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Dhanvantari-Gebet Text auf Sanskrit und Deutsch, wörtliche und spirituelle Übersetzung, Videos und Audios zum Mitrezitieren und zur Inspiration, detaillierte Erläuterungen zu Herkunft, Bedeutung und Nutzen. Dhanvantari-Gebet ist ein Sanskrit Mantras Stotras und Shlokas für Rezitationen. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Dhanvantari-Gebet, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 611, selbst zu singen, anzuleiten, auf einem Musikinstrument zu begleiten.

611. Dhanvantari-Gebet

Shankham Chakram Jalaukam
Dadhad-anrita-ghatam
Charu-dorbhish Chaturbhih
Sukshma-svachchhati-hridyam'shuka-parivilasan'-maulim Ambho-ja-netram /
Kalambhodojjvalangam
Kati-tata-vilasach'-charu-pitambaradhyam
Vande Dhanvantarim Tam
Nikhila-gada-vana'-praudha-davagni-lilam //


Videos zum Hören und Mitsingen
Erläuterungen und Übersetzungen
Noten und Akkorde
Audio mp3, auch zum Download


Dies ist die Dhanvantari Dhyana Shloka, also eine Strophe, mit der man sich auf eine Meditation auf Dhanvantari einstimmen kann. Diese Shloka wird gerne rezitiert vor Ayurveda Massagen, Anwendungen, Heilsitzungen. Insbesondere in der Yoga Vidya Ayurveda Oase wird diese Dhanvantari Dhyana Shloka gerne verwendet, um Heilkraft zu aktivieren, damit der Therapeut sich zum Instrument der Heilenergie machen kann.

Dhanvantari-Gebet Videos

Übersetzungen und Erläuterungen zum Dhanvantari-Gebet

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Dhanvantari-Gebet übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe. 

Spirituelle Übersetzung Dhanvantari-Gebet

Oh Dhanvantari, Schutzgott des Ayurveda, wir verehren dich. Du hast der Menscheit alle wunderbaren Heilmittel gebracht. Hilf uns wieder gesund zu werden. Hilf uns, andere zu Gesundheit zu verhelfen.

Dhanvantari-Gebet Bedeutung und Herkunft

Das Dhanvantari-Gebet ist auch ein Dhanvantari Dhyana Shloka, also es gehört zu den Meditations-Shlokas, die man wiederholen kann vor der Meditation. Eine Dhyana Shloka ist ja ein Vers oder man kann auch sagen, eine Strophe, jedenfalls eine Shloka, mit der man einen bestimmten Aspekt Gottes anruft, denn eine Dhyana Shloka ist eine Shloka, mit der man sich eine Meditationshilfe holt, eine Visualisierungshilfe. Man kann diese Dhyana Shloka eben als Hilfe nehmen, um sich den Aspekt Gottes vorzustellen, über den man meditiert. Jeder Aspekt Gottes kann ja bildlich dargestellt werden und die Dhyana Shlokas rufen einem die verschiedenen Aspekte dieses Aspektes Gottes vor Augen, so dass man ihn visualisieren kann.
Im alten Indien gab es weniger Abbildungen, es gab weniger Gemälde und dafür mehr auswendig gelernte Dhyana Shlokas, mit denen man in seiner Fantasie sich den Aspekt Gottes ausmalt. Indem man sich Gott in einem bestimmten Aspekt ausmalt, bildlich vorstellt, wird der Geist darauf ganz konzentriert und man verbindet sich mit diesem machtvollen, seit Jahrhunderten, vielleicht sogar seit Jahrtausenden, verwendeten Bild, das mit großer Kraft angereichert ist und in Verbindung steht mit diesem Aspekt Gottes, der ja ein Ur-Aspekt Gottes ist. Und dieses Dhanvantari-Gebet ist eigentlich ein Dhanvantari Dhyana Shloka, dort wird sich Dhanvantari vorgestellt mit seinen vier schönen Armen, in dessen Händen Muschel, Rad, Blutegel und Nektargefäß sind, also alles drei Dinge, die zur Heilung dienen, dessen Kopf rundum leuchtet durch einen feinen, reinen, überaus lieblichen, sanften Lichtglanz, dessen Augen wie Lotosblütenblätter sind, dessen Körper schön ist wie eine schwarze Wolke, der reich ausgestattet ist mit einem lieblichen gelben Gewand, das auf der Hüfte glitzert, dessen Spiel ein mächtiges Waldfeuer für den Wald aller Krankheiten ist.
Also, so wird Dhanvantari gepriesen mit seinen Haupteigenschaften, eben mit der Muschel, was den Heilklang symbolisiert, mit dem Rad, was die Heilenergie symbolisiert, mit dem Blutegel, was letztlich die physischen Heilmittel symbolisiert, Nektargefäß, was die ganze Kräuterheilkunde symbolisiert und alles, was man zu sich nehmen kann, um zur Gesundheit zu kommen. Über diesen Dhanvantari meditiert man und man ruft seine Heilenergie an.
Dhanvantari Shloka wird auch gerne vor Heilanwendungen genutzt. Bei Yoga Vidya benutzen z.B. die Ayurveda-Massagetherapeuten gerne diese Dhanvantari Shloka bevor sie am Tag beginnen mit ihren Heilanwendungen oder man kann es auch in Anwesenheit des Patienten oder des Klienten wiederholen. Man kann es aber auch für sich wiederholen, man kann auch Dhanvantari Shloka einmal über einen bestimmten Zeitraum, z.B. über neun Tage jeden Tag mindestens 108 Mal wiederholen, um so seine Heilenergie anzurufen.
Gerade wer viel Ayurveda-Anwendungen macht, auch viel Ayurveda-Heilung macht, Ayurveda Tipps gibt, Ayurveda Ausbildungen, Seminare gibt, da ist es gut, mindestens einmal im Leben so neun Tage lang das Dhanvantari-Gebet, Dhanvantari Shloka mindestens 108 Mal jeden Tag zu rezitieren, so wird die eigene Heilenergie besonders stark.

