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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute mit der Yoga Sutra, 4. Kapitel, 2. Vers: „Die Umwandlungen der Existenzformen kommen vom Fließen der Prakriti her.“

Patanjali spricht hier von den Umwandlungen der Existenzformen. Die kommen vom Fließen der Prakriti. Alles in diesem Universum ist ständig dabei sich zu verändern. Es gibt nichts, was beständig bleibt, außer dem Wechsel. Und es ist eine wichtige Voraussetzung auf dem spirituellen Weg, sich dieser Sache bewusst zu werden.

Oft sind Menschen verhaftet. Du kannst selbst überlegen, bei welchen Dingen zu hoffst, dass sie beständig bleiben und sich nicht ändern. Deine Gesundheit, dein Appartement, die Beziehung zu deinem Partner oder deiner Partnerin, die Beziehung zu deinem Kind – Da ist so vieles, dass sich gerade gut anfühlt. Möge es doch so bleiben…

Es wird sich ständig verändern. Die Einstellung eines Yogis ist die, immer wieder offen zu sein, neugierig zu sein und zu sehen: „Was will sich manifestieren?“ Umgekehrt gilt auch, dass unschöne Dinge vergehen werden. Manchmal denkt man: „Oh, das wird jetzt ewig sein. Oh, ich habe jetzt Kopfweh. Was, wenn das niemals mehr aufhört? Oh, ich habe mir den Fuß verstaucht. Was, wenn ich jetzt niemals mehr gehen kann? Oh, der Mensch hat sich mit mir gestritten. Was wird passieren, wenn das immer so bleibt und ich auf ewig mit diesem Menschen, der mich nicht mag, zusammenarbeiten muss?“ Die Dinge verändern sich. Was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.

Im 2. Kapitel hat Patanjali gesagt, dass die Natur, die Prakriti, auch einen Sinn hat. Wir machen Erfahrungen. Wir lernen, Dinge wertzuschätzen. Wir lernen, um auf dem spirituellen Weg voranzukommen. ‚An einer anderen Stelle sagt er, dass der Grund, weshalb die Seele sich in diese Welt hineinbegeben hat und weshalb Purusha und Prakriti zusammen sind, der ist, dass Purusha die Kräfte erkennt, die in ihm selbst und in der Prakriti liegen.

Es geht also darum, neue Erfahrungen zu machen, seine Kräfte zu erkennen und zu entwickeln und das, was in einem ist, zu entfalten. Mit jedem Erlebnis erkennen wir mehr, was alles in dieser Prakriti möglich ist. Sei dir also bewusst, dass alles sich verändert. Bemühe dich darum, weniger verhaftet zu sein. Nimm dir vor, bewusst zu sein. Das, was jetzt unangenehm ist, wird vorbeigehen. Sei neugierig, was als nächstes kommt. Im Bewusstsein, dass du daran wachsen wirst. Du wirst wertvolle Erfahrungen machen. So kommst du auf deinem Weg voran.

Hari Om Tat Sat

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

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Tags: Kräfte, Prakriti, erfahrung, folgen, handlung, patanjali, samyama, sukadev, sutra, täglich, Mehr...verhaftung, veränderung

Kommentar von sabine am 30. November 2010 um 9:19pm
OM

Lieber Sukadev,

DANKE, das ist genau das, was ich heut gebraucht habe! :-)))

Lieber Gruß
Sabine
Kommentar von Ulrich Storz am 5. Dezember 2010 um 4:04pm
panta rhei - Alles fließt. Wo Heraklit das wohl her hatte?

Leben - ein fortwährender Stoff- und Formwechsel. Der Mensch liebt nun mal die Kontinuität, weil sie die Welt (etwas) berechenbarer macht in ihrem chaotischen Impetus.

In der BG (II, 14) findet man dazu folgendes:
"Die Kontakte der Sinne mit den Objekten, Oh Sohn Kuntis, die Hitze und Kälte, Freude und Schmerz hervorrufen, haben einen Anfang und ein Ende; sie sind nicht dauerhaft; ertrage sie tapfer, Oh Arjuna."

LG

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