Gott (156)

„Licht der Augen ist, was das Herz erfreut; gute Nachricht gibt Mark dem Gebein.“ 15.30

 
© 2016 Kommentar: Bhajan Noam - In Psalm 119, Vers 130 betet König David zu Gott: „HERR, wie sehr liebe ich Deine Weisungen! Den ganzen Tag denke ich darüber nach. Öffne meine Augen jedes Mal, wenn ich Dein Wort lese oder höre, damit ich neue Schätze entdecke. Sprich zu mir und tröste mein Herz. Lass Dein Wort in mir lebendig werden und gebrauche es, um meine Seele und meinen Geist zu ernähren, wie es da
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„Arznei der Zunge ist ein Baum des Lebens; aber Falschheit auf derselben ist ein Bruch ins Herz.“ 15.4
 
© 2016 Kommentar: Bhajan NoamKönig Salomons Sprüche sind Wegweiser im Alltagsleben der Menschen. Durch wiederholtes Hören oder Lesen schulen sie mit der Zeit eine von Liebe, Mitgefühl, Gerechtigkeit und Weisheit geprägte Lebenseinstellung. Sie sollten nicht auswendig gelernt und geistlos nachgebetet werden, sie stellen kein einzustudierendes Faktenwissen dar. Sie drücken vielmehr in e
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„Auch beim Lachen leidet das Herz, wenn am Ende die Freude Trauer wird.“ 14.13

 

© 2016 Kommentar: Bhajan Noam - Was ist das für ein Lachen, bei dem das Herz leidet und was ist das für eine Freude, die am Ende Trauer wird? Es ist ein Lachen der Berauschung und eine Freude der Exaltiertheit. Wir sind irgendwo weit draußen, weit weg von uns in einer Wüste. Die Sonne brennt uns schutzlos auf den Kopf, weil ein Sturm unseren Hut davongeweht hat. Wir spüren den Wahnsinn nahen und was uns rettet, ist

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„Ein überwundenes Gelüst ist der Seele süß.“ 13.19

 

© 2016 Kommentar: Bhajan Noam - Was ist ein Gelüst und was dient unseren wahren Interessen und unserem Wesenskern? Wie gelingt uns die Überwindung eines Gelüstes? Wenn wir in der Süße von Gelüsten schwelgen, woran bemerken wir, dass es uns an einer ganz anderen Süße mangelt? Diese Fragen werden in der Regel ignoriert oder sehr moralisch abgehandelt. Es gilt aber nicht, einen Mittelweg zwischen Ignoranz und Moral zu kreieren, einen faulen Kompr

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„Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens.“ 13.14 

 

© 2016 Kommentar: Bhajan Noam - Ein Meister spricht über Dinge, die dich wirklich interessieren, die ganz konkret dein Sein betreffen. Er langweilt dich nicht mit irrelevanten Themen, mit religiösen Phrasen, mit esoterischen Spekulationen. Er spricht über das Leben, wie es ist. Er spricht über Liebe, Beziehung, Familie, Sex, Eifersucht, Streit; er spricht über Geld, Arbeit, Beruf und Berufung und über deinen Alltagsfrust; er spricht übe

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„Langes Hoffen und Warten ängstigt das Herz; aber die Erfüllung der Sehnsucht ist ein Baum des Lebens.“ 13.12

 

© 2016 Kommentar: Bhajan NoamDie Zeit des Wartens auf ein ersehntes Ereignis empfindet jeder unterschiedlich. Einer durchlebt sie voller Ungeduld oder in Ängsten, ein anderer genießt sie und kostet ganz seine Vorfreude aus. Eine buddhistische Geschichte erzählt von zwei Schülern, die ihren Meister fragen, wann sie endlich die Erleuchtung erfahren. Zum ersten Schüler sagt der Meister

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„Das Licht der Gerechten brennt fröhlich.“ 13.9

 

© 2016 Kommentar: Bhajan Noam - Freude, Fröhlichkeit sind keine Eigenschaften, sie sind das Leben selbst. Wäre die Grundsubstanz der Welt nicht pure Freude, gäbe es keinen Vogelgesang, keine tausendbunte Blütenpracht, keine Sonne, keinen Mond und keinen Sternenhimmel. Deshalb brennt auch das Licht dessen, der erkannt hat, der erwacht ist, fröhlich. Wie könnte er traurig sein? Für ihn existiert nur Schönheit und ewiges, glückseliges Sein.

