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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute lese ich etwas aus dem Buch von Swami Sivananda: „Licht, Kraft und Weisheit“, ein kleines Büchlein mit vielen kurzen Texten. Das eignet sich auch sehr gut, um zu Hause einfach mal eine Seite aufzuschlagen. Und heute Morgen hat es aufgeschlagen unter „Erweitere dein Blickfeld“:

„Führe ein Leben von Hingabe an das Dienen. Erfülle dein Herz mit Eifer und Begeisterung für das Dienen. Denke jeden Augenblick an den Allmächtigen. Bilde deinen Charakter. Achte auf dein Verhalten. Entwickle Mitgefühl, Zuneigung, Wohlwollen, Duldsamkeit und Demut. Tritt heraus aus dem Zentrum deines kleinen, engen, egozentrierten Kreises und erweitere dein Blickfeld. Rede voller Respekt und Höflichkeit. Überwinde unerwünschte Gedanken und Wünsche. Halte fest an deinen Idealen und Prinzipien. Halte dich kühn an deine Grundsätze rechten Verhaltens und rechter Lebensweise. Folge den Vorschriften deines Lehrers, so wirst du das Höchste erreichen.“
Da hat Swami Sivananda in einem kurzen Abschnitt sehr, sehr viel beschrieben und man kann praktisch sagen, ein Satz davon wäre schon ausreichend, um daran eine ganze Weile zu arbeiten. Man kann aber natürlich auch immer schauen, was davon einen gerade besonders anspricht. Am Anfang steht: „Ein Leben voller Hingabe an das Dienen. Und das mit Herz, mit Eifer und Begeisterung, im Bewusstsein des Allmächtigen.“

Wenn wir etwas tun, dann sollten wir es nicht nur tun, um selbst etwas dafür zu bekommen, Geld, ein Dach über dem Kopf, sondern wir sollten auch etwas zum Wohl anderer tun. Viele sind Yogalehrer oder werdende Yogalehrer, viele sind im sozialen Bereich tätig oder haben Kinder oder sind auf andere Weise tätig, um anderen zu helfen. Hier gilt durchaus, dass man das mit Hingabe machen soll und auch mit Eifer und Begeisterung. Mache die Dinge nicht halbherzig. Gut, es mag Phasen geben, da muss man einfach weitermachen. Dann mag es auch mal sein, dass man eine Weile etwas halbherzig macht. Halbherzig dienen ist immer noch besser, als gar nicht dienen. Und halbherzig Yoga üben ist besser als gar nicht üben. Aber wenn wir etwas halbherzig machen, können wir mal kurz überlegen: „Wäre es nicht besser, ich mache etwas mit vollem Herzen? Setze ich nicht vielleicht besser meinen ganzen Eifer hinein?“ Und es gibt natürlich immer wieder Enttäuschungen, es gibt Schwierigkeiten, man wird für Dinge kritisiert, man bekommt nicht die Anerkennung, die man braucht und dann sagt man sich vielleicht: „Ich distanziere mich etwas davon.“ Wir wissen, ab und zu mal wird es Enttäuschungen geben, wird es eine Weile vielleicht nicht ganz so schön sein. Trotzdem können wir uns immer wieder entscheiden, die Dinge von Herzen zu tun. Was das Ganze ermöglicht, ist letztlich dieser kleine Nebensatz von Swami Sivananda: „Denke jeden Augenblick an den Allmächtigen.“ Wir sind ein Teil des Ganzen. Nicht an uns hängt alles, sondern wir sind diejenigen, die ein Instrument sind. Das, was uns geschieht, ist nicht nur die Ironie des Schicksals, sondern wir wachsen auch daran. Die Aufgaben, die kommen, sind nicht einfach nur das, was zufällig kommt, sondern sie fallen uns zu, damit wir daran wachsen.

Und so können wir das, was wir tun, immer wieder mit neuem Enthusiasmus, mit Herzen, mit Begeisterung tun. Wir können es so gut machen, wie wir können und es dann Gott darbringen oder der kosmischen Energie, dem Universellen, den Fluss des Lebens. Wir lassen los, wir lassen fließen, und dann kann die Erfahrung von Einheit, Verbundenheit und Liebe zu uns kommen.

Hari Om Tat Sat


Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: erkenntnis, herz, hingabe, inspirationen, meditation, sivananda, sukadev, swami, tägliche

Kommentar von Rafaela am 17. Januar 2011 um 8:12pm
Erweitere dein Blickfeld
Sukadev schreibt, was das Ganze ermöglicht, ist letztlich dieser kleine Nebensatz von Swami Sivananda: „Denke jeden Augenblick an den Allmächtigen.“
Das erhabene Ideal des Allmächtigen, das wir vor Augen haben, beweist, daß wir dieselbe Erhabenheit in uns tragen. Wir werden sie eines Tages verwirklichen.

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