mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

Das Yoga Forum für Ayurveda, Yoga, Meditation und Spirituelles Leben

Hallo und herzlich willkommen zu den Yoga Vidya täglichen Inspirationen! Heute sind wir in der Bhagavad Gita, 3. Kapitel, letzter Vers, 43. Vers: „Evam buddheh param buddhva samstabhyatmanam atmana jahi satrum maha-baho kama-rupam durasadam.“


Übersetzt: „Erkenne Das, was der Buddhi, dem Verstand überlegen ist. Sei durch das Selbst beherrscht und überwinde so, Oh Arjuna, den schwer zu überwindenden Gegner in Gestalt des Wunsches.“


Sei also frei von den Wünschen! Manchmal sagt man: „Wenn ich jetzt meine Wünsche nicht erfülle, dann werde ich frustriert sein und aus der Frustration kommt dann innere Unruhe und dann wird es schwieriger“. Die westliche Psychologie sagt ja oft: „Erkenne deine Bedürfnisse! Erkenne deine tiefen Wünsche! Wenn du deine tiefen Wünsche erfüllst, dann wirst du glücklich sein.“


Wer diesen Weg eine Weile gegangen ist, erkennt, dass er so nicht glücklich wird. Das Erfüllen äußerer Wünsche macht einen gerade nicht glücklich. Auch das Erkennen von Bedürfnissen macht einen nicht glücklich. Etwas glücklicher macht es einen vielleicht schon, wenn man einen höheren Sinn sieht. Wenn man überlegt: „Der Sinn meines Lebens ist, das und das zu tun“. Glücklicher wird man auch, wenn man etwas für andere tut. Glücklicher wird man vielleicht auch, wenn man etwas kreativer ist. Am glücklichsten ist man, wenn man erkennt: „Hinter allem steckt das Göttliche. Meine wahre Natur ist Sein, Wissen und Glückseligkeit. Aus dieser Natur heraus tue ich das, was nötig ist. Ich glaube nicht, dass ich glücklich werde, indem ich meinen Sinnen folge. Ich glaube nicht, dass ich glücklich werde, indem ich das tue, was meine Emotionen mir eingeben. Wünsche, Emotionen, Gefühle mögen alle ihre Funktion haben, nur glücklich machen sie mich nicht dauerhaft. Das Glück erkenne ich im Selbst. Glück erkenne ich in Gott. Glück erfahre ich, wenn ich mich zum Instrument mache. Glücklich handeln kann ich, wenn ich ohne Verhaftung das tue, was zu tun ist, und alles Gott darbringe.“


Das war das dritte Kapitel der Bhagavad Gita. Demnächst kommt dann das vierte Kapitel.
Übrigens, bei Yoga Vidya gibt es auch regelmäßige Seminare zum Thema „Bhagavad Gita“. Auch in der Yoga Vidya Yogalehrerausbildung wird die Bhagavad Gita behandelt. Du kannst dir natürlich auch die Bhagavad Gita selbst zulegen. Es gibt verschiedene gute Versionen von der Bhagavad Gita. Typischerweise hat sie einen Kommentar, damit du sie verstehst, so wie du sie ja jetzt in diesen täglichen Inspirationen bekommst. Aber in diesen Kurzvorträgen kann ich nicht sehr philosophisch werden, ich kann nicht sehr tief gehen. Ich behandle das Ganze eher praktisch. Mein Anliegen ist es, dir jeden Tag ein paar Worte mit auf den Weg zu geben, damit du heute etwas Spiritualität spüren kannst. Die Hintergrundgeschichte der Bhagavad Gita, die tieferen philosophischen Hintergründe und letztlich auch die sehr tiefe Form von Spiritualität findest du eher in dem Kommentar von Swami Sivananda zur Bhagavad Gita oder auch in meiner Buchreihe „Die Yogaweisheit der Bhagavad Gita für Menschen von heute“.
Es gibt übrigens auch Hörspiel-CDs der Bhagavad Gita in unserem Shop, in denen du eine Mischung findest zwischen Vorträgen zur Bhagavad Gita und Bhagavad Gita Rezitationen.


Alles Gute. Bis zum nächsten Mal!


Sukadev


Transkription eines Kurzvortragesvon Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditationim Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 47 X ANGESCHAUT

Tags: bedeutung, bhagavad, erfahrung, gita, inspirationen, sein, selbst, sukadev, tägliche, wirklichkeit

Kommentar

Sie müssen Mitglied von mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community sein, um Kommentare hinzuzufügen!

Mitglied werden mein.yoga-vidya.de - Yoga Forum und Community

© 2019   Impressum | Datenschutz | AGB's | Yoga Vidya |   Powered by

Badges  |  Ein Problem melden  |  Nutzungsbedingungen