 

Freu

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„Mancher stößt Reden aus wie Schwertstiche; aber die Zunge der Weisen ist Heilung.“ 12.18

 

© 2016 Kommentar: Bhajan Noam - Zu diesem Kommentar inspirierte mich ein besonderer Feiertag. Beim Aufwachen heute in der Frühe erfüllte ein feines Licht den Raum und ebenso meinen Geist. Es ist das jüdische Fest Shavuot. An diesem Tag empfing das Volk Gottes am Berge Sinai vor rund 3300 Jahren die heilige Thora. Shavuot wird fünfzig Tage nach Pessach begangen. Beide Feiertage, Pessach und Shavuot, finden

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Es erzeigt sich selber Gutes der Liebreiche; aber seinen Leib verdirbt der Grausame.“ 11.17

 

© 2016 Kommentar: Bhajan Noam - Sieben heilige Früchte hat Israel: Oliven, Weintrauben, Datteln, Feigen, Granatäpfel, Weizen und Gerste. Sie alle sind gehaltvolle und wertvolle Nahrungsmittel, ihr Verzehr dient einem gesunden und langen Leben. Der Liebreiche, der die Weisheit liebt, der das wahre Leben liebt, der in Harmonie ist mit dem Kosmos und den göttlichen Gesetzen, der Freude und Stärke verkörpe

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„Denn durch mich (die Weisheit) werden deiner Tage viel sein, und sich dir mehren Jahre des Lebens.“ 9.11

 

© 2016 Kommentar: Bhajan Noam - Um diesen Spruch in seiner Tiefe zu verstehen, müssen wir unterscheiden zwischen unserem körperlichen, begrenzten, einmaligen Auftreten in dieser Welt, der Seele, die viele Zeitalter in abwechselnden Verkörperungen durchschreiten mag und dem Jenseitigen, dem Ewigen, dem SEIN, das hinter all den Theaterrollen unsere letztlich einzige Wirklichkeit ist. In der

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"Aber wer mich (die Weisheit) verfehlt, beraubt sich selber,
all meine Hasser lieben den Tod." 8.36
 
© 2016 Kommentar: Bhajan NoamBegriffe, über die man spricht, wollen definiert sein, sonst ist alles Reden oder Schreiben vergebliche Mühe. Ohne klare Einordnung entwickelt sich bisweilen kein Verständnis beim Gegenüber oder es kommt zu Missverständnissen. Noch heilloser kann es werden, wenn der Lesende oder Hörende glaubt, verstanden zu haben, doch er hat mangels eindeutiger Definiti
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Ein Mann der Untat geht umher mit gekrümmtem Munde. Hat Ränke im Herzen, schmiedet Unheil zu aller Zeit; stiftet Zänkereien an. Darum kommt plötzlich sein Sturz; jählings wird er umgebrochen ohne Heilung.“ 6.12,14,15

 

© 2016 Kommentar: Bhajan Noam - Das Schöne an König Salomons Sprüchen ist, in ihnen findet kein Moralisieren statt, es werden nur Fakten aufgezählt und logische Schlüsse gezogen: Dies ist die Ursache, das sind die Wirkungen. Du kannst soundso leben, dich soundso benehmen und dara

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"Mehr als alles Bewahrungswürdige bewache dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus." 4.23
 
© 2016 Kommentar: Bhajan Noam
 

„Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen.“ (Jüdisches Sprichwort)

 

Physikalisch, mechanisch, rein anatomisch betrachtet sind zwar Herz und Atmung die Motoren des Lebens, Salomon aber will uns mit seinem Spruch auf das spirituelle Herz als wahres Zentrum unseres Seins aufmerksam machen. Das Bewahrungswürdige ist für ihn

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„Mein Sohn, merk' auf meine Reden, meinen Aussprüchen neige dein Ohr; dass sie nicht entrücken deinem Auge! Bewahre sie in deinem Herzen. Denn Leben sind sie denen, die sie gefunden, und dem ganzen Leibe Arznei.“ 4.20-22

