten zu stärken, das zu tun, was für dich gut ist. Schlechte Angewohnheiten fallen ganz von selbst weg, wenn du die Nabelgegend immer wieder vergegenwärtigst, indem du bewusst mit dem Bauch atmest. Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen, die Yogastunden besuchen, ganz von selbst mit Rauchen aufhören, mehr zu Nahrungsmittel greifen, die ihnen gut tun und auch sonst gesünder leben, dass sie mehr Treppen gehen, statt Aufzug zu benutzen, mehr zu Fuß gehen, als mit dem Auto fahren und so weiter. Das geschieht, ohne dass man sich dazu zwingen muss. Indem du dich regelmäßig auf die Nabelgegend konzentrierst, spürst du von selbst, was für deinen Körper gut und wichtig ist.

Hari Om Tat Sat

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Om Namah Shivaya. Herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen!

Wir sind im 3. Kapitel des Yoga Sutra von Patanjali. Hier geht es um Techniken zur Entwicklung des subtilen Wahrnehmungsvermögens, der Intuition und des Verständnisses. Es geht um Techniken zur Entwicklung von Liebe, Mitgefühl und dem Gefühl der Einheit und der Verbundenheit, und auch um Techniken für mehr Erfolg im Leben. In den nächsten Versen spricht Patanjali über die so genannten Körper-Samyamas. Dabei geht es darum, sich auf bestimmte Körperteile zu konzentrieren. Im Hatha Yoga machst du das ja schon. Während du Asanas und Pranayama übst, konzentrierst du dich auf bestimmte Teile des Körpers. Und das hat bestimmte Wirkungen, selbst wenn du dir ihrer nicht bewusst bist.

Ein Grund, weshalb Yoga so effektiv ist für körperliche, heilerische und auch für psychotherapeutische und psychologische Aspekte, ist diese besondere Körperbewusstheit. Und deshalb ist es auch so wichtig, dass Asanas ruhig gehalten werden und dass man nicht nur ständig in einem Asana-Flow, also in Bewegung ist. Gerade die beständigen, ruhig gehaltenen Asanas führen dazu, dass Menschen sich in bestimmten Körperteilen konzentrieren. Man kann sich natürlich auch auf die so genannten Chakras konzentrieren. Das würde sogar wirken, wenn es die Chakras gar nicht gäbe. Einfach indem du deine Bewusstheit in bestimmte Teile deines Körpers richtest, werden bestimmte Wirkungen erzielt. In diesen Versen, ab dem 30. Vers, beschreibt Patanjali anhand einiger Beispiele, was geschieht, wenn du dich auf bestimmte Körperregionen konzentrierst. Du kannst dich auf deinen eigenen oder auf den Körper eines anderen konzentrieren. In beiden Fällen entwickelst du ein subtiles Wahrnehmungsvermögen, das spezielle und besondere Effekte auslöst.

Bei den nächsten Malen werde ich das genauer erläutern. Wenn du mehr darüber erfahren willst, kannst du das auch in dem Buch „Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute“ nachlesen. Das gibt es in verschiedenen Buchläden oder über den Yoga Vidya Shop zu kaufen.

Ich wünsche dir einen wunderbaren Tag!

Hari Om Tat Sat

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Herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! In der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 29. Vers, heißt es: Durch Samyama auf den Polarstern kommt das Wissen um die Bewegung der Sterne. Noch genauer übersetzt sagt Patanjali hier: Durch Samyama auf den Polarstern kommt das Wissen um die Bewegung.

Es geht hier genau genommen nicht nur um den Polarstern, sondern allgemein um die Ereignisse am Himmel, um Samyama auf den Sonnenaufgang, auf den Sonnenuntergang, auf den Mond, und wie hier um Samyama auf den Polarstern.

Das ist etwas, was Patanjali anscheinend immer wieder empfiehlt. Er sagt, dass sich intuitives Wahrnehmungsvermögen entwickelt, wenn du regelmäßig den Himmel anschaust. Egal, ob du die Wolken anschaust oder den blauen Himmel oder nachts den Sternenhimmel. All das erhebt dein Herz. Es gibt dir eine Weite des Denkens, eine Weite des Gefühls, ein Gefühl von Verbundenheit. Und aus diesem Gefühl der Verbundenheit entsteht dann auch ein Gefühl von Intuition, Verständnis und Weite.

