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Es ist sicher manchmal hilfreich und gut für die innere Entwicklung, wenn einem eine Krankheit widerfährt oder irgendein äußerer Schicksalsschlag, der einem zeigt, wie klein man ist, wie hilflos, wie unfähig ohne die Gnade der lebendigen Kraft der Existenz, die alles bewirkt, die weise lenkt, ohne die kein Regentropfen vom Himmel fällt, kein Sandkorn, vom Wind erfasst, sich tanzend über die Wolken erhebt, ohne die kein Mond und keine Sterne uns kühl bescheinen und ohne deren Fürsorge keine Sonne unsere Herzen erwärmt.


Ein schicksalhaftes Ereignis, dem wir uns ergeben müssen, rückt schnell die Dimensionen wieder zurecht in unserem Bewusstsein. Wir sind ein Staubkörnchen, wir sind ein Tropfen im Unendlichen der Ozeane und Wüsten. Unsere geglaubte Wichtigkeit, unsere Unersetzbarkeit und all die Überheblichkeiten sind plötzlich in ihrer ganzen Blöße den Elementen ausgesetzt, die nichts Unechtes, keine Unwahrheiten, keine Selbsttäuschungen dulden. Wenn wir den Mut aufbringen, uns dieser Nacktheit total zu stellen, kann, vielleicht zum ersten Mal, eine Ahnung in uns entstehen von der ungeheueren Größe, von der unfassbaren Schönheit göttlicher Natur, die in uns keimt, von der tiefen Liebe, die wir zu verwirklichen fähig sind, von einer ganz neuen Menschlichkeit, in die hinein zu erblühen unser Werk all der vielen Leben ist.



Unser Herz ist oft verschlossen aus Angst, aus Enttäuschung, aus Scham. Doch so geht es den Herzen aller Menschen. Wir leiden alle an der gleichen Krankheit. Wir sind Gefangene in der Dunkelheit der Höhle unseres eigenen Herzens. Und die richtige Richtung, sich hieraus zu befreien, liegt nicht irgendwo draußen, sondern sie zeigt noch tiefer, durch die Dunkelheit hindurch, zum göttlichen Licht in uns selbst. Nicht in der Ferne, ganz nah in uns – und nur dort – ist das Licht der Freiheit, ist der Glanz der Menschlichkeit, ist das Feuer der Liebe verborgen. Und der Weg ist die Verletzlichkeit, die Zartheit, das Sichberührenlassen und das Mitgefühl. Der Weg sind gemeinsame Tränen und gemeinsames Lachen. Der Weg ist der Strom unserer Lebensfreude, und unser Boot darauf ist ein Herz voll Sehnsucht, voll Heimweh und voll Vertrauen.



Mein Ruf gilt solchen Herzen. Herzen, die mutig bereit sind, sich in den Strom des Hier und Jetzt zu stürzen. Schau nicht zurück, da ist absolut nichts, was es zu verlieren gibt. Springe jetzt den einzigen Sprung, den zu springen es sich lohnt. Den Siegessprung der Buddhas! Springe in das Licht der Wahrheit. Springe in die Glut der aufgehenden Sonne einer neuen Menschheit. Und es könnte sein, dass du dem Schmelztiegel als pures Gold entsteigst. Dass du deinem eigenen Herzen anmutig entsteigst als Frau, als Mann der Liebe. Der Liebe, die immer neu ist, immer frisch, rebellisch, verwegen, verspielt, sich ändernd und doch in allen Ozeanen das gleiche Salz des Lebens bleibend.




Ein Geschenk



Erkenne, dass das Leben dein Freund ist,


dann kannst du den Kampf,


den du schon so lange führst, leicht beenden.


Das Leben gibt dir stets das Geschenk,


das du genau jetzt brauchst.


Manchmal schenkt es Freude, manchmal Schmerz.


Manchmal schenkt es Zuneigung, manchmal Hass.


Manchmal schenkt es eine Lüge, manchmal die Wahrheit.


Manchmal schenkt es dir Fülle und manchmal Leere.



Das Leben gibt dir stets das Geschenk,


das du genau jetzt brauchst.


Woher weiß das Leben, was du brauchst?


Es muss es gar nicht wissen –


es hat einfach nur ein Geschenk:


einen Spiegel.



Aus meinem neuen Buch „Du bist diese Liebe“ 2. Auflage Nov. 2010




Als Video: www.youtube.com/watch?v=6JE_rIVNoEM

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Tags: Bhajan_Noam, Liebe

Kommentar von sabine am 23. Dezember 2010 um 5:54pm
Dankeschön!!!!!
War doch genau das was ich heut gebraucht habe. :-)

Hari Om Tat Sat

Sabine
Kommentar von haripriya_deepa am 23. Dezember 2010 um 7:19pm
Hari om,
Danke für Deine schöne Ausführung über die Liebe. Ich finde auch, daß alles was wir erleben - ob angenehm oder unangenehm - ein Geschenk Gottes ist, das wir in bestimmten Momenten erhalten. Unsere Aufgabe ist es das Beste daraus zu machen. Dann wird uns die göttliche Gnade auch zuteil und wir verbinden uns dann allmählich immer mehr mit Gott. Meines Erachtens bedeutet Spiritualität, daß wir alle unsere Wünsche und Empfindungen wie Unsicherheit und Aengste usw., die wir im Herzen tragen, Gott übergeben sollten, bis das Herz gewissermaßen lehr ist. Dann wird sich unser Herz mit der göttlichen Liebe füllen und unser Leben ist ein Ausdruck von Liebe und göttlicher Gnade.

Ich wünsche allen viel Liebe, Frohsinn und Gnade im Neuen Jahr.
Ommmmmm,
Haripriya-Deepa

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