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© 2015 Text: Bhajan Noam

Die neue westliche Wasser-Trinkkultur, die durch den, wahrscheinlich falsch verstandenen, persischen Arzt Dr. Batmanghelidj und dessen Buch "Wasser, die gesunde Lösung" eingeläutet wurde, unterscheidet sich nicht besonders von nervösem Kettenrauchen. Wie kommt man auf die Idee, dass der Körper alle fünf bis zehn Minuten mit Wasser nachgefüllt werden muss. Nicht einmal Babys hängen so oft an der Brust. Biologisch und physiologisch ist es eher ein Störfaktor für den Organismus, es muss also eine Kompensation für etwas ganz anderes sein. In Seminaren erlebe ich es häufig, dass die Teilnehmer immer ihr Fläschchen griffbereit haben. Ich kenne Yogaunterricht nur so, wie ihn traditionelle Meister durchführen, dort zielt die Konzentration ausschließlich auf die Übungen. Diesen Nuggel-Yoga habe ich erst bei Yoga Vidya kennengelernt. ;-)

Dr. Batmanghelidj beschreibt in seinem Buch einen hochinteressanten Sachverhalt. Wenn Kinder nicht trinken und essen dürfen, wenn sie Durst bzw. Hunger haben, dann gehen diese beiden natürlichen Instinkte irgendwann verloren. Besser gesagt, sie liegen so dicht bei einander, das der Erwachsene nicht mehr unterscheiden kann, ob er gerade Durst oder Hunger hat. Um diesen Instinkt wieder zurück zu erlangen, empfiehlt Dr. Batmanghelidj, jedesmal, wenn man Hunger verspürt, zunächst zu trinken. Wenn man weiterhin Hunger hat, kann man essen. Oft, so sagt er, sei es aber Durst. Wir essen also häufig, wenn wir eigentlich Durst haben. Ich habe es länger praktiziert und dabei herausgefunden, dass er Recht hat.

Nun gut, das kann und sollte man zuhause praktizieren, es ist ohne Frage sehr wichtig für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. In der Yogastunde hingegen sollte man vertrauen, dass der zuvor aufgenommene Wasservorrat ausreicht. Von meinen Beobachtungen her - ich hatte es oben mit nervösem Kettenrauchen verglichen - ist es tatsächlich ein ständig sich und seinen Körper beschäftigt halten. Ihr kennt die gleiche Geschichte mit dem Handy oder iphone, immer erreichbar, immer drangehen, Bilder scrollen, nach einer neuen Mail oder Sms schauen… 

Diese Nervosität hat zwei Ursachen. Die eine liegt in unserer frühsten Kindheit. Die meisten haben in dieser prägenden Phase ihres Lebens ein Zuwenig an Zuwendung und Aufmerksamkeit erhalten. Das Stillen geschah nicht in absoluter Ruhe und Heiligkeit mit ganzer Hingabe und Liebe der Mutter, wie es sein sollte. Mütter sind gestresst. Sie selbst werden oft nicht so geliebt und aufmerksam umhegt, wie sie es in dieser Rolle bräuchten. Väter sind gleichfalls gestresst. Nicht die Familie steht mehr im Mittelpunkt, der Beruf vereinnahmt und fordert ihn immer intensiver. Und das schwächste Glied in der Kette, das Kind, bekommt diese hektische Stimmung ungedämpft ab und ahmt sie schon bald nach. 

Der zweite Grund liegt in einer neuen Zeitqualität, von der die wenigsten etwas wissen oder in die hinein zu finden sie noch nicht gelernt haben. Astronomisch betrachtet bewegt sich unser Sonnensystem gerade in eine besonders energiereiche Position in Bezug zur Zentralsonne unserer Galaxie. Zusätzlich geht ein Zyklus innerhalb unseres Sonnensystems gerade zu Ende und ein neuer beginnt. Dieses geschieht etwa alle 25.800 Jahre. In der Astronomie nennt man den Umlauf der Sonne durch alle zwölf Sternbilder das Platonische Jahr oder die Präzessionsperiode. Eine solche Periode wurde gerade abgeschlossen und wir treten in ein neues, uns noch unbekanntes Energiefeld ein. Des weiteren hat die Sonnenfleckenaktivität in ihrer natürlichen Schwankungsbreite einen Höchstpunkt erreicht, der, wie Astronomen herausfanden, ziemlich genau alle paar Jahrhundert eintrifft und das Magnetfeld der Erde stark verändert.

Diese drei Komponenten wirken sich natürlich auch auf das Energiesystem, das Nervensystem sowie das endokrine System des Menschen spürbar aus. Viele Wissenschaftler und sogar die NASA gaben frühzeitig Warnungen heraus. Natürlich hat in Bezug auf diese Ereignisse jeder seinen eigenen Horizont. Die einen sprechen von Stromausfällen, die in den letzten Jahren tatsächlich mehrfach schon eintraten. Die anderen warnen vor Zusammenbrüchen im Internet und vor Ausfällen von Satelliten. Auch das geschah bereits. Wenige  nur erkennen, dass auch mit den Menschen Veränderungen geschehen. Der Mensch wird quasi von diesem übergeordneten astralen System aufgefordert, bewusster, wacher, empfänglicher, durchlässiger zu werden, um einen nächsten Schritt in seiner spirituellen Evolution zu gehen. Wer nichts davon weiß und deshalb auch nicht vorbereitet ist in seinem Verhalten diesen Ereignissen gegenüber, wird scheinbar unbegründete, unerklärliche und häufig undefinierbare Störungen in seinem Körper, in seiner Gefühlsleben und in seinem Denken erfahren. Es gibt einige sehenswerte Filme zu dem Thema. Einer davon heißt "‪Pachakutec - Zeit des Wandels - Die Rückkehr des Lichts". Ich habe ihn schon mehrmals gesehen und kann ihn nur empfehlen.