Dazu musst du nicht warten, bis es Nacht ist. Wenn du Verbundenheit, Liebe, Freude und Intuition entwickeln willst, schaue regelmäßig den Himmel an. Das kannst du auch jetzt gleich machen, egal, ob es gerade hell ist oder dunkel. Irgendwo wirst du ein Fenster haben. Schaue am besten gleich nach dem Lesen in den Himmel, schaue in die Weite, schaue entweder die Sterne an oder die Wolken oder den blauen Himmel oder herunterprasselnden Regentropfen. Und während du dorthin schaust, spüre mit deinem Herzen. Spüre mit allen Fasern deines Wesens. Indem du so schaust und spürst, entwickelt sich dein feinstoffliches Wahrnehmungsvermögen. Während der nächsten dreißig Sekunden, schaue in de Himmel, spüre, fühle, sei ganz präsent, sei bewusst und achtsam.

Om Namah Shivaya. Ich wünsche dir weiterhin einen wunderbaren Tag!

Hari Om Tat Sat

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Übe Samyama auf den Polarstern

Om Namah Shivaya. Herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Patanjali schreibt in der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 29. Vers: Durch Samyama auf den Polarstern kommt das Wissen um die Bewegung der Sterne.

Der Polarstern ist einer der hellsten Sterne im Firmament, der zudem immer sichtbar ist. Er ist – zumindest von der nördlichen Erdhalbkugel aus - im Norden zu sehen, wie der Name Polarstern schon vermuten lässt. Ob man den Polarstern auch in Australien, in Südamerika und im südlichen Afrika im Norden sieht, weiß ich zugegebenermaßen gar nicht genau. Auf jeden Fall erinnert uns Patanjali hier daran, dass es etwas sehr Gutes ist, den Polarstern anzusehen und Samyama, liebevolle Achtsamkeit, in den Schritten, Konzentration, Absorption und Verschmelzung auf den Polarstern zu üben.

In der Nacht den Polarstern anzuschauen, hilft dir, das intuitive Wahrnehmungsvermögen zu entwickeln. Eigentlich spricht Patanjali hier nur von „Gati“. Gati heißt Bewegung. Genau genommen müsste es also hier heißen: Samyama auf den Polarstern bringt das Wissen um die Bewegung. Der Polarstern ist nämlich im Unterschied zu Sonne, Mond und den Planeten weniger bewegt. Er bleibt, von unserer Perspektive aus gesehen, relativ konstant am Himmel.

Indem du Samyama auf den Polarstern ausführst, wirst du mehr Bewusstheit bekommen zu dem, was sich bewegt. Wenn du in deinem eigenen Leben die Veränderungen besser annehmen willst und ein gewisses intuitives Gespür für diese Entwicklungen erlangen willst, dann ist es gut, Samyama auf den Polarstern zu üben. So bekommst du zum einen ein Wissen über das, was beständig bleibt, also auch über dein eigenes inneres Selbst. Zum anderen erfährst du mehr über das, was sich bewegt. Um also bewusst wahrzunehmen, was sich bewegt und verändert und wie du darauf mit Festigkeit, Beständigkeit und zugleich mit Anpassungsvermögen reagieren kannst, dazu übe Samyama auf den Polarstern.


Hari Om Tat Sat

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Om Namah Shivaya. Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Patanjali schreibt in der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 28. Vers: Durch Samyama auf den Mond erhält man astrologisches Wissen.

Gestern hatte ich schon über Sinn und Zweck der Astrologie gesprochen. Patanjali sagt jetzt aber nicht, geh zu einem Astrologen, um herauszufinden, welche Charaktereigenschaften, welche karmischen Aufgaben du hast und was in der Zukunft auf dich zukommt. Er empfiehlt, dein eigenes feinstoffliches Wahrnehmungsvermögen zu entwickeln. Dann werden die drei Zwecke der Astrologie durch deine eigene Intuition erfüllt. Das ist auch ein Grund, warum wir im Yoga mit Astrologie im engeren Sinne so wenig zu tun haben. Anstatt uns das Horoskop anzuschauen, versuchen wir dabei eher, das eigene feinstoffliche Wahrnehmungsvermögen zu entwickeln.
Du kannst selbst dein intuitives Gespür mehr und mehr entwickeln. Du kannst mehr und mehr spüren, welche besonderen Fähigkeiten in dir angelegt sind, welche Stärken und Schwächen du hast, wie du deine Stärken entwickeln kannst, wie du deine Schwächen reduzieren kannst, so dass deine Stärken mehr zum Vorschein kommen können. Du kannst selbst spüren, was deine Aufgaben in bestimmten Situationen sind. Du kannst selbst spüren, welche besonderen Aufgaben auf dich zukommen und wie du dort deine Stärken besonders nutzen, wie du anderen helfen und ihnen dienen kannst. Um dich darin zu schulen, kannst du Samyama auf den Mond üben. Insbesondere bei Vollmond kannst du zum Himmel schauen und den Mond erspüren und erfühlen. Patanjali war ein großer Freund dieser Vollmondsmeditation. Und auch Swami Vishnu, mein Meister, hat uns dazu ermutigt, bei Vollmond den Mond anzuschauen.

