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Yoga Vidya Lebensgemeinschaft - 15. Sukadevs Vision

Ich hatte schon gesprochen über die großen Visionen von Swami Sivananda, der Anfang der 30er Jahre spürte, dass die göttliche Kraft in die Welt kommen will und alle beflügeln, die Spiritualität in die Welt hineingeben wollen. Ich habe gesprochen über die Vision von Swami Vishnu Mitte der 60er Jahre, die Vision, dass die Welt untergehen könnte, dass eine Feuerwalze alles Leben auf der Erde auslöschen könnte und was das mit Yoga Vidya zu tun hatte. Swami Vishnudevananda jedenfalls wurde Mitte der 60er Jahre über diese Vision dazu inspiriert, sich besonders stark zu engagieren. Ich werde zu einem anderen Zeitpunkt darüber noch mehr sprechen. Jedenfalls war die Vision von Swami Vishnudevananda, die er Mitte der 60er Jahre hatte, der Grund, warum er die Yogalehrerausbildungen begonnen hatte, weshalb er anfing, ein Yoga-Zentrum nach dem anderen zu gründen, noch weitere Ashrams und wirklich mit großem Elan daran ging, Yoga zu verbreiten.

Ab da wurde auch „Das Große Illustrierte Yogabuch“ zu einem Bestseller, es wurde ja mehrere Millionen Male in Amerika verkauft und es kam zu einer Yoga-Erweckung in Amerika. Letztlich die Hippie-Bewegung, die in den 60er Jahren in Amerika war, wurde durch den Einfluss von Swami Vishnu auch stark fernöstlich dann geprägt, man fing an, Yoga zu praktizieren, Mantras zu singen, es gab andere Yogameister, die sich dann dort mit einklinkten. Jedenfalls diese eine Vision beflügelte Swami Vishnu und sorgte dafür, dass gerade in Amerika und ab Mitte der 70er Jahre auch in Europa Yoga immer stärker verbreitet wurde.

So sei dir nochmals bewusst, heutzutage als spiritueller Aspirant zu leben, sollte nicht nur heißen, für sich selbst zu üben, sondern es sollte auch heißen, dass man etwas tun will für das Gute in dieser Welt, damit nicht die schlimmen Visionen Wirklichkeit werden, sondern die Visionen des Positiven. Heute haben wir eine große Verantwortung, wir können ein neues Goldenes Zeitalter schaffen, wir können aber auch schlimme Dinge bewirken. Und in diese Reihe der Visionen kommt dann meine eigene Vision hinein, die ich 1987 hatte. 1987, während der Hundertjahrfeier von Swami Sivananda, war ich im Sivananda Ashram in Val Morin in Kanada, also bei Swami Vishnudevananda, und ich bin morgens um 3:00 Uhr aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen, habe eine besondere Energie gespürt, bin so in den großen Yoga-Raum gegangen, die Yoga-Hall, und setzte mich hin, um zu meditieren.

Ich fiel sehr schnell in eine sehr tiefe Meditation, blieb dort sehr lange und hatte dann eine Vision von Swami Sivananda, zunächst wie ein Lichtfeld und wurde so emporgehoben. Ich sah dann Swami Sivananda, dann verschwand alles, was sichtbar war, ich war in einem Zustand von Verbundenheit, Einheit und Licht. Dann, als ich aus diesem Zustand wieder herauskam, sah ich wieder Swami Sivananda und ich spürte, dass eine neue Goldene Zeit ausbrechen könnte, dass es noch in meinem Leben sein könnte, dass Krieg auf der Erde undenkbar werden würde, dass Hunger auf dieser Welt verschwinden könnte, dass Streitigkeiten, mindestens Kriege zwischen Religionen und Völkern und Nationen undenkbar werden würden und dass Yoga eine wichtige Rolle dort haben würde, dass Yoga ein Bestandteil werden würde der neu entstehenden Weltkultur und dass die Spiritualität des Yoga da so hilfreich sein würde.

