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DIES GENÜGT - Die Essenz aller Lehren.


„Der Schriften gibt es viele – Die Schrift ist nur in deinem Herzen.
Der Worte gibt es ohne Zahl – Das Wort ist einzig in deinem tiefsten Sein.
Der Zahlen ist kein Ende – Die Zahl füllt deinen Kern mit tausend Sonnen.
Der Namen, wer kann sich ihrer entsinnen – Der Name ist dein Haus in Ewigkeit.

Diese Weisheit alleine genügt, um deine Seele für immer zu stillen.“


~ Bhajan Noam ~


Kommentar:

Wie die Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten erforscht hat und immer noch weiter erforschen wird, denn es ist ein Gebiet ohne Ende, enthält die DNA alle Daten unseres Körpers, ja sie ist ein Programm, das sich von der Zeugung bis zu unserem Tod abspult, unsere Konstitution und jeweilige Kondition vorausbestimmt, eventuelle Krankheiten auslöst, den Alterungsprozess in Gang setzt und zuletzt unseren physischen Tod auslöst. Vielleicht wird die Wissenschaft eines Tages sogar herausfinden, dass jeder unserer „persönlichen“ Gedanken, jede „individuelle“ Entscheidung, jeder Traum, jede Phantasie, jeder Wunsch, jede Begierde, jede Handlung zu deren Erfüllung und selbst Meditation und die Suche nach der sogenannten „Selbsterkenntnis“ nichts als ein Programm ist, dass wir erfüllen.

Erschreckend? Es gab einen Film von Rainer Werner Fassbinder, der diesen Gedanken Ende der 60er Jahre schon aufgegriffen hatte. Und mit nur etwas anderen Worten und Bildern beschrieben es die Veden schon vor vielen Tausend Jahren.

In der Bhagavad Gita sagt Lord Krishna zu Arjuna: „Ich bin der Ursprung von allem; aus mir entwickelt sich alles; in diesem Wissen verehren mich die Weisen in Meditation. – Unter den Schöpfungen bin ich der Beginn, die Mitte und auch das Ende, oh Arjuna. – Und ich bin der Tod, der alles verschlingt, und der Reichtum der Menschen, die wohlhabend sein wollen. – Und jeder Same aller Wesen bin ich ebenfalls, oh Arjuna.“

Die Gehirnforschung ist vor etlichen Jahren schon auf diesen Punkt gestoßen und kann es anhand von recht einfachen Tests zweifelsfrei belegen, dass jede Handlung zum Beispiel schon geschieht, bevor uns unser Bewusstsein sagt, ich habe dies entschieden, ich tue dies. Ich finde, das ist doch wirklich einer der größten Witze überhaupt! Und die Pointe, wenn ihr immer tiefer reingeht, hat kein Ende. Das Lachen hört überhaupt nicht mehr auf!


„Der Schriften gibt es viele – Die Schrift ist nur in deinem Herzen.“

Unser spiritueller Weg beginnt meistens damit, dass uns ein Buch in die Hand fällt, das uns auf eine vielleicht noch unbewusste Weise tief berührt. Wir können nicht genau sagen, was uns da anspricht und innerlich bewegt, doch ab jetzt beginnt sich in unserem Leben Schritt für Schritt zu ändern. Wir werden uns mehr Schriften zulegen, von Lehrern/Lehrerinnen, von Meistern/Meisterinnen. Wir werden auch zu den sogenannten Heiligen Schriften greifen. Und ab diesem Punkt werden wir merken, dass die Widersprüche sich häufen, dass wir uns plötzlich in einem Dschungel befinden und keinen klaren Weg mehr erkennen können.

Haben wir uns einem Meister anvertraut, sieht die Geschichte ganz anders aus. Der Meister führt uns Schritt für Schritt, er ist der Fremdenführer in dieser unbekannten, unverständlichen Welt. Denn eines sollte wir von Anfang an in Bezug auf Heilige Schriften bedenken: Sie sind Jahrtausende alt und kommen nicht aus unserem Kulturkreis. Sie sprechen in einer Sprache, die wir gar nicht verstehen können. Sie sind zwar übersetzt in unsere Sprache, also die Wörter können wir lesen, aber die Bilder, die diese Sprache benutzt, die ihr zugrunde liegen, sind uns fremd. Und dann kommt das Problem der Übersetzung selbst noch hinzu, die gar nicht die Termini, die Metaphern, das Zeitkolorit, die feinen Nuancen, die Laute, die Klänge, die Melodie des Ursprünglichen übertragen kann! Der Meister hilft uns, der Meister entkernt das Ganze und führt uns auf geschlängelten oder graden Pfaden zum Zentrum des Lichts. Auf unserem Weg werden uns immer wieder kleine Lichter aufgehen und wir spüren, dass wir uns langsam, sehr langsam der Wahrheit annähern.

Vom Koran sagt man, er kann nur gesungen verstanden werden. Ähnlich ist es mit allen Schriften, die früher und teils auch heute noch gesungen werden. Die Bhagavad Gita, die Thora, der Koran und in der katholischen Kirche auch die Bibel. Und in der Tat ist es der Gesang, der unser Herz öffnet und uns zugänglich macht für die Worte, die Gedanken, die Hinweise. Unser Herz ist Rhythmus, ist Tanz, unsere Seele ist Klang ist reine Musik. Unsere Seele enthält bereits alle Klänge, alle Rhythmen, alle Melodien der Schöpfung. Sie selbst ist Das Buch des Ganzen, wie die DNA der Code für unsere Körper-Verstand-Einheit ist.

