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Nirvanashatka Kirtan Text, Video, Audio mp3 download, Übersetzung und Erläuterungen. Nirvanashatka ist ein Vedanta Kirtan. Erfahre mehr über seine Bedeutung, lausche Videos und Audios, lerne Nirvanashatka, im Yoga Vidya Kirtanheft die Nr. 404, selbst zu singen, anzuleiten, auf einem Musikinstrument zu begleiten.

404. Nirvana Shatkam
Mano-buddhy-ahankara-chittani Naham
Na Cha Shrotra-jihve Na Cha Ghrana-netre /
Na Cha Vyoma-bhumir Na Tejo Na Vayuh
Chidananda Rupah Shivoham Shivoham // 1 //

Na Cha Prana-sanjno Na Vai Pancha-vayuh
Na Va Sapta-dhatur Na Va Pancha-koshah /
Na Vak Pani-padau Na Chopastha-payu
Chidananda Rupah Shivoham Shivoham // 2 //

Na Me Dvesha-ragau Na Me Lobha-mohau
Mado Naiva Me Naiva Matsarya-bhavah /
Na Dharmo Na Chartho Na Kamo Na Mokshaha
Chidananda Rupah Shivoham Shivoham // 3 //

Na Punyam Na Papam Na Saukhyam Na Duhkham
Na Mantro Na Tirtham Na Veda Na Yajnah /
Aham Bhojanam Naiva Bhojyam Na Bhokta
Chidananda Rupah Shivoham Shivoham // 4 //

Na Me Nrityu-shanka Na Me Jati-bhedaha
Pita Naiva Me Naiva Mata Cha Janma /
Na Bandhur Na Mitram Gurur Naiva Shishyaha
Chidananda Rupah Shivoham Shivoham // 5 //

Aham Nirvikalpo Nirakara-rupo
Vibhutvach Cha Sarvatra Sarvendriyanam /
Sada Me Samatvam Na Muktir Na Bandhaha
Chidanandarupah Shivoham Shivoham // 6 //



Videos zum Hören und Mitsingen
Erläuterungen und Übersetzungen
Noten und Akkorde
Audio mp3, auch zum Download

Nirvana shatka, auch geschrieben Nirvanashatka bzw. Nirvanashatkam sind die sechs Strophen (Shatka) zur Befreiung. Man könnte auch sagen, das Nirvana Sextett. Nirvana Shatka wird dem Shankara zugeschrieben, der große Vedanta Jnana Yoga Meister um 800 n.Chr. Nirvana Shatka kann gesungen und auch rezitiert werden.

Nirvanashatka Videos

Übersetzungen und Erläuterungen zum Nirvanashatka

Es gibt verschiedene Weisen, wie man den Nirvanashatka übersetzen kann. Grundsätzlich ist die Bedeutung eines Kirtans mehr als die Bedeutung der einzelnen Worte. Für einen Bhakta, einen Gottesverehrer, einen Kirtanisten, ist ein Kirtan ein Lobpreis Gottes. Oft sind sich auch in Indien die Sänger nicht bewusst, was die Bedeutung der Worte ist. Sie spüren einfach Bhakti, Hingabe, Liebe, Gottesnähe. 

Spirituelle Übersetzung Nirvanashatka

Meine Wahre Natur ist Wissen und Glückseligkeit. Ich bin Shiva, reines Bewusstsein.

