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Praktiziere bis zur Vollkommenheit – HYP II.76

Hatha Yoga Pradipika, 2. Kapitel, 76. Vers
„Hatham vina rajayogo raja yogam vina hathah na sidhyati tato yugmam anishpatteh samabhyaset.“
„Ohne Hatha Yoga gibt es kein Raja Yoga, ohne Raja Yoga kein Hatha Yoga. Daher sollte der Yogi beides praktizieren, bis er Vollkommenheit in beidem erreicht hat.“


Hier spricht er darüber, dass man Hatha Yoga nur üben kann mit Raja Yoga, Raja Yoga mit Hatha Yoga. Hatha Yoga ist zunächst mal der körperbetonte Yoga, Raja Yoga der Yoga des Geistes. Wenn du Hatha Yoga übst, ist es auch wichtig, dass du konzentriert bist. Wenn du Asanas übst, sei ganz bewusst. Wenn du Pranayama übst, sei ganz bewusst. Wenn du Tiefenentspannung übst, sei ganz bewusst. All das ist Raja Yoga, der Yoga des Geistes. Und am Ende des Pranayama übe immer ein paar Minuten Meditation. Und natürlich, am allerbesten ist, du übst bewusst Hatha Yoga und spürst so, bist ganz bewusst, du übst auch Meditation jeden Tag zwanzig Minuten und du bemühst dich, im Alltag deinen Geist zu konzentrieren, auch das ist Raja Yoga. Im Alltag kannst du aber auch zwischendurch Atemübungen praktizieren, so wie ich das ja in dem ganzen Podcast immer wieder anrege, und du kannst über die Atemübungen auch deinen Geist unter Kontrolle bringen. Und indem du im Alltag immer wieder deinen Geist beherrscht, Raja Yoga, fällt es auch leichter, im Hatha Yoga konzentrierter zu sein und im Hatha Yoga tiefere Erfahrungen zu machen.

Wiederum, um deinen Geist zu beherrschen, brauchst du starkes Prana, du brauchst subtiles Prana und du brauchst ruhiges Prana. Daher sage ich immer wieder, wenn dein Geist nicht in der Ruhe ist, wenn dein Geist nicht voller Energie ist, wenn du dich nicht verbunden fühlst mit dem Göttlichen, dann übe mehr Pranayama, übe die Asanas bewusster. Über Asanas und Pranayama wird dein Geist ruhig, wird dein Geist stark. Und du fühlst dich gut.

Umgekehrt, wenn du deinen Geist besser konzentrieren kannst, wird die Erfahrung in Asanas und Pranayama intensiver. So gehört beides dazu. Übe beides und so wirst du in beidem vollkommen. Auch im Alltag, wenn du merkst, dass du ängstlich bist, dann nutze die tiefe Atmung, die tiefe Bauchatmung in Verbundenheit mit einer Visualisierung. Wenn du dich über etwas ärgerst, dann nutze die Murcha-Atmung. Atme tief ein und atme ganz langsam aus, so wird dein Geist beruhigt. Wenn du zwischendurch müde und träge bist, dann intensiviere die Atmung, indem du bewusst atmest und die Atmung verbindest mit diversen Energietechniken, wie Ujjayi, wie auch kleines Kechari, Mula Bandha, mit Visualisierung usw. Du kannst mit verschiedenen Pranayama-Techniken auch im Alltag auf deinen Geist Einfluss nehmen. So nutze Pranayama, nutze auch die bewusste Steuerung des Geistes. Wiederum sei dir bewusst, Glück hängt nicht davon ab, was du bekommst oder nicht bekommst, es hängt nicht von den Höhen und Tiefen des Lebens ab, es hängt nicht davon ab, wie andere Menschen sich verhalten. Höre auf, dein Glück davon abhängig zu machen, wie die Ereignisse sind, wie andere Menschen dich behandeln und zu dir sind. Dein Glück hängt davon nicht ab. Das ist auch Raja Yoga, dir das bewusst zu machen und bewusst das auch umzusetzen. Mache dich unabhängig von den verschiedenen Äußerlichkeiten. Werde glücklich im Hier und Jetzt. Nutze Raja Yoga, nutze Hatha Yoga, so wirst du die Vollkommenheit erreichen.

Unbearbeitete Niederschrift eines Hatha Yoga Pradipika Audio-Vortrags mit Sukadev Bretz. Mehr Infos:

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Tags: Hatha Yoga Pradipika, Hatha Yoga Pradipika Audio-Vortrag, Sukadev, tägliche inspiration

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