mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

Das Yoga Forum für Ayurveda, Yoga, Meditation und Spirituelles Leben

Ich lese etwas aus dem kleinen Büchlein: „Licht, Kraft und Weisheit“ von Swami Sivananda. Es hat aufgeschlagen auf einem Kapitel, das nennt sich: „Überwache deine Gedanken“.
„Führe alle Praktiken aus, die deinen Geist ansprechen. Befolge sie mit Vertrauen und Aufmerksamkeit. Du wirst deine Entwicklung beschleunigen und das Reich der unendlichen Wonne erreichen.“
Wir wollen jenseits der Identifikation mit dem Körper, den Emotionen, den Energien, dem Intellekt, der Persönlichkeit usw. kommen. Und wie kommen wir dort hin? Indem wir Praktiken üben, die uns natürlich entsprechen. Wir wählen eine Meditationstechnik, die uns geeignet erscheint. Wir üben Asanas auf eine Weise, die uns geeignet erscheint. Wir üben Pranayama, auf eine Weise, die uns geeignet erscheint.
„Befolge sie mit Vertrauen und Aufmerksamkeit.“ Das ist wichtig denn mechanisch ausgeführte Praktiken bewirken erheblich weniger, als wenn unser Geist und unser Herz dabei sind.
Wir können uns zwar einfach hinsetzen zur Meditation und hoffen, dass sie irgendwann vorbei ist, denn selbst das reine Sitzen hat ja schon Wirkung. - Es gab mal so eine vergleichende Studie verschiedener Meditationstechniken.
Die einen haben Mantrameditation geübt, die nächste Zen-Meditation und die nächste die Achtsamkeitsmeditation und die letzte Gruppe wurde nur gebeten, einfach ruhig sitzen, ohne sich zu bewegen und ansonsten könnten sie machen was sie wollen. Das ist natürlich schon sehr eingeschränkt, was man dort machen kann, wenn man bewegungslos sitzt.
Vom Standpunkt der entspannungsmäßig messbaren Sachen waren alle Gruppen gleich. Alle haben sich entspannt, allen ging es nachher besser, alle waren nachher regenerierter, alle sind im Hirn irgendwo zum leichten Alpha-Zustand gekommen und Stresshormone wurden abgebaut usw. Also, schon sich mechanisch hinzusetzen für die Meditation bringt einiges.
Nun, wir wollen ja mehr, als nur zu entspannen und nur besser mit Stress umgehen zu können. In der Meditation spielt es sehr wohl eine Rolle, dass wir mit großem Vertrauen und Achtsamkeit sitzen.
„Lerne, weise zu werden. Unterscheide. Überwache die Gedanken und Wünsche. Überwache deine Gedanken genau. Erlaube keinem ungeschickten Gedanken durch die Tore deiner geistigen Werkstatt einzudringen.“
Wir haben eine gewisse Kontrolle über unsere Gedanken. Wenn ein Gedanke kommt, können wir sagen, nein, ich mag dich nicht. Wir können stattdessen einen anderen Gedanken hervorrufen. Das geht insbesondere, wenn die Gedanken beginnen. Natürlich, wenn schon Emotionen da sind und Wogen usw. gut, dann kann man nur warten, bis die Welle irgendwann verklungen ist. Oder muss vielleicht einfach mit Pranayama, Sonnengebet, schnellen Spaziergängen, Mantrasingen oder sonst etwas arbeiten, um den Geist in eine andere Schwingungsebene zu bekommen.
Aber wenn ein kleiner Gedanke beginnt, können wir sagen, den will ich weiter verfolgen oder auch nicht. Das klappt natürlich besonders dann, wenn wir mit großer Achtsamkeit beobachten was geschieht.
„Begeistere dich für die Selbstverwirklichung und du wirst das Ziel des Lebens erreichen.“
Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 61 X ANGESCHAUT

Tags: Indische, Inspiration, Lesung, Schriften, Spiritualität, Sukadev, Vidya, Yoga, tägliche

Kommentar

Sie müssen Mitglied von mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community sein, um Kommentare hinzuzufügen!

Mitglied werden mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

© 2019   Impressum | Datenschutz | AGB's | Yoga Vidya |   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen