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Das Wort „Yoga“ heißt übersetzt Einheit oder Vereinigung. Und aus dieser Einheit entsteht das Gefühl von „Govinda“: übersetzt: „guter Hirte“. In diesem Zustand fühlen wir uns verbunden und aufgehoben in einem größeren kosmischen Ganzen.
Normalerweise nehmen wir uns als getrennte Individuen wahr. Dabei sind wir aber nicht wirklich getrennt voneinander. Wir bewegen uns auf der selben Erde und atmen die selbe Luft. Wir nehmen die Welt ähnlich wahr und machen ähnliche Erfahrungen. Auch über den Atem und unsere Sinneswahrnehmung sind wir ständig in Verbindung.
Es gibt noch eine subtilere Ebene dieser Verbindung: das Energiefeld, die Prana-Ausstrahlung der Menschen. Wenn man zum Beispiel große Freude empfindet, können die Menschen in der Umgebung dieses Gefühl wahrnehmen. Auch Leid ist eine menschliche Erfahrung, die wir teilen können – und zwar nicht nur intellektuell, sondern auf einer sehr tiefen, emotionalen Ebene.
Normalerweise identifizieren wir uns vor allem mit unserem Körper. Manchmal noch nicht einmal mit dem Körper direkt, sondern mit dem Bild, das wir von unserem Körper und unserer Persönlichkeit haben. Durch Yoga und andere Techniken ist es möglich, diese Identifikationen zu transzendieren, so dass wir das Bewusstheit für uns selbst ausdehnen. Im Kleinen kennt das jeder, zum Beispiel in der Liebe: Man spürt die Gefühle, die Bedürfnisse oder sogar die Gedanken eines anderen Menschen. Eine andere Form der Bewusstseinserweiterung ist das intensive Naturerlebnis. Man sieht die Natur nicht nur, man fühlt sich mit ihr verwoben.
Auch, wenn wir das vielleicht nicht so interpretieren, sind das schon kleine Bewusstseinserweiterungen. Und die können uns sehr stark bewegen. Im Yoga, beim Pranayama, in der Tiefenentspannung, beim Mantra singen, bei der Meditation oder auch im Alltag können wir diesem Gefühl der Verbundenheit nachspüren. Wenn wir unsere Achtsamkeit und Bewusstheit darauf ausrichten, werden wir diese Verbindung immer stärker spüren – genau wie die Verbindung mit anderen. Wir können spüren, wie wir alle ein Teil des Ganzen, dass wir alle Zellen in einem einzigen kosmischen Körper sind. Dann spüren wir auch, dass die Bewusstheit in uns letztlich ein kleiner Teil der großen kosmischen Bewusstheit ist.

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga-Vorträge als mp3

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Tags: Einheit, Yoga, bewusstsein, inspiration, sukadev, verbindung

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