Wenn du dich das nächste Mal bei Vollmond wirklich ruhig hinsetzt und ganz auf den Mond schaust, also Tratak auf den Mond übst, ihn spürst und fühlst, dann kann es passieren, dass du bestimmte Erkenntnisse über dich selbst bekommst. Erkenntnisse über deine Aufgaben. Erkenntnisse über das, was als nächstes ansteht. Regelmäßige Mondmeditationen helfen dir, dich selbst und deinen Platz in der Welt besser zu verstehen. Wenn du bei einer Sache nicht weißt, wie du reagieren sollst und was deine Aufgabe ist, dann schaue den Mond an, erspüre, erfühle den Mond. Dadurch stärkst du dein Wahrnehmungsvermögen für die Antworten auf diese Fragen.

Hari Om Tat Sat

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Wie man astrologisches Wissen erlangt

Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute mit der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 28. Vers: Durch Samyama auf den Mond erhält man astrologisches Wissen.

In Indien spielt die Astrologie eine ganz besondere Rolle. Zumindest früher gab es kaum einen Menschen, der etwas von Wichtigkeit gemacht hat, das nicht vorher mit dem Astrologen abgestimmt war. Und bei der Geburt eines Menschen wurde ein Horoskop erstellt, das dann einen großen Einfluss darauf hatte, was die Menschen dann tatsächlich gemacht haben.Patanjali erwähnt hier, dass man astrologisches Wissen auch erhalten kann, wenn man seine Intuition schult. Im Yoga suchen wir zwar selten Zugang zu äußeren Hilfsmitteln wie Astrologie oder anderen Wahrsagekünsten. Aber das heißt nicht, dass nicht vielleicht etwas daran sein könnte. Yoga funktioniert ganz unabhängig davon, ob du an Astrologie glaubst oder nicht.

Ursprünglich hat die Astrologie drei verschiedene Aufgaben oder drei verschiedene Zielrichtungen. Die eine Zielrichtung ist die, dass du dich selbst besser verstehst. Und gerade in der westlichen Astrologie ist das sehr häufig der Hauptansatz. Zu verstehen, welches die eigenen Hauptcharakterzüge sind und wie man selbst beschaffen ist. Das ist auch in Indien ein sehr wichtiger Punkt. Manchmal wird über ein astrologisches Horoskop sogar gesagt, welcher Yogaaspekt besonders gut ist, welches Mantra besonders gut ist, welche spirituellen Praktiken besonders gut für einen Menschen sind. Das ist der erste Aspekt der Astrologie.

Der zweite Aspekt von Astrologie ist, seine karmischen Aufgaben zu verstehen. Zusammen mit einem bestimmten Charakter geht oft ein besonderes Schicksal einher, und da gibt es besondere Aufgaben zu erledigen. Auch im Westen gibt es die so genannte karmische Astrologie. In Indien ist dieser Aspekt ganz besonders stark und wichtig – zu fragen: Was ist meine Aufgabe und wie kann ich sie am besten erfüllen?
Ein dritter Aspekt der Astrologie ist die Vorhersage. Also Aussagen über Dinge, die an einem bestimmten Zeitpunkt des Lebens passieren können oder über Aufgaben, vor die wir eines Tages stehen werden. Wenn du das verstehst, kannst du hoffentlich besser darauf reagieren. Du kannst dich darauf einstellten und die schwierigen Aspekte deines Karmas dann vielleicht auf geschickte Weise angehen. Beim nächsten Mal erzähle ich etwas mehr darüber, was Patanjali mit diesem Vers meinen könnte.

