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Yoga Sutra 2.43, Fortsetzung
Durch Tapas werden Unreinheiten aufgelöst und Kräfte des Körpers und der Sinne herbeigeführt.
Tapas: Tapas in einem Sinne sind auch die spirituellen Praktiken, die man mit Enthusiasmus und Feuer ausführt. Tapas heißt ja wörtlich „Hitze“ und „Feuer“. Tapas hilft, Unreinheiten aufzulösen und Kräfte zu entwickeln, besagt dieser Vers.
Neben der täglichen Praxis gehört auch dazu, ab und zu mal die Praxis zu intensivieren. Es wäre z.B. wünschenswert, wenn du einmal die Woche mehr praktizieren kannst. Vielleicht praktizierst du täglich 1 Stunde, vielleicht auch weniger. Und einmal die Woche praktiziere mehr! Sei es, dass du in ein Yoga-Zentrum gehst, sei es, dass du für dich alleine, z.B. Samstag oder Sonntag oder an einem anderen Tag, 3 Stunden praktizierst. Die Meditation auf eine dreiviertel Stunde erhöhst. Asana, Pranayama vielleicht 2 Stunden lang übst und eine viertel Stunde lang Mantras singst. 3 Stunden – das ist nicht so viel, aber es bewirkt eine Menge.
Wenn du jeden Tag immer das Gleiche machst, kann sich eine Routine einstellen. Wenn du aber einmal die Woche deine Praxis intensivierst, machst du immer wieder neue Durchbrüche. Gerade dann, wenn du nicht täglich 1 Stunde meditierst, sondern 20 Minuten und dann 1 Stunde meditierst, kommen außergewöhnliche Erfahrungen. Natürlich, wenn du jeden Tag 1 Stunde meditierst, dann meditiere auch einmal 2 Stunden. Einmal die Woche übe mehr!
Und dann vielleicht einmal, alle paar Monate oder einmal im Monat, vertiefe auch diese Praxis. Mache z.B. ein Wochenende mehr. Sei es, dass du ein Yogaseminar in einem Ashram machst, sei es, dass du für dich selbst ein Wochenende mehr praktizierst. Entweder einmal im Monat oder einmal im Vierteljahr.
Schließlich, einmal im Jahr, praktiziere mehr! Vielleicht indem du einmal im Jahr eine Woche besonders viel praktizierst, z.B. eine Woche in einem Yoga-Ashram einen Intensivkurs oder eine Intensiv-Aus- oder Weiterbildung mitmachst. Oder dir selbst bei dir zu Hause oder irgendwo im Urlaub, ein diszipliniertes Programm zurechtlegst, wo du wirklich sattwig lebst, wo du morgens und abends praktizierst.
Falls du es noch nicht gemacht hast, plane im nächsten halben Jahr oder spätestens in den nächsten zwölf Monaten, eine Intensivwoche, die der spirituellen Praxis gewidmet ist. Sie wird dich viel voranführen.

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Inspiration, Patanjali, Raja, Sukadev, Sutra, Vidya, Yoga

Kommentar von Christian am 12. Januar 2010 um 12:32pm
naja, ehrlich gesagt: ich bin von der Forderung nach immer mehr nicht so begeistert.
Für Arbeit und Schlaf gehen ja schon mal 18 Stunden am Tag dahin. Soziale Kontakte (Familie, Verein) wollen auch gelebt werden.
Ich finde da kann man sich nicht mit immer mehr Yoga abkapseln-oder?
Ich übe in der Regel so 6 - 8 Stunden in der Woche.
Dabei nehme ich an meinem Standardprogramm gerne mal eine Übung hinzu und variiere auch die Dauer für einzelne Übungen (z.B. Kopfstand- mal 10 Minuten mal 15).
Und bevor der Spass am Yoga nachläßt, behalte ich das auch so bei.

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