Text des Dhanvantari-Gebet mit diakritischen Zeichen:

Hier der Text des Dhanvantari-Gebet in der IAST Transkription, also mit diakritischen Zeichen, auch wissenschaftliche Umschrift genannt. Wenn du dich mit der IAST Umschrift auskennst, weißt du genau, wie die Wörter genau ausgesprochen werden.

śaṅkhaṃ cakraṃ jalaukāṃ ' dadhad-amṛta-ghaṭaṃ ' cāru-dorbhiś caturbhiḥ
sūkṣma-svacchāti-hṛdyāṃ'śuka-parivilasan'-maulim ambho-ja-netram /
kālāmbhodojjvalāṅgaṃ ' kaṭi-taṭa-vilasac'-cāru-pītāṃbarāḍhyam
vande dhanvantariṃ taṃ ' nikhila-gada-vana'-prauḍha-dāvāgni-līlam //

Wort-für-Wort-Übersetzung

Hier die Wort-für-Wort-Übersetzung des Dhanvantari-Gebet:

Metrum: Sragdharā, 21 Silben pro Versviertel, Zäsur nach jeweils 7 Silben (wurde ausnahmsweise im Text durch Apostroph gekennzeichnet, kann hier auch innerhalb von einzelnen Wörtern wie hṛdyāṃ'śuka und Komposita wie parivilasan'-maulim vorkommen, ist wichtig für die Phrasierung bei der Rezitation) gaṇas: ma, ra, bha, na, ya, ya, ya ( - - - / - ⏑ -/ - ' ⏑⏑/ ⏑⏑⏑/ ⏑ - ' - / ⏑ - - / ⏑ - - )

śaṃkha m./n. Muschel; cakra n. Rad, Wurfwaffe Viṣṇus; jala n. Wasser; oka m./okas n.Wohnstätte; jalauka(s) m. (alle mir zugänglichen Texte lesen Akkusativ Singular femininum jalaukāṃ, bei Apte findet sich allerdings nur jalokā) 'dessen Wohnstätte das Wasser ist': Blutegel, oder: 'Wohnstätte des Wassers': der Wassertopf von Asketen (kamaṇḍalu) - hier wohl Blutegel, der seit langer Zeit im Āyurveda zum Schröpfen verwendet, und mit dem Dhanvantari auch abgebildet wird; dadhat (dhā) setzend, stellend, legend, ergreifend, haltend; amṛta n. Ambrosia, Nektar; ghaṭa m. (Wasser-)Topf; dadhad-amṛta-ghaṭaṃ wohl gebildet wie prāptajīvika (= jīvikaprāpta, in das die außerhalb des Kompositums stehenden śaṇkha, cakra, jalaukā einzubeziehen sind); cāru angenehm, lieblich, schön; dos m./n. Unterarm, Arm; catur vier; sūkṣma zart, klein, fein, subtil; svaccha klar, durchsichtig, rein, hell, schön; ati überaus; hṛdya herzlich, geliebt, liebevoll, lieblich, angenehm; aṃśuka n. Tuch, Kleidungsstück, milder Lichtglanz; pari-vi-lasat rundum glitzernd, scheinend, hell; mauli m. Kopf, oberster Teil des Kopfes; kāla schwarz; ambhas n. Himmel, Wasser; -ja am Ende von Komposita: geboren, hervorgegangen aus; ambho-ja wasser-/ himmelsgeboren, n. Mond, Kranich, Lotus; netra n. Auge (die Augen haben die Form von Lotusblütenblättern); -da gebend; ambho-da m. Wolke; ujjvala hell, strahlend, schön; aṃga n. Körper; kaṭi/-ī f. Hüfte; taṭa n. Abhang; kaṭi-taṭa n. Hüfte, Lende; vi-lasat glitzernd, scheinend, hell; pīta gelb; ambara n. Himmel, Gewand etc.; āḍhya reich (an); vande ich preise; dhanvantari m. Name des Arztes der Götter, der bei der Quirlung des Milchozeans mit einem Gefäß voll Nektar hervorkam; tam den; ni-khila vollständig, ganz; gada m. Sprechen, Sprache, Satz, Krankheit, eine Waffe; vana n. Wald; prauḍha ausgewachsen, dick, dicht, mächtig, gewalttätig; dāva m. Wald, Waldfeuer, Feuer, Hitze (dava m. bedeutet dasselbe, paßt aber nicht wegen des Metrums); agni m. Feuer; līlā f. Spiel.