Nirvanashatka Bedeutung und Herkunft

„Nirvana Shatka“ ist ein Werk von Shankaracharya, mindestens ein Werk, das dem großen Vedanta-Meister und Jnana Yoga Guru Shankaracharya zugeschrieben wird. Es heißt: „Die sechs Strophen zum Nirvana.“ Shatka heißt „die Sechsheit“ oder „Sextett“, könnte man auch sagen. Shat heißt sechs, Shatka heißt Sextett oder die Gruppe von sechs Strophen, und Nirvana ist natürlich das Nirvana, Befreiung, das Verlöschen, das Loslösen von der Verhaftung an die Materie. „Nirvana Shatka“ sind also sechs Strophen zur Befreiung mit tiefer Bedeutung. In diesem Werk werden alle verschiedenen Konzepte des Jnana Yoga erwähnt. Und man singt gerne diese sechs Strophen am Ende einer längeren Lehrperiode.
In diesen sechs Strophen werden eigentlich alle wichtigen Begriffe einer Unterweisung im ganzheitlichen Yoga beschrieben und es wird einem danach gesagt: „Was auch immer du gehört hast über das Beschränkte, das bist du nicht.“ In der ersten Strophe z.B. werden die vier Teile des Geistes beschrieben, Manas, Buddhi, Ahamkara und Chitta, es werden die fünf Wahrnehmungsorgane beschrieben, es werden außerdem die verschiedenen Elemente beschrieben und es wird dann gesagt: „All das bist du nicht.“ Ein Yogaschüler lernt eben über den Geist, er lernt über das Funktionieren des Geistes und wie er mit seinem Geist besser umgehen kann. Und dann heißt es: „Sei dir bewusst, du bist nicht dieser Geist, auch wenn es gut ist, geschickt damit umgehen zu lernen.“ Man lernt, die Sinneseindrücke zu würdigen und mit diesen Sinneseindrücken geschickt umzugehen und dann soll man sich bewusst machen: „Aber du bist nicht die Sinneseindrücke.“
Es ist gut, sich mit den Elementen auszukennen, Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther und welche verschiedenen Erfahrungen damit zusammenhängen, sich dann aber bewusst zu machen: „Du bist nicht diese verschiedenen Aspekte der Elemente.“ Es ist gut, mehr zu wissen über das Prana, über die Pancha Vayus, die fünf Manifestationen des Pranas, es ist gut, sich auszukennen über die Sapta Dhatus, die sieben Bestandteile des Körpers, es ist gut, sich auszukennen über die Pancha Koshas, die fünf verschiedenen Hüllen, und es ist gut, sich auszukennen über die fünf Handlungsorgane. Aber dann kommt wieder der Refrain: „Chidananda Rupah Shivoham Shivoham Satchidananda Rupah Shivoham Shivoham. Ich bin Shiva, reines Bewusstsein, Sein, Wissen und Glückseligkeit. Meine wahre Natur ist Chidananda, Wissen und Wonne, Satchidananda, Sein, Wissen und Wonne.“
Und so geht es im ganzen Kirtan weiter, oder in dieser Stotra, wie es auch genannt wird, also Nirvana Shatka, alle verschiedenen Subthemen oder Subjekte des Wissen, alle verschiedenen Themen, die wir z.B. auch bei Yoga Vidya im Rahmen der Yogalehrerausbildung behandeln, all die werden angesprochen im Nirvana Shatka und da wird eben gesagt, sei dir bewusst: „Ich bin all diese Dinge nicht.“ Es ist gut, sich auszukennen mit allem Möglichen, aber am wichtigsten ist, zu erkennen: „Satchidananda Rupah Shivoham Shivoham. Meine wahre Natur ist Sein, Wissen und Glückseligkeit. Ich bin Shiva, reines Bewusstsein.“ Dieses Lied singen wir bei Yoga Vidya eben gerne am Ende von Ausbildungen, am Ende auch von einer Intensivwoche, wir singen es auch öfters mal am Mittwoch früh, dann nämlich, wenn die Gäste in einem Ashram schon vertraut sind mit den verschiedenen Aspekten des Yoga, und wir singen es gerne zusammen, gemeinsam.
Es gibt von dieser Stotra verschiedene Weisen der Rezitation. Man kann es einfach rezitieren, man kann es auf verschiedene Melodien singen. Bei Yoga Vidya hat sich eine Melodie besonders durchgesetzt, die ich bei Swami Brahmananda in Rishikesh gelernt habe im Jahr 1992, als ich das erste Mal im Ashram war und wo auch eine intensive Vision von Swami Sivananda zur Gründung von Yoga Vidya im gleichen Jahr geführt hat. Aber natürlich, Swami Brahmananda, der Schüler von Swami Sivananda, hat diese Melodie nicht selbst gefunden oder erfunden, sondern es ist eine der alten Melodien, in der das Nirvana Shatka rezitiert werden kann oder gesungen werden kann.

