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An alle, die Yoga für Schwangere unterrichten - ein Video, das sehr schön demonstriert, wie eine Geburt nicht sein sollte

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Tags: Bhajan_Noam, Geburt, Schwangerschaft, Yoga

Kommentar von Claudia W. am 10. Juli 2016 um 1:20pm
Gar nicht so weit hergeholt wie es hier aussieht. Ich habe 2 Geburten hinter mir und eine Hebamme im familiären Umfeld.

Die Hebammen haben meistens gleichzeitig mehrere Geburten zu betreuen, stehen extrem unter Stress und müssen aus rechtlichen Gründen auch noch jeden Schritt mit Uhrzeit genau dokumentieren. Sie haben für Mutter und Kind überlebenswichtige Entscheidungen zu treffen und dürfen ihren Schmerz wegen einer Totgeburt in einem Zimmer nicht der erwartungsfrohen Frau im Nachbarzimmer zeigen. Sie haben das Wissen und die Erfahrung aus vielen Geburten, müssen sich aber dennoch studierten unerfahrenen Ärzten mit teilweise mangelnden Sprachkenntnissen unterordnen, die zum Teil hilflos dastehen und fragen "was soll ich denn jetzt machen" oder den richtigen Begriff im Wörterbuch suchen während die Hebamme zu vermitteln sucht dass es gerade um Leben und Tod geht und vom Arzt nun die Entscheidung getroffen werden muss.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich jedem Paar nur raten, aufmerksam bei einem Geburtsvorbereitungskurs zuzuhören und die dort genannten Empfehlungen auch umzusetzen. Als da wären z.B. eine aufrechte Geburtsposition, möglichst auf Schmerzmittel (v.a. PDA) verzichten und unter der Geburt bewusst durch den Schmerz zu gehen. Alles Andere verzögert nur den Prozess, hindert das Kind am Mitwirken und führt z.B. zu grösseren Eingriffen wie Dammschnitt, an dem man noch sehr lange zu leiden hat. Jegliche Geburt in der das Kind nicht selbst bewusst den Prozess durchlebt (Initiation ins Leben) führt bei dem Kind zu Problemen wie "Schreikind" u.a. - das kann man allerdings mit längerer osteopathischer Behandlung nach der Geburt wieder heilen.

Auch der Partner sollte sich seiner wichtigen Rolle unter der Geburt bewusst sein. Nicht nur der Frau stundenlang den Rücken (das Kreuzbein) zu massieren und den Schweiß abzuwischen, sondern auch den guten Kontakt zu den Hebammen zu halten und die Wünsche der Partnerin bezüglich der Geburtsposition oder später / keiner Schmerzmittelgabe durchzusetzen.

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