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© 2015 Text und Foto: Bhajan Noam 

Es ist laut in dieser kleinen Welt. Das Gras fressen nicht die Rehe und die Rehe reißt nicht der Wolf, der irgendwann eines natürlichen Todes sterben würde. Das Gras mäht der Rasenmäher und den Mähenden rafft ein früher Herzinfarkt dahin. Eines von Millionen Beispielen, die mir nicht gefallen. Es gibt und gäbe auch Millionen Beispiele, die mir sehr gefallen. Wenn wir uns bis hierhin verstehen, ist das schon eines der superguten Beispiele. Ich denke, wir sind an einem Punkt, wo wir erkennen sollten, dass wir bereits alle Spiele gespielt haben. Bis hin zu Mord und Totschlag, Vergewaltigung und Krieg, Vernichtung der eigenen Ressoursen und Zerstörung eines Großteils dieses wunderschönen Garten Edens. Nichts davon hat uns glücklich gemacht, nichts davon hat uns zufrieden gestellt und zu guten Menschen gemacht. Wie sollte es auch. Mit dieser Erkenntnis ist es an der Zeit, gemeinsam einen neuen Anfang zu wagen. Wir können Freund und gute Partner sein in diesem Lebensspiel, wenn wir uns nicht darauf trimmen, überall und in Jedem Feinde und Konkurrenten zu sehen. Das war lange Jahrtausende die falsche Brille. Biegen wir den Knick in der Optik wieder grade und sehen die Dinge endlich, wie sie wirklich sind!

Niemand kann sich an etwas alleine erfreuen, doch gemeinsam können wir großen Spaß an all den Wundern dieses Hierseins haben. Jeder braucht hin und wieder Trost oder Aufmunterung. Ein Freund ist immer für dich da, der Feind wird stets deine Schwäche auszunutzen versuchen. Eine Gesellschaft, die letztlich niemanden glücklich macht, besteht aus Tausenden von Regeln, die niemand versteht und verstehen soll. Auch eine glückliche Gesellschaft bedarf gewisser Abmachungen. Diese sind jedoch leicht zu begreifen und jedes liebevolle und vernunftbegabte Wesen wird sie voller Freude mittragen und sich ihrer immer wieder lächelnd erinnern.

 

 

Sri Ranjit Maharaj gab mir kurz vor seinem Mahasamadhi folgende Sätze mit auf den Weg:

Bei jedem Menschen, der dir begegnet, erinnere dich: Alle Menschen sind gleich und wollen mit gleicher Liebe und Achtung behandelt werden. Es gibt keine guten und schlechten, wertvollen und wertlosen Menschen. Keine die höher und weiter, und andere, die niedriger sind. Wir alle sind Brüder und Schwestern, Freunde und Freundinnen, Kinder der einen Wahrheit, und wir bedürfen der gleichen tiefen und unvoreingenommenen Freundlichkeit. Alle Menschen, gemeinsam mit der unendlichen Schöpfung, bilden ein einziges Wesen. Als Teil von diesem Wesen trägt der Einzelne alle Träume, alle Hoffnungen und alle Möglichkeiten des Ganzen in sich. Wie könnte ich da sagen: Der ist mehr oder die ist weniger? Jedes Wesen ist eine einzigartige Blüte der Schöpfung. Jedes ist vollkommen und einmalig, und gibt sein nie zuvor gehörtes Lied in diese Welt. Und die Lieder aller gemeinsam sind der ewige Schöpferton OM. – Schaue dir die Menschen danach an, was aus ihrer Seele sprechen will, was sie dieser Welt schenken können, um sie schöner zu gestalten, um sie harmonischer und friedlicher erscheinen zu lassen, um sie zu einem glücklichen, mit liebender Kraft erfüllten Ort zu erschaffen.  Fördere jeden und auch dich darin. Erlausche die verborgenen Dinge, das, was im Samen geschieht, bevor er den scheinbaren Sprung zum Keimling vollzieht. – Schenke Verehrung allen, die erkannt haben, allen Meistern, allen Lehrern und allen die Erkenntnis anstreben. Berühre die Füße der Erwachten.“

 

 

Und mein spiritueller Meister Sri Gopala Guruji vermachte mir diese vierzehn Sutras voller Weisheit:

  • „Lasse dein Leben ein Gebet an Gott sein, singe Lieder für Gott, lache und sei natürlich.“
  • „Sei unerschütterlich in deinem Glauben wie ein Fels.“
  • „Vertraue auf Gott, wie ein Rehkitz seiner Mutter vollkommen vertraut.“
  • „Führe ein Gott hingegebenes Leben. Handle danach, rede nicht darüber.“
  • „Bleibe innerlich still bei äußeren Stürmen. Das, was du bist, ist unvergänglich und unverletzbar.“
  • „Sei ein König, sei kein Bettler.“
  • „Alle Religionen sind von dem Einzigen Gott. Alle führen zu ihm zurück. Jeder Glaube ist der Glaube an den Alleinigen Gott. Sei in Frieden mit allen Gläubigen und Ungläubigen. Auch Unglaube führt unweigerlich zu Gott.“
  • „Erfinde keine neue Religion, finde Gott.“
  • „Sei ohne Furcht, sei voll Liebe, sei glücklich.“
  • „Kümmere dich um deinen Weg. Kümmere dich nicht um den Weg anderer.“
  • „Diene, herrsche nicht.“
  • „Kämpfe nicht. Erringe deine Siege und dein Ziel wie das Wasser, das nach dem Gesetz bergab fließt und zum Himmel erhoben wird.“
  • „Wünsche dir von ganzem Herzen einen Meister - und er ist da. Denn er wohnt in deinem Herzen.“
  • „Gehe zu einem Meister. Lies die Heiligen Schriften mit einem Lehrer, du verstehst sie sonst falsch.“

 

 

Das ist genug an Erinnerung für eine neue, Glückseligkeit anstrebende Menschheit. Dieses Universum wurde zu unserem Nutzen und aus Liebe erschaffen. Es dient unserer geistigen und spirituellen Evolution. In allen traditionellen Völkern wird gelehrt, dass wir den Auftrag haben, die Erde zu beschützen und zu verschönern für die künftigen Generationen. Nirgendwo steht geschrieben, dass wir die Erde ausrauben und zerstören sollen. Ob wir ein purer Materialist sind oder ein Yogi im höchsten Samadhi, diese Verantwortung wird uns nicht abgenommen. Und wenn wir klar denken oder uns ehrlich hineinfühlen, bedarf es keiner weiteren Erklärung.

 

- Bhajan Noam –

 

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com

 

 

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Tags: Bhajan_Noam, Freude, Frieden, Glaube, Glückseligkeit, Gott, Lehrer, Liebe, Lied, Meister, Mehr...Mensch, Menschheit, Morgenröte, Yogi

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