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Yoga Vidya Lebensgemeinschaft - 54. Kundalini Yoga Weiterentwicklung

Pranayama und Kundalini Yoga Weiterentwicklungen bei Yoga Vidya seit Gründung von Yoga Vidya.

Als ich 1992 mein erstes Yoga Vidya Zentrum, nämlich im Yogacenter am Zoo eröffnete, unterrichtete ich zunächst Pranayama und Kundalini Yoga so, wie ich es in den Sivananda Yoga Vedanta Zentren gelehrt hatte und wie ich es schon dort gemacht hatte, nämlich die Lehren von Swami Vishnu-devananda zu kombinieren mit Wissen aus verschiedenen Büchern und anderen Yogalehrern.

Seit 1992 habe ich dann auch mit dem experimentiert, was ich auf Yoga-Kongressen, Yoga-Seminaren, auch außerhalb von Yoga Vidya gelernt habe, auch aus Büchern z.B. von Swami Satyananda lernte, wie auch von Special Guests, international bekannten Gastlehrern, die ich einlud schon in das Yoga Vidya Zentrum am Zoo. Ich tauschte mich mit Yoga-Übenden und Lehrern anderer Traditionen aus, die Yoga Vidya besuchten, die ich auf Indienreisen oder Yoga-Kongressen getroffen habe. So bekam ich die Anregungen für das große Kechari Mudra, für die Ujjayi Meditation, die Nadi-Harmonisierungs-Meditation, die Chakra-Harmonisierungs-Meditation und mancher Verfeinerung von Pranayamas, Mudras und Bandhas aus der Satyananda Tradition. Das mittlere Kriya Yoga, eine der beiden bei Yoga Vidya praktizierten Mudra-Reihen, die ich auch gerne Chakra-Leiter nenne, stellte ich aus diversen Quellen selbst zusammen. Die Bhastrika Mudra-Reihe, mindestens in ihrer Grundform, lernte ich kennen von einem Yogalehrer, den ich im Westerwald bei einem Yogakongress traf. Ich probierte diese Techniken aus und so verstand ich auch, wie die Mudras in der Hatha Yoga Pradipika gemeint sind und wie sie besonders wirken können. So basiert das bei Yoga Vidya gelehrte Pranayama und Kundalini Yoga auf den Lehren von Swami Vishnudevananda, es ist aber auch eine erhebliche Weiterentwicklung, die ich dort selbst vorgenommen habe.

Diverse Bücher, auch die Bücher von Swami Sivananda „Kundalini Yoga und Wissenschaft des Pranayama“, haben darin einen großen Anteil. Gerade Swami Sivanandas Bücher sind die Grundlagen für die Theorie, die in den Yoga Vidya Kundalini Yoga Seminaren weitergegeben werden, aber auch die Lehren anderer Yogameister und Yogalehrer hinterließen ihre Spuren in unserem Kundalini Yoga und Pranayama Stil, also dem Yoga Vidya Kundalini Yoga und Yoga Vidya Pranayama Stil.

Das Jahr 2000 war nochmal von besonderer Bedeutung. Im Jahr 2000 habe ich mich für drei Monate zurückgezogen in ein persönliches Retreat, um intensiv zu praktizieren. Dabei habe ich wieder insbesondere die intensiven Pranayama-Übungen und diverse Kundalini Yoga Übungen praktiziert, habe das mit verschiedenen Büchern noch verfeinert und habe so festgestellt, was dort besonders wirkt, welche Mudras besonders wirken und welche Mantra-Meditationen besonders wirkungsvoll sind. Etwa 2004/2005 habe ich dann ein Buch über Kundalini Yoga geschrieben, nämlich „Die Kundalini-Energie erwecken“, das damals im Kailash vom Hugendubel Verlag erschienen ist. So habe ich dann seit 1992 Kundalini Yoga Wochenendseminare unterrichtet im Yogacenter am Zoo und habe auch schon die ersten Kundalini Yoga Intensivwochen unterrichtet, darüber habe ich ja schon in einem anderen Podcast berichtet. Und dann als der Yoga Vidya Ashram im Westerwald gegründet wurde, habe ich das dann dort weitergegeben und dort diese Entwicklung von Kundalini Yoga Einführung, Kundalini Yoga Mittelstufe, Kundalini Yoga Fortgeschrittene, Kundalini Yoga Intensivpraxis entwickelt.

Seit 2007 habe ich dann auch mein Wissen über das Unterrichten von fortgeschrittenem Pranayama und Kundalini Yoga auch auf einer Yogalehrerweiterbildung zu diesem Thema weitergegeben. Vorher habe ich Menschen immer einzeln darin geschult und seitdem gibt es eben auch Kurse, wo Menschen lernen, wie sie diese Techniken selbst weitergeben können und natürlich, inzwischen gibt es bei Yoga Vidya eine ganze Menge von Kundalini Yoga Spezialisten, die selbst diese Seminare geben und andere wiederum darin ausbilden. Auch hier ist nochmal das Grundprinzip von Yoga Vidya zu sehen, wir haben eine feste Grundlage, in diesem Fall auch wieder das, was Swami Vishnu-devananda gelehrt hat, darauf habe ich dann die Lehren verschiedener anderer Meister aufgebaut und auch das, was ich in meiner eigenen Intuition und aus meiner eigenen Praxis erfahren haben, integriert. Ich bitte dabei immer meine Meister, Swami Vishnudevananda und Swami Sivananda, um Führung und will so alles Lehren und Lernen meinen Meistern und Gott darbringen. Und alle, die in der Yoga Vidya Tradition unterrichten, können dabei eigene Erfahrungen mit integrieren und einbringen. Wobei bei fortgeschrittenen Pranayama-Techniken mehr standardisiert wird als sonst bei Yoga Vidya, denn fortgeschrittene Pranayamas und Kundalini Yoga sind sehr machtvoll, da ist es wichtig, dass man verantwortungsvoll damit umgeht. Und natürlich, ein nächster Aspekt ist immer, wann immer ein Übungssystem sich gut etabliert hat, dann gibt es auch Aus- oder Weiterbildung, dass Menschen dazu angeleitet werden und befähigt werden, diese Techniken selbst weiterzugeben.
Ich hoffe, diese langen historischen Podcasts sind für dich von Nutzen und du kannst damit etwas anfangen. Irgendwo war ich mal früher als Jugendlicher sehr an Geschichte interessiert und Yoga Vidya ist ja inzwischen eine bedeutende Yoga-Bewegung geworden und es hilft manchmal, dort sich bewusst zu machen, wie ist alles entstanden und was heißt das für heute, was heißt das für das Lehrsystem und wie wirkt Yoga.

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Tags: Kundalini Yoga, Weiterentwicklung, Yoga Vidya Lebensgemeinschaft, lebensgemeinschaft, sukadev, yoga-vidya-lebensgemeinschaft

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