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In der "Wissenschaft der sieben Disziplinen" lautet eine von Swamis 32 Empfehlungen (Im Buch „Sadhana“ auf Seite 328): „Fasse dir ein paar Vorsätze und setze sie um.“
Das klingt ganz banal, aber es gibt viele Menschen, die fassen gute Vorsätze und setzen sie sie nicht um. Erst, wenn man seine Vorsätze auch umsetzt, schafft man eine gewisse geistige Kraft. Swami Sivananda sagt auch, dass es besser ist, sich wenig vorzunehmen und es umzusetzen, als sich viel vorzunehmen und es nicht umzusetzen.
Selbst wenn man normalerweise immer umsetzt, was man sich vorgenommen hatte, gibt es manchmal Momente, in denen das durch irgendwelche äußeren Umstände das nicht geht. Zum Beispiel bei Krankheiten, oder wenn man berufliche oder andere Verpflichtungen hat. Dann, schreibt Swami Sivananda, muss das aktive Sadhana - also das tatsächliche Praktizieren von Asanas, Pranayama, Meditation usw. - durch häufiges Denken an Gott ersetzt werden. Und wenn dann diese Phase vorbei ist, dann gilt es wieder, nach den alten Vorsätzen zu praktizieren, die man sich gefasst hat.
Es gibt aber auch Menschen, die sich oft etwas vorzunehmen, es eine Weile machen und dann wieder aufgeben, weil ihnen irgendwann etwas dazwischengekommen ist. Dann kommen sie vielleicht ein Jahr später in einen Ashram oder machen woanders ein Seminar mit und bekommen so wieder neue Inspiration. – Seminare sind ja eine der besten Möglichkeiten, um wieder neue Inspiration zu bekommen. - Danach praktizieren sie wieder eine Weile, bis wieder etwas dazwischen kommt. Aber dieses Mal haben sie dazugelernt. Und deshalb praktizieren sie danach einfach wieder regelmäßig weiter, so das irgendwann eine gute spirituelle Verankerung entsteht.
Swami Sivananda schreibt auch: „Steigere langsam die Dauer.“ Wenn man mit etwas anfängt, muss man schauen, wie es läuft und aufpassen, dass man nach und nach auch wirklich die Dauer steigert. Am Anfang ist das vielleicht ein bisschen herausfordernd. Manchmal neigt man dazu, sich enthusiastisch in eine Sache zu stürzen. Man praktiziert anfangs sehr lange, und dann, wenn man erste Fortschritte bemerkt und etwas Wichtiges gelernt hat, wird es vielleicht wieder weniger. Dann ist es sehr wichtig, dass man sich immer wieder fragt: „Könnte ich das noch etwas steigern?“ Vielleicht etwas länger dabei bleiben oder es mit mehr Intensität und Bewusstheit praktizieren? Genau in diesem Moment kann man beschließen, die nächsten Minuten oder das nächste Mal etwas so konzentriert wie möglich zu tun.

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga-Vorträge als mp3

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Tags: Asana, Meditation, Pranayama, inspiration, sivananda, sukadev

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