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 © 2016 Text: Bhajan Noam – Alle alten Völker – von Irland bis Indien – hatten (oder haben noch) in ihrer Musik denselben Grundton. Es ist der Ton der Erde. Was ist der Ton der Erde? Er errechnet sich aus dem Kreisen der Erde um die Sonne, also ein Jahr oder 365,2425 Tage. Jede Schwingung kann durch oktavieren in einen hörbaren Ton umgewandelt werden. Jeder Ton hat eine bestimmte Hertz-Zahl, das sind die Schwingungen pro Sekunde. Der Grundton, oder Kammerton genannt, der heutigen westlichen Musik ist das „A“ und wurde auf 440 Hertz (Hz) festgelegt. Darauf sind alle Instrumente gestimmt und können somit im Orchester gemeinsam spielen. Über den Nachteil dieser Festlegung und insbesondere über die 440 Hz kann man zahlreiche Artikel im Internet und in der Literatur finden. 

Hier nur in Kurzform: Es geht um den alten Kammerton von 432 Hz, der im Gegensatz zu 440 Hz eine harmonisierende Wirkung hat. 440 Hz sind eine destruktive Schwingung. Mit 432 Hz befinden wir uns bei den kosmischen (heiligen) Zahlen. 432 ist das Vierfache von 108 und das Zweifache von 216 (Anzahl der Knochen des Menschen). Das sind natürliche Zahlen, die man überall in der Schöpfung wiederfinden kann. In unserem Zusammenhang ist interessant: wenn man den heutigen Kammerton von 440 Hz wieder auf die alte Stimmung von 432 Hz ändert, dann ändert sich auch das heutige Cis von 138,6 Hz auf 136 Hz! Damit sind wir beim Erdton angelangt, der gleich erklärt wird.

 

Zur Errechnung des „Erdtons“, die so geschieht:

356,2425 Tage (Umlaufzeit) in Sekunden umgerechnet betragen 31.556.952 Sekunden. Oktavieren ist ein Maß durch zwei teilen. Wenn man diesen Prozess bei der oben genannten Sekundenzahl 32 Mal vollzieht, kommt man auf 0,00735. Diese Zahl teilt man nun durch 1 Sekunde, also 1 : 0,00735 = 136,05. Und damit hat man eine hörbare Hertzzahl, also 136,05 Schwingungen pro Sekunde. 136 Hz entsprechen fast genau dem heutigen westlichen Ton „Cis“. Im indische ist das der Grundton „SA“ oder Sadja, auf den alle Instrumente gestimmt werden. SA, Cis oder 136 Hz sind also der Ton der Erde. - Wie das die Menschen früherer Zeiten, die keine Zeiteinteilung in Sekunden und keine Messung in Hertz kannten, errechnet haben, weiß ich nicht. Bekannt ist aber interessanterweise, dass schon im alten Indien die Lichtgeschwindigkeit gängiges Wissen war.

Raag oder Raga ist eine bestimmte, jeweils festgelegte Tonfolge oder Tonleiter, die wiederum nur ganz bestimmte Töne beinhaltet. Raag Vibhasa ist auf den Tönen SA (Cis), RI (D), GA (F), MA (G), Dha (B) und SA (Cis) aufgebaut. Diese Tonfolge weicht, wie kaum eine andere, von normalen Tonleitern ab, indem keine Quinten und Quarten vorkommen. Zur Feier des Sonnenaufgangs werden ganz besondere Intervalle gespielt. Raag Vibhasa ist eine rein kosmische Stimmung, die durch das Umkreisen der Erde auf natürliche Weise gegeben ist. In Indien spielen die Saddhus und Mönche morgens bei Sonnenaufgang die Raag Vibhasa um sich und alle Zuhörenden in den kosmischen Weltenklang einzustimmen. Wohl allen, die dies hören dürfen. OM Shanti.

 

© 2018 Text: Bhajan Noam

 

Musik auf youtube: Raag Vibhas on Sitar by Shri Chandrashekhar Phanse

Buchempfehlung: Die Kosmische Oktave, Cousto; Synthesis Verlag (nur noch antiquarisch erhältlich) 

Seiten des Lebens: www.bhajan-noam.com

 

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Tags: Bhajan_Noam, Erde, Klang, Kosmos, Oktave, Raag, Raga, Schwingung, Sonnenaufgang, Ton, Mehr...Vibhasa

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