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Ich lese aus dem Buch „Licht, Kraft und Weisheit“ von Swami Sivananda und es hat aufgeschlagen auf einem Unterkapitel „Lebe in Harmonie mit Gott“.

Ich werde zuerst das Kapitel lesen, anschließend ein paar Worte dazu sagen.

„Bringe dein Herz in Einklang mit Gott durch tägliches inbrünstiges und aufrichtiges Beten. Lege dein Herz vor ihn hin, genauso, wie es ist. Habe keine Geheimnisse. Sprich zu Gott wie ein Kind. Sei schlicht und demütig. Sprich zu Gott wie ein Kind. Flehe ihn an aus reuevollem Herzen, dir deine Fehler zu korrigieren und dir seine Gnade zuzuwenden. Verlasse dich nicht allein auf menschliche Hilfe. Verlasse dich auf Gott, auf Gott allein. So wird dir alles zufallen. Du wirst sein Darshan haben, also Ihn schauen. Sei regelmäßig in deinem Japa - also Meditation mit dem Mantra – und Kirtan, Mantrasingen, in deiner Meditation und im Studium der Bhagavad Gita und heiliger Schriften. Regelmäßigkeit ist von überragender Bedeutung beim spirituellen Sadhana, bei der spirituellen Praxis.“

Hier beschreibt Swami Sivananda einige wichtige Aspekte des Weges des Bhakti Yoga. Die meisten von euch wissen, es gibt verschiedeneWege, um zu Yoga zu kommen, zur Einheit. Es gibt den Weg des Raja Yoga, Geisteskontrolle, Geistesbeherrschung, seinen Geist kennenlernen, die verschiedenen Aspekte des Geistes sich bewusstmachen, in der Lage, seinen Geist zur Ruhe zu bringen. Und indem wir den Geist zur Ruhe bringen, können wir dann unser wahres Wesen erfahren. Oder im Jnana Yoga, Yoga des Wissens, stellen wir uns die Frage: „Wer bin ich?“ Im Karma Yoga wollen wir anderen Menschen helfen und dienen. Indem wir anderen helfen und dienen, überschreiten wir die Grenzen unseres Egos, unseres kleinen Ichs, und wir merken, wir können mit anderen eins sein. Letztlich, Liebe ist ein anderer Ausdruck für das Gefühl von Verbundenheit, von Einheit, und das ist der Weg des Karma Yoga. Und im Karma Yoga entwickeln wir Liebe zu unseren Mitmenschen. Im Bhakti Yoga entwickeln wir Liebe zu Gott. Gott hat so viele verschiedene Aspekte. Für viele Menschen ist die Frage: „Wer ist überhaupt Gott.“ Manche denken, Gott haben sie irgendwo in der Kindheit kennengelernt, ist irgendwo, schwebt auf einer Wolke mit einem langen Bart. Und in manchen der Renaissance-Bilder wird Gott tatsächlich so dargestellt. Aber das ist natürlich nicht damit gemeint, sondern das höchste Bewusstsein, die Intelligenz hinter dem ganzen Universum, die Intelligenz, die hinter der ganzen Schöpfung steht, das können wir als Gott bezeichnen. Und wir können diese höchste Wahrheit, diese höchste Weisheit, können wir lieben lernen. Wir können herausfinden, wer es ist, indem wir Jnana Yoga üben. Wir können diese höchste Wahrheit in uns selbst entdecken, indem wir unsere Gedanken zur Ruhe bringen und das erfahren, was tief in uns ist. Oder wir können auf gewisse Weise sagen, wir können es uns einfach machen. Wir verstehen Gott nicht, wir kriegen unseren Geist nicht zur Kontrolle, aber wir wissen irgendwo, es gibt eine höhere Wirklichkeit und diese wollen wir verehren, auf sie wollen wir uns einstimmen, zu ihr wollen wir sprechen. Und Swami Sivananda empfiehlt in den ersten Worten dieses Kapitels, empfiehlt Gebet. Indem man zu Gott spricht, können wir irgendwo uns auf Gott einstimmen. So letztlich, selbst wenn wir sagen können: „Ist nicht Gott mit was anderem beschäftigt, als jetzt meinem Gebet zuhören?“ Letztlich, bei acht Milliarden Menschen, die es demnächst auf der Erde gibt, und die Hälfte davon betet und der Tag hat vierundzwanzig Stunden und jeder betet zehn Minuten. Hat jemand mitgerechnet, wie viele es dann sind? Und wenn es vielleicht noch dazu mehr als nur diesen Planeten gibt, der bewohnt ist. Dann gibt es nicht nur ein paar Millionen, wie kann Gott denen allen zuhören? Als Jugendlicher habe ich mich das manchmal gefragt. Irgendwann bin ich zum Schluss gekommen, ich bin zu unbedeutend, als dass Gott mir zuhört, also kann ich es auch gleich sein lassen. Aber es ist jetzt nicht eben ein Gott, der auf den Wolken ist und dann überlegt: „Wen unter den acht Milliarden Erdenbürger und auf welchem dieser Tausenden vielleicht bewohnten Planeten, in Millionen von Galaxien werde ich jetzt zuhören?“ Sondern weil diese Intelligenz überall gleichmäßig und sofort ist, kann sie allen zuhören. Und letztlich, es ist auch nicht immer nur logisch erfassbar. Wir können uns aber im Gebet an Gott wenden und dann kommt eine Antwort. Und dann spüren wir plötzlich, da ist etwas, da kommt eine Führung, da kommt ein Berührtwerden, da kommt eine Liebe, da kommt eine Herzensöffnung, da kommt plötzlich wieder Energie, da kommt plötzlich Licht. Und so ist eine der einfachsten Weisen, zu dieser Freude und diesem Licht zu kommen, sich an Gott zu wenden. Und das einfachste Gebet wäre sicher: „Lieber Gott, wenn es Dich gibt, dann möchte ich Dir das Folgende sagen.“ Oder: „Lieber Gott - oder liebe Göttin, oder kosmisches Bewusstsein, liebe universelle Intelligenz, liebes Unbeschreibbare, Numinose, Transzendente oder wie auch immer wir es ausdrücken wollen, oder lieber Gott - wenn du mir zuhörst, möchte ich Dir Folgendes sagen und ich möchte Dir für Folgendes dankbar sein und ich habe folgendes Anliegen an Dich. Und ich bitte um Führung in dieser und dieser Angelegenheit. Bitte, zeige mir das. Bitte, bis Montag muss ich mich entschieden haben. Bitte sage mir bis dann, was zu tun ist.“ Dann können wir so sprechen. Und vielleicht wird nicht immer die Antwort sofort kommen, manchmal kommt sie sofort, manchmal lässt uns Gott ein bisschen zappeln, so dass wir ein bisschen warten können, aber sehr häufig kommt eine Antwort, sehr häufig kommt eine Führung, sehr häufig kommt ein Gefühl von Liebe, Geborgenheit, kommt das Gefühl: „Ja, es wird alles schon so sein, wie es sein soll.“

Hari Om Tat Sat

Unbearbeitete Niederschrift eines Kurz-Vortrags mit Sukadev Bretz. Gehalten im Rahmen eines Satsangs nach der Meditation bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Infos:

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 89 X ANGESCHAUT

Tags: Gott, Harmonie, Leben, Sukadev, tägliche inspiration

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