Hari Om Tat Sat

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Lichtkonzentration für Naturwissenschaftler

Om Namah Shivaya. Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! In der Yoga Sutra 3, Vers 27 schreibt Patanjali: Durch Samyama auf die Sonne erhält man Wissen um die Welt.

Dieser Vers ist auch von besonderer Bedeutung für alle, die sich mit Naturwissenschaft beschäftigen. Naturwissenschaft ist ja nicht nur Logik, sondern im Gegenteil, die ganz großen Entdecker haben ihre großen Entdeckungen über Intuition gemacht. Nachher muss das natürlich alles über Experimente und mathematische Formeln und durch Falsifikationsversuche überprüft werden. Es muss geprüft werden, ob stimmt, was man intuitiv wahrgenommen hat. Denn natürlich nehmen Menschen auch viel intuitiv wahr, was sich nachher als unsinnig herausstellt.

Aber gerade viele große Wissenschaftler sind sehr kreative, intuitive Menschen gewesen. Und um dieses intuitive Verständnis zu entwickeln, empfiehlt Patanjali, Samyama auf die Sonne. Regelmäßige Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangsmeditation hilft besonders Menschen, die auf physikalischer oder technischer Ebene aktiv sind, aber auch Ingenieuren, Chemikern und anderen Naturwissenschaftlern.

Wer sich also viel mit den Naturwissenschaften beschäftigt, dem empfehle ich besonders, Samyama auf die Sonne zu üben. Wie das geht, hatte ich ja gestern bereits länger erklärt. Du kannst das hier noch einmal nachlesen.

Hari Om Tat Sat

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Wie man Wissen um die Welt erwirbt

Om Namah Shivaya. Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute mit der Yoga Sutra 3, Vers 27: Durch Samyama auf die Sonne erhält man Wissen um die Welt.

In diesem Aphorismus spricht Patanjali über die Entwicklung des Wissens um die Welt und auch über das Wissen um den eigenen Platz in der Welt. Samyama auf die Sonne kannst du auf verschiedene Weisen üben. Eine Möglichkeit ist, dich bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang hinzusetzen und in Richtung der Sonne zu schauen.

Natürlich weißt du hoffentlich, dass direktes Blicken in die Sonne die Augen ruinieren kann. Du musst also aufpassen, dass du es nicht übertreibst. Es gibt allerdings auch Yogatechniken, wie man Tratak, die Lichtkonzentration, direkt auf die Sonne üben kann, ohne sich die Augen zu ruinieren. Swami Sivananda hat diese Technik regelmäßig ausgeführt. Wenn du aber nicht weißt, wie man das richtig macht, solltest du damit sehr vorsichtig sein. Daher empfehle ich, Samyama auf die Sonne vor dem Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang zu üben, also bevor die Sonne direkt sichtbar ist. Du setzt dich irgendwo hin, zum Beispiel ins Gras oder auf eine Bank oder eine Matte und schaust in Richtung der aufgehenden Sonne. Während du dort hinschaust, richtest du deine ganze Achtsamkeit dorthin. Du spürst die Sonne und du spürst diese besondere Atmosphäre. Und während du das machst, entsteht in dir, auch ohne dass du das bewusst hervorrufen musst, ein Wissen um die Welt, ein intuitives Wissen um die Elemente der Welt, ein Wissen über deinen eigenen Platz in der Welt.

Wenn Patanjali von Bhuvana schreibt, meint er nicht nur diese Welt, sondern vor allem auch die Astralwelt. Wenn du bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang deine Achtsamkeit ganz bewusst schulst, kann es sein, dass du irgendwann Kontakt zu Feinstoffwesen aufnimmst und dass du verstehst, was die Welt zusammenhält, wie Goethe es formuliert hat. Einfach, indem du die Sonnenuntergangsmeditation regelmäßig machst, auch ohne konkret etwas zu wollen, entwickelst du ein intuitives Verständnis um die Welt, ein intuitives Verständnis um deinen Platz in der Welt, ein intuitives Verständnis für die feinstoffliche Welt und deine Beziehung zu ihr.