Ich spürte auch, dass dabei das klassische, traditionelle Yoga von Bedeutung sein würde, aber auch die Verbindung mit modernem Gedankengut von Demokratie, von Menschenrechten, von Gemeinschaft, von religiöser und spiritueller Toleranz. Diese große Vision beflügelte mich und führte dazu, dass ich in den nächsten Jahren mich noch bei Swami Vishnu besonders engagierte, Yoga weiterzugeben und auch Yoga zu modernisieren, Yoga so weiter zu formen, auch in Zusammenarbeit mit anderen spirituellen Traditionen, dass Yoga wirklich eines der Elemente der entstehenden Weltkultur werden konnte. Und in dieser Tradition steht Yoga Vidya bis heute. Also, wenn wir es zusammenfassen, diese drei Visionen, zunächst Swami Sivananda als der ganz große Meister, Satguru, der die Vision hatte, Yoga weiterzugeben, ist heute eine große Aufgabe, Gottes Segen steht dahinter und wer Yoga weitergibt, der wird immer genügend Energie haben, wenn er sich für diese Kraft öffnet. Swami Vishnus Vision war dann, es könnte sein, dass die Welt in eine Katastrophe hinein mündet und die Aufgabe der Aspiranten heute ist nicht nur, für ihre eigene Erleuchtung zu sorgen, sondern dafür zu sorgen, dass stattdessen etwas Gutes geschieht.

Und meine kleine Vision war dort, Swami Sivananda will mir sagen und will sagen, in Übereinstimmung mit dem, was ja schon viele andere Meister auch schon gesehen haben, verkündet haben, da waren ja auch schon Shri Oru Bindu und Paramahamsa Yogananda, auch Vivekananda der gleichen Meinung, ja, es ist möglich, dass ein Goldenes Zeitalter ausbricht und dass Yoga als eine Religion und eine kulturübergreifende Spiritualität und als eine Technik, um Menschen zur Harmonie zu führen und sich zu entspannen, etwas sehr Wichtiges werden würde, damit ein neues Goldenes Zeitalter entstehen kann. Eines der vielen Elemente auf die es ankommen könnte. Und daher wiederum, meine feste Überzeugung, in der heutigen Zeit sollten spirituelle Aspiranten nicht nur für ihre eigene Erlösung arbeiten, nicht nur für ihr eigenes Wohlbefinden wirken, sondern um Gutes zu bewirken in der ganzen Welt.

Es kommt auf das Weitergeben spirituellen Wissens an, es kommt darauf an, Yoga weiterzuentwickeln, dass Menschen es annehmen können und durch das Praktizieren von Yoga kommen Menschen zu spirituellen Erfahrungen, aus spirituellen Erfahrungen kommt Mitgefühl zu allen Menschen und kommt auch die Kraft, sich auch sonst für das Gute auf dieser Welt einzusetzen. So ist eine gewisse innere, man kann fast sagen, Getriebenheit, obgleich es das nicht ganz trifft, bei mir dabei, wir wollen dazu beitragen, dass die Welt ein besserer Ort wird. Und man sollte nicht nur überlegen, „wie geht es mit am besten“, sondern: „Wie könnte ich meine Fähigkeiten und Kräfte am besten einsetzen für das Wohl in dieser Welt?“

Und dazu gehört dann nicht nur, sich einzusetzen gegen den Hunger der Welt und die Ökologie, obgleich auch das sehr wichtig ist, sondern eben auch zur Erweckung von spirituellem Wissen. Es ist manchmal auch die Frage: „Warum will Yoga Vidya immer mehr lehren? Wird nicht irgendwann eine Sättigung erreicht?“ Ja, wir wollen Yoga weiter verbreiten und wir sind der Meinung, dass es nicht nur darum geht, Yoga als Selbstzweck, sondern Yoga als Friedensarbeit. Wenn mehr Menschen Yoga üben und vor allen Dingen Yoga auf eine Weise, dass es zu Mitgefühl führt, umso wahrscheinlicher ist es, dass die Welt ein besserer Ort ist. Vor diesem Hintergrund kannst du auch überlegen, willst du nicht mehr dazu beitragen, dass die Welt ein besserer Ort wird? Vielleicht kann das sein, indem du in einer Yoga Vidya Lebensgemeinschaft lebst. Und wenn du schon in einer Yoga Vidya Lebensgemeinschaft lebst, dann sei dir bewusst, du tust das nicht nur für dich, du tust das für die ganze Welt.

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Tags: Swami, Swami Vishnu, Swami Vishnu-devananda, Vishnudevananda, Vision, lebensgemeinschaft, sukadev, yoga-vidya-lebensgemeinschaft

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