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Bhajan Noam: Wirkliche Liebe beschenkt den Liebenden

Wirkliche Liebe beschenkt den Liebenden

Das, was wir normalerweise als Liebe bezeichnen, wenn wir es mit Aufrichtigkeit anschauen, ist nichts weiter als Begierde, Besitzenwollen, Leidenschaft, Obsession. Kratzen wir nur ein wenig an der Oberfläche, fördern wir sehr schnell die darunter liegende Wahrheit zutage: Wut, Hass, Gewalttätigkeit, Krieg. Wir glauben, dass Hass das Gegenteil von Liebe sei. Manche glauben auch es sei ein Bestandteil von ihr. Es stimmt – jedoch nur für unseren sehr eingeschränkten, oder sollten wir sagen entarteten, Begriff von Liebe.

Wut, Hass und Gewalttätigkeit sind in uns, und sie sollten keineswegs unterdrückt werden, sie müssen bloßgelegt und in uns selbst betrachtet werden, um sie in ihrer ganzen Hässlichkeit und letztlich als Dummheit, als Missverständnis zu erkennen. Wenn wir dann allmählich fähig werden, durch ausdauernde Meditation unter diese Schichten zu schauen, dann taucht ganz vorsichtig und langsam die wirkliche Liebe auf.

Die Liebe, die kein Gegenteil kennt, die einfach bedingungslos liebt. Die respektiert. Die nicht bezogen ist auf eine bestimmte Person. Diese verborgene Liebe, die uns leise schon durch unser ganzes Leben begleitet hat. Vergraben, verschüttet unter den Bergen von Müll antrainierter Emotionen.

Zu dieser Liebe hin gilt es zu finden. Denn alles andere erkennen wir bald als billigen Ersatz, als Plastikliebe, die uns niemals glücklich machen kann. Die uns nicht tiefe Glückseligkeit erfahren lässt. Die uns im Laufe der Zeit immer ärmer macht und innerlich zerreißt. Nimm dies zum Maßstab: Alles, was dich tief in dir unglücklich macht, kann nicht Liebe sein, es ist ihr Surrogat, es ist schlichte Begierde.

Wirkliche Liebe beschenkt den Liebenden. Wirkliche Liebe macht dich reich. Vollkommen unabhängig davon, ob sie von jemandem erwidert oder ignoriert wird. Liebe ist Reichtum, der überfließt, sich weiterschenkt, ja weiterschenken muss. Bei der Liebe geht es wie beim Leben immer um das Ganze. Und mit weniger als dem Ganzen gib dich niemals zufrieden!

2012 Copyright: Bhajan Noam

Lesungen auf Video: www.facebook.com/Bhajan.Noam
Zu meinem Buch "Du bist diese Liebe": www.bhajan-noam.com/LIEBE.html

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com
Ausbildungen: www.bhajan-noam.de

Kontakt: bhajan-noam@gmx.de

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Tags: Begierde, Bhajan_Noam, Emotionen, Glückseligkeit, Hass, Liebe, Meditation, Wut, bedingungslos

Kommentar von Mahalakshmi am 20. März 2012 um 1:49pm

ich glaube das Hass die Abwesenheit von Liebe ist! Nicht das Gegenteil, ich glaube dass Beide sehr viel miteinander zu tun haben. In einem Beitrag über Jugendkriminalität wurde es sehr schön erklärt.
Man führte eine intensive Untersuchung mit mehreren straffällig gewordenen Jugendlichen durch . Durchleuchtete deren kurzes Leben, und sie hatten alle etwas gemeinsam. Sie wurden in frühester Kindheit misshandelt, kalt und lieblos erzogen. Doch die Kinder gaben nicht auf, vertrauten ihren Eltern immer wieder aufs Neue, und wurden immer wieder aufs neue verletzt und zurückgewiesen! Bis, sie lernten, sich selbst zu schützen, nicht mehr nach Liebe und Nähe zu suchen, die eigenen Gefühle vollkommen abstellten, um den eigenen Schmerz in dieser ständigen Abweisung nicht mehr ertragen/fühlen zu müssen! So wurde aus verletzten Kinderseelen , kaltherzige Jugendliche (auf den ersten Blick); denen der Zugang zum Mitgefühl für sich und für andere, aus Selbstschutz verloren ging.

