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Ich möchte etwas lesen aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda, aus dem Kapitel „Gedanke“, aus dem Unterkapitel „Überwindung von negativen Gedanken“.
Swami Sivananda schreibt hier: „Zuerst kommt ein negativer Gedanke in den Geist. Dann hat man eine feste Vorstellung. Man erfreut sich daran, diesem negativen Gedanken nachzuhängen. Man lässt ihn ihm Geist verweilen. Allmählich fasst der negative Gedanke, wenn er keinen Widerstand erfährt, im Geist festen Fuß. Dann wird es sehr schwierig, ihn wieder zu vertreiben. Gedanken werden durch Wiederholung stärker. Und wenn man einen negativen oder auch einen positiven Gedanken einmal fester verwurzelt hat, hat dieser Gedanke die Tendenz, wieder aufzutauchen.“
Ständig bekommen wir irgendwelche Gedanken. Sei es, dass dieser irgendwie selbst in uns auftaucht, sei es, dass jemand anderes uns etwas sagt, sei es, dass wir etwas lesen, etwas hören. Wenn der Gedanke sehr schwach ist, dann haben wir noch relativ gute Möglichkeiten, auf ihn einzuwirken. Wenn es einfach einer dieser vielen Gedanken ist, dann können wir ihn loslassen und können zum nächsten gehen.
Aber wenn ein Gedanke erstmal Fuß gefasst hat, dann zieht er ähnliche Gedanken nach sich, dann wird er stärker, dann holt er Kraft heraus aus dem Unterbewusstsein, Prana fließt hinein. Andere Gedanken sammeln sich dazu und letztlich ziehen wir mit unserer eigenen geistigen Schwingung auch ähnliche Gedanken von anderen Menschen an.
Selbst dann können wir uns noch entscheiden, nein, diesen Gedanken will ich nicht haben. Diese Wissenschaft der Gedankenveränderung zu entwickeln, das ist letztlich Raja Yoga.
Viele Menschen hängen zu sehr von äußeren Dingen ab. Wir alle wissen, Stimmung kann von einem Moment auf den anderen kippen. Wir sind schlechter Laune und plötzlich gibt einem jemand ein richtig ernst gemeintes Kompliment. Plötzlich ist die schlechte Laune wie weggepustet. Oder man ist schlechter Laune und liest etwas ganz Schönes. Oder vielleicht gibt es irgendeinen schönen Film oder es geschieht sonst irgendetwas Äußerliches.
Der Raja Yogi sagt: „Warum sollte es von äußeren Umständen abhängen, dass es mir besser geht? Ich kann lernen, meinen Geist zu schulen.“
„Gedanken derselben Art rotten sich zusammen, so wie sich Vögel derselben Art zusammenfinden. Wenn du einen negativen Gedanken hast, kommen alle möglichen negativen Gedanken dazu und ziehen dich nach unten. Wenn du aber einen guten Gedanken hast, kommen auch alle möglichen guten Gedanken zusammen und erheben dich. Lerne, deine Gedanken zu steuern! So wie man nur die guten Früchte aus dem Korb nimmt und die faulen wegwirft, so bewahre auch die guten Gedanken im Geist und weise die negativen zurück. Überwinde so Gier, Habgier und Egoismus. Entwickle reine, erhebende Gedanken. Diese Aufgabe mag am Anfang schwierig erscheinen. Übe sie dennoch!“
Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Indische, Inspiration, Lesung, Schriften, Spiritualität, Sukadev, Vidya, Yoga, tägliche

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