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Hatha Yoga Pradipika, 2. Kapitel, 4. Vers.
„Wenn die Nadis, die Energiekanäle, voll von Unreinheiten sind, dann geht das Prana nicht in die mittlere Nadi, die Sushumna. Dann gibt es kein Erlangen des Ziels des Lebens und auch kein Erreichen von Unmani Avastha, dem Zustand der Unendlichkeit, der Ewigkeit.“

Im zweiten Kapitel in den nächsten Teilen, dort geht es um die Theorie von Prana und Pranayama. Und Swatmarama sagt, dass wir viele Nadis haben, Energiekanäle, und dass diese Energiekanäle voller Unreinheiten sind. Und es gilt, diese Unreinheiten zu beseitigen. Erst wenn das Prana durch die Nadis gut fließen kann, dann ist es auch möglich, das Prana in die mittlere Nadi, in die Sushumna, zu schicken und dann können die verschiedenen Chakras sich öffnen. Und wenn die Chakras sich öffnen, dann fällt es leichter, zu meditieren. Wenn du meditieren kannst, folgt Unmani Avastha. Avastha – Zustand, Unmani – jenseits des Geistes oder Zweitbedeutung, von unermesslichem Wert. Du erreichst Samadhi, den höchsten Bewusstseinszustand, wenn das Prana frei durch die Nadis fließen kann. Und dann erreichst du das Ziel des Lebens.

Wie kannst du jetzt die Nadis reinigen? Darüber spricht Swatmarama in vielerlei Hinsicht. Du kannst aber selbst überlegen, ist dein Leben tatsächlich rein oder schaffst du immer wieder Unreinheiten? Wie schaffst du Unreinheiten?

Die Ernährung spielt eine große Rolle. Du kannst überlegen, ist deine Ernährung wirklich sattvig, rein? Oder was stopfst du in dich hinein mit allen möglichen Giftstoffen und allen möglichen Dingen, die nicht so gut sind. Wenn du deine Ernährung immer noch nicht sehr rein hast, dann nimm es dir nochmal vor. Überlege, ob du nicht vielleicht doch mehr öko essen kannst und weniger konventionell, ob du lieber auf alle „E’s“ verzichten kannst in diesen zubereiteten Nahrungsmitteln, ob du vielleicht doch lieber mehr Obst, SalatGemüse isst und weniger all diese anderen Sachen, ob du vielleicht auch bei den Gemüsen die sattvigen Gemüse isst und die anderen vielleicht etwas weniger, ob du doch vielleicht besser Vollkorngetreide essen kannst und weniger Weißmehlprodukte.

Auch, welche Musik hörst du? Es gibt Musik, die sattvig erhebend ist und es gibt solche, die macht unruhig. Welche Worte sprichst du? Welche Worte nimmst du in den Mund? Das, was du sprichst, hast du in deinem Mund. Manche Menschen sind so fasziniert von Fäkalien, dass sie ständig Fäkalien-Ausdrücke gebrauchen. Ich verstehe nie, warum Menschen sich das antun, sich und schlimmer, noch anderen das antun. Sorge für Reinheit. Was ist noch Reinheit? Reinheit sind Gedanken des Wohlwollens. Reinheit sind Gedanken des Verständnisses. Reinheit sind Gedanken der Liebe. So kannst du dir vielleicht gerade für heute vornehmen, dass du ein besonders reines Leben führen willst, dass du im besonderen Maße darauf achtest, was du isst, im besonderen Maße, welche Flüssigkeiten du zu dir nimmst, im besonderen Maße darauf achtest, was du sagst, wie du sprichst, was du sprichst und im besonderen Maße gerade heute Liebe, Freundlichkeit, Wohlwollen ausstrahlen willst. Das hilft für die Reinheit der Nadis, das hilft für spirituelle Entwicklung.

 

 

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Hatha Yoga Pradipika Audio-Vortrags mit Sukadev Bretz. Mehr Infos:

 

 

 

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Tags: Hatha Yoga Pradipika, Hatha Yoga Pradipika Audio-Vortrag, Sukadev, tägliche inspiration

Kommentar von D.Jahnke am 4. Januar 2014 um 9:30am
Unreinheiten der nâdî sind: Begierde, Völlerei, Gier, Faulheit, Eifersucht, Zorn, Neid, Stolz.

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