Am Ende dieses Artikels angekommen, wirst du vielleicht etwas verwirrt denken: Das war jetzt aber ein ungeahnter Sprung vom Nuggel-Yoga tief in den Kosmos hinein! - Alles ist verbunden. Nichts geschieht ohne Grund. Es ist, für mich jedenfalls, immer wieder spannend, den einzelnen Fäden nachzugehen und die genialen Verknüpfungen zu erforschen - in uns und aus uns heraus in die Unendlichkeit führend. Diese Reise hat kein Ende, wie auch unser Bewusstsein endlos wachsen kann und darf, bis es sich im Allbewusstsein auflöst und alles Fragen und Forschen im Jenseitigen seine Erfüllung und Befriedung findet. OM TAT SAT.

 

- Bhajan Noam -

 

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com

 

 

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Tags: Bhajan_Noam, Energiesystem, Erfüllung, Kosmos, Liebe, Nervensystem, Wasser, Yoga, trinken

Kommentar von Bhajan Noam am 2. März 2015 um 8:16pm

Kommentare auf Facebook zu diesem Artikel:

Kommentar von miramuun am 2. März 2015 um 11:22pm

Namaste

Der Rat viel Wasser zu trinken ist damit begründet: Wer viel tierliches Eiweiß ist, muss viel trinken. Hier gilt die tägliche Flüssigkeitsmengevorgabe von mindestens 2-3 Litern bei normaler körperlicher Belastung. Meist wird der Durst hiervon bestimmt, weil der Körper Signale aussendet, die das Durstgefühl erzeugen.

Bei tierlichen Eiweißkonsum, sei es Fleisch oder Milch/Produkte entstehen u.a. vermehrt giftige Keton-Körper die unbedingt mit genug Flüssigkeit ausgeschwemmt werden müssen, da Keton-Körper unserer Gesundheit, vor allem den Nieren massiv schaden. Der berühmte Satz beim Verzehr von Fisch "Ein Fisch muss schwimmen" drückt diesen Zusammenhang bzw. Sachverhalt sehr deutlich aus.

Für Veganer die kein tierliches Eiweiss zu sich nehmen, ist die erhöhte Zufuhr von Wasser/Getränken, d.h. die empfohlene Trinkmenge von 2-3 Liter, nicht empfehlenswert und belastet die Nieren. Häufig haben Veganer aber auch nicht dieses große Trinkbedürfniss bzw. auch keinen Defizit in ihrem Wasserhaushalt, allein dadurch, weil viel Gemüsesorten, Pflanzen und Obst reichlich Flüssigkeit natürlicherweise enthalten.

Da die die Nieren zu bestimmten Zeiten verstärkt arbeiten (siehe Organuhr) ist es am günstigsten, wenn zwischen 15-17 Uhr die Hauptmenge an Flüssigkeit getrunken wird. Dann können die Nieren bestens arbeiten und in ihrem Entgiftungsprozess unterstützt werden.

Noch nie in der Geschichte der Menschen (zumindest in der bekannten) wurde soviel Wasser bzw. Getränke getrunken, wie in der heutigen Zeit. Mit Wasser wird verschwenderisch umgegangen, so als stünde es uns grenzenlos zur Verfügung.
Als Durstlöscher wird oftmals kohlensäurehaltiges Wasser bevorzugt, was der Gesundheit nicht besonders dienlich ist.

Angesichts der chemischen Belastung von Wasser (Getränken) ist es ratsam, nur soviel wie der Körper tatsächlich braucht und wenn möglich nur kleine Schlucke und klares, reines Wasser mit niedrigem Mineraliengehalt. Je höher der Mineraliengehalt eines Wassers desto weniger der gelösten Giftstoffe können vom Wasser aufgenommen, gebunden und heraustransportiert werden.

Aus diesen Grund sollten auch Teetrinker zu jedem Glas Tee ein Glas Wasser trinken. Tee löst Giftstoffe und diese müssen über klares, unbeladenes"Wasser aufgenommen und abtronsportiert werden.

Wasser ist der beste Durstlöscher und ein kostbares, sanftes und wirkungsvolles Heilmittel, es ist der Urquell des Lebens.

Durst ist immer ein Zeichen eines bereits bestehenden Wassermangels. Daher vorab dafür sorgen, dass Durstgefühl überhaupt nicht entsteht.

Wer in der Yoga-Stunde Durst verspürt, könnte es zur Überbrückung vielleicht auch einmal mit verstärkten Schlucken von Speichel probieren. Ist einfach "herzustellen" und wirksam.

aum
miramuun

Kommentar von sabine am 2. März 2015 um 11:52pm

Spannend! Danke...
Schon beim Lesen lief mir das Wasser im Munde zusammen ;)

Im Qi Gong nennt man den Speichel "Goldwasser". Man dreht die Zunge zwischen Zähnen und Backen je 9 x rechts und links rum.
(Schaut sehr lustig aus :-)
Dann den gesammelten Speichel ganz bewusst schlucken. Die Hände auf den Bauch und spüren...

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