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Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute sind wir in der Bhagavad Gita, 2. Kapitel, 27. Vers.
Krishna, der Lehrer, spricht zu Arjuna, dem Schüler:
„Für die, die geboren wurden, ist der Tod unvermeidlich; die Geburt für die, die tot sind; daher sei nicht besorgt über das Unvermeidliche.“
Krishna sagt, was geboren wird, wird sterben und was stirbt, wird wieder geboren werden. Das kann dir ein großer Trost sein, wenn du mit dem Tod eines Angehörigen oder eines Freundes konfrontiert bist. Wenn jemand stirbt, weißt du: die Seele bleibt da. Und - sofern er nicht die Selbstverwirklichung erreicht hat - wird er auch wieder geboren werden. Daraus kannst du viel Trost ziehen. Und wenn dieser Mensch dir wirklich sehr wichtig war, dann könnt ihr auch zusammen in einem nächsten Leben wieder inkarnieren.
Was einen Anfang hat, hat ein Ende. Mancher Mensch stirbt früher, mancher stirbt später. Es ist sicherlich schwierig, wenn jemand andere sterben sieht, die vielleicht jünger sind als er selbst oder im gleichen Alter, weil man auf diese Weise seines eigenen drohenden Todes noch bewusster wird. Es ist auch schwierig, wenn man vielleicht eine Krankheit unheilbare Krankheit und so sich der Sterblichkeit bewusst wird.
Aber eigentlich haben wir nur eine Krankheit, die nennt sich Leben, denn jedes Leben endet mit dem Tod. So wie jede Krankheit mit dem Tod endet, endet auch jedes Leben mit dem Tod. Es gibt auch ein schönes christliches Gebet: „Oh Herr, lebe ich, so lebe ich dem Herrn. Sterbe ich, so sterbe ich dem Herrn. Darum, ob ich lebe oder sterbe, so bin ich des Herrn. Oh Gott, bitte hilf denen, die trauern. Verwandle langsam die Trauer, über das, was ihnen genommen wurde, in Dankbarkeit für das, was ihnen geschenkt wurde.“
Man kann anerkennen, dass es Trauer gibt und Angst vor dem Tod. Das hat seine Funktion, hat seinen Platz. Aber aus dem Wissen, dass die Seele unsterblich ist, aus dem Wissen, dass du unsterblich bist, vor dem Hintergrund, dass alle Menschen, die sterben, unsterblich sind und dass, wenn der physische Körper vorbei ist, irgendwann ein neuer physischer Körper kommt, kannst du großen Trost ziehen, du kannst einen gewissen Gleichmut bewahren, du kannst engagiert und bewusst handeln und das Leben in allen Zeiten annehmen.
Hari Om Tat Sat
Transkription eines Kurzvortragesvon Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditationim Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

 

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Tags: bedeutung, bhagavad, erfahrung, gita, inspirationen, sein, selbst, sukadev, tägliche, wirklichkeit

Kommentar von Devaki Erika-Ha am 4. April 2011 um 11:00pm
Lieber Sukadev,

vielen Dank für diesen Text, ich glaube, man kann ihn auch zum Krankenhausbesuch für einen nichtspirituellen Menschen mitnehmen, weil diese Gedanken einfach tröstlich sind. Das Abschiednehmen ist für den Patienten ja wohl das Schwerste.... , so erscheint es mir, und hier hätte er etwas, woran er sich festhalten kann.

Om Namah Shivaya

Liebe Grüße, Devaki.

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