Text des Nirvanashatka mit diakritischen Zeichen:

Hier der Text des Nirvanashatka in der IAST Transkription, also mit diakritischen Zeichen, auch wissenschaftliche Umschrift genannt. Wenn du dich mit der IAST Umschrift auskennst, weißt du genau, wie die Wörter genau ausgesprochen werden.

404. nirvāṇa-ṣaṭka
mano-buddhy-ahaṅkāra-cittāni nāham
na ca śrotra-jihve na ca ghrāṇa-netre /
na ca vyoma-bhūmir na tejo na vāyuḥ
cid-ānanda-rūpaḥ śivo'haṃ śivo'ham // 1 //

na ca prāṇa-saṃjño na vai pañca-vāyuḥ
na vā sapta-dhātur na vā pañca-kośaḥ /
na vāk pāṇi-pādau na copastha-pāyū
cid-ānanda-rūpaḥ śivo'haṃ śivo'ham // 2 //

na me dveṣa-rāgau na me lobha-mohau
mado naiva me naiva mātsarya-bhāvaḥ /
na dharmo na cārtho na kāmo na mokṣaḥ
cidānanda-rūpaḥ śivo'haṃ śivo'ham // 3 //

na puṇyaṃ na pāpaṃ na saukhyaṃ na duḥkham
na mantro na tīrthaṃ na vedā na yajñāḥ /
ahaṃ bhojanaṃ naiva bhojyaṃ na bhoktā
cidānanda-rūpaḥ śivo'haṃ śivo'ham // 4 //

na me mṛtyu-śaṅkā na me jāti-bhedaḥ
pitā naiva me naiva mātā ca janma /
na bandhur na mitraṃ gurur naiva śiṣyaḥ
cidānanda-rūpaḥ śivo'haṃ śivo'ham // 5 //

ahaṃ nirvikalpo nirākāra-rūpo
vibhutvāc ca sarvatra sarvendriyāṇām /
sadā me samatvaṃ na muktir na bandhaḥ
cidānandarūpaḥ śivo'haṃ śivo'ham // 6 //

Wort-für-Wort-Übersetzung

Hier die Wort-für-Wort-Übersetzung des Nirvanashatka:

nirvāṇa n. das Verlöschen, Tod, Befreiung von der Materie; ṣaṭka n. Gruppe von sechs (hier Strophen).

Strophe 1: manas n. Denken; buddhi f. Wahrnehmung, Intellekt, Unterscheidungskraft; aham ich; -kāra am Ende von Komposita: machend, m. Macher; ahaṃkāra m. Ich-/Selbst-Gefühl, Ego; citta n. Gedachtes, Gedanke, Denken, Denkfähigkeit, Vernunft; na nicht; ca und; śrotra n. Ohr; jihvā f. Zunge; ghrāṇa m./n. Geruch, Riechen, Nase; netra n. Auge; vyoman n. Himmel, Atmosphäre; bhūmi f. Erde; tejas n. Schärfe, Hitze, Glanz, Feuer; vāyu m. Wind; cit f. Gedanke, Wahrnehmung, Bewußtsein, brahman; ānanda m./n. Glückseligkeit; rūpa n. Form. Gestalt, Natur, Eigenschaft; cid-ānanda m./n. Bewußtsein und Glückseligkeit (in sac-cid-ānanda-rūpa aus der Wiederholung im alten Kirtanheft ist sat, Sein, ergänzt, weil die drei Begriffe oft zusammen vorkommen. Das ist aber vom Dichter nicht beabsichtigt, da das Versmaß 12, nicht 13 Silben verlangt); śiva glückverheißend, m. Name eines der Hauptgötter des Hinduismus; aham ich.

