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Solange die Bewegungen der Geistsubstanz nicht durch Meditation über das Selbst zur Ruhe gebracht sind, sind die Vasanas latent oder offensichtlich da. Sie tauchen immer wieder auf und machen sich bemerkbar. Sie führen eine Art Guerillakrieg mit dir. Manchmal kommen sie durch die Vordertür (die Sinneseindrücke), manchmal durch die Hintertür (die Samskaras) und ein anderes Mal durch die Fenster (die Augen).

Aus dem Buch:

Swami Sivanandas
Inspiration und Weisheit
Für Menschen von Heute


Auszüg

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Diskussion in einem Psychologie-Forum

lavida: Wie würdet ihr das Phänomen der Erleuchtung (Verlust der Identität als einzelner Mensch) psychologisch erklären? Als eine Art Psychose? Ist Erleuchtung demnach eine pathologische Störung? Woher kommt unser Bedürfnis, uns für etwas Höheres völlig aufzugeben? So weit dass wir sogar unsere eigene Identität opfern?
Würde das zu gern diskutieren, freue mich auch über Literaturhinweise. Bisher hab ich da recht wenig Erklärungsmodelle gefunden..

Nils: Aus meiner Sicht möchten alle Menschen glück

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Barbara hat am Nikolaustag im Dezember Geburtstag. Und so machte sich der Nikolaus mit ihr auf nach Möbelkraft, um ihr etwas Schönes zu kaufen. Barbara wünschte sich eine neue Wohnzimmergarnitur. Und verliebte sich sofort in eine dänische Sitzecke. Die Aufgabe des Nikolauses ist es den Menschen alle Wünsche zu erfüllen. Und so wurde die Sitzgarnitur gekauft und gestern geliefert.Der Hauptwunsch aller Menschen sollte natürlich der Wunsch nach Frieden, Liebe, innerem Glück und Erleuchtung sein. Ab
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Swami Sivananda: Gedanken und Vasanas

Gedanken bringen Bindung oder Freiheit hervor. Ein Denken und Fühlen, das mit unreinen Vasanas erfüllt ist, schafft Fesseln. Ein Denken und Fühlen ohne Vasanas bringt Freiheit. Es gibt kein ich-bezogenes Denken mehr, wenn die Vasanas aufgehört haben zu wirken. Wenn du frei von Gedanken bist, erwacht die Intuition, das Auge der Weisheit. Dann genießt du unbeschreiblichen Frieden.

Unsere Psyche und unser Denken gleichen einem Leinentuch. Färbst du es mit gelber Farbe, erscheint es gelb; färbt man

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Swami Sivananda: Wünsche sind unbeständig

Etwas, was in diesem Moment für dich angenehm und erfreulich ist, löst zu anderer Zeit oder in einem anderen Kontext gegenteilige Empfindungen aus, wie jeder in dieser Welt der Gegensätze erfahren kann. Dinge, nach denen man sich sehnt, erlebt man als erfreulich. Verlangt man nicht nach ihnen, werden sie bitter. So sind die Vasanas Ursache des äußeren Erlebens bzw. der Abhängigkeit von äußeren Dingen. Sie geben einen Moment Ruhe, wenn der Wunsch befriedigt ist. Aber wie du aus eigener Erfahrung

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Swami Sivananda: Samen der Wünsche

Es gibt zwei Samen für den Baum des Mentalen. Der eine ist Vasana, die subtile Form der Neigungen und Wünsche, der andere ist der Strom des Prana. Ein Same bringt einen großen Baum hervor. Der Baum erzeugt wieder neue Samen. Auf gleiche Weise entsteht die Schwingung des Prana, der Lebensenergie, durch Vasana und Vasana wirkt durch die Bewegung des Prana, kann sich durch Prana entfalten. Wenn eins von beiden aufhört, vergehen beide in Kürze.

Ichbezogenheit ist der ursprüngliche „Dämonensohn“ (Asu

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Swami Sivananda: Drei Arten von Vasanas

Die unreinen Vasanas umfassen drei Hauptkategorien:

  • Der Wunsch nach Namen und Ruhm, nach Ehre und Achtung, Macht und Stellung, heißt Loka Vasana und bezieht sich auf die Welt.
  • Das Verlangen, ein berühmter Pandit (Gelehrter) zu werden und mit anderen zu diskutieren, um an erster Stelle zu stehen, ist Shastra Vasana und bezieht sich auf die Gelehrsamkeit, den Stolz auf die Kenntnis der Schriften.
  • Der Wunsch, schön, gesund und stark zu sein, lange zu leben und gut zu essen, um den Körper wohlzuerh
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Swami Sivananda: Vasanas

Der feinstoffliche Zustand von Wünschen und Sehnsüchten wird Vasana genannt. Manche Philosophen verstehen darunter auch ein Bestreben oder eine Neigung. Andere definieren es als "das blinde Hängen und automatische unreflektierte Reagieren auf Sinneseindrücke."

Reine und unreine Vasanas

Es gibt zwei Arten von Vasanas: die reinen, erhabenen, ethischen (Shubha Vasanas)und die unreinen, getriebenen, außenorientierten (Ashubha Vasanas). Die reinen befreien, die unreinen schaffen Bindung.  Unreine, u

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Swami Sivananda: Maha Tyagi und Maha Bhogi

Wer Dingen gegenüber Gleichmut des Geistes besitzt, wird im Yoga Vasishtha Maha Tyagi (der große Entsagte) oder Maha Bhogi (der große Genießer) genannt. Es ist einfach, Vairagya zu praktizieren, aber es ist schwierig, Gelassenheit des Geistes zu bewahren.