„Die Schrift ist nur in Deinem Herzen“. Schriften, Wahrheiten, die uns auf den Weg bringen können, gibt es viele im Außen. Die Wahrheit aber ruht schon immer in unserem Herzen, in unserer Seele. Nur deshalb erklingt etwas in uns, wenn ein Ton der Wahrheit unser Ohr erreicht. Und bald wird der Ton zur Symphonie, wenn wir endlich in uns selbst zuhause ankommen!


„Der Worte gibt es ohne Zahl – Das Wort ist einzig in deinem tiefsten Sein.“

Die Worte die wir normalerweise beim Denken und Sprechen benutzen, sind notwendig für unser Überleben, für die Kommunikation, für unser körperliches und psychisches Wohlbefinden. Sie haben in der Wirklichen Welt keine Bedeutung. Doch manchmal, eher zufällig, erklingt ein Wort in einem Gespräch, das tief in uns etwas berührt. Vielleicht müssen wir plötzlich lachen, ein Lachen das aus unserem Herzen aufsteigt. Vielleicht kommen uns Tränen oder ein sehr unbestimmtes Gefühl, eine leise Ahnung weht durch uns hindurch. Sie hat sanft wie ein Hauch Das Wort in unserem tiefsten Sein gestreift, das Mantra unseres Lebens, die Formel des tiefsten Glücks. Deshalb gibt uns ja der Meister ein Mantra. Er erkennt unser inneres "Wahres Wort" und eröffnet uns mit dem passenden Schlüssel wieder den Zugang zu ihm. Ein Mantra ist kein beliebiges Wort der Umgangssprache, ein Mantra ist ein geheimes Codewort. Und so kann es ein wahres Wunder vollbringen!


„Der Zahlen ist kein Ende – Die Zahl füllt deinen Kern mit tausend Sonnen.“

In der Mathematik und in der Musik, in der altüberlieferten Architektur, wie auch in der Kabbala besteht der Kosmos aus Zahlen, aus einfachen und komplexen Formeln. Zahlen können Harmonie wie Chaos erzeugen. Jede einzelne Zahl hat bereits in sich eine tiefe Bedeutung, das Zusammenspiel zweier, dreier bis unendlich vieler Zahlen ist ein Abbild des Kosmos, vom kleinsten Teilchen über die komplexeren Gebilde bis zum großen Ganzen.

„Das Wort in uns“ betrifft noch die individuelle Seele mit all ihren Erfahrungen aus den Millionen Inkarnationen, die sie durchlebt hat und die sie weiter mit sich trägt. „Die Zahl, die deinen Kern mit tausend Sonnen füllt“ ist der göttliche Funke, das Innerste Geheimnis. Die Macht des Seins und Nichtseins! Was die Atomforschung früh erkannte, die unbeschreibliche Kraft, die in einem einzigen Atom gebündelt ruht, diese Kraft, nur nicht mehr ausdrückbar gewaltiger, ist der Seelenfunken, das Innerste des Seelenkerns, das Allerheiligste des Tempels in uns. Jetzt verstehen wir vielleicht auch die Geschichten der Bibel, die sich um dieses Allerheiligste drehen. Der einzige Inhalt des Allerheiligsten, dieses Raumes, den nur der Hohe Priester betreten durfte, ein einziges Mal im Jahr und nur nach sorgfältigster Vorbereitung, war die Bundeslade, welche die Zehn Gebote enthielt. Die Zehn ist in der Kabbala die Zahl Gottes, die vollständige Zahl, die Erfüllung, die Zahl DES GANZEN.

Dies drückt die für den Verstand unfassbare Wirklichkeit aus: Gott ist mit aller Macht, mit aller Wahrheit, mit aller Freude in uns!


„Der Namen, wer kann sich ihrer entsinnen – Der Name ist dein Haus in Ewigkeit.“

Das Aussprechen Gottes Namens ist im Judentum nicht erlaubt. Man benutzt andere Name für ihn im Gebet oder wenn man untereinander über Gott spricht: Der Herr, Der Ewige und viele weitere. Es gilt: Der Name Gottes ist Gott, nicht nur eine bloße Bezeichnung für ihn, er ist Gott selbst! Den Namen Gottes durfte ebenfalls nur der Hohe Priester an diesem einen Tag im Jahr im Allerheiligsten ausrufen. Gottes unausgesprochener, ja in Wahrheit unaussprechbarer Name ist Gott und ist unser wirkliches, letztendliches und ewiges Zuhause.

Und jetzt: Gott ist der innerste Kern, der Bewohner, der Meister und Gott ist „Dein Zuhause“, das Haus, die Hülle. Wer bist dann Du?


„Der Schriften gibt es viele – Die Schrift ist nur in deinem Herzen.
Der Worte gibt es ohne Zahl – Das Wort ist einzig in deinem tiefsten Sein.
Der Zahlen ist kein Ende – Die Zahl füllt deinen Kern mit tausend Sonnen.
Der Namen, wer kann sich ihrer entsinnen – Der Name ist dein Haus in Ewigkeit.

„Diese Weisheit alleine genügt, um deine Seele für immer zu stillen.“


OM Shanti, Shalom, Salam, Peace, Frieden!


~ Bhajan Noam ~



Seminare bei Yoga Vidya: www.bhajan-noam.de
Informative Seiten: www.bhajan-noam.com
PRANA-YOGA: www.bhajan-noam.com/16.html
Satsang: www.bhajan-noam.com/SATSANG

Bücher von Bhajan Noam:
“Du bist diese Liebe”: www.bhajan-noam.com/20.html
“Die Nacht mit Elia”: www.bhajan-noam.com/1.html

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