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Yoga ist lebendige Erfahrung, sie führt zur Erlangung der höchsten Einheit – BhG XVIII.75

Bhagavad Gita, 18. Kapitel, 75. Vers: „vyasa-prasadac chrutavan etad guhyam aham param yogam yogeshvarat krishnat sakshat kathayatah svayam" - „Durch die Gnade Vyasas habe ich diesen höchsten und überaus geheimen Yoga direkt von Krishna, dem Herrn des Yoga, gehört, Der ihn selbst erläutert hat.“


Sanjaya spricht gerade. Sanjaya, der Erzähler. Er spricht die Abschlussverse und er sagt: „Durch die Gnade Vyasas habe ich diesen höchsten und überaus geheimen Yoga gehört.“ Vyasa ist der große Weise, der gilt als der Autor der Mahabharata, und Vyasa war auch derjenige, der Sanjaya die Gabe der Hellsichtigkeit gegeben hat. Und so hat Sanjaya die Bhagavad Gita gehört. Er hat sie direkt von Krishna gehört. Du kannst auch dir bewusst sein, es ist wichtig, auch den Lehrer zu ehren. Auf gewisse Weise war für Sanjaya Vyasa der Lehrer. Wenn du selbst die Beziehung hast zu einem Guru, dann ist es auch wichtig, dass du eine Beziehung aufbaust zu diesem Guru.

Angenommen, du hast Swami Sivananda als deinen Lehrer, dann ist es gut, dass du ein Bild von ihm z.B. auf deinem Altar aufbaust. Es ist wichtig, dass du überhaupt einen Altar hast, also einen heiligen Ort in deinem Haus. Das kann etwas Einfaches sein, ein kleines Brett und darauf legst du ein schönes Tuch, darauf einen schönen Teller, auf diesen Teller eine Kerze. Du hast vielleicht eins, zwei, drei Murtis, also Götterfiguren, sei es Krishna, Shiva, Ganesha, wenn du willst auch Maria oder Jesus, ein paar Bilder, mindestens von deinem Guru, wie z.B. Swami Sivananda, Swami Vishnu-devananda, wenn du willst auch andere Darstellungen des Göttlichen. Und dann, jeden Morgen verneige dich vor diesem Altar, schaue in die Augen von dem Bild von Swami Sivananda oder wer auch immer dein Meister ist, und verneige dich dann nochmals. Dann schließe deine Augen und sprich ein Gebet und bitte um Führung. Dann anschließend kannst du deine spirituellen Praktiken machen, auch die Bhagavad Gita lesen oder der Bhagavad Gita zuhören.

Wenn du diese Hingabe übst, dann wirst du die Essenz der spirituellen Weisheit verstehen. Auch abends, wenn du nach Hause kommst oder vor dem Schlafengehen, setze dich wieder vor den Altar. Auch wenn du all deine Praktiken morgens machst, bevor du einschläfst, schaue nochmals das Bild an von Swami Sivananda, sprich nochmals ein kurzes Gebet, verneige dich. Oder spätestens dann, wenn du dich zum Schlafen hinlegst, kannst du dich nochmal an den Meister wenden. Du kannst wiederholen: „Om Namo Bhagavate Sivanandaya, Om Namo Bhagavate Sivanandaya.“ Oder auch in deinen eigenen Worten. Also, der Guru – wenn du den Guru verehrst, den Lehrer verehrst, dann fällt es dir leichter, die Beziehung zu Gott aufzubauen. Und dann gilt es auch, dich an Gott zu wenden, wie auch immer du Ihn, Sie, Es sehen magst. Dann wirst du den höchsten und geheimen Yoga verstehen. Die Bhagavad Gita spricht öfters über „geheim“ und ich habe schon mehrmals darüber gesprochen, dass „geheim“ ein Paradox ist. Die Bhagavad Gita ist die am meisten gelesene Schrift und vielleicht das am meisten gelesene Buch in Indien. Wieso ist es geheim? Geheim ist es deshalb, weil, auch wenn du es einfach liest, du nicht unbedingt verstehst. Um es zu verstehen, brauchst du Hingabe, um es zu verstehen, brauchst du den Wunsch, zu lernen.

Um die Bhagavad Gita zu verstehen, brauchst du Demut. Wenn du diese Hingabe und diesen Wunsch, zu verstehen, hast und diese Demut, dann nimmst du direkt Kontakt auf zu Gott, dann nimmst du direkt Kontakt auf zum Göttlichen, dann wirst du diesen geheimen Yoga und damit die Techniken und die Weisheiten, die Wissenschaft der Verbindung und der Einheit erfahren. Er sagt hier auch, „direkt erfahren“. Also, du musst nicht nur auf Glauben gehen. Am Anfang ist Glaube wichtig, Vertrauen wichtig, Hingabe wichtig, irgendwann entsteht daraus lebendige Erfahrung. Nochmals kannst du dir im Herzen vornehmen, dass du mit Hingabe zum Göttlichen streben willst, dass du dich mit Hingabe an den Meister richten willst, dass du dich mit Hingabe an Gott richten willst, und dass du nach dem Höchsten streben willst.

 

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Bhagavad Gita Audio-Vortrags mit Sukadev Bretz. Mehr Infos:

 

 

 

 

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Tags: Bhagavad Gita, Bhagavad Gita Audio-Vortrag, Sukadev, tägliche inspiration

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