Kommentar zur Bhagavad Gita zum 6. Kapitel Vers 36

„Yoga Einheit, kann nur schwer von dem erreicht werden, der sich nicht selbst beherrscht. Der Selbst-beherrschte, der Strebende kann durch die geeigneten Mittel dahin gelangen“.

 

Interessant ist, er sagt nicht, Yoga kann gar nicht erreicht werden, von dem, der sich nicht beherrscht, sondern nur schwer. Angenommen du übst Asanas, Pranayama und Meditation regelmäßig. Langfristig wirst du auch zur Einheit kommen, auch wenn du im Alltag immer wieder die Fassung verlierst, dich ärgerst, ängstlich bist, oder Himmel hoch jauchzend zu Tode betrübt bist. Die regelmäßige Praxis wird dich langfristig auch hin führen.

 

Bhakti Yoga

Es gibt auch die Möglichkeit von Bhakti, Hingabe an Gott, immer wieder an Gott denken, Selbstbeherrschung Gott darbringen. Auch da wirst du langfristig Gott erfahren.

 

Jnana Yoga

Oder auch Jnana Yoga, die Nichtidentifikation und das Bemühen überall Gott zu sehen. Selbst wenn du dich nicht wirklich beherrschen kannst, langfristig erreichst du es auch. Aber es dauert sehr lange.

Deshalb wird hier gesagt: Dhusuudana das bedeutet schwer zu erreichen, es dauert lange.

 

Schneller kommst du da hin, indem du dir immer wieder vornimmst, dich selbst zu beherrschen. Das heißt dich immer wieder um die Ruhe des Geistes zu bemühen und immer wieder sagen Atha Yoga, jetzt Ruhe.

Wenn du dir Sorgen machst, Atha Yoga, jetzt Ruhe. Wenn du dich gekränkt fühlst, wenn du gierig bist, wenn du enttäuscht bist,sage dir  jetzt ist der Moment für Ruhe.

 

Wenn du denkst, das brauche ich noch, das will ich mehr haben usw., jetzt Ruhe. Strebe danach und entwickele immer mehr Selbstbeherrschung, dann erreichst du Yoga, die Einheit.

 

Mittel

Dann sagt er noch, durch die geeigneten Mittel, besondere Wichtigkeit im Alltag, ist Ruhe des Geistes üben. Geeignete Mittel, Asanas, Pranayama, Meditation, Bhakti Praktiken wie Puja, Homa, Arati, Mantras singen, Jnana Yoga Praktiken wie Selbststudium und Schriften lesen, oder weitere Hatha Yoga und Kundalini Yoga Praktiken üben usw.

 

Es braucht hier also drei Dinge.

  1. Streben nach Verwirklichung und um die hohen Ideale aufrechtzuerhalten.
  2. Im Alltag Selbstbeherrschung üben.
  3. Die spirituellen Praktiken und sattwiger Lebensstil

Du kannst überlegen, bemühst du dich um Selbstbeherrschung und in welchem Kontext könntest du das mehr machen? Bist du wirklich täglich in deinen spirituellen Praktiken?  Hast du weiter ein hohes Streben, hohe Ideale?

Die Kommentare der Bhagavad Gita ausführlich unter schriften.yoga-vidya.de

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Auszug aus der Transkription der Yoga Vidya Schulung Videoreihe, Begleitvorträge zur Yogalehrer Ausbildung, von und mit Sukadev Bretz.

Mehr zum ganzheitlichen Yoga findest zu z.B. auch in seinen Büchern „Der Pfad zur Gelassenheit“ und „Die Bhagavad Gita für Menschen von heute“.

 
 
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