Wörtliche Übersetzung

Ich preise den Dhanvantari, der mit [seinen] vier schönen Armen Muschel, Rad, Blutegel, Nektargefäß hält, dessen Kopf rundum leuchtet durch einen feinen, reinen, überaus lieblichen sanften Lichtglanz, dessen Augen wie Lotus(blütenblätter) sind, dessen Körper schön ist wie eine schwarze Wolke, der reich ausgestattet ist mit einem lieblichen, gelben Gewand, das auf der Hüfte glitzert, dessen Spiel ein mächtiges Waldfeuer für den Wald/im Wald aller Krankheiten ist.

Dhanvantari-Gebet in Devanagari Schrift

Hier der Dhanvantari-Gebet in der Schrift, in der in Indien Sanskrit geschrieben wird, also in der Devanagari Schrift: 

शङ्खं चक्रं जलौकां दधदमृतघटं चारुदोर्भिश् चतुर्भिः
सूक्ष्मस्वच्छातिहृद्यांऽशुकपरिविलसन्ऽमौलिम् अम्भोजनेत्रम् /
कालाम्भोदोज्ज्वलाङ्गं कटितटविलसच्ऽचारुपीतांबराढ्यम्
वन्दे धन्वन्तरिं तं निखिलगदवनऽप्रौढदावाग्निलीलम् //

Audio mp3s - auch zum Download

Hier findest du einige Audio mp3s, auch zum Download, des Dhanvantari-Gebet:

Übrigens: Viele Mantra und Kirtan mp3s zum Download findest du auf der Mantra mp3 Seite.

Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Dhanvantari-Gebet

Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Dhanvantari-Gebet ist ein Sanskrit Mantras, Stotras und Shlokas für Rezitationen. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

Links zu Mantras und Kirtans

Youtube Playlist Dhanvantari-Gebet

Hier findest du alle Youtube Videos zum Dhanvantari-Gebet

Alternative Schreibweise vom Dhanvantari-Gebet

Es gibt verschiedene Weisen, wie man die Sanskritschrift transkribieren kann. In Indien findest du Mantras ganz unterschiedlich geschrieben. Hier eine in Indien durchaus übliche alternative Schreibweise, in der man z.B. statt sh s, statt v w, statt langem u oo und statt langem i ee schreibt.

611. Dhanvantari Gebet
Sankham Chakram Jalaukam Dadhad Amrita Ghatam Charu Dorbhis Chaturbhih
Sooksma Swachchhati Hridyamsuka Parivilasan Maulim Ambho Ja Netram /
Kalambhodojjvalangam Kati Tata Vilasach Charu Peetambaradhyam
Vande Dhanvantarim Tam Nikhila Gada Vana Praudha Davagni Leelam //

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 451 X ANGESCHAUT

Tags: Dhanvantari, Dhanvantari-Gebet, Kirtan, Kirtanheft, Mantra, Sanskrit-Mantras-Stotras-und-Shlokas-für-Rezitationen, Spirituelle-Lieder, Vidya, Yoga, Yoga-Vidya-Kirtanheft, Mehr...vidya-mantra

Kommentar von Yoga Vidya Kirtanheft am 4. Oktober 2009 um 5:50pm
Mantra des Dhanvantari, das von Ayurveda-Ärzten vor Beginn einer Therapie rezitiert wird.
Kommentar von Yoga Vidya Kirtanheft am 4. Oktober 2009 um 5:58pm

Shankham chakram jalaukam dadhatāmruta
Ghatam charu dhorābhini cha cha turbhihi
Sūkshma svacha ati hridayamsu-ka parivilasam maulimam bhoja-netram
Kālāmbhodo jvalangam katitata
Vilasas chārupītambarādhyam
Vande Dhanvantarim tam nikhila gadavana praudha davagni lilam

Shivakami singt das Dhanvantari Mantra welches von Ayurveda Ärzten immer vor einer Behandlung mit ihren Patienten gesungen wird.

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