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Das sind Fragen, die manche Menschen sich stellen. Man kann unterschiedliche Yoga-Typen unterscheiden. Man kann sie vom Ayurveda unterscheiden, man kann sie nach introvertiert / extrovertiert unterschieden und man Yoga-Typen auch unterscheiden bezüglich wie und wo sie üben wollen.

Yoga-Typen vom Ayurveda her:
Ayurveda sagt, dass die Menschen typischer Weise 3 Temperamente haben: Vata, Pita und Kapha.
Der Vata-Typ ist ein kreativer Typ, der will immer wieder Neues ausprobieren. Er hat ein vielseitiges Interesse. Der Vata-Typ, der hat gern abwechslungsreichen Yoga. Der Vata-Typ will vieles ausprobieren und experimentieren und leicht das eine und andere machen. Wenn du ein Vata-Typ im Gleichgewicht bist, dann sorg für Abwechslung. Bitte auch deinen Yogalehrer, dir verschiedene Übungen zu zeigen, probiere das eine oder andere aus und mach deine tägliche Yogapraxis abwechslungsreich.
Wenn du aber als Vata-Typ in der Übersteuerung bist, dich unwohl fühlst, unruhig bist, Schlafstörungen hast, ängstlich bist und innere Unruhe hast, dann mach jeden Tag das gleiche Yoga zur gleichen Zeit für eine gewisse Zeit lang bis du wieder im Gleichgewicht bist.
Also, wenn Du im Gleichgewicht bist, folge deinem Vata. Wenn dein Vata in der Übersteigerung ist, harmonisiere es.

Der 2.Typ nach Ayurveda ist Pita. Pita ist Feuer. Feuer will etwas erreichen, will sich durchsetzen, ist leistungsorientiert, will es bestmöglich machen, will die Power bekommen für den ganzen Tag. Wenn du ein Pita-Typ bist dann ist es gut, dir zu überlegen, was ist die optimale Yogapraxis. Frage deinen Yogalehrer. Was ist deine optimale Yogapraxis? Wie kannst Du deine Yogapraxis gestalten, dass du wirklich die effektivste Weise hast, Yoga zu üben? Was müsstest du machen? Du könntest z.B. sagen, ja ganz effektiv, ich habe 37 Minuten. Wie kann ich die verbringen? Aha – gut 2 Runden Kapalabhati, 5 Runden Wechselatmung, dann 8 Runden Sonnengruß, dann Umkehrstellung, Vorwärtsbeuge, Rückwärtsbeuge, Drehsitz und dann 1 Minute Tiefenentspannung. Das geht alles in 37 Minuten. Toll - mach ich jeden Tag - phantastisch. Und damit du zwischendurch auch neue Power bekommst: Tiefenentspannung im Sitzen oder Liegen. Also Pita-Prinzip: optimales Programm zusammenstellen. 2. Möglichkeit für Pita-Prinzip: Du kannst dir auch einfach sagen, ich setz mir ein Ziel. Ich will den Skorpion lernen. Frage deinen Yogalehrer: Was muss ich tun, um den Skorpion zu lernen? Und mach das dann auch. Oder Kopfstand oder Handstand usw.

Pita-Typen brauche Ziele. Such dir ein Ziel aus und gehe es an. Aber pass auf, dass Du nicht in die Übersteuerung kommst. Wenn der Pita-Typ in der Übersteuerung ist, dann ist es wichtig, loszulassen und wieder ruhiger zu werden, dass er entspannt. Wie erkennst du dass du als Pita-Typ in der Übersteuerung bist? Wenn du frustriert bist, gereizt bist, cholerisch bist, wenn du denkst, du musst den Karren allein rausziehen, vielleicht auch, wenn du Entzündungen hast, dann ist dein Pita nicht mehr im Gleichgewicht. Dann musst du Pita runterfahren. Du fährst Pita runter in dem du sanft übst, in dem du ausreichend Entspannung machst, in dem du jede Stellung ganz ruhig und bewusst machst. Suche dir ein entspannendes, ruhiges Programm aus, mach Zwischenentspannung zwischen den Stellungen, nimm dir bewusst vor in keiner Stellung in die maximale Dehnung zu kommen. Ruhe ist die 1. Pita-Pflicht, wenn sie in der Übersteuerung ist.

