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Ich will etwas lesen aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda, aus dem Kapitel „Prana“. Prana, die Lebensenergie.
Er schreibt: „Durch Prana leben die Menschen, die Tiere und die Engelswesen. Prana ist wahrlich das Leben der Wesen. Deshalb nennt man es das universelle Leben, das Leben aller. Prana ist das universelle Prinzip von Energie und Kraft. Es ist Lebenskraft. Es ist alldurchdringend. Es kann statisch sein, als Kundalini oder dynamisch, als Lebenskraft. Es findet sich in allen Formen, von den höchsten bis zu den niedrigsten Lebewesen, von der Ameise zum Elefanten, von der einzelligen Amöbe bis zum Menschen, von der Elementarform pflanzlichen Lebens bis zur entwickelten Form tierischen Lebens. Das Strahlen deiner Augen ist Prana.“
Also, Prana ist die Energie hinter allem was wir tun. Prana ist letztlich der Unterschied zwischen einer Leiche und einem lebendigen Wesen. Wenn wir – manche sind wie lebendige Leichen, sie haben kaum Prana. Manche sind wie Vampire, sie saugen das Prana von anderen ab. Aber wir als Yogis brauchen davor keine Angst zu haben, denn wir kennen Pranayama, Atemübungen, um Prana zu erhöhen. Das ist jetzt gerade in verschiedenen Seminaren das Thema – Sadhana intensiv, die Yogalehrerausbildung auch. Ich habe gerade in der Yogatherapieausbildung, in dem Raum, auch das Wort „Pranayama“ gesehen. Also, wir wollen unser Prana ansammeln und wenn wir viel Prana haben, können wir auch viel Prana geben. Wir brauchen Prana, wir wollen Prana geben und uns immer wieder aufladen. Manche Menschen haben viel Strahlen in den Augen, da strahlt viel Prana aus. Manche weniger.
„Das Lächeln einer jungen Frau“ – und auch einer älteren Frau – „ist Prana.“ Und auch eines älteren Mannes. Also, sofern dort wirklich Prana dort hinter ist. Also, junge Menschen haben viel Prana. Wenn man kein Pranayama macht, gibt man das Prana langsam aus und nachher will kein Mensch mehr mit einem zusammen sein. Als Yogis machen wir das anders. Wir sammeln mehr Prana und so, je älter wir werden, umso attraktiver sind wir im Sinne von anziehender, im Sinne von, andere werden angezogen.
„Bienen gehen dahin, wo der Nektar ist.“ Und genauso, Menschen werden von denen angezogen, die Prana haben. So müssen wir mehr Prana haben und dann werden andere mehr angezogen. Sogar Hunde hören besser, wenn der Besitzer mehr Prana hat. Auch schwer erziehbare. Auch der Umgang mit Kindern ist leichter, wenn Mutter und Papa mehr Prana haben. Als Führungspersönlichkeit braucht man Prana. Ich kann mich erinnern, ich habe ja irgendwann mal Betriebswirtschaft studiert und dort habe ich so alle möglichen Führungstheorien gelernt. Und dann, so kurz vor der Klausur, hat unser Prof. noch was gesagt: „Jetzt möchte ich euch zum Schluss – oder, möchte ich Sie noch mal zum Schluss demotivieren. Wir haben jetzt all die verschiedenen Theorien behandelt, aber das Wichtigste entgeht uns wissenschaftlichen Psychologen. Man kann alles falsch machen und dennoch eine gute Führungskraft sein. Und man kann alles richtig machen und dennoch eine schlechte Führungskraft sein. Es gibt etwas, das nennt sich Charisma und das ist einer empirischen Forschung nicht zugänglich. Irgendwie Ausstrahlung usw. Das ist ein Faktor, der noch zusätzlich wichtig ist.“ Dann hat er gesagt: „Aber schreiben sie das nicht in die Klausur. Ich vertrete eine wissenschaftlich orientierte Psychologie.“
Aber, so ist es letztlich. Dieses Prana ist das, was dort wichtig ist.
„Prana ist die Kraft in den begeisternden Worten eines Vortragenden. Der Zauber in den Worten des Geliebten. All das beruht auf Prana. Ein Yogi speichert ein Übermaß an Prana durch regelmäßige Praxis von Pranayama. So wie eine Speicherbatterie Elektrizität speichert. Der Yogi, der viel Prana gespeichert hat, strahlt Stärke und Vitalität aus. Er ist ein starkes Kraftwerk. Wer mit ihm in nahen Kontakt kommt, nimmt von ihm Prana, Stärke, Kraft, Vitalität und Frohsinn auf. So wie Wasser aus einem Gefäß in ein anderes fließt, fließt Prana wie ein ständiger Fluss von einem fortgeschrittenen Yogi zu einem Menschen mit wenig Prana. Das kann derjenige, der seine innere Sicht entwickelt hat, tatsächlich sehen.“
Zusammenfassung: Macht Pranayama!
Hari Om Tat Sat


Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Indische, Inspiration, Lesung, Schriften, Spiritualität, Sukadev, Vidya, Yoga, tägliche

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