Hari Om Tat Sat

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga-Vorträge als mp3

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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Gestern und vorgestern habe ich über die Yoga Sutra, Kapitel 3 gesprochen. Darüber, wie du ein subtiles Wahrnehmungsvermögen über das Licht entwickeln und die Aura sehen lernen kannst.Was machst du jetzt mit dieser Information?

Zum einen solltest du nicht annehmen, dass das, was du siehst, etwas Objektives ist. Du solltest sie nicht gleich für die einzige Wahrheit halten und danach handeln. Das, was du wahr nimmst, hängt nämlich immer stark von deiner Stimmung ab. Sage nicht, dass ein Mensch, bei dem du eine starke Aura wahrnimmst, viel mehr Ausstrahlung oder spirituelle Kraft hat als andere. Deine Wahrnehmung gibt dir nur zusätzliche intuitive Informationen, die du einfach zur Kenntnis nehmen solltest. Es gibt keinen Zwang und keine Notwendigkeit, auf feinstoffliche, visuelle Wahrnehmungen sofort zu reagieren. Werde dir nur bewusst, welche Lichtwahrnehmung mit welchem Gefühl einhergeht. Im Laufe der Zeit wirst du mehr und mehr spüren, dass dieses subtile, feinstoffliche Wahrnehmungsvermögen auf eine andere Art und Weise zusätzliche Informationen für dich bereit hält. Und die kannst du, entweder intuitiv oder mit Viveka, mit Unterscheidungsvermögen, in dein Handeln mit einbeziehen.

Du kannst diese Wahrnehmung aber auch nutzen, wenn du mit anderen Menschen sprichst oder ihnen zuhörst, indem du deine ganze Achtsamkeit auf diesen Menschen und den Klang seiner Worte richtest. Du kannst ihn auch sehr konzentriert ansehen und dabei seine Aura, sein Licht wahr nehmen. Dabei solltest du allerdings vorsichtig sein. Denn wenn du einen Menschen lange anstarrst, wirkt das irgendwann merkwürdig. Mehr als fünf Sekunden sollte man nie in die Augen eines anderen Menschen schauen, sonst irritiert es ihn. Besser ist es, fünf Sekunden lang hinzuschauen, eine Zeit lang weg zu sehen, dann wieder fünf Sekunden hinschauen, und so weiter. So kannst du einen intensiven Kontakt zum Anderen herstellen, ohne dass dieser sich irritiert fühlt.
Während einer Besprechung oder bei einem Vortrag kannst du diese Lichtwahrnehmung besonders gut üben. Bei einem Vortragenden oder während einer Besprechung mit mehreren Menschen ist es sogar hilfreich, diese Lichtwahrnehmung zu üben, denn so überträgst du Energie und entwickelst eine feinstoffliche Verbindung. Dann kannst du irgendwann auch Gedankengänge wahrnehmen, die der andere vielleicht mit Worten nur ungenügend gut ausdrückt. In solchen Fällen kann dir deine feinstoffliche Wahrnehmung von großem Nutzen sein. Nicht umsonst sagt Patanjali: „Durch Samyama auf Licht erhält man intuitives Wissen über das Subtile, das Verborgene und das weit Entfernte.“

Ich wünsche dir interessante Einsichten bei der Entwicklung deiner Fähigkeit, die Aura und die Lichtausstrahlung von Menschen, von Dingen, von Pflanzen, von Tieren wahrzunehmen, indem du deine Achtsamkeit ganz auf sie richtest.

Hari Om Tat Sat

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Erspüre intuitiv, was gut für dich ist

Om Namah Shivaya. Herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! In der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 26. Vers, heißt es: Durch Samyama auf Licht erhält man intuitives Wissen über das Subtile, das Verborgene und das weit Entfernte.

Gestern hatte ich über die Technik gesprochen, wie man seine Wahrnehmung für das Feinstoffliche schult. Du schaust auf jemanden oder auf etwas und stellst dabei deinen Blick weich. Manche kennen vielleicht noch das, was in den 90er Jahren populär war, das so genannte Stereosehen, das weit entfernte Schauen. Ähnlich kannst du weit entfernt über eine Pflanze hinweg schauen, über einen Menschen hinweg, über Tiere, auch über Gegenstände. So entwickelst du langsam ein feinstoffliches Wahrnehmungsvermögen für die Aura, also die subtile Energieausstrahlung dieser Wesen.