Was nun die bedingungslose Liebe angeht, ja .. so ist sie ... sie fordert nichts, sie verlangt nichts, sie erfüllt sich einzig durch sich selbst. Bedingungslose Liebe hält nicht fest und will nichts verändern ... sie ist ......... vollkommen!
Danke Bhajan♥

hier ein Link für dich : du kennst es vielleicht

http://www.youtube.com/watch?v=oWPJkp-yvCk

Kommentar von Bhajan Noam am 20. März 2012 um 8:33pm

Was heute so glitzernd als Liebe verkauft wird, ist ein Mäntelchen, das wir allem umhängen können, designed by Seelenarmut. Wir verkaufen unseren Körper und unseren Verstand an sinnentleerte Tätigkeiten. Mehr noch aber lassen wir in den Beziehungen untereinander unsere Seele leiden. Doch ihr Ruf, so leise wie er sein mag, ist zu machtvoll, um überhört zu werden. Sie ist ja aus dem Einen, das alles ist, wie könnte sie keine Macht haben! Sie wartet geduldig und lässt uns unsere Spiele spielen in dieser Arena der kurzlebigen Freuden und endlos erscheinenden Leiden. Doch dann kommt der Zeitpunkt, wo sie uns in der Verstehensweise jedes einzelnen an das Ewige zu erinnern beginnt. Tiefe, reine Liebe ist ihr Ausdruck. Mögen wir noch so verroht sein durch welchen Lebensstil auch immer, auch unser Hass, auch unsere Gleichgültigkeit waren letztlich eine schwache aber reine Schwingung von ihr. So ist der Weg niemals weit zurück zum Ursprung. Wir können stets hier beginnen und mit dem, was uns zur Verfügung steht. Doch jeder braucht für seine ersten Schritte einen Lehrer, einen Meister. Das Leben selbst erscheint uns durch unseren verworrenen Verstand hindurch als zu komplex. Wir brauchen anfangs jemanden, der uns beim Entwirren hilft, der selbst Klarheit besitzt und nicht involviert ist in unsere Politik. Der Meister ist Ausdruck des Lebens, der Liebe, der Wahrhaftigkeit, der Freiheit, des großen Gesetzes. Der Meister verkörpert die Lebendigkeit, nach der sich unsere Seele sehnt. Und er gibt ihr in seiner Gegenwart diese Nahrung, bis sie selbst wieder erstarkt ist und uns führt. Er zeigt uns Mittel, den Verstand zu zähmen und richtig zu gebrauchen. Er erklärt uns unsere verworrenen Gefühle, bis wir sie als Irrlichter erkennen und endlich dem reinen Stern in uns wieder folgen. Das ist das Symbol des Sterns von Bethlehem. Er führt uns zum Meister – und letztlich zum Leben selbst. Unser Seelenstern ist ja ein Funke des göttlichen Lichts, der Liebeskraft, die alles erschafft und hinaussendet und ebenso wieder heimholt. Wir verstehen dieses Geheimnis nur in der Hingabe. Und auch in ihr nur so wie ein kleines Kind das Lächeln seiner Mutter versteht. Danke für Deinen Kommentar, liebe Mahalakshmi! Ich schreibe oft nur über das Substanzielle, Du schreibst hier über das, was sich faktisch im Alltag zeigt. Zur Erkenntnis ist es oft wichtig einen Bogen über beides zu spannen. Om Shanti ॐ

Kommentar von Mahalakshmi am 20. März 2012 um 9:27pm

Das hast du wunderbar umschrieben. Danke Bhajan!! ♥ Om Shanti ॐ ♥

Kommentar

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