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Yoga Sutra, Fortsetzung 34. Vers, 2. Kapitels
Patanjali gibt hier Grundlagen, warum es gut ist, sich ethisch zu verhalten.
Er sagt, wenn wir Himsa, Gewalttätigkeit, in uns haben, dann resultiert das in Schmerz und Unwissenheit. Und er sagt, bei Himsa, bei Gewalttätigkeit, ist es egal – vielleicht nicht ganz egal, aber in der Auswirkung ähnlich – ob wir selbst gewalttätig sind, ob wir andere Gewalttätigkeit tun lassen, ob wir negatives Tun billigen oder geschehen lassen. Ob wir es aus Gier verursachen, aus Ärger oder Verblendung.
Patanjali erteilt also auch eine Absage, dass wir sagen, „Ja, ich habe es ja nicht selbst getan.“, sondern sein Konzept des ethischen Verhaltens ist sehr umfassend. Wir sollten selbstverständlich nicht andere verletzen, anderen physische Gewalt antun, andere betrügen usw. Wir sollen aber auch nicht andere damit beauftragen. Wir sollen das auch nicht billigend in Kauf nehmen und auch nicht geschehen lassen. Dort ist durchaus die Aufforderung zu Aktivismus, also aktiv tätig zu werden. Wenn wir sehen, etwas ist nicht korrekt, etwas ist nicht o.k., dann ist es, laut Patanjali, auch für einen Yogi ethisch, etwas selbst zu tun.
Wir können vielleicht nicht alles in dieser Welt verändern, aber wir können eine Menge verändern. Und daher, schaue auch an diesem Tag, gibt es irgendetwas, was ich vielleicht bisher aus Trägheit geschehen lassen habe.
Er sagt auch, durch Gier, Ärger oder Verblendung. Manchmal nehmen wir schlechte Dinge in Kauf, um selbst etwas zu bekommen. Gier. Manchmal tun wir es aus Rache heraus. Wir haben uns über etwas geärgert und deshalb springen wir jemand anderem nicht bei. Deshalb tun wir etwas Schlechtes. Manchmal Verblendung. Aber Patanjali sagt, egal, aus welchem Grund, es führt zu Schmerz, zu Unwissenheit. Daher sollten wir Gutes tun. Wir sollten einschreiten, wenn negatives Tun geschieht. Wir sollten aufpassen, dass wir nicht von Gier beherrscht werden und dass Gier nicht ethisches Verhalten beeinflusst. Wir sollten nicht aus Ärger heraus anderen schaden wollen und wir sollten öfters schauen, handle ich hier aus Verblendung?
Über diesen Vers habe ich einige Seiten Kommentar geschrieben in meinem Buch „Die Yogaweisheit des Patanjali für Menschen von heute“. Dieses Buch findest du im Buchhandel. Autor: Sukadev Volker Bretz. Du kannst dieses Buch auch über den Yoga Vidya Versand erhalten: www.yoga-vidya.de, dort klicken auf Shop oder Versand. Oder auch in den über 50 Yoga Vidya Stadtzentren.
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Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Inspiration, Patanjali, Raja, Sukadev, Sutra, Vidya, Yoga, tägliche

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