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Wie man Lärm nutzen kann, um geistige Kräfte zu entwickeln

Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute mit der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 22. Vers. Als Schlussfolgerung aus den vorherigen Wahrheiten zum Thema Wahrnehmung schreibt Patanjali hier: Dies erklärt auch das Verschwinden von Lauten und anderem.

Wenn du ganz auf dich selbst konzentriert bist, dann wirst du von anderen nicht so wahrgenommen. Und umgekehrt: Wenn du ganz auf etwas konzentriert bist, dann werden dich auch Geräusche weniger stören. Viele Menschen lassen sich von Krach und Lärm um sie herum ärgern. Und je mehr sie sich darüber ärgern, desto stärker wird ihre Neigung, überhaupt auf Störungen mit Ärger zu reagieren. Dabei ist das gar nicht nötig.
Du kannst dir bewusst machen: „Wenn ich meine geistigen Kräfte entwickle, dann werde ich von Lärm nicht so sehr gestört.“ Mache dir das zur Aufgabe und leite deine Aufmerksamkeit bewusst von diesen Störungen weg. Angenommen, dich stören die Geräusche auf der Straße. Du kannst entweder ständig an diesen Lärm denken und wie schlimm es ist, dass so viele Autos dort fahren, dass deine Tür nicht richtig schließt und dass du an einem Ort arbeiten musst, der so laut ist. Du kannst dich ärgern, dass die Leute so rücksichtslos sind. So machst du dein Leben gleich ein bisschen unangenehmer. Du kannst aber auch sagen: „Lieber Geist, danke, dass du mich darauf aufmerksam machst, dass mich dieser Lärm stört. Ich möchte jetzt dafür sorgen, dass mich der Lärm nicht mehr stört. Daher will ich jetzt meine ganze Achtsamkeit auf das richten, womit ich gerade beschäftigt bin.“

Nachdem du diesen bewussten Entschluss gefasst hast, richte deine ganze Achtsamkeit auf die Aufgabe, die ansteht, auf den Menschen, mit dem du dich unterhalten willst oder auf das Objekt deiner Meditation. Swami Vishnu hat gesagt, ein Yogi müsse in der Lage sein, selbst auf dem Hauptplatz einer Großstadt in sich zu gehen, zu meditieren und nichts wahrzunehmen. Er konnte das. Auch Swami Sivananda hat das immer wieder getan. Und auch du kannst das. Der erste Schritt in diese Richtung ist, zu entscheiden, dass du dich nicht mehr durch äußere Dinge von der Meditation abhalten lassen willst.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Freude dabei, diese geistige Fähigkeit zu entwickeln.

Om Shanti

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga-Vorträge als mp3

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Tags: Bewusstsein, Inspiration, Patanjali, Samyama, Sukadev, Sutra, Vidya, Wahrnehmung, Yoga

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