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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute sind wir in der Bhagavad Gita, 4. Kapitel, 14. Vers, den 13. habe ich übersprungen:
„Handlungen beflecken mich nicht. Ich begehre auch nicht die Früchte der Handlungen. Wer mich so erkennt, wird von Handlungen nicht gebunden, wird von Karma nicht gebunden.“


Krishna, der Lehrer, spricht von seiner Erfahrung. Hier gibt es ein Wortspiel: Karma heißt Handlung, Karma heißt die Ursache und Wirkung, Karma heißt das Gesetz der Kausalität, Karma ist das Resultat der Handlung, also das, was uns passiert, was uns geschieht.


So hat dieser Vers auf verschiedenen Ebenen wichtige Bedeutungen. Karma befleckt Gott nicht. Das heißt zum einen, dass Gott durch Karma nicht gezwungen wird. Wir können uns Gott nicht gefügig machen. Zum anderen heißt das auch, was Gott tut, das tut er verhaftungslos. Er hängt an nichts. Das ist natürlich klar. Wer würde annehmen, dass Gott an etwas hängt? Aber es gibt durchaus anthropomorphe Gottesvorstellungen, in denen man denkt, dass Gott dies oder jenes will. Man denkt, Gott wird ärgerlich, Gott wird zornig, Gott hat vielleicht sogar Ängste. Aber so ist Gott natürlich nicht.


Auf einer bestimmten Stufe der spirituellen Entwicklung mag man so denken, und in früheren Zeiten wurden Gott alle möglichen menschlichen Eigenschaften zugeschrieben. Hier sagt aber Krishna: „Ich werde nicht durch irgendwelches Karma beeinflusst. Ich habe keine Wünsche. Ich handle nicht, um etwas zu erreichen.“ Er wehrt sich gegen diese beschränkten Gottesvorstellungen.


Patanjali sagt im Yoga Sutra, dass Ishwara eine besondere Form von Bewusstsein ist, die frei ist von Karma, frei von Leid und frei von Wünschen. Du kannst dich also ganz offenen Herzens an Gott wenden. Gott mag nichts Konkretes. Du brauchst keine Angst zu haben, Gottes Willen nicht zu erfüllen. Du brauchst keine Angst zu haben, dass Gott über dich ärgerlich ist oder dass du den Zorn Gottes auf dich ziehst. Gott ist liebevoll. Gott ist immer da. Gott hat keine Erwartungen. Gott nimmt dich so an, wie du bist. Auch wenn du Fehler gemacht hast, kannst du dich ganz an Gott wenden. Auch wenn du Dinge getan hast, die du nachher bereust, Gott ist immer da, Gott wird dir immer beistehen, Gott wird dir immer helfen. Daher, richte dein Herz ganz auf Gott! Öffne dein Herz für Gott! Sei voller Liebe und voller Hingabe!


„Na mam karmani limpanti na me karma-phale sprha iti mam yo‘bhijanati karmabhir na sa badhyate“


Hari Om Tat Sat


Transkription eines Kurzvortragesvon Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: bedeutung, bhagavad, erfahrung, gita, gott, inspirationen, karma, liebe, sein, selbst, Mehr...sukadev, tägliche, wirklichkeit

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