Wenn du dies regelmäßig machst, entwickelst du damit auch deine Intuition. Es ist nicht notwendig, dass du das ständig und den ganzen Tag machst. Aber diese Art der Wahrnehmung gibt dir eine zusätzliche Information, vor allem eine intuitive Information, sodass du dich besser auf Menschen und Situationen einstellen kannst. Du kannst das üben, wenn du einkaufst. Gerade wenn du sensibel bist für Nahrungsmittel, schaue, bevor du etwas kaufst, durch das betreffende Nahrungsmittel hindurch, nimm seine Aura wahr. Im Laufe der Zeit wirst du so feststellen, welche Nahrungsmittel für dich gut sind oder nicht. Sogar wenn du in eine neue Wohnung hineingehst, kannst du über dieses Spürbewusstsein und Lichtbewusstsein versuchen herauszufinden, wo du dein Bett aufstellen solltest, wo vielleicht besser dein Meditationsraum eingerichtet ist, und so weiter. Wenn du die Wahl hast zwischen verschiedenen Wohnungen oder Zimmern, dann kannst du über dieses subtile Wahrnehmungsvermögen erspüren, was davon für dich am besten ist.

Manche Menschen haben einen besonderen Zugang zu ihrem Spürbewusstsein, manche Menschen haben einen besonderen Zugang zur Wahrnehmung von Lichtenergien, manche haben einen besonderen Zugang zu der auditiven Wahrnehmung. Über all dies spricht Patanjali im Yoga Sutra, wenn es um die Entwicklung des feinstofflichen Wahrnehmungsvermögens geht. Finde heraus, ob es für dich am leichtesten ist, Subtiles zu spüren, Subtiles zu sehen, es als Lichtausstrahlung wahrzunehmen oder es zu hören.

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Om Namah Shivaya. Herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Wir sind im 3. Kapitel des Yoga Sutra, beim Vibhuti Yoga, dem Yoga über die besonderen geistigen Fähigkeiten. Ab dem 26. Vers des 3. Kapitels spricht Patanjali über Methoden, wie man sein feinstoffliches Wahrnehmungsvermögen verbessern kann und so mehr intuitives Wissen bekommt. Der 26. Vers lautet: Durch Samyama auf Licht erhält man intuitives Wissen über das Subtile, das Verborgene und das weit Entfernte.

Samyama, liebevolle Achtsamkeit, in den Schritten Dharana, Dhyana und Samadhi, Konzentration, Absorption und Verschmelzung, ist das, worum es im 3. Kapitel geht. Samyama auf Licht, auf das Intuitive, das Subtile, das Verborgene und das weit Entfernte. Eine der Techniken, die du vielleicht kennst, ist Tratak, das Starren auf eine Kerzenflamme. Diese Übung hilft dir, deine Konzentrationsfähigkeit zu entwickeln und um deinen Geist positiv werden zu lassen. Sie hilft dir auch, dein feinstoffliches Wahrnehmungsvermögen zu entwickeln. Das ist aber ein anderes Thema. Du kannst diese Technik auch nutzen, um dich auf Pflanzen zu konzentrieren.

Angenommen, du hast eine Zimmerpflanze in deinem Zimmer oder einen Baum vor deinem Fenster. Du könntest sofort, wenn du nach Hause kommst oder gleich nachdem du diesen Text gelesen hast, deine Achtsamkeit darauf richten. Du könntest hinschauen. Und während du dort hinschaust, kannst du langsam deinen Blick unscharf stellen, so als ob du durch die Pflanze hindurchschaust. Während du so durch die Pflanze hindurchschaust, siehst du vielleicht eine kleine Aura, also eine Lichtausstrahlung um diese Pflanze herum. Und wenn du diese Lichtaura bewusst wahrnimmst, während gleichzeitig dein Blick weit in die Ferne gerichtet wird, wird diese Aura immer schöner und mächtiger.

Wenn du dies regelmäßig machst, nicht nur mit Pflanzen, sondern auch mit Tieren, mit Menschen oder auch mit allem Möglichen, bekommst du langsam ein Wahrnehmungsvermögen für die Aura von Dingen, für die Aura von Lebewesen, für die Aura von Menschen. Und wenn du die Aura wahrnimmst, dann entwickelt sich auch dein intuitives Wahrnehmungsvermögen. Du lernst, das Subtile, das Verborgene, das weit Entfernte wahrzunehmen.

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