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Moksasannyasayogo nama astadaso’dhyayah. Das achtzehnte Kapitel, astadaso’dhyayah, wird genannt, nama: „Moksasannyasayoga. Der Yoga von Moksha, Befreiung, Sannyasa, Entsagung.“ Man kann auch sagen, alles drei, Moksha, Sannyasa und Yoga, ist eine der Essenzen der Bhagavad Gita. Es gibt so etwas wie Befreiung, Moksha. Langfristig wirst du diese Befreiung erlangen. Langfristig wirst du die Einheit mit dem Unendlichen erfahren. Das ist deine Bestimmung. Wenn du es in diesem Leben nicht erreichst, erreichst du es im nächsten Leben. Wenn du es im nächsten Leben nicht erreichst, dann im übernächsten Leben. Du inkarnierst dich so lange, bis du Moksha erreichst. Auf einer anderen Ebene bist du aber schon befreit, denn deine wahre Natur ist Brahman, Atman, Satchidananda.

Du kannst dir bewusst sein: „Ich bin jetzt schon Moksha, jetzt bin ich schon befreit. Ich muss nur alles andere loslassen, Sannyasa.“ Sannyasa heißt entsagen, heißt loslassen. Lasse alles andere los, lasse die Verhaftung daran los. Krishna spricht ja über mehrere Formen der Entsagung. Es gibt die äußere Entsagung und auch das ist wichtig. Entsage dem Unethischen, entsage dem Tamasigen, entsage auch, mindestens teilweise, dem Rajasigen. Entsage dem Wunschgetriebenen. Das gilt es auch, als äußere Entsagung tatsächlich zu praktizieren. Dann entsage aber innerlich. Entsage den Wünschen, entsage der Identifikation, dass du etwas tust, entsage dem Ergebnis der Handlung, entsage den Früchten der Handlungen, lasse die Handlung auch selbst immer wieder los.

Überlege immer wieder: „Habe ich losgelassen oder war ich verhaftet?“ Und jedes Mal, wenn du dich ärgerst, jedes Mal, wenn du niedergeschlagen bist, jedes Mal, wenn du Angst hast, das ist ein Zeichen, da warst du verhaftet. Wenn du das siehst, lächle darüber, humorvoll sei dir bewusst: „Ah, da war wieder eine Verhaftung, ah, da war wieder ein Wunsch.“ Lächle darüber und danke dafür, dass du dir bewusst geworden bist, zum Teil schmerzhaft bewusst geworden bist. Und dann sei dir bewusst, Yoga, Einheit, Vereinigung. Sei dir bewusst, hinter allem steckt die höchste Einheit. Auf der tiefsten Ebene bist du eins mit Gott. Auf der tiefsten Ebene ist dein Bewusstsein göttliches Bewusstsein. Du bist so eins mit allen Geschöpfen. Du bist verbunden mit allem, denn alles ist wie ein kosmischer Baum, wie ein großer Organismus. Krishna zeigt ja Arjuna im fünfzehnten Kapitel die kosmische Gestalt als Ashvattabaum, als großer Baum und alles ist verbunden. So wie die Blätter eines Baumes alle verbunden sind im Baum, so ähnlich sind Wesen wie Blätter und Blüten des einen Baumes und somit mit allem verbunden. Krishna hat auch Arjuna die Vision der kosmischen Gestalt gegeben, das ganze Universum als Organismus Gottes. Und du bist auch verbunden mit Gott. Du kannst Hingabe zu Gott haben, Gottes Gegenwart spüren. Mache dies zu deiner Praxis. Wisse, es gibt Moksha, die höchste Befreiung. Lasse immer wieder los, Sannyasa. Übe immer wieder Yoga in seinen verschiedenen Bedeutungen, als Einheit und Verbundenheit, so wirst du das Höchste erfahren.


Das war jetzt die letzte Ausgabe des Bhagavad Gita Podcasts. Ich empfehle dir, die Bhagavad Gita immer wieder zu studieren. Du findest auf unseren Internetseiten unter www.yoga-vidya.de oben rechtes ein Suchfeld. In dieses Suchfeld kannst du eingeben „Bhagavad Gita“. Wenn du diesen Begriff eingibst, dann findest du Links, sowohl zu Büchern über die Bhagavad Gita, es gibt den Kommentar von Swami Sivananda, es gibt eine ganze Reihe von Büchern von mir mit meinen Kommentaren schriftlich, du findest dort auch Rezitationen der Bhagavad Gita, und du findest das Bhagavad Gita Portal, wo du die gesamte Bhagavad Gita auf Devanagari findest, also in der Sanskrit-Schrift, in der Transkription, wo du die Rezitation der Bhagavad Gita findest, wo du Übersetzungen der Bhagavad Gita findest, Kommentare, unter anderem meine Kommentare, unter anderem auch die Kommentare von Swami Sivananda. Vielleicht befindest du dich ja auch gerade schon auf diesem Bhagavad Gita Portal, denn dort gibt es auch alle Kommentare der Bhagavad Gita zum Anhören und auch als Niederschrift.

Ich werde fortfahren mit der Hatha Yoga Pradipika, einer wichtigen Schrift des Yoga. Ich werde die Hatha Yoga Pradipika kommentieren, aber so kommentieren, dass es Inspiration für den Alltag ist. Ich interpretiere auch, z.B. im Rahmen der Sadhana intensiv, die Hatha Yoga Pradipika mehr technisch, wie die Praktiken gemacht werden können. Ich will aber im Rahmen des Podcasts die Hatha Yoga Pradipika kommentieren als Empfehlungen für den Alltag, als Inspiration für den Alltag. Du kannst darauf gespannt sein. Und natürlich gilt, zwischen einzelnen Kommentaren werde ich auch andere Inspirationen geben. Ich spreche ja auch im Rahmen der Satsangs nach der Meditation bei Yoga Vidya immer wieder kurze Vorträge und Kurzkommentare zu verschiedenen Schriften von Swami Sivananda und anderen Schriften, diese werden auch im Rahmen der täglichen Inspirationen veröffentlicht. Wenn du jetzt diesen Kommentar als Teil des Bhagavad Gita Portals hörst, gut, da wirst du jetzt diese anderen Podcasts nicht hören. Dann gehe einfach auf den Blog von Yoga Vidya, www.blog-yoga-vidya.de, und dort findest du auch die täglichen Inspirationen. Da kannst du rechts im Menü schauen, tägliche Inspirationen, und dort findest du die Fortsetzung dieses täglichen Inspirationen Podcasts.

Bis bald, alles Gute! Om Shanti, Friede für Körper, Geist und Seele, Friede mit dir, mit deinen Mitgeschöpfen, mit der ganzen Welt!


Unbearbeitete Niederschrift eines Bhagavad Gita Audio-Vortrags mit Sukadev Bretz. Mehr Infos:

 

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG: 137 X ANGESCHAUT

Tags: Bhagavad Gita, Bhagavad Gita Audio-Vortrag, Sukadev, tägliche inspiration

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