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Pranareiche, frische Nahrung schenkt Gesundheit – BhG XVII.10

Bhagavad Gita, 17. Kapitel, 10. Vers: „Yata-yamam gata-rasam puti paryusitam ca yat ucchistam api camedhyam bhojanam tamasa-priyam.“ --- „Das Abgestandene, Geschmacklose, Faulige, Übriggebliebene und Unreine ist die bevorzugte Nahrung tamasiger Menschen“, sagt Krishna in diesem Vers.

Das klingt jetzt erst mal sehr komisch, denn wer liebt das Abgestandene, Geschmacklose, Faule, Unreine? Vermutlich könnte man das anders übersetzen: Das Verfaulte, das Unreine, das Geschmacklose, das macht den Menschen letztlich tamasig. Aber man kann auch sagen, Abgestandene und Faulige, letztlich das Vergorene, das sind wie z.B. die verschiedenen Drogen, das ist Alkohol usw., all das ist stark tamasig. In Indien ist das natürlich auch in früheren Zeiten eine Regel für die Hygiene gewesen. Früher gab es keine Kühlschränke. Wenn man bei 40 Grad das Gekochte am nächsten Tag nochmal isst, dann isst man große Mengen von Bakterien. Das gibt alle möglichen Probleme. Daher findet man hier, das Übriggebliebene sollte man nicht essen. Und das war in früheren Zeiten wichtig. In Deutschland mit den Kühlschränken kann man natürlich auch am nächsten Tag noch das essen, was vom Vortag übrig ist. Nur, es sollte nicht schlechtgeworden sein. Und man könnte das Schlechtgewordene mit vielen Gewürzen so machen, dass es so aussieht und schmeckt als ob es ok ist. Das sollte man natürlich nicht machen. Das würde in früheren Zeiten in Indien durchaus gemacht.

Krishna hat gesagt, „nein, so nicht“. Auch was schon überreif ist, sollte man nicht essen. Auch alles Alkoholvergorene ist letztlich nicht gut, macht den Geist tamasig. Ich nehme jetzt an, für dich ist in diesem Vers nicht so viel dabei. Man kann es aber noch weiterbringen, auch zu viel Dosenkost ist irgendwo tamasig. Ob Tiefkühlkost tamasig ist, darüber gibt es gewisse Diskussionen unter Yogakreisen, denn Krishna kann nicht über Tiefkühlkost gesprochen haben, damals gab es keine Tiefkühlkost. Ich persönlich meine, die Nahrung sollte überwiegend frisch sein. Frisch gekochtes Getreide, Hülsenfrüchte, Obst und Salate, dann nicht zu sehr überkochtes Gemüse, und wenn jemand ab und zu mal etwas Tiefkühlkost isst, wird es nicht allzu schlimm sein, wer ab und zu mal etwas Dosenkost dazu isst, wird auch nicht schlimm sein, auch wenn wir in den Yoga Vidya Ashrams weitestgehend ohne Dosenkost leben und ohne Tiefkühlkost. Sorge dafür, dass das, was du isst, frisch ist, da ist Prana drin und da ist Gutes drin. Und verzichte auf alles grob Tamasige, wie Fleisch, wie Tabak, wie Alkohol und Drogen.

 

 

Unbearbeitete Niederschrift eines Bhagavad Gita Audio-Vortrags mit Sukadev Bretz. Mehr Infos:

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Tags: Bhagavad Gita, Bhagavad Gita Audio-Vortrag, Sukadev, tägliche inspiration

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