Strophe 2: na nicht; ca und; prāṇa m. Atem; saṃjñā (Aussprache sañ-jñā) f. Bewußtsein, Intellekt, Bezeichnung, Name (oft am Ende von Komposita); vai fürwahr; pañcan fünf; vāyu m. Wind; pañca-vāyu hier: dessen Atemsorten sieben sind (pañca-prāṇāḥ, die 5 Atemsorten: prāṇa, apāna, vyāna, udāna, samāna, nämlich: 'Weg-atem' - der von außen geholt wird, 'Nach-unten-Atem,' 'Auseinander-atem,' 'Auf-atem,' 'Zusammen-atem'; oder; saptan sieben; dhātu m. Element, Grundsubstanz, die sieben (sapta-dhātavaḥ m. pl.) sind: rasa (Lymphe), asṛk (= rakta, Blut), māṃsa (Fleisch), meda (Fett), asthi (Knochen), majjā/majjan (Mark), śukra (Samen); kośa/koṣa m./n. Gefäß, in der Philosophie: (Körper-)-Hülle; pañca-koṣāḥ m. pl. die fünf Hüllen des Körpers: anna-, prāṇa-, mano-, vijñāna-, ānanda-maya-kośas, aus Speise-, Atem-, Wissen/Intelligenz-, Glückseligkeit bestehende Hüllen; vāc f. Wort, Ausdruck, Sprache; pāṇi m. Hand; pāda m. Fuß; upastha m. Schoß, m./n. Fortpflanzungsorgan (weiblich und männlich); pāyu m. After.

Strophe 3: na nicht; me mir, mein; dveṣa m. Haß; rāga m. Färbung, rote Farbe, Liebe, Leidenschaft (gegen alle anderen Ausgaben liest das alte Kīrtanbuch rāga-dveṣau, so daß es nicht übernommen wurde); lobha m. Gier; moha m. Bewußtlosigkeit, Verblendung, Verwirrung; mada m. Berauschung u.ä.; eva Partikel, betont das vorhergehende Wort; mātsarya n. Neid, Eifersucht; bhāva m. Sein, Werden, Zustand, Gefühl; alle sechs Elemente zusammen sind die ṣaḍ-ripu, die sechs Feinde, die normalerweise so aufgezählt werden: kāma, krodha, lobha, moha, mada, matsara: Verlangen, Zorn, Gier, Verblendung, Berauschung, Neid; dharma m. Gesetz, Religion, Pflicht, Recht, Gerechtigkeit; artha m. u.a. Zweck, Sinn, Nutzen, Objekt, Reichtum, Geld; kāma m. Wunsch, (sinnliches) Verlangen/Vergnügen, Liebe, Gott der Liebe; mokṣa m. Befreiung, Erlösung; die vier zusammen sind die puruṣārthas, die Ziele des Menschen.

Strophe 4: na nicht; puṇya n. Tugend, religiöses oder moralisches Verdienst; pāpa n. Übel, Sünde etc.; saukhya n. Glück, Zufriedenheit; duḥkha n. Sorge, Schmerz, Unglück; mantra m. Strophe/Hymne aus dem Veda, Anrufung, Gebetsformel etc.; tīrtha n. Furth, Pilgerstätte; veda m. Wissen, Gruppe der ältesten überlieferten indo-europäischen Texte, die als heilig gelten, die 4 Vedas: g- (in Versen bestehender), Sāma- (in Melodien bestehender), Yajur- (in Opfersprüchen bestehender), Atharvaveda (Veda der Atharvan-Priester); yajña m. Opfer; aham ich; bhojana n. (Vorgang von) Essen/Genießen, das Füttern; Speise; bhojya n. das zu essende, genießende, Speise; bhoktṛ m. Esser, Genießer; die drei letzteren zusammen sind die tripuṭi, in welche die Schöpfung sich am Anfang aufspaltet: Subjekt, Objekt und ihre Interaktion.

