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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute will ich will etwas lesen aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda, aus dem Kapitel „Gott“. Swami Sivananda schreibt dort:

„Wer ist Gott? Was ist Gott? Gibt es einen Gott? Wo ist Gott? Wenn es Gott gibt, wie kann man Gott verwirklichen? Der Mensch sucht Antworten auf diese ewigen Fragen. Es gibt einen Gott. Gott existiert. Gott ist die Wahrheit hinter allem. Gott ist dein Schöpfer, Retter und Erlöser. Er ist alldurchdringend. Er wohnt in deinem Herzen. Er ist immer in deiner Nähe. Er ist dir näher als deine Halsschlagader oder deine Nase. Er liebt dich. Er kann mit dir sprechen. Du kannst Gott nicht mit dem Verstand aufspüren, aber du kannst ihn durch Fühlen, Meditation, Erfahrung und Verwirklichung finden.“


Der Mensch überlegt sich, „Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist das Ziel des Lebens? Gibt es einen Sinn hinter allem Leiden? Gibt es eine höhere Kraft hinter allem? Wnn alles Leben irgendwann aufhört – was soll das Ganze?“ Wir können dort materialistisch argumentieren und sagen, „Irgendwo haben sich irgendwann mal zwei Zellen versehentlich zusammengetan und das hat sich als irgendwo hilfreich erwiesen. Dann wurden es drei und mehr. Irgendwann haben sie Beine und eine Nase bekommen und so weiter.“ Evolutionsbiologen argumentieren so. “ Plötzlich, wer weiß, hat die Ameise Bewusstheit bekommen oder erst der Lurch? Dass Gorillas Bewusstsein haben, weiß man inzwischen. Man kann sich mit Gorillas sogar unterhalten. Man kann ihnen die Taubstummensprache beibringen. Sie sprechen über ihre Gefühle, sie sind sehr humorvoll, sie können andere auch an der Nase herumführen. Gorillas verhalten sich in etwa wie ein Mensch mit einem IQ von 80. Und es gibt auch andere Tiere, die intelligent sind. Vielleicht, wenn die anfangen würden, sich mit Sprache zu unterhalten, würden sie irgendwann anfangen, philosophische Frage stellen. Ist Bewusstheit nur einfach zufällig entstanden? So kann man intellektuell darüber nachdenken.

Kant hat irgendwann mal alle intellektuellen Gottesbeweise ad absurdum geführt und hat gesagt, „Wir können Gott nicht intellektuell beweisen, denn alle traditionellen Gottesbeweise sind eigentlich Zirkelschlüsse.“ Aber eines, worauf Swami Sivananda hier Bezug nimmt, ist, dass Gott erfahrbar ist. Menschen erfahren die Nähe Gottes. Menschen spüren Liebe zu Gott. Menschen spüren die Nähe zu Gott. Menschen spüren eine Nähe und tiefen Frieden, wenn sie zu Gott beten. Sie bekommen Antworten. Dieser individuelle Gottesbeweis ist für den einzelnen der schlüssigste. Dann ist natürlich immer die Frage: „Wenn ich jetzt Gott nicht erfahre, könnte ich ihn überhaupt erfahren?“ Da sagen die Yogis eindeutig: „Ja, du kannst etwas tun, um Gott zu erfahren.“ So ähnlich, wie wenn du wissen willst, wie Wasser verdampft. Dann musst du einfach Wasser in einen Kochtopf tun und es erhitzen. Dann stellst du fest: „Ja, Wasser verdampft.“ Und du weißt es sicher. Auch wenn du es intellektuell nicht verstehst, kannst du es beobachten. Genauso gibt es Dinge, die wir tun können, um Gott zu erfahren. Im Gebet und beim Meditieren können wir merken, dass unser Herz sich öffnet. Wir können eine Erfahrung machen, die wir als die Gegenwart Gottes deuten können. Darüber gibt es noch viel zu sagen, aber das kommt ein anderes Mal.

Hari Om Tat Sat

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: bewusstsein, erfahrung, erkenntnis, göttliche, inspirationen, sinn, sivananda, sukadev, tägliche, wahrheit

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