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Heute ist Ostersamstag und eine Möglichkeit, Ostersamstag zu begehen, ist, viel spirituelle Praktiken zu machen um so innerlich viel Kraft zu sammeln und so vielleicht, falls der ein oder andere in den letzten Wochen und Monaten eine schwierige Zeit hatte, sich so neu aufzuladen und vielleicht auch energetisch und herzmäßig und freudemäßig wieder aufzuerstehen. Es heißt immer, auf Licht folgt auch mal wieder Dunkelheit und auf Dunkelheit folgt wieder Licht. Leben ist ein gewisser Rhythmus und es hilft natürlich, gerade diejenigen, die schon öfters hier waren, zu wissen, es gibt einen Ort, wo man hinkommen kann, wenn man irgendwo Energie braucht. Wenn man sich wieder aufladen will, kann man dort hinkommen und es funktioniert.
Ein anderer Aspekt von diesem Ostergeschehen ist auch, uns zu vergegenwärtigen, zum spirituellen Wachstum gehört auch Leiden dazu. Wenn Meister auf der Welt sind oder wenn Gott sich manifestiert, so wie in Jesus, dann hat das alles nicht nur eine Bedeutung, sondern viele verschiedene Bedeutungen. Jesus hat relativ frühzeitig gesagt, er wird verraten werden, er wird sterben müssen, aber nachher wird er wieder auferstehen. An einer Stelle sagt er auch, „Es muss ja Übles kommen, aber wehe dem, durch den es geschieht.“ Dann sagt er auch, als er ans Kreuz genagelt ist, „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Und so ist auch Ostern eine Gelegenheit, wo wir daran denken können, anderen zu vergeben und vielleicht denjenigen dankbar zu sein, die uns das Leben schwer gemacht haben. Wir wachsen nicht nur an den schönen Ereignissen, wir wachsen auch an den schönen Ereignissen. Wir wachsen nicht nur an dem, was wir an Gnadenerfahrungen haben, wir wachsen auch an dem, was wir an Gnadenerfahrungen haben, sondern wir wachsen auch und gerade an dem, was andere uns weniger Gutes tun und antun. An den Schwierigkeiten, die uns in den Weg gelegt werden, an Verrat, den wir erfahren und allem anderen, was wir dort empfangen. So wie Jesus dann eben sagt, „Es muss ja Übles kommen.“ Das brauchen wir zur Ausarbeitung unseres Karmas, zur Entwicklung unserer Psyche, zur Entwicklung unserer Persönlichkeit, zum spirituellen Wachstum, zum Erfüllen unserer Mission. Und diejenigen, die uns das dann antun, die haben uns was Gutes getan, aber wenn sie es noch dazu willkürlich gemacht haben, mit voller Absicht, dann schaffen sie sich selbst ein schlechtes Karma. Und so können wir sogar im Gegenteil Mitgefühl für diejenigen haben, die vielleicht nicht so freundlich zu uns waren.
Das ist ein Aspekt. Ein anderer ist, manches geschieht uns auch aus Unwissenheit. Also, nicht alle tun uns ja Böses an, weil sie uns was Schlechtes tun wollten, meistens ist es ja Missverständnis und meistens ist es Unwissenheit. In beiden Fällen können wir vergeben, wir können für diejenigen bitten, die nicht so freundlich zu uns waren. So wie die Essenz von Jesu Lehre ja jetzt letztlich ist, „Tu wohl denen, die dir Schlechtes getan haben und wünsche Gutes denen, die dir fluchen. Wenn dir einer auf die linke Wange schlägt, halte ihm die rechte Wange hin. Wenn dir jemand den Mantel wegnehmen will, gib ihm auch dein Hemd.“

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Inspiration, Patanjali, Raja, Sukadev, Sutra, Vidya, Yoga, tägliche

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