Strophe 5: na nicht; mṛtyu m. Tod; śāṃkā f. Zweifel, Angst etc. (na me mṛṭyu-śaṃkā wie im altem Kirtanbuch mit Bhagavat, Śivānandāśram Bhajanāvalī, Rest na mṛtyur na śaṃkā); me mir, mein; jāti f. Geburt, Familie, Gattung, Kaste; bheda m. Das Aufspalten, Aufteilung, Unterscheidung; pitṛ m. Vater; mātṛ f. Mutter; janman n. Geburt, Ursprung; bandhu m. Verwandter, Bruder, Freund; mitra n. Freund; guru schwer, wichtig, verehrungswürdig, m. (oft spiritueller) Lehrer; śiṣya m. Schüler.

Strophe 6: aham ich; niḥ/nir Präfix ohne; vi-kalpa m. Zweifel, Alternative, Irrtum, Unterscheidung, Vorstellung; ā-kāra m. Form, Figur, Erscheinung, Gesichtsausdruck; rūpa n. Form. Gestalt, Natur, Eigenschaft (hier wurde der Sandhi beibehalten, weil zumeist so rezitiert wird); nir-ākāra-rūpa von der Gestalt des Gestaltlosen = gestaltlos; vi-bhu u.a. ewig, alldurchdringend; vi-bhutva n. das Alldurchdringend-sein; sarvatra überall; sarva all-; indriya n. Sinnesorgan; Śivānandāśrama Bhajanāvalī liest vibhur vyāpya sarvatra sarvendriyāṇi 'ich bin alldurchdringend, indem ich alle Sinnesorgane überall durchdringe'; sadā immer; me mein, mir; samatva n. Gleichheit, Gleichmut (also entweder besitzt er stets Gleichmut, oder stets Gleichheit in dem Sinn, daß er immer gleich ist; Sivananda Ashram Devotional Songs, Śaṃkaragranthāvali und Bṛhatstotraratnākara lesen na cāsaṃgataṃ naiva..., aber die hier wiedergegebene Version scheint recht populär zu sein); mukti f. Befreiung; bandha m. Band, Bindung.

Wörtliche Übersetzung

Die Gruppe von sechs (Strophen) über das Verlöschen/die Befreiung


Ich bin nicht Denken, Intellekt, Ich-Gefühl, Gedanke und nicht Ohr, Zunge, und nicht Nase und Augen, und nicht Raum und Erde, nicht Feuer, nicht Wind: ich bin Śiva, ich bin Śiva, dessen Natur Bewußtsein und Glückseligkeit ist.

Und nicht [bin ich] einer, dessen Bezeichnung 'Atem' ist, nicht fürwahr einer mit fünf Atemsorten, oder sieben Grundsubstanzen, oder fünf Hüllen, [ich bin] nicht Sprache, Hände und Füße, und nicht Zeugungsorgan und After; ich bin Śiva, ich bin Śiva, dessen Natur Bewußtsein und Glückseligkeit ist.

Ich habe weder Haß noch Leidenschaft, ich habe keine Gier und Verblendung, keine Berauschung, habe kein Gefühl des Neids, keine Pflicht, kein weltliches Ziel, kein Verlangen, keine Erlösung, ich bin Śiva, ich bin Śiva, dessen Natur Bewußtsein und Glückseligkeit ist.

[Ich habe] keine Tugend, keine Sünde, kein Glück, kein Unglück, keinen Mantra, keine Pilgerstätte, keine Vedas, keine Opfer, ich bin nicht das Genießen, nicht das zu Genießende, nicht der Genießer, ich bin Śiva, ich bin Śiva, dessen Natur Bewußtsein und Glückseligkeit ist.

Ich habe keine Angst vor dem Tod, keine Kastenunterscheidung, ich habe nicht Vater, nicht Mutter und Geburt, keinen Verwandten, keinen Freund, Guru, keinen Schüler, ich bin Śiva, ich bin Śiva, dessen Natur Bewußtsein und Glückseligkeit ist.