Bist du ein Kapha-Typ? Kapha heißt, du bist ein gemütlicher Typ, du willst nicht so viel Hektik haben wie der Vata-Typ, du bist auch nicht ziel- und erfolgsorientiert wie der Pita-Typ, du willst einfach dich wohlfühlen im Yoga. Was machst du also dort, wenn du dieser Kapha-Typ bist? Dann solltest du Yoga so machen, dass es gemütlich für dich ist. Schaffe dir eine weiche Yogamatte an, eine schön angenehme Yogakleidung, brenne eine schöne Kerze ab, vielleicht eine Duftlampe, vielleicht eine schöne angenehme Hintergrundmusik und vielleicht vor oder nach der Yogastunde trinke einen Yogi-Tee. Die erste Yogaübung, die du machst, sollte angenehm sein und die letzte auch. Und dann probier’s mal mit Gemütlichkeit, dann machst du Yoga gern. Übrigens beim Kapha-Typ spielt es keine Rolle, ob du jetzt in der Übersteuerung bist oder ein harmonischer Kapha-Typ bist. Manche sagen, der Kapha-Typ in der Übersteuerung sollte jetzt anstrengende Übungen machen, viele Sonnengrüße und stehende, anstrengende Übungen wie Heldenstellungen usw. – mag ja sein, aber Kapha-Übersteuerung heißt Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Unfähigkeit, viel zu machen, Ödeme. Da wirst du jetzt nicht viele Sonnengrüße machen. Vielleicht in der Übersteuerung ist es besonders wichtig, mach es angenehmen, mach die Tiefenentspannung vielleicht mit Affirmationen, mach die Atemübungen, die sind ohne allzu große Anstrengung möglich und verzichte vielleicht auf den Sonnengruß, fange gleich mit dem gestützten Schulterstand an und so kannst du gemütlich anfangen.

Ja, vielleicht hast du dich in dem einen oder anderen Yoga-Typ kennengelernt.
Dann kann man noch sagen, es gibt noch den introvertierten und extrovertierten Yoga-Typ.
Der extrovertierte Yoga-Typ, der will gern mit anderen sprechen und kommunizieren, sich austauschen. Wenn du ein solcher Typ bist, dann solltest du unbedingt mit anderen zusammen Yoga üben und geh sogar ein paar Minuten vorher in die Yogastunde, bleibe etwas länger da, unterhalte dich mit den Menschen. Wenn du ins Yogastudio, Yogazentrum oder sogar Ashram gehst, da findest du genügend Menschen, mit denen du dich austauschen kannst und diese neue, phantastische Sache namens Yoga mit anderen besprechen kannst. Also als extrovertierten Yoga-Typ ist es unbedingt hilfreich, mit anderen zu sprechen.
Bist du der introvertierte Typ, der eher, wenn er entspannen will, für sich sein will, dann kannst du entweder mit Internetvideos arbeiten oder DVD´s oder geh in ein Yogastudio, komm nicht zu früh zur Yogastunde sondern vielleicht eher gerade auf den letzten Drücker und geh dann auch zügig wieder. In Yogastudios, Yogazentren ist es auch toleriert, wenn jemand gar nicht reden will. Wenn du z.B. auch zu Yoga Vidya Bad Meinberg gehst, dort gibt es auch einen Speisesaal mit Essen im Schweigen. Du musst also mit niemanden sprechen. Aber vielleicht ergibt es sich, dass du mit einem Menschen irgendwo eine tiefe Herzensverbindung herstellst und so kannst du wenige aber tiefe Gespräche haben und nicht wieder extravertierte oder möglichst viele Gespräche.

Welcher Yoga-Typ bin ich? Auch vom Standpunkt aus „Lerche“ oder „Eule“. Vermutlich sind etwa 20-30% der Menschen Lerchen – also Frühaufsteher. 20-30 % sind Eulen - also Spätaufsteher und Späteinschläfer. Und vielleicht 40-60 % sind situativ mal Lerchen mal Eulen, können sich also gut anpassen. Bist du als Yoga-Typ eine Lerche, Frühaufsteher, freue dich, dann mach eben Yoga frühmorgens. Vielleicht, wenn der Rest der Familie noch im Bett liegt. Morgens wirst du wenig gestört und morgens ist es besonders schön. Übe morgens das Yoga. Welcher Yoga-Typ bist du? Vielleicht bist du auch die Eule. Du gehst gern sehr spät ins Bett. Gut, auch dort kannst du sagen, spät ins Bett, mache sehr spät abends das Yoga und die Meditation geht auch sehr gut.

Welcher Yoga-Typ bist du? Vielleicht hast du noch andere Möglichkeiten, welche Yoga-Typen es gibt, vielleicht würdest du dich und andere anders einordnen. Dann schreib doch einen Kommentar auf YouTube, im Blog auf www.yoga-vidya.de oder teile die Sendung auf Facebook, mach vielleicht auch eine Umfrage. Vielleicht bist du auch Yogalehrer / Yogalehrerin, mach eine Umfrage: welcher Yoga-Typ bist du? Und egal welcher Yoga-Typ du bist, du findest Möglichkeiten Yoga zu üben. Das ist sicher.

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Tags: Typ, Yoga, Yoga-Typ, sukadev

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