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Was passiert im Körper bei Trauer? Welche Symptome gibt es? Wo sitzt die Trauer? Warum trauern wir? Das sind einige Fragen, die mir hier gestellt worden.

Zunächst einmal: Warum trauern wir?
Die Trauer könnte man als einen psychologischen Bewältigungsmechanismus deuten. Man könnte sagen, eine unterbewusste Coping-Strategie, die Menschen und Tiere entwickelt haben um Verluste zu verarbeiten.

Es gibt Trauer wegen Menschen die verstorben sind. Man kann trauern, weil Menschen andere Wege gehen. Man kann um seinen Arbeitsplatz trauern oder um den Besitz, den man verloren hat. All das hilft. Bei all dem kann man in einen Trauerprozess kommen.

Ein Trauerprozess ist durch Trauerphasen gekennzeichnet.
Phase der chaotischen Emotionen: Da erlebt man nochmals die Emotionen, die man mit dem Menschen, um den man trauert, gemacht hat.

Phase der Antriebslosigkeit: Es kommt vielleicht eine Phase der Antriebslosigkeit, wo das Ganze im Unterbewusstsein weitergeht.

Phase der Idealisierung:
Es gibt eine Phase der Idealisierung, wo man die Zeit mit dem anderen oder das, was man verloren hat, dankbar annehmen kann.

Phase des Wiedereintritts ins Leben.

So kann man letztlich sagen, dass wir trauern, um Verluste gut zu verarbeiten, um offen zu werden für das Neue, um Lernlektionen zu erhalten und dadurch in der Persönlichkeit zu wachsen.

Was passiert im Körper bei der Trauer?
Ich bin jetzt kein Anatom, kein Physiologe und kein Hirnchemiker. Natürlich kann man sagen, was passiert. Der Körper wird schwerer. Man fühlt sich nicht mehr gut. Es wird schwerer, den Arm zu heben. Sicherlich werden die Glückshormone weniger im Körper sein. Es werden weniger Endorphine im Körper ausgeschüttet. Die Serotoninaktivität wird gehemmt. Die Aktivität wird reduziert. Man wird davon ausgehen können, dass der Körper einiges tut, um das Belohnungssystem herunter zu fahren, um das Antriebssystem etwas herunterzufahren, so dass du insgesamt etwas ruhiger bist.

Wo sitzt die Trauer?
Das ist eine interessante Frage. Vom Yoga Standpunkt aus sitzt die Trauer in der Manomaya Kosha. Die Yogis sprechen von fünf Koshas:
Anomaya Kosha (Körperhülle)
Pranamaya Kosha (Energiehülle)
Manomaya Kosha (Emotionshülle)
Vijnanamaya Kosha (intellektuelle Hülle)
Anandamaya Kosha (Freude Hülle).

Die Trauer sitzt in der Emotionshülle. Von dort geht sie aus. Aber über die Manomaya Kosha, die Emotionshülle, gibt es eine gewisse Einsicht, die auch in der Buddhi, dem Intellekt, dem Verstehen und dem Bewusstwerden Prozess verstanden wird. Die Trauer geht auch ins Prana hinein lähmt die Energie. Die Trauer manifestiert sich auch im Körper.

Soweit einige Überlegungen zum Thema Trauer, ihrer Manifestationen und ihrem Sinn.

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Tags: Manifestation, Sukadev, Trauer, Yoga

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