Ich bin ohne Vorstellung, gestaltlos, weil die Sinnesorgane alles durchdringen, [bin ich] überall, stets [bin ich] gleich, [habe] keine Befreiung noch Bindung, ich bin Śiva, ich bin Śiva, dessen Natur Bewußtsein und Glückseligkeit ist.

Nirvanashatka in Devanagari Schrift

Hier der Nirvanashatka in der Schrift, in der in Indien Sanskrit geschrieben wird, also in der Devanagari Schrift: 

404. nirvāṇa-ṣaṭka
मनोबुद्ध्यहङ्कारचित्तानि नाहम्
न च श्रोत्रजिह्वे न च घ्राणनेत्रे /
न च व्योमभूमिर् न तेजो न वायुः
चिदानन्दरूपः शिवोऽहं शिवोऽहम् // १ //

न च प्राणसंज्ञो न वै पञ्चवायुः
न वा सप्तधातुर् न वा पञ्चकोशः /
न वाक् पाणिपादौ न चोपस्थपायू
चिदानन्दरूपः शिवोऽहं शिवोऽहम् // २ //

न मे द्वेषरागौ न मे लोभमोहौ
मदो नैव मे नैव मात्सर्यभावः /
न धर्मो न चार्थो न कामो न मोक्षः
चिदानन्दरूपः शिवोऽहं शिवोऽहम् // ३ //

न पुण्यं न पापं न सौख्यं न दुःखम्
न मन्त्रो न तीर्थं न वेदा न यज्ञाः /
अहं भोजनं नैव भोज्यं न भोक्ता
चिदानन्दरूपः शिवोऽहं शिवोऽहम् // ४ //

न मे मृत्युशङ्का न मे जातिभेदः
पिता नैव मे नैव माता च जन्म /
न बन्धुर् न मित्रं गुरुर् नैव शिष्यः
चिदानन्दरूपः शिवोऽहं शिवोऽहम् // ५ //

अहं निर्विकल्पो निराकाररूपो
विभुत्वाच् च सर्वत्र सर्वेन्द्रियाणाम् /
सदा मे समत्वं न मुक्तिर् न बन्धः
चिदानन्दरूपः शिवोऽहं शिवोऽहम् // ६ //

Nirvanashatka Noten und Akkorde

Hier findest du die Noten und die Akkorde des Nirvanashatka. Wenn du Harmonium, Klavier, Gitarre oder ein anderes Melodieinstrument beherrschst oder nach Noten singen kannst, wird dir das sehr hilfreich sein.

404 Nirvanashatkam

Nirvanashatka Harmonium Lern-Video

Sukadev spielt auf dem Harmonium Nirvanashatka, damit du es selbst lernen kannst, mitspielen bzw. auf Harmonium oder anderem Musikinstrument begleiten kannst

Audio mp3s - auch zum Download

Hier findest du einige Audio mp3s, auch zum Download, des Nirvanashatka:


Übrigens: Viele Mantra und Kirtan mp3s zum Download findest du auf der Mantra mp3 Seite.

Erläuterungen

Hier ein Kurzvortrag zur Bedeutung von Nirvanashatka

Weitere Kirtans, Mantras und Lieder

Nirvanashatka ist ein Vedanta Kirtan. Hier findest du weitere inspirierende Lieder und Kirtans:

Links zu Mantras und Kirtans

Youtube Playlist Nirvanashatka

Hier findest du alle Youtube Videos zum Nirvanashatka

Alternative Schreibweise vom Nirvanashatka

Es gibt verschiedene Weisen, wie man die Sanskritschrift transkribieren kann. In Indien findest du Mantras ganz unterschiedlich geschrieben. Hier eine in Indien durchaus übliche alternative Schreibweise, in der man z.B. statt sh s, statt v w, statt langem u oo und statt langem i ee schreibt.