 

© 2016 Kommentar: Bhajan NoamNeueste Forschungen haben folgende signifikante Verbindung zwischen Ohr und Herz entdeckt: Führt der Defekt eines gewissen Gens zu einem niedrigen Ruhepuls oder zu Herzrhythmusstörungen, so kann der gleiche Defekt auch Taubheit auslösen. Diesen

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„Heil dem Menschen, der Weisheit gefunden, und dem Menschen, der Einsicht gewonnen! Denn sie zu erwerben ist besser als Silber, sie zu gewinnen ist besser als Gold. Langes Leben birgt sie in ihrer Rechten, in ihrer Linken Reichtum und Ehre. Ihre Wege sind freundliche Wege, und all ihre Steige Heil. Ein Baum des Lebens ist sie dem an ihr Festhaltenden, und die sie erfassen, sind selig gepriesen.“ 3.13,14,16-18

 

© 2016 Kommentar: Bhajan Noam - In seinen „Hymnen an die Nacht“ schreibt der Dichter

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"Sei nicht weise in deinen (eigenen) Augen; liebe den Ewigen und weiche vom Bösen. Das wird sein eine Heilung deinem Leibe, und ein Saft für deine Gebeine." (Sprüche Salomon 3, Verse 7 u. 8)

 

© 2016 Kommentar: Bhajan Noam - Salomon spricht hier wider die Eitelkeit der scheinbar Wissenden. Sei nicht stolz auf deine Weisheit, sagt er, denn sie stammt nicht von dir; du kannst dir vielleicht mit viel Fleiß eine Menge unbedeutendes Wissen erwerben, doch alle Weisheit kommt alleine von Gott. Von Sokr

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Der Besuch - eine kleine Geschichte

Ein frommer Mann besuchte jeden Tag den Tempel und hatte es in seinem Glaubensleben schon weit gebracht. Nichts wünschte er sich sehnlicher, als seinem Gott einmal leibhaftig zu begegnen und bat ihn in langen Meditationen und Gebeten: „Jeden Tag komme ich in den Tempel, um Dir zu begegnen. Jetzt wäre es mir eine große Freude, wenn auch Du einmal in mein Haus kommen und mich besuchen würdest.“ Und er hörte eine innere Stimme, die sagte: „Ich werde kommen. Mache nur alles bereit.“

Der Fromme lief

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Der Tod des Meisters und des Schülers

„Wirst du heute von uns gehen“, fragte ein Schüler seinen Meister, der blass, ja fast durchscheinend auf seinem Bett lag und eine noch tiefere Stille ausstrahlte als zuvor.

 

„Nein“, erwiderte der Meister nach einer Weile mit leiser Stimme, „ich bin schon vor langer Zeit gegangen. Was euch segnend berührte, war eine Hand Gottes, was ihr hörtet, war eine Stimme Gottes, was euch anschaute, war ein Auge Gottes.“

 

„Aber diese heilige Hand, dieser selige Mund und dieses erleuchtete Auge werden uns n

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Segnen

Dieses Universum wurde zu unserem Nutzen und aus Liebe erschaffen. Es dient der geistigen und spirituellen Evolution. In allen traditionellen Völkern wird gelehrt, dass wir den Auftrag haben, die Erde zu beschützen und zu verschönern, sowie für künftige Generationen vor Schaden zu bewahren. Nirgendwo steht geschrieben, dass wir die Erde ausrauben und zerstören sollen. Ob wir ein purer Materialist sind oder ein Yogi im Samadhi - diese Verantwortung wird uns nicht abgenommen. Und wenn wir klar den

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Was ist Religion?

Du kannst zwar Mitglied einer toten Institution werden, aber du kannst nicht einer Religion beitreten. Religion ist eine lebendige Kraft, die eines Tages über dich kommt wie ein Blitz. Religion geschieht dir. Und sie packt dich an deinen tiefsten Wurzeln, um dich deinem geliebten Garten zu entreißen und dich der Wildnis preiszugeben. Religion ist, wenn der Löwe in dir zu brüllen beginnt. Religion ist, wenn Gott deine alte Seele zum Teufel schickt, um allen Platz in dir nur für sich zu beanspruch
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