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Was passiert in der Meditation – Schritte der Meditation

Was passiert in der Meditation – Schritte der Meditation

Ich lese etwas aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda, aus dem Kapitel „Meditation“, „Was in der Meditation geschieht“.

„In der Meditation werden im Geist neue Furchen geschaffen und der Geist wird in den neuen spirituellen Furchen erhoben. Wenn der Geist in der Meditation fest wird, werden auch die Augen fest. Wenn man in sehr tiefe, stille Meditation kommt, wird der Atem sehr ruhig. In tiefer fortgesetzter Meditation hört das Denken auf. Es gibt nur einen einzigen Gedanken: „Aham Brahmasmi, ich bin eins mit dem Unendlichen, dem Ewigen, dem Absoluten.“ Schließlich löst sich auch dieserGedanke auf und es folgt Nirvikalpa Samadhi, Sahaja Adwaita Nishta, also, der natürliche Zustand der Einheit. So wie sich Salz im Wasser auflöst, löst sich der sattvige Geist, also der reine Geist, in der Stille in Brahman, dem Unendlichen, dem Ewigen, seiner Grundlage, auf.“

Hier beschreibt Swami Sivananda in wenigen Worten die verschiedenen Wirkungen und Schritte der Meditation. Zunächst, wenn wir regelmäßig meditieren, dann schaffen wir positive Gedanken, die stärker werden. In der Meditation kann man ja über Verschiedenes meditieren. Man kann über Licht meditieren, mit einem Mantra meditieren, man kann die Einstellung des Annehmens und des Beobachtens schaffen, man kann eine Eigenschaft aktivieren, ein Chakra aktivieren. So vieles Verschiedenes kann man dort machen. Und das, natürlich, zum einen, es wirkt in der Meditation, man schafft eine starke Positivität in der Meditation, es wirkt direkt nach der Meditation. Wenn man seinen Geist täglich zwanzig Minuten mit etwas Positivem füttert und beschäftigt, dann ist man natürlich danach erfüllt davon. Und es entsteht eine Gedankengewohnheit auch. Das, woran man in der Meditation gedacht hat, das wird dann auch nachher öfters hinkommen. Also, wenn man in der Meditation mit Licht meditiert hat oder Einheit gespürt hat, das wiederholt sich auch am Tag immer wieder. So schaffen wir neue Denkgewohnheiten und sehr positive Denkgewohnheiten. Es ist oft die Frage, wenn wir an eine bestimmte – wie können wir sagen – Gedankengewohnheit gefangen sind, wie kommen wir dort raus? Und eine einfache Weise ist, wir meditieren. Wir meditieren zwanzig Minuten jeden Tag und dann schaffen wir eine neue Gedankengewohnheit, die am Tag stärker werden kann. Dann, wenn wir regelmäßig meditieren, dann erzeugen wir nicht mehr einfach nur positive Gedanken und eine bestimmte Einstellung zu uns selbst, zu unseren Emotionen, zu unseren Gedanken, zur Welt, sondern langsam werden die Gedanken ruhiger. Und dann kommt man zu dem, was jenseits der Gedanken an sich ist. Und man erfährt das, was man eigentlich immer war, nämlich reines, unendliches Bewusstsein. Eine uralte Menschheitsfrage ist: „Wer bin ich?“ Und wir können der Frage probieren über Philosophien dort auf den Grund zu gehen. Wir können uns anschauen, was die Religionen zu sagen haben. Wir können es logisch analysieren. Aber zur eigentlichen Antwort kommen wir letztlich in der Meditation. Wir erleben in der Meditation, dass wir nicht die Gedanken sind. Wir erleben in der Meditation, wir sind nicht die Emotionen. Wir erleben auch, dass wir den Körper beobachten können und deshalb nicht der Körper sind, dass wir sogar mit der Bewusstheit weit über den Körper hinauswachsen können. Und dann erkennen wir, dass wir letztlich reines, unendliches Bewusstsein sind, dass dort unendliche Wonne ist, unendliches Wissen und unendliches Sein ist. Letztlich ist die Erfahrung der Meditation die Erfahrung der Ewigkeit. Und wenn wir auch nur ein paar Sekunden das gespürt haben und erahnt haben, vielleicht sogar mehr als nur gespürt, erahnt, wirklich gefühlt, erfahren haben, dann kommen wir natürlich nachher wieder ins Normalbewusstsein zurück. Aber diese Straßen intuitiven Wissens oder diese Verbindung zum Höheren bleibt da. Es heißt, dass wir dann auch im Alltag aus dieser Freude heraus handeln, aus dem Gefühl der Verbundenheit, aus dem Gefühl der Liebe, und einen großen Zugang zu intuitivem Wissen haben.

Hari Om Tat Sat

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Tags: Meditation, Sukadev, tägliche inspiration

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