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Yoga Sutra, 2. Kapitel, 37. Vers

Ist Nicht-Stehlen fest begründet, kommen alle Kostbarkeiten wie von selbst.

Asteya – nicht stehlen.
Patanjali sagt hier eine weitere Weise, wie man Gedankenkraft bekommt. Wie die Kraft der Gedanken gestärkt wird. Nämlich, indem man nicht stiehlt und indem man anderen nichts wegnimmt. Wenn man anderen Dinge wegnimmt, dann werden dabei Widerstände aufgebaut. Widerstände von anderen. Sie spüren das irgendwo. Widerstände im eigenen Inneren, denn tief vom Inneren her wissen wir, dass wir alle eins sind und wenn wir stehlen, wir gegen diese Einheit verstoßen. Damit gibt es Konflikte im Inneren. Schließlich gibt es auch negatives Karma was kommt. Jemand der ständig andere betrügt und stiehlt - dass wird irgendwann auf einen zurückkommen, meistens sogar in diesem Leben. Oft sogar relativ zügig. Es führt dazu, dass vieles immer schwieriger wird.
Wer dagegen fest begründet darin ist, Asteya zu üben, also anderen nichts wegzunehmen, bekommt das, was er wirklich braucht, ganz von selbst. Es ist auch wie ein Gesetz von Vairagya, von Entsagung. Wenn wir innerlich entsagen, kommen die Dinge von selbst. Der reichste Mensch ist derjenige, der am wenigsten wünscht. Vielleicht wirst du dadurch nicht zum Milliardär, aber du bist der glücklichste Mensch auf Erden. Wenn du nicht denkst, dass du das und das wirklich brauchst – gut, ein paar Dinge braucht man. Ein Dach über dem Kopf, etwas zu Essen und eine gewisse Absicherung. Und natürlich, wenn du Familie hast, brauchst du auch etwas für deine Kinder und deine Familie. Menschen wollen aber sehr viel mehr, wünschen sehr viel mehr und tun alles Mögliche, um es zu erreichen. Oft stehlen sie sogar dafür. Nicht im wörtlichen Sinne, aber es gibt kleineres Stehlen. Z.B. auf der Steuererklärung zu lügen. Vor dem Zoll zu lügen. Z.B. Ideen als seine eigenen Ideen zu verkaufen. Und so gibt es vieles andere, was man tut, im Sinne von Steya. Wenn du etwas davon tust, dann führt das dazu, dass deine innere Kraft weniger wird. Es führt zu Unzufriedenheit.
Bist du aber im Nicht-Stehlen fest begründet - das heißt, du willst niemandem etwas wegnehmen, du bist voller Wohlwollen und willst eher das, was du hast, mit andern teilen - dann kommt das zu dir, was du brauchst und du kannst dankbar sein. Und du bist immer wieder voller Staunen, wie alles was du brauchst, letztlich von selbst kommt.

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Inspiration, Patanjali, Raja, Sukadev, Sutra, Vidya, Yoga, tägliche

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