Sukadeva wurde von König Janaka geprüft. Man ließ ihn einige Tage lang ohne Essen vor der Türe stehen. Er blieb ganz friedvoll. Dann wurde er in den Harem gebracht. Ranis dienten ihm und gaben ihm die besten Speisen. Er blieb unberührt. Das ist

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Swami Sivananda: Vairagya - ein Geisteszustand

Vairagya bedeutet nicht, soziale Pflichten und Verantwortungen im Leben aufzugeben. Es bedeutet nicht Loslösen von der Welt. Es bedeutet nicht, in der Einsamkeit einer Höh­le im Himalaya zu leben. Es bedeutet nicht, von Blättern im Wald zu leben. Es bedeutet nicht, sein Haar verfilzt zu tragen und ein Kamandulu (eine Essenschale) aus einem Kürbis oder einer Kokosnuss zu haben. Es bedeutet nicht, den Kopf kahl zu rasieren und keine Kleider mehr zu tragen.

Vairagya ist ein geistiges Loslösen von a

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Swami Sivananda: Stufen von Vairagya

Es gibt verschiedene Stufen von Vairagya. Höchste Leidenschaftslosigkeit, Para Vairagya, kommt mit der Selbstverwirklichung. Die ganze Welt ist dann wie wertloses Stroh. Vairagya wird zur natürlichen selbstverständlichen Gewohnheit. Das ist intensive spirituelle Stärke. Das ist Para Vairagya.

Vorübergehende flüchtige Leidenschaftslosigkeit ist nicht Vairagya. Sie hilft dem Aspi­ranten nicht bei der Erlangung von Selbstverwirklichung. Es ist ganz normal, aus dem einen oder anderen Grund neutral g

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Die Suche nach dem Sinn

Bereits im Alter von 14 Jahren begann ich über den Sinn des Lebens nachzudenken. Weshalb leben wir? Was ist der tiefere Sinn des Lebens? Gibt es überhaupt einen tieferen Sinn? Leben wir um für das Gemeinwohl zu wirken? Oder leben wir um unsere körperlichen und geistigen Bedürfnisse so weit wie möglich zu befriedigen?

Von meinem Elternhaus her war ich atheistisch erzogen worden. Ich konnte daher nicht meinen Halt im Glauben an einen höheren Gott finden. Auch die Idee eines Lebens nach dem Tod war

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Mein Weg der seelischen Heilung

Ich war ein ängstliches und sensibles Kind. Meine Mutter hat mich sehr streng erzogen, weil sie vom Nationalsozialismus geprägt war. Sie hatte es in ihrer Jugend gelernt, dass Kinder streng erzogen werden müssen. Und sie versuchte dieses Wissen bei mir umzusetzen. Sie hat nicht gesehen, was ich wirklich brauchte, sondern hat mir ein unpassendes Erziehungsmodell übergestülpt. Das führte zu vielen seelischen Verletzungen in meiner Kindheit.

Das größte Problem war es, dass meine Mutter sehr hohe Ans

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Swami Sivananda: Wie man Vairagya entwickelt

Vairagya entsteht durch Einsicht in die Mangelhaftigkeit eines rein außen orientierten Lebens. Denke über die Fehlerhaftigkeit des Lebens der Sinneseindrücke und vergänglicher Freude nach. Dann entwickelst du auf natürliche Weise Leidenschaftslosigkeit.

Wenn Leben im Reichtum keinen Eindruck auf dich macht, kann dich ein reicher Lebens­stil nicht anziehen. Wenn Fleisch und Wein dir überhaupt kein Vergnügen bringen, können dich Fleisch und Wein nicht verlocken. Wenn du die Überzeugung gewonnen ha

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Swami Sivananda: Die Zugkraft von Raga - Dvesha

Die zwei Strömungen des Geistes – Raga und Dvesha, Zu- und Abneigung - bestimmen die Welt von Samsara, des  Lebens und Wiedergeborenwerdens auf der relativen Existenzebene. Ein weltlicher Mensch ist Sklave dieser zwei mächtigen Strömungen. Er wird wie ein Strohhalm hin und her geschleudert. Er lächelt, wenn er Vergnügen erfährt; er weint, wenn er Schmerz erfährt. Er klammert sich an das Angenehme; er läuft vor Dingen davon, die Schmerz verursachen.

Überall wo ein Gefühl von Freude ist, bleibt de

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Die neue Moschee

Im Nachbarort wurde dieses Wochenende eine Moschee eingeweiht. Moslems aus ganz Deutschland strömten herbei. Der Kalif, der oberste Führer der Ahmadiyya, war extra aus London angereist. Der Nachbarort heißt Nahe und war bis jetzt ein bäuerlich geprägtes Dorf mit eher christlich geprägten Deutschen. Jetzt überwogen schwarzgekleidete Frauen mit Kopftuch und junge dunkelhäutige Männer in großen Autos. Aus der traditionell christlich bürgerlichen Kultur wurde eine bunte multikulti Mischung.

Dagegen g

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Swami Sivananda: Vairagya

Es gibt einen Weg zur unsterblichen Wohnstatt. Es gibt einen Weg zum höchsten Glück. Es gibt einen Weg zur vierten Dimension. Dieser Weg ist Vairagya. Beschreite diesen Weg.

Vairagya ist Leidenschaftslosigkeit, Wunschlosigkeit, Nicht-Anhaften, Loslassen. Es ist Gleichgültigkeit gegenüber Sinnesobjekten jetzt und in Zukunft. Vairagya entsteht und wird aufrechterhalten durch richtige Unterscheidung, Sadviveka.

Vairagya ist das Gegenteil von Raga, Anhaftung. Raga bindet den Menschen an Samsara; Vai

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