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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute lese ich wieder etwas aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda, dieses Mal aus dem Kapitel „Gesundheit“, das Unterkapitel: „Wie man sich gesund erhält“.

„Sei besonnen und mäßig, so wirst du gesund sein können. Bade in der Sonne, lebe im Freien, schlafe im Freien.“ Vielleicht nicht unbedingt momentan. Aber wir hatten ja im Sommer hier eine Menge, die auch draußen gezeltet haben. In Indien ist das sicher sehr viel leichter an mehr Monaten im Jahr.
„Sonne und frische Luft sind deine guten Ärzte. Lass deine Nahrung einfach sein. Iss nicht zuviel. Bewege dich ausreichend. Und wenn du dich nicht gut fühlst, faste, bis es dir wieder besser geht. Werde dein eigener Arzt. Unterstütze die Natur, aber zwinge sie nicht. Lass die Natur dich heilen. Die Natur ist das beste Heilmittel. Medikamente und Ärzte helfen der Natur nur bei ihrer Heilaufgabe. Ein uneinsichtiger Arzt, der das Wirken der Natur stört, schadet mehr, als er nutzt.“

Swami Sivananda war ja selbst Arzt, und er stand der Schulmedizin durchaus nicht nur kritisch gegenüber. Nicht umsonst hat er in seinem eigenen Ashram ein Krankenhaus errichtet - ein schulmedizinisches Krankenhaus. Es gab natürlich auch einen Ayurveda-Arzt im Ashram und einen Ayurveda-Apotheker. Der Ashram hat auch eine Weile selbst Ayurveda-Medizin hergestellt. Swami Sivananda war auch derjenige, der ab den 30er Jahren Hatha Yoga populär gemacht hat. So war er immer schon Befürworter von dem, was heute als ganz modern gilt – Der Verbindung von Schulmedizin mit anderen Medizinen und der einfachen Naturheilkunde. Richtiges Essen, richtige Bewegung, frische Luft, gute Schlafgewohnheiten, positives Denken – das alles gehörte für ihn dazu.

„Durch das Trinken reinen Wassers, das Essen reiner und gesunder Nahrung, durch das Einhalten der Gesetze von Gesundheit und Hygiene, durch regelmäßige Körperübungen und kalte Duschen am Morgen, durch die Praxis von Japa und Meditation – also Wiederholung des Mantras und Meditation – durch richtiges Leben, richtiges Denken, richtiges Handeln, richtiges Verhalten und dadurch, dass du dich täglich für einige Zeit an frischer Luft und Sonne aufhältst, kannst du Gesundheit, Stärke und Vitalität erlangen.“

Das sind viele einfache Tipps. Wenn wir merken, dass wir nicht gesund sind, dann können wir schauen: „Habe ich mich daran gehalten oder könnte ich da etwas verbessern?“

„Ein gesunder und spiritueller Mensch wird zu einem großen Anziehungspunkt. Er strahlt Gesundheit und Kraft aus zu all den Menschen, mit denen er Kontakt hat.“

Swami Sivananda schreibt hier auch über Gesundheit und Ernährung. Er spricht über physische Gesundheit und geistige Gesundheit. Die Art unseres Denkens hat einen Einfluss auf unseren Körper und die körperliche Gesundheit hat einen Einfluss auf unser Denken. Das ist eine ständige Wechselbeziehung.
Und auch hier kann man überlegen, ob man mit sich selbst und mit anderen freundlich umgeht. Habe ich zu meinem Schicksal eine freundliche Beziehung? Auch diese Frage kann hilfreich sein.

Manchmal machen Menschen, die diese geistigen Zusammenhänge kennen, trotzdem nicht, was physisch gesund ist. Stattdessen überlegen sie ständig: „Was habe ich alles falsch gemacht?“ Dann führt vielleicht schon eine leichte Erkältung dazu, das ganze Leben in Frage zu stellen. Es gibt so viele verschiedene Wechselwirkungen, Karma, geerbte Lebensaufgaben und Einflüsse. Und manchmal gehört es zum Leben dazu, dass man bestimmte Krankheiten erfährt. Manches können wir ändern, manches können wir positiv beeinflussen, und anderes nicht. So gilt auch im Umgang mit Gesundheit und Krankheit die Grundlagen der Bhagavad Gita: „Tu das Beste, was du kannst und dann lass los.“ Lebe gesund, soweit wie es dir möglich ist, pflege einen freundlichen Umgang mit dir selbst und anderen und deinem Schicksal, und dann lasse los.
Wenn wir unser Bestes getan haben, dann kann es trotzdem sein, dass wir die ein oder andere Krankheit haben. Die nehmen wir dann an als karmische Lektion.

Swami Sivananda schreibt hier noch:
„Die beste Medizin, das beste Tonikum gegen alle körperlichen und geistigen Beschwerden ist der ständige Gedanke, „Ich bin das unsterbliche Selbst, der Atman. Jenseits von Körper und Denken. Jenseits von Körper und Geist.“ Wiederhole im Geist diese Formel einige Male täglich. „Ich bin das unsterbliche Selbst, der Atman.“ Meditiere über ihre Bedeutung. Werde dir immer wieder bewusst, du bist nicht dieser vergängliche Körper. Du bist die unsterbliche, alles durchdringende Seele. Tat Tvam Asi – Das bist du. Erfreue dich im Satchidananda Atman, dem Selbst jenseits von allem, dem Selbst, welches Sein, Wissen und Glückseligkeit ist und werde noch in dieser Geburt ein Jivanmukta, ein lebendig Befreiter.“

In diesem Sinne machen wir im Yoga eine ganze Menge, um uns gesund zu erhalten: Asanas, Pranayama und Entspannung haben eine gesundheitsfördernde Wirkung. Meditation, Japa, einen Sinn im Leben sehen, eine liebevolle Beziehung zu sich selbst und anderen zu entwickeln – all das hat eine positive Auswirkung auf die Gesundheit. Aber Yoga ist nicht nur Gesundheit, sondern es hilft uns auch, zu dem zu kommen, was jenseits des Körpers und des normalen Denkens ist. Die Erfahrung des Unendlichen. Und in diesem Sinne ist Gesundheit ein Mittel, dass wir praktizieren können, um zum Unendlichen zu kommen. Und unsere Ziele in diesem Leben zu erreichen.

Ich wünsche dir viel Kraft, um für dich selbst und deine Gesundheit zu sorgen.

Hari Om Tat Sat

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die <a href="http://www.yoga-vidya.de">Meditation</a> im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr <a href="http://www.yoga-vidya.de">Yoga Vorträge als mp3</a>

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Tags: erkenntnis, ernährung, gesund, gesundheit, göttliche, inspirationen, karma, krankheit, leben, sattvisch, Mehr...sinn, sivananda, sukadev, tägliche, zeit

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