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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute spreche ich über das dritte Kapitel im Yoga Sutra, 2. Vers: noch einmal über Dhyana, die Absorption, ein relativ hoher Zustand der Meditation.

Wenn du eine eine Meditationstechnik hast, dann ist es wichtig, dass du dabei immer wieder deine Bewusstheit hochdrehst. Gerade diejenigen unter euch, die regelmäßig meditieren, aber sich dabei irgendwie damit abgefunden haben, dass die Meditation zwar entspannt, aber doch nicht so schnell ins Überbewusstsein führt, möchte ich dazu motivieren.

Falls du zu diesen Menschen gehörst, dann nimm dir immer wieder ein paar Momente Zeit in denen du deine Bewusstheit hochdrehst. Du kannst dir sagen: „Heute könnte ich Gott erfahren. Vielleicht ist heute der Tag für mich, um mein Bewusstsein tiefer zu erfahren.“ Erhöhe deine Achtsamkeit in der Meditation. Versuche mit all deinem Sein, mit deiner ganzen Achtsamkeit, mit allen Gefühlen in dir deine Meditationstechnik zu üben. Spüre Gott jetzt. Spüre Wonne jetzt. Spüre dein Bewusstsein jetzt.

Wenn du eine Mantra Meditation übst dann erfasse das Mantra mit all deinen Sinnen. Wenn du eine Bhakti Meditation übst, dann bitte Gott von deinem ganzen Herzen, dass du jetzt meditieren kannst. Hast du eine vedantische Meditationstechnik, dann gehe ganz darin auf. Selbst wenn es eine reine Atemmeditation ist, lasse deine ganze Atembewusstheit stärker werden. Intensiviere so deine Versenkung. Probiere das immer wieder ein paar Minuten lang aus.

Es kann sein, dass du wirklich in Dhyana hineinfällst. Dann genieße diesen Zustand mit Dankbarkeit, Ehrerbietung und diesem Gefühl der Verbundenheit. Wenn es dir nicht gelingt, hineinzugehen, dann lasse wieder los. Du willst dich mit Meditation nicht unter Leistungsdruck setzen. Gehe davon aus, dass jetzt eben nicht der richtige Moment ist und versuche es in ein paar Minuten noch einmal auf ganz entspannte Weise.
Dann intensiviere die Achtsamkeit wieder. Werde so bewusst wie irgend möglich und spüre wiederum Dhyana, Absorption. Oder spüre sie wiederum nicht. Lasse wieder ganz los und meditiere ein paar Minuten lang ganz entspannt. In diesem Spielerischen hin und her, zwischen Loslassen, Entspannen und Steigerung der Bewusstheit kannst du mehr Momente von Dharana und echtem Dhyana erzeugen. Und wenn du regelmäßig dieses Dhyana erzeugst, dann wirst du von selbst länger in Dhyana bleiben. Und wenn du dann vermeidest, dich zu identifizieren oder ein spirituelles Ego aufzubauen, das stolz auf seine Leistung ist, dann fällst du in Samadhi, in den höchsten Bewusstseinszustand. Wobei auch Samadhi selbst wieder verschiedene Ebenen hat. Aber das gehört dann zu einem anderen Kapitel.

Hari Om Tat Sat

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die <a href="http://www.yoga-vidya.de">Meditation</a> im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr <a href="http://www.yoga-vidya.de">Yoga Vorträge als mp3</a>

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Tags: Patanjali, Wirklichkeit, anleitung, dhyana, höhere, innere, konzentration, meditation, meditationstechniken, ruhe, Mehr...sukadev, sutra, technik, täglich, vata

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