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Yoga Sutra, 27. Vers, 2. Kapitel „Erleuchtung, wahres Wissen, Selbstverwirklichung wird in sieben Stufen erreicht.“ 28. Vers „Durch die Übung der verschiedenen Stufen des Yoga, verschwinden die Unrei…

Yoga Sutra, 27. Vers, 2. Kapitel
„Erleuchtung, wahres Wissen, Selbstverwirklichung wird in sieben Stufen erreicht.“
28. Vers
„Durch die Übung der verschiedenen Stufen des Yoga, verschwinden die Unreinheiten, das Licht des Wissens erstrahlt und es entsteht ununterbrochenes Unterscheidungsvermögen.“
Ein paar Verse vorher hat Patanjali gesagt, das Mittel zur Befreiung ist die Überwindung der Unwissenheit durch Viveka Khyati, ungebrochenes Unterscheidungsvermögen. Wie entwickelst du Unterscheidungsvermögen? Nicht nur, indem du dich nur fragst: „Wer bin ich?“ Patanjali erteilt hier einem reinen Jnana-Yoga-Weg eine gewisse Absage. Natürlich, für manche Menschen mag das reichen. Manche Menschen fragen, „Wer bin ich?“, erkennen ihr Selbst und sind frei. Lösen sich von Verhaftungen, von Mögen und Nicht-Mögen. Aber für die Mehrheit der Menschen reicht das nicht. Die Emotionen kommen, die Wünsche kommen, die Begierden kommen, die Samskaras, die Eindrücke im Unterbewusstsein kommen und das hält einen von der Unterscheidungskraft ab. Und so gilt es, die Stufen des Yoga zu erklimmen.
In den nächsten Versen spricht Patanjali über die acht Stufen des Yogas, über die verschiedenen Yamas und Niyamas. Diese gilt es zu üben. Wenn man diese übt, dann verschwinden Unreinheiten. Verschiedene Unreinheiten, die uns davon abhalten, unsere wahre Natur zu erkennen. Die verschiedenen Stufen des Yoga enthüllen das Licht des Wissens, also Jnana Dipti. Letztlich, geben uns Zugang zur Intuition. Man sagt so oft: „Höre auf deine Intuition!“ Wenn aber unser Geist nicht gereinigt ist, ist das, was sich aus Intuition ausgibt, häufig nur Emotion. Oder, Emotion ist ja nichts Falsches, aber Instinktives. Auch das kann richtig sein, es kann aber auch falsch sein, ist aber nicht das Licht des intuitiven Wissens. Durch Übung von Yoga, durch die Praktiken, die man übt, kommt das Licht des Wissens und dadurch kommt die Möglichkeit und die Fähigkeit, zu echtem, dauerhaftem Viveka, Unterscheidungsvermögen und dann zur Erkenntnis des Selbst und Überwindung jeglicher Unwissenheit.

Yoga Sutra, 2. Kapitel, 29. Vers
„Die acht Stufen des Yogas sind Yama, Niyama, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi.“
Ich nehme an, die meisten der Zuhörer kennen diese acht Stufen. Ich werde sie ja die nächsten Tage weiter erläutern. Acht Angas, acht Glieder und „Anga“ ist etwas anderes als eigentlich „Stufen“. Es sind acht Teile des Yoga. Wir können sie alle üben. Vielleicht mit Ausnahme von Samadhi. Wir üben all diese verschiedenen Teile des Yoga und dadurch verschwinden Unreinheiten, Licht des Wissens erstrahlt und ununterbrochenes Unterscheidungsvermögen kommt, wie Patanjali im vorigen Vers gesagt hat. Hier beginnen also konkrete Übungen, die wir machen können. Dinge, die wir umsetzen können.

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Inspiration, Kommentar, Patanjali, Raja, Sukadev, Sutra, Yoga, tägliche

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