404. Nirvana Satka
Mano Buddhy Ahankara Chittani Naham
Na Cha Srotra Jihve Na Cha Ghrana Netre /
Na Cha Vyoma Bhoomir Na Tejo Na Vayuh
Chid Ananda Roopah Sivoham Sivoham // 1 //

Na Cha Prana Samjno Na Vai Pancha Vayuh
Na Va Sapta Dhatur Na Va Pancha Kosah /
Na Vak Pani Padau Na Chopastha Payoo
Chid Ananda Roopah Sivoham Sivoham // 2 //

Na Me Dvesa Ragau Na Me Lobha Mohau
Mado Naiva Me Naiva Matsarya Bhavah /
Na Dharmo Na Chartho Na Kamo Na Moksah
Chidananda Roopah Sivoham Sivoham // 3 //

Na Punyam Na Papam Na Saukhyam Na Duhkham
Na Mantro Na Teertham Na Veda Na Yajnah /
Aham Bhojanam Naiva Bhojyam Na Bhokta
Chidananda Roopah Sivoham Sivoham // 4 //

Na Me Mrityu Sanka Na Me Jati Bhedah
Pita Naiva Me Naiva Mata Cha Janma /
Na Bandhur Na Mitram Gurur Naiva Sisyah
Chidananda Roopah Sivoham Sivoham // 5 //

Aham Nirvikalpo Nirakara Roopo
Vibhutvach Cha Sarvatra Sarvendriyanam /
Sada Me Samatvam Na Muktir Na Bandhah
Chidanandaroopah Sivoham Sivoham // 6 //

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Tags: Befreiung, Bhajan, Kirtan, Kirtanheft, Mantra, Nirvanashatka, Nirvānāshatakam, Shankaracharya, Spirituelle-Lieder, Vedanta-Kirtan, Mehr...Vidya, Yoga, Yoga-Vidya-Kirtanheft, vidya-mantra

Kommentar von Yoga Vidya Kirtanheft am 3. Oktober 2009 um 1:36pm

Mano Buddhy Ahamkāra
Chittāni Nāham
Na Cha Shrotrajihve
Na Cha Ghrānanetre
Na Cha Vyoma Bhūmir
Na Tejo Na Vāyuh
Chidānanda Rūpah
Shivoham Shivoham
Sacchidānanda Rūpah
Shivoham Shivoham

Na Cha Prānasangne
Na Vai Panchavāyuh
Na Vā Saptadhātur
Na Vā Panchakoshah
Na Vāk Pānipādau
Na Chopasthapāyū
Chidānanda Rūpah
Shivoham Shivoham
Sacchidānanda ...

Na Me Rāgadweshau
Na Me Lobhamohau
Mado Naiva Me Naiva
Mātsaryabhāvah
Na Dharmo Na Chārtho
Na Kāmo Na Mokshah
Chidānanda Rūpah
Shivoham Shivoham
Sacchidānanda ...

Na Punyam Na Pāpam
Na Saukhyam Na Dukham
Na Mantro Na Tīrtham
Na Vedā Na Yagnah
Aham Bhojanam Naiva
Bhojyam Na Bhoktā
Chidānanda Rūpah
Shivoham Shivoham
Sacchidānanda ...

Na Me Mrutyushankā
Na Me Jātibhedah
Pitā Naiva Me Naiva
Mātā Cha Janmah
Na Bandhur Na Mitram
Gurur Naiva Shishyah
Chidānanda Rūpah
Shivoham Shivoham
Sacchidānanda ...

Aham Nirvikalpo Nirākāra Rūpo
Vibhutvāchcha Sarvatra
Sarvendriyānām
Sadā Me Samatvam
Na Muktir Na Bandhah
Chidānanda Rūpah
Shivoham Shivoham
Sacchidānanda ...

