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Ich lese etwas aus dem Buch „Göttliche Erkenntnis“ von Swami Sivananda, aus dem Kapitel „Pranayama“.

„Durch Prana leben die Engel, die Menschen und die Tiere. Prana ist wahrlich das Leben der Wesen. Deshalb nennt man es ‚das Universelle Leben’ oder ‚das Leben aller’.“

Prana ist ein wichtiges Wort im Yoga, einige von euch, die jetzt in der 4-wöchigen Yogalehrerausbildung sind, haben schon eine Menge über Prana gehört die letzten Tage. Es ist etwas, dessen man sich bewusst werden kann, Yoga wirkt nicht nur auf den physischen Körper, wirkt auch nicht nur auf die Psyche, sondern es gibt ein Bindeglied zwischen Körper und Psyche, etwas das beides steuert, und das ist Prana, die Lebensenergie. Man kann sagen, alle Yoga-Übungen sind darauf ausgerichtet, dass unser Prana erhöht wird, subtiler wird und frei fließen kann. Wenn jemand sich müde oder ausgelaugt fühlt, muss er einfach in eine Yogastellung gehen, sie eine Weile halten, dann kommt das Prana. Asanas helfen, die Energiekanäle zu öffnen. Wenn man zum Beispiel in der Vorwärtsbeuge ist, dann werden alle möglichen Energiekanäle an der Rückseite der Beine, an der Rückseite der Wirbelsäule gedehnt und, wenn man sich anschließend wieder aufrichtet, dann kann Prana hindurchfließen. Durch dieses Dehnen werden nicht nur die Muskeln entspannt, sondern es werden auch Energieblockaden gelöst, Prana kann fließén. Genauso werden die Chakras aktiviert, die Energiezentren.

Wir wollen die Lebensenergie beherrschen über Atemübungen. Atemübungen geben einem mehr Kraft, schon die einfache Bauchatmung macht sehr viel aus. Man kann es Menschen ansehen, ob sie Prana haben. Menschen mit viel Prana atmen tiefer in den Bauch, sie atmen gleichmäßig, und dann ist da auch Prana vom Bauch her.

Swami Sivananda spricht auch über ‚Pranayama und Lebenszeit’. Wer mehr Prana hat, der wirkt und ist auch lebendiger, vielleicht lebt er sogar länger. Aber noch wichtiger ist es, mehr Leben in uns zu haben. Manche Menschen laufen herum wie wandelnde Halbleichen, da ist kein Prana dahinter. Manche sind so eine Art Vampire, sie saugen das Prana der Umwelt weg. Und wer jetzt fragt: Was kann man dagegen machen, dass andere einem das Prana wegnehmen, würde ich schon gleich die Antwort geben: Seid nicht geizig. Wenn ihr Prana ansammelt, dann ist es doch schön, wenn alle um euch herum auch daraus Nutzen ziehen. Macht einfach mehr Pranayama, und dann könnt ihr alle Menschen in eurer Umgebung auch gleich mit Prana aufladen.

Wir können mittels Prana uns selbst heilen, wir können auch andere heilen. Natürlich, es gibt bestimmte körperliche Grenzen, und es gibt bestimmte karmische Grenzen, das muss man auch sagen. Die Haupttechnik ist: Wir sammeln mehr Prana durch Pranayama, und anschließend können wir mit den Händen oder mit den Augen das Prana in bestimmte Körperregionen von uns selbst oder auch für anderen bringen. Natürlich, gibt es im Yoga noch eine Menge weiterer Techniken. Wir haben hier ja auch eine Prana-Heilausbildung, wo man über 9 Tage Einiges lernen kann. Auf jeden Fall ist es gut, wenn wir uns mit Prana aufladen, und mit diesem Prana unseren Alltag bewältigen können, wenn wir Menschen in unserer Umgebung Prana geben und wenn wir das gereinigte subtile Prana nutzen, um in der Meditation Zugang zu höheren Ebenen zu bekommen

Hari Om Tat Sat.
Transkription eines Kurzvortrages von Sukadev Bretz im Anschluss an die Meditation im Satsang im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Mehr Yoga Vorträge als mp3.

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Tags: Indische, Inspiration, Lesung, Schriften, Spiritualität, Sukadev, Vidya, Yoga, tägliche

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