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Zitate von Shankara,
Indiens berühmtesten Exponenten der Wirklichkeit


Identifikation des Selbst mit dem Körper, Geist und Sinnesorganen wird Unwissendheit (Avidya) genannt.

So wie ein Stück Tau im Dunkel als Schlange angesehen wird, so wird der Körper von einer unwissenden Person als Selbst angesehen.

So wie ein Baumstumpf im Dunkel verwechselt wird mit einer menschlichen Gestalt, und so wie eine Luftspiegelung als Wasser wahrgenommen wird, so wird der Körper von einer unwissenden Person angesehen als das Selbst.

Das Selbst ist wahrlich Eins und unteilbar, während der Körper aus vielen Teilen besteht. Trotzdem werden diese beiden als identisch wahrgenommen. Was sonst könnte Unwissendheit genannt werden?

Aktivität ist nicht in der Lage Unwissendheit zu vernichten, da sie ihr nicht entgegengestellt ist. Nur Wissen vernichtet Unwissendheit, so wie das Licht Dunkelheit vernichtet.

Die Vernichtung von Unwissendheit ist Befreiung. Dunkelheit kann nicht die Dunkelheit vertreiben. Weisheit, da sie inkompatibel ist mit Unwissendheit, jagt sie in die Flucht.

Nur durch Unwissendheit scheint das Selbst endlich und sterblich zu sein. Wenn Unwissendheit vernichtet ist, enthüllt sich das Selbst, das keinerlei Vielfalt in sich birgt, sich selbst. So wie die Sonne sich enthüllt, so bald die Wolke vorübergezogen ist.

Der mentale Eindruck‚’Ich bin Brahman’ (‚Ich bin unendliches Bewusstsein’), kreiert von ununterbrochene Selbst-Reflektion, vernichtet Unwissendheit und seine Auswirkungen, so wie eine effektive Medizin Krankheit vernichtet.

Die Welt ist voller Anhaftung und Abneigung, und hat im Wesen dieselbe Natur wie ein Traum. Sie scheint wirklich und dauerhaft zu sein so lange man unwissend ist. Aber man wird sich ihrer vergänglichen Natur bewusst, so bald man aufwacht.

So wie ein Krug endgültig nur aus Ton besteht, so ist der Körper wesentlich nichts anderes als Bewusstsein.

So wie eine Fackel durch schnelle Rotation kreisförmig erscheint, so nimmt jemand, der von einer Illusion irregeführt wird, an, dass der Körper sein Selbst ist.

So wie eine Person durch Verwirrung nur die Schlange wahrnehmt, und das Tau außer betracht lässt, so sieht ein unwissender Mensch die Welt, ohne die Wirklichkeit zu kennen.

Wissen wird nicht von irgendeinem Mittel kreiert, außer Unterscheidungsvermögen (vichara).
So wie ein Objekt nicht wahrgenommen wird ohne Hilfe von Licht.

Wenn der Geist so rein wird wie ein Spiegel, dann wird Wissen spontan von ihm reflektiert. Darum soll man immer dafür sorgen, dass der Geist gereinigt wird.

Adäquates Wissen ist der allerhöchste Reiniger. Dies ist das größte Geheimnis der Veden und der Götter.

Der Geist, die Sinnesorgane und der Körper werden nur vom Selbst beleuchtet, so wie ein Krug beleuchtet wird von einer Lampe. So wie ein Objekt sich selbst nicht beleuchten kann, so können Geist, Sinnesorgane und Körper sich selbst nicht kennen. Nur das Selbst kann sie kennen.

Eine angezündete Lampe braucht keine andere Lampe um ihr Licht zu manifestieren. So braucht das Selbst, da es Bewusstsein ist, kein anderes Instrument um sich Selbst zu beleuchten.

„Ich untergehe keinen Veränderungen, noch hab’ ich irgendeine Form; Ich bin frei von Tadel und Zerfall. Ich bin nicht der Körper, der aus reiner Unbeständigkeit besteht“. Dies wird Selbsterkenntnis genannt, Atmagyan.

Zu Ihnen gebracht von Drs. Frans Langenkamp Ph.D. April 2009. Für mehr Vedanta Wissen besuchen Sie: www.selfrealisation.net. Reaktionen willkommen bei: franslangenkamp@freeler.nl

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Tags: Bewusstsein, Selbst, erkenntnis

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