Sechs Strophen zur Befreiung
Von Jagadguru Shankarāchārya

Übersetzt heißt es:
Ich bin weder Denkprinzip, noch Intellekt, weder Ego noch Unterbewusstsein. Ich kann nicht gehört, noch in Worte gefasst werden, kann weder durch Sehen noch durch Geruch jemals erfasst werden. Ich bin unabhängig von den 4 Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft.
Meine wahre Natur ist Wissen und Glück-seligkeit. Ich bin Shiva. Ich bin Shiva.
Meine wahre Natur ist absolutes Sein, Wissen und Glückseligkeit. Ich bin Shiva. Ich bin Shiva.

Ich bin nicht das Prana, ich atme keine Luft. Ich bestehe nicht aus den 7 Körper-säften und auch nicht aus den 5 Koshas (Hüllen, Körpern). Ich habe keine Hände, keine Füße, keinen Mund, keine Ge-schlechts- oder Ausscheidungsorgane.
Meine wahre Natur ist Wissen und Glück-seligkeit. Ich bin Shiva. Ich bin Shiva.
Meine wahre Natur ist absolutes Sein, Wissen und Glückseligkeit. Ich bin Shiva. Ich bin Shiva.

Ich bin jenseits von Zuneigung und Ab-neigung, jenseits von Verhaftung und Loslösung. Ich bin jenseits von Gier und Egoismus. Ich habe keinen Wunsch nach Gerechtigkeit, Reichtum, Vergnügen oder Befreiung.
Meine wahre Natur ist Wissen und Glück-seligkeit. Ich bin Shiva. Ich bin Shiva.
Meine wahre Natur ist absolutes Sein, Wissen und Glückseligkeit. Ich bin Shiva. Ich bin Shiva.

Ich kenne weder Verdienst noch Sünde. Ich brauche weder Mantra noch Pilger-reise, weder Schriften, noch Rituale. Ich bin weder der Sinnesgenuss, noch der Geniesser, noch das Geniessen.
Meine wahre Natur ist Wissen und Glück-seligkeit. Ich bin Shiva. Ich bin Shiva.
Meine wahre Natur ist absolutes Sein, Wissen und Glückseligkeit. Ich bin Shiva. Ich bin Shiva.

Ich habe keine Angst vor dem Tod, bin nicht verhaftet an Kaste oder Volk. Ich kenne weder Vater noch Mutter, weder Freunde noch Verwandte. Ich bin weder Guru noch Schüler.
Meine wahre Natur ist Wissen und Glück-seligkeit. Ich bin Shiva. Ich bin Shiva.
Meine wahre Natur ist absolutes Sein, Wissen und Glückseligkeit. Ich bin Shiva. Ich bin Shiva.

Ich bin weder Körper noch Geist, ich bin nicht das Gewusste, der Wissende oder das Wissen. Ich bin nicht die Sinne. Ich bin immer gleichmütig, bin weder frei noch gebunden.
Meine wahre Natur ist Wissen und Glück-seligkeit. Ich bin Shiva. Ich bin Shiva.
Meine wahre Natur ist absolutes Sein, Wissen und Glückseligkeit. Ich bin Shiva. Ich bin Shiva.

Kommentar von Yoga Vidya Kirtanheft am 3. Oktober 2009 um 1:41pm
Sukadev Bretz singt das Nirvanashatakam auf Sanskrit und Englisch.  Es ist ein vedantischer Gesang in 6 Strophen, die uns direkt zur Befreiung führen sollen. Geschrieben wurden sie von dem Weisen Shankaracharya.
Viel Freude beim Mitsingen, wünscht euch
Rukmini


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Kommentar von Yoga Vidya Kirtanheft am 3. Oktober 2009 um 1:44pm

Maheshwara, ehemaliger Leiter des Yoga Vidya Centers Frankfurt und baldiger Leiter des Yoga Vidya Ashram Westerwald singt das Nirvanashatakam Mantra.
Kommentar von Yoga Vidya Kirtanheft am 28. Februar 2013 um 7:08pm

Nirvanashatakam mit Vishwanath

Kommentar

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