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Tiefe Bauchatmung hilft bei Lampenfieber und Ärger

Om Namah Shivaya. Herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen!
Der aktuelle Vers aus der Yoga Sutra, 3. Kapitel, 30. Vers, Fortsetzung, heißt: Durch Samyama auf das Nabelzentrum kommt Wissen um Aufbau, Struktur und Bedürfnisse des Körpers.

Die einfachste Anwendung dieses Verses ist die: Konzentriere dich regelmäßig auf den Bauch, während du gleichmäßig mit dem Bauch ein- und ausatmest. Du brauchst dir dazu keine zusätzlichen Gedanken zu machen. Jeden Tag während deiner Yogaübungen, während dem Pranayama oder bei den Asanas, zum Anfang oder zum Ende der Meditation oder immer wieder zwischendurch: atme tief mit dem Bauch ein und aus, spüre die Bewegung des Bauches. Die tiefe Bauchatmung hat auch harmonisierende Wirkung auf deine Emotionen. Die beste Weise, Lampenfieber in positive Energie umzuwandeln, ist die tiefe Bauchatmung. Beim Einatmen geht der Bauch hinaus, beim Ausatmen geht er hinein. Du atmest drei bis vier Sekunden lang ein, du atmest drei bis vier Sekunden lang aus. Wenn du dies ein paar Mal machst, wird dein Lampenfieber in positive Energie umgewandelt.

Oder angenommen, du ärgerst dich über etwas. Dann ist auch wieder die tiefe, gleichmäßige Bauchatmung sehr hilfreich. Beim Ärger empfehle ich dir sogar, doppelt solange auszuatmen wie einzuatmen, sehr langsam und vollständig. Dies ist wie eine Art emotioneller Hygiene. Wann immer du emotional ein bisschen beansprucht worden bist und die Emotionen sich nicht von selbst wieder harmonisieren, dann übe die tiefe, gleichmäßige Bauchatmung. Auch wenn du neue Energie brauchst, wenn du merkst, du brauchst jetzt neue Kraft, dann atme tief mit dem Bauch ein und aus. Stelle dir dabei vor, dass beim Einatmen Licht in dich hineinströmt und beim Ausatmen durch dich hindurch fließt. Beim Einatmen spürst du Licht, Kraft, Energie, beim Ausatmen schickst du es zu deiner nächsten Aufgabe. Wenn du dies tust, dann hilft es dir, ein intuitive Gespür für deinen eigenen Körper zu entwickeln, selbst wenn du dir das gar nicht so bewusst machst. Das klappt selbst dann, wenn du gar nicht daran denkst, wofür es gut ist. Für Yogalehrende heißt das auch: Achte darauf, dass deine Teilnehmer mit dem Bauch atmen. Richte immer wieder die Achtsamkeit deiner Teilnehmer auf den Bauch und die Bauchatmung. So entwickelt sich das intuitive Gespür deiner Teilnehmer für die Bedürfnisse ihres Körpers. Es entwickelt ihre natürlichen Instinkte.

Beim nächsten Mal spreche ich über die Samyamas auf die anderen Körperteile.

Hari Om Tat Sat

Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga-Vorträge als mp3

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Tags: Bauch, Patanjali, Wahrnehmung, inspiration, körper, samyama, sukadev, sutra, täglich, verständnis, Mehr...yoga

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