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Wechseljahre - ihr Beitrag zur spirituellen Vollendung

© 2014 Text: Bhajan Naom

Man braucht nicht lange im Internet zu suchen, um auf jede Menge Blogs und Foren zum Thema „Wechseljahre“ zu stoßen. Welche Unwissenheit da zutage tritt und welche Leidensgeschichten einem begegnen, daran muss man sich zunächst erstmal gewöhnen. Das ist einer der Gründe, warum ich in meinen Seminaren (wohlgemerkt als Mann - auch ein Mann erlebt sie natürlich) häufiger etwas zu dem Thema sage und so auch hier in einem kurzen Artikel zu einem neuen, eigentlich uralten, Verständnis beitragen möchte. 

 

 

Wechseljahre

 

Die Wechseljahre sind in der westlichen Zivilisation eines der größten Missverständnisse überhaupt. Was ist ihre Bedeutung? Eigentlich sagt es schon der Name. Es findet ein Wechsel statt, dieser Wechsel betrifft den Energiefluss. Was zuvor nach unten und außen floss, sexuelle Energie, will jetzt nach innen und oben fließen, Weisheitsenergie. Wenn man das nicht versteht und alles so weitermacht oder weiterhin haben will wie bisher, entsteht ein Widerstand gegen dieses natürliche Phänomen, entsteht Reibung. Das ist die Ursache für übermäßige Hitzewallungen und andere Probleme. Wenn man nun glaubt, auch gegen diese etwas unternehmen zu müssen, chemisch oder hormonell, wird es erst richtig kompliziert. Wir bringen selten die Ursachen und die Folgen mit einander in Verbindung. Bei den Wechseljahren geht es einfach um ein Annehmen des Geschehens. Wir hatten in früheren Zeiten die weisen alten Frauen und die Heilerinnen. Es waren die Frauen nach den Wechseljahren, die dem Energiewandel folgten, die ihn verstanden und nutzten. Diese Frauen fühlten sich danach gesünder, als je zuvor in ihrem Leben und erfuhren geistige Reifung. Das erlebe ich auch heute noch bei etlichen Frauen, die sich nicht gegen die innere Natur wehren, sondern mit dem Strom des Lebens mitschwimmen. - Ein erhöhtes Pitta ist die logische Folge von nicht frei fließender Energie, ein Ausdruck der unbewussten Gegenwehr. Die Energie ballt sich irgendwo.  Gut angeleitetes Yoga (z. B. Kundalini-Yoga) und auch QiGong oder Tai Chi kann sie wieder in ihre natürliche Bewegung bringen. Wichtig ist, dass man das, was man beginnt, geduldig weitermacht. Wirklich spürbare Erfolge kommen meist nicht in Tagen oder Wochen, sondern treten erst nach Monaten oder gar Jahren ein. Ebenfalls wichtig ist es, sensibel mit sich selbst umzugehen, immer feiner in sich hineinzuspüren. Die Organe, alle Körperteile, besitzen eine innere Intelligenz, mit der wir kommunizieren können. Sie antworten uns, wenn wir fragen, was ihnen fehlt. Wir müssen nur lernen, wieder hinzuhören. Wenn man wieder ehrlich zu sich wird und ehrlich zu handeln beginnt, dann kehrt alle ursprüngliche, unfassbare Kraft und Macht zurück. Dann findet ein wahres Aufblühen statt.

- Bhajan Noam -

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com

 

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Tags: Annahme, Bhajan_Noam, Energie, Wechseljahre, Weiterentwicklung

Kommentar von Gabriele Rs. am 30. Oktober 2014 um 10:16am

Danke Bhajan Noam für diesen wunderbaren Blog . Nach meinem eigenen Erleben und meinen
eigenen Erfahrungen ist das genauso wie du es beschreibst . Wenn du den Wandel , den mächtigen körperlichen Wandel nicht als gesamten Wandel deines Frauseins bewußt erlebst und sogar ignorierst dann gerätst du ins Ungleichgewicht . Du merkst dann irgend etwas stimmt nicht ...aber was es ist ?? Bei mir hat es eine Weile gedauert bis ich anfing zu verstehen daß es nach den Wechseljahren um andere Dinge im Leben geht als zuvor . Mittlerweile geht es mir gut auf meinem neuen Weg und ich genieße das Leben in vollen Zügen .

Kommentar von Petra am 31. Oktober 2014 um 2:24pm

Lieber Bhajan Noam,
noch nie haben sich Worte zum Thema Wechseljahre für mich wahrhaftiger angefühlt.
Danke, dass Du sie ausgesprochen hast.

Kommentar von Turiya am 31. Oktober 2014 um 3:55pm

Von der geistigen Seite her, der geistigen Reife, kann ich das bestätigen, was Bhajan Noam schreibt, man wird ruhger und gelassener und akzeptiert vieles, wogegen man sich früher vielleicht aufgelehnt oder angekämpft hätte. Das schreibe ich aber doch weitgehend der Lebenserfahrung zu und wenn man bereit ist tatsächlich aus dem Erlebten zu lernen und sich weiterzuentwickeln.

Aber die körperlich und geistig spürbaren Nebenwirkungen der sich änderenden Hormonlage waren und sind bei mir doch immens und das kann und konnte ich kaum einfach gelassen hinnehmen. Die Auswirkungen waren so stark und zu Anfang wusste ich nicht was diese Symptome zu bedeuten haben und woher sie kommen, so dass ich dachte, ich werde wohl langsam verrückt. Seit 9 Jahren Plage ich mich nun mit den Wechseljahren ab und immer noch ist kein Ende abzusehen, es ist wirklich nur schwer auszuhalten.

Es ist ja schön von dir gesagt, das man das Geschehen annehmen soll, tue ich bestimmt, ich will gar nicht mehr 20 sein, ich bin froh über meine Lebenserfahrung, die durchaus auch nicht immer einfach oder schön war, im Gegenteil, die schönen Momente und Zeiten waren ehrer rar. Aber das, was ich als Auswirkungen des Hormonwechsels erlebe, kann man nicht einfach nur annehmen, sondern nur irgendwie aushalten und überleben. Da hilft auch Yoga oder Qi-Gong nur wenig. Gut ich weiß, dass ich es wohl sehr extrem erlebe, wie nur wenige